Insolvenz

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SAA: Langstrecke vorerst kein Thema

South African Airways wird wohl die nächsten zwei Jahre auf Langstrecken-Flüge verzichten.  Der Carrier soll bald wieder abheben – allerdings vorerst nur auf Kurzstrecken. Ein genaues Datum für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs wolle SAA nennen, wenn die Verhandlungen mit den Piloten über Abfindungspakete abgeschlossen seien, wie reisevor9.de berichtet. Das könnte bereits im Juli oder August geschehen. SAA hat seit September vergangenen Jahres keine kommerziellen Flüge mehr durchgeführt. Die Airline hat ihr im Dezember 2019 beantragtes Insolvenzverfahren im April verlassen, nachdem sie rund 450 Millionen Euro von der Regierung erhalten hatte. Die Zahl der Mitarbeiter schrumpft laut den Restrukturierungsplänen des Managements von mehr als 4.000 auf rund 1.000, die Flotte solle gemäß den Restrukturierungsplänen von 44 auf 26 Flugzeuge schrumpfen.

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Montenegro Airlines muss Staatshilfen zurückbezahlen

Die Fluggesellschaft Montenegro Airlines befindet sich seit einigen Monaten in Auflösung und soll durch Air Montenegro ersetzt werden. Doch nun stellte die lokale Wettbewerbsbehörde fest, dass die zuerst genannte Fluggesellschaft zwischen 2018 und 2020 zu Unrecht Staatshilfen in der Gesamthöhe von 55,8 Millionen Euro erhalten hat. Die Rückzahlung der Finanzmittel wurde angeordnet, doch das könnte sich als schwierig gestalten, denn Montenegro Airlines ist defacto pleite und wurde in den letzten Monaten nur mit Hilfe neuerlicher Staatshilfe in der Luft gehalten. Die Wettbewerbsbehörde stellte unter anderem fest, dass die gewährten Beihilfen nicht den Richtlinien der Europäischen Union entsprechen. Als Nicht-EU-Mitglied müsste sich der Staat darum eigentlich nicht kümmern. Eigentlich, denn Montenegro hat sich vor einiger Zeit als Beitrittskandidat zur Anwendung der EU-Beihilfenrichtlinien verpflichtet. Eine Rückführung der Finanzmittel gilt aufgrund der Insolvenz als äußerst unwahrscheinlich.

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Schwerin-Parchim: Zukunft hängt noch immer in der Luft

Der Flughafen Schwerin-Parchim sollte zu einem Cargo-Drehkreuz und einer Drehschreibe für chinesische Touristen werden. Das Projekt war nicht von Erfolg gekrönt und endete letztlich in der Insolvenz. Noch immer konnte das Verfahren nicht abgeschlossen werden. Bislang kamen das Grundstück und die Gebäude noch nicht unter den Hammer. Laut lokalen Medienberichten soll Masseverwalterin Bettina Schmudde noch immer mit mehreren Investoren verhandeln. Das Gericht müsse den Ausgang des Verfahrens abwarten. Der Airport kann derzeit sogar kleine Einnahmen erzielen, denn auf einem Teil des Areals sind Kraftfahrzeuge eines großen Herstellers abgestellt und warten auf bessere Zeiten. Weiters wird unter anderem die Runway als Automobil-Teststrecke genutzt. Für beide Zwecke stellt die Masseverwalterin im Namen der Insolvenzmasse Mieten in Rechnung.

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Reisebranche vor Pleitewelle? Auffällig wenige Insolvenzen

Im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es in Österreich auffällig wenige Firmenpleiten. Laut Dun & Bradstreet meldeten 325 Unternehmen Insolvenz an. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 41 Prozent. Die Wirtschaftsauskunftei führt dies jedoch nicht auf eine gute Wirtschaftslage zurück. Ganz im Gegenteil: Dun & Bradstreet ist der Ansicht, dass nur aufgrund von Zuschüssen und staatlichen Hilfen viele Unternehmen noch nicht den Gang zum Konkursrichter antreten mussten. Auch sind die Regeln für die Insolvenzanmeldung derzeit stark aufgeweicht, so dass die 60-Tage-Frist defacto ohne Konsequenzen nicht zur Anwendung kommt. „Doch viele Konkurse wurden dadurch nur in die Zukunft verschoben, aber keinesfalls aufgehoben. Dies betrifft insbesondere die «Zombie»-Unternehmen, die bei einem normalen Geschäftsverlauf eigentlich bereits hätten aufgeben müssen, nun aber durch Zuschüsse und Sonderregelungen weiterhin künstlich am Leben erhalten werden. In absoluten Zahlen gab es gemäss der Analyse von Dun & Bradstreet die meisten Insolvenzen in Wien (145 Fälle), gefolgt von Niederösterreich (53 Fälle), der Steiermark (37 Fälle) und Oberösterreich (33 Fälle)“, so Dun & Bradstreet. Auffällig wenige Pleiten in der Reisebranche Die touristisch relevanten Bereiche „Gastronomie und Hotellerie“ sowie „Transport und Reisen“ hatten im ersten Quartal 2021 deutlich weniger Insolvenzen. Die genannten Branchen sind von der Corona-Pandemie besonders stark gebeutelt worden, da die Geschäftsgrundlage fast vollständig weggebrochen ist. Reisebüros und –veranstalter verzeichneten im Vorjahr negative Umsätze, die sich daraus ergeben haben, dass die Höhe der Erstattungen die Summe der Neuaufträge überschritten hat. Im ersten Quartal 2021 war das Neugeschäft ebenfalls schwach, zumal zumindest stationär behördliche

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Airline-Pleite: Gericht weist Klage gegen Veranstalter ab

Das Amtsgericht München wies in erster Instanz eine Klage eines Passagiers, der von seinem Reiseveranstalter eine Entschädigung für eine Flugverspätung, die aufgrund der Insolvenz von Small Planet Deutschland entstanden ist, haben wollte. Der Passagier und seine Ehefrau wollten am 2. Oktober 2018 von Nürnberg nach Marsa Alam fliegen. Die Tickets waren im Rahmen einer Pauschalreise enthalten, so dass der Tour Operator der Vertragspartner der beiden war. Small Planet Airlines musste am 18. September 2018 Insolvenz anmelden. Daraufhin nahm der Veranstalter eine Umbuchung auf eine andere Gesellschaft vor. Das hatte zur Folge, dass sich der Abflug um einige Stunden verschoben hatte. Freiwillig überwies der Tour Operator eine Preisminderung in der Höhe von 100 Euro. Das war dem Kläger aber zu wenig, denn er forderte für sich und seine Ehefrau insgesamt 800 Euro ein und berief sich dabei unter anderem auf die EU-VO 261/2004. Das Amtsgericht München ist aber der Ansicht, dass zwischen den Reisenden und dem Veranstalter keine verbindlichen Flugzeiten vereinbart waren und daher keine Ausgleichszahlung zu leisten ist. Weiters verwies das Gericht darauf, dass die Verschiebung „im Rahmen des Massentourismus als bloße Unannehmlichkeit“ anzusehen ist. Der Kläger führte weiters an, dass seine Ehefrau aufgrund der rund vierstündigen Wartezeit am Airport Kreislaufprobleme erlitten habe. Darauf ging das Amtsgericht München nicht weiter ein und tat diesen Umstand damit ab, dass eine Vorerkrankung vorgelegen habe und der Gesundheitszustand nicht Gegenstand des Pauschalreisevertrags war.

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Paderborn kann Insolvenzverfahren verlassen

Der Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt konnte das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung per 30. April 2021 verlassen. Seit 1. Mai 2021 der Airport wieder eigenständig tätig. Zuvor konnte eine Einigung mit den Gläubigern erzielt werden. Im Zuge des Verfahrens wurde der Personalstand stark reduziert. Die Betreibergesellschaft, die nun zu 77,9 Prozent in der Hand des Kreises Paderborn ist, beschäftigt nur noch 64 Mitarbeiter. Zuvor waren es 170. Auch ist die Stadt Bielefeld ausgestiegen und übergab ihre Anteile an die Stadt Paderborn. Die Gläubiger sollen laut Mitteilung des Airports auf 75 Prozent ihrer Forderungen verzichtet haben. Eine Besonderheit in Paderborn ist, dass die Bodendienstleistungen nun von der Betriebsfeuerwehr erbracht werden. Das ursprünglich in diesem Bereich beschäftigte Personal hat man abgebaut. Der Airport geht davon aus, dass man in dieser Konstellation rund 300.000 Reisende pro Jahr abfertigen kann. Vor der Corona-Pandemie hatte man rund 700.000 Passagiere im Jahr.

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Kuba will 21 Interjet-SSJ-100 kaufen

Die mexikanische Billigfluggesellschaft Interjet begibt sich nach längerem Disput unter den Eigentümern in ein Insolvenzverfahren nach lokalem Recht. Der Carrier fliegt seit einigen Monaten nicht mehr und kann auch die Löhne nicht mehr bezahlen. Dennoch wartete man mit dem Antrag auf ein Restrukturierungsverfahren vergleichsweise lange ab. Hintergrund ist, dass es zunächst Unstimmigkeiten unter den Aktionären gab. Nun konnte eine Einigung erzielt werden. In einem Statement schreibt der Carrier, dass man sich über das nunmehrige Verfahren auch für Investoren öffnen möchte. Kuba ist an Superjets interessiert Interjet strebt die Wiederaufnahme des Flugbetriebs an. Einen konkreten Termin kann man nicht nennen, schreibt lediglich „so bald als möglich“. Auch will man die Außenstände, die man gegenüber dem Personal hat, rasch regeln. Mit den Gläubigern sollen in den nächsten Wochen intensive Verhandlungen geführt werden. Diese sollen in einen Sanierungsplan münden. Möglicherweise könnten die 21 Sukhoi Superjet SSJ-100 schon bald frisches Geld in die Kasse spülen. Der Carrier versucht seit längerer Zeit diese Maschinen loszuwerden, doch eine ernsthafte Nachfrage gab es auch vor der Corona-Pandemie nicht. Es handelt sich nicht um Leasingflugzeuge, sondern Interjet ist Eigentümer. Laut einem Sprecher befindet sich Interjet in finalen Verhandlungen mit Kuba. Diese sollen in einem Verkauf münden. Die kubanische Regierung ist am Ankauf der 21 Regionaljets interessiert, um die veraltete Flotte ihrer staatlichen Airline modernisieren zu können.

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Flughafen Mönchengladbach feiert 65-jähriges Jubiläum

Der Startschuss für den Flughafen Mönchengladbach fiel am 22. April 1956. An dem Tag wurde der neue Flugplatz an der Niers mit dem Erwerb der Berechtigung zum Motorflug offiziell eröffnet. Nach einem Jahr zählte der Flugplatz bereits 13.000 Flugbewegungen, verglichen mit dem Corona-Jahr 2020 (48.856) ein beachtlicher Wert. „Heute ist der Flughafen als Wirtschafts- und Innovationsmotor für die Stadt nicht mehr wegzudenken“, weiß auch MGL-Geschäftsführer Ulrich Schückhaus. Auf dem Flugplatz folgte bald eine Flugschule, die Luftfahrerschule NRW, die bis heute unter dem Namen RWL German Flight Academy fortbesteht und als eine der größten Flugschulen Deutschlands schon viele Verkehrspiloten ausgebildet hat. 1958 kam dann die Firma Rhein-Flugzeugbau auf das Gelände, die sich zunächst auf die Wartung militärischer Flugzeuge der jungen Bundeswehr spezialisiert hatte, aber auch eigene Flugzeugforschungsprojekte auf den Weg brachte. Dieses Areal liegt heutzutage brach, denn in den 1990er Jahren musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. In den 1960er Jahren entwickelte sich „EDLN“, so die Bezeichnung in der Pilotensprache, immer weiter mit im Schnitt über 30.000 Flugbewegungen pro Jahr. Spitzenreiter war das Jahr 1975 mit 88.000 gezählten Starts und Landungen. Insgesamt waren die 1970er Jahre eine Hochzeit in der allgemeinen Luftfahrt, bevor die Szene der Ultraleichtflugzeuge immer mehr Zulauf bekam, die am MGL nicht zugelassen sind. In der Zeit war der kleine aufstrebende Flugplatz immer wieder Ausrichter von renommierten Flugwettbewerben wie dem Deutschlandflug.  Ein „Ausflug“ in den Linienflugverkehr Anfang der 1980er Jahre auf Strecken nach Frankfurt, Eindhoven und Metz bescherte dem Flugplatz an der Niers letztendlich 1995 die sogenannte Instrumentenfluggenehmigung. Damit war der Weg frei für die

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Kapitalerhöhung: Norwegian will doch mehr Geld

Der finanziell angeschlagene Carrier möchte sich umgerechnet bis zu 600 Millionen Euro an frischem Kapital besorgen – und damit mehr als bisher vorgesehen. Die Kapitalerhöhung sei auf zwischen 4,5 und 6 Milliarden norwegische Kronen, umgerechnet etwa 445 bis 593 Millionen Euro, revidiert worden, berichtet CH-Aviation. „Wir wollen einen konservativen Ansatz in einer Zeit verfolgen, in der die Pandemie und Reisebeschränkungen weiter Unvorhersehbarkeit im Reisesektor erzeugen“, erklärte Norwegian -Chef Jacob Schram. Zuvor hatte es der Konzern auf knapp 4,5 Milliarden Kronen an neuem Kapital abgesehen. Norwegian kämpft seit längerem sowohl in Norwegen als auch in Irland, wo mehrere Firmentöchter registriert sind, gegen die drohende Insolvenz. Dies hängt zum einen mit einem massiven Schuldenstand, zum anderen auch mit zusätzlichen Problemen im Zuge der Corona-Krise zusammen. In beiden Ländern hat Norwegian Gläubigerschutz erhalten, Pläne zur Konzernumstrukturierung wurden dort zuletzt jeweils von Gerichten abgesegnet. Mit einer Neuaufstellung will die Airline den Weg in die Zukunft schaffen. Künftig will sie keine Langstreckenflüge mehr anbieten und sich mit dann noch 51 Flugzeugen auf Kurzstrecken in Skandinavien und Europa konzentrieren. Die Schulden werden nach Konzernangaben stark reduziert, zudem sind Flugzeugbestellungen in einer Größenordnung von 85 Milliarden Kronen (8,4 Mrd Euro) storniert worden.

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Thyme Opco bekräftigt Flybe-Neustart

Der geplante Neustart der insolventen Regionalfluggesellschaft Flybe verlief bislang holprig. Nun bekräftigten Thyme Opco und der Insolvenzverwalter die Pläne zum Neustart. Das Unternehmen wird als „Flybe Ltd.“ auftreten und soll im Sommer 2021 zahlreiche ehemalige Flybe-Routen reaktivieren. Die Regionalfluggesellschaft musste im März 2020 Insolvenz anmelden. Cyrus Capital erwarb im Herbst 2020 einige Assets aus der Masse. Unter dem Namen Thyme Opco suchte man bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsbewilligung an. Die Zertifikate von Flybe waren weiterhin aufrecht. Geplant war, dass die Slots auf die Neugründung übertragen werden sollen, doch die CAA legte sich quer. Die Betriebsgenehmigung wurde erst vor wenigen Wochen endgültig suspendiert. Genau diese Angelegenheit ist noch nicht ausgestanden, denn Thyme Opco legte gegen den Beschluss der CAA ein Rechtsmittel ein. Daran hängt viel, denn die als besonders wertvoll betrachteten Slots in Heathrow scheinen für den Start der „neuen Flybe“ besonders wichtig zu sein. Der tatsächliche Neustart der Regionalfluggesellschaft dürfte daher primär von der Entscheidung der Zivilluftfahrtbehörde abhängen. Als erstes Fluggerät hat man bereits die ehemalige OE-LGA als G-CLXC ins britische Register eingetragen. Diese DHC Dash 8-400 flog zuletzt für Austrian Airlines.

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