Insolvenz

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Slowenien: Neue Airline hält die Augen nach Personal offen

Slowenien baut aus dem Scherbenhaufen der insolventen Adria Airways eine neue Fluggesellschaft: SouthEast Airlines. Schon im Juni könnte der Neo-Carrier starten – gestartet ist auch die Suche nach einer passenden Kabinenbesatzung. Slowenien hat wieder eine Fluggesellschaft. Die Hoffnungen ruhen nun auf SouthEast Airlines, einer Airline, die erst zum Anfang des Jahres von einem ehemaligen Adria Airways Piloten gegründet wurde. Dazu schaltet die Fluglinie auch schon fleißig Jobinserate. Es werden „erfahrene Flugbegleiter“ gesucht, die darüber hinaus Flugstunden auf dem Airbus A320 mitbringen.  Denn der Carrier, der sich anfangs besonders auf Charterflüge stürzen möchte, will zukünftig mit einer reinen A320-Flotte agieren. Bis Ende des Jahres sollen zwei Exemplare im Fuhrpark stehen, in zwei Jahren gar schon sechs Flieger der A320-Familie, wie Ex-Yu Aviation berichtet SouthEast Airlines ist gerade dabei, das AOC zu erhalten.

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Norwegen: Gläubiger nehmen Norwegian-Sanierungsplan an

Der Sanierungsplan der insolventen Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle wurde nun auch von einem norwegischen Gericht bestätigt. Zuvor hatte die irische Justiz bereits grünes Licht gegeben. Der Konzern befindet sich in verschiedenen Ländern in Gläubigerschutz- und/oder Insolvenzverfahren. Die Gläubiger haben auch in Norwegen grünes Licht gegeben. Nun will Norwegian Air Shuttle frisches Geld von Investoren einsammeln. Dieses benötigt man, um den Neustart stabil durchführen zu können. Beide Entscheidungen sind auch davon abhängig, dass mindestens 450 Millionen Euro in die Kasse kommen, denn andernfalls sind beide Gerichtsbeschlüsse nichtig. Norwegian galt bereits vor der Corona-Pandemie als hochverschuldet. Der Konzern expandierte rasend schnell und verhob sich dabei massiv. Das Wachstum wurde zu einem nicht unerheblichen Teil mit Schulden finanziert. Die Langstrecke wird gänzlich aufgegeben. Künftig will man eine „bessere Regionalfluggesellschaft“ sein und sich auf Ziele im skandinavischen Raum und in Europa konzentrieren. Laut Mitteilung soll die maximale Flottengröße in etwa 50 Boeing 737-800 betragen.

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BRE: Senat gewährt wohl finanzielle Unterstützung

Der Bremer Flughafen steht kurz vor der Insolvenz – eine Geldspritze ist also dringend nötig. Allem Anschein nach wird die stadteigene Gesellschaft diese auch bekommen. Das gehe aus einer internen Beschlussvorlage für die Senatssitzung am Dienstag hervor, wie weser-kurier.de berichtet. „Aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Flughafen Bremen GmbH stellt sich die wirtschaftliche Situation derzeit kritisch dar“, heißt es in der Vorlage. Das Jahresdefizit 2020 belaufe sich auf rund 26 Millionen Euro, für das laufende Jahr wird wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen mit einem Verlust von fast 19 Millionen Euro gerechnet. Der Rekapitalisierungsbedarf belaufe sich also bei rund 45 Millionen Euro. Dem Airport spielt auch ein Überziehungskredit beim Bremer Finanzressort nicht gerade in die Karten. Denn dieser muss zu Jahresmitte wieder zurückgezahlt werden. Und eben diese offene Rückzahlung in der Höhe von 17 Millionen Euro soll bestenfalls von einem Kreditrahmen, der wegen Corona in Not geratenen Unternehmen dienen soll, übernommen werden. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Parlaments muss allerdings noch zustimmen.

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SkyWork-Pleite: Konkursamt entlastet ehemaligen Airline-Chef

Im Nachgang der SkyWork-Pleite wurde der ehemalige Firmenchef Martin Inäbnit nun durch das Konkursamt Bern-Mittelland entlastet. Eine ausführliche Prüfung habe ergeben, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten ergeben haben. Im Sommer 2018 meldete der Carrier überraschend Konkurs an. Fast zwei Jahre lang prüfte die Insolvenzverwaltung das Gebaren der einstigen Regionalfluggesellschaft und kam zum Schluss, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten von Verwaltungsratspräisdent Martin Inäbnit ergeben. Daher wurde nun der Antrag gestellt, dass auf eventuelle Schadenersatzansprüche gegen das Management verzichtet wird. Dies geht aus einem Anschreiben an die rund 1.000 Gläubiger der SkyWork hervor. In der Konkursmasse befinden sich momentan 1,8 Millionen Schweizer Franken. Diese sollen in erster Linie zur Tilgung der Lohnforderungen des Personals und den damit zusammenhängenden Sozialversicherungskosten verwendet werden. Die übrigen Gläubiger sollen eine siebenprozentige Quote erhalten. Gegen den Verteilungsplan haben laut Berner Zeitung unter anderem ein ehemaliger Mitarbeiter (Forderung: 10.000 Franken) und der Leasinggeber Jetstream Aviation (Forderung: 650.000 Franken) ein Rechtsmittel eingelegt. Beim Vermieter soll sich allerdings eine Lösung abzeichnen, denn dieser soll laut dem Medienbericht das Saab-2000-Ersatzteillager zugesprochen bekommen. SkyWork Airlines musste im Sommer 2018 Konkurs anmelden. Die Airline galt zwar als angeschlagen, konnte sich jedoch finanziell erholen. Unter anderem wurde dem Unternehmen einige Monate vor der Pleite ein nachrangiges Darlehen über zehn Millionen Schweizer Franken gewährt. Über dieses wird ebenfalls gestritten, denn der Gläubiger könnte möglicherweise komplett leer ausgehen. Zum Zeitpunkt des Konkursantrags soll SkyWork flüssige Mittel in der Höhe von 2,36 Millionen Schweizer Franken gehabt haben. Dem gegenüber standen allerdings Verbindlichkeiten von

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Alitalia-Nachfolger: Verhandlungen festgefahren

Die Fluggesellschaft kommt nicht aus den Problemen heraus. Offenbar sind die Verhandlungen der italienischen Regierung und der Europäischen Kommission über eine „neue“ Alitalia ins Stocken geraten. Haupthindernis in den Gesprächen zwischen Rom und Brüssel ist die Forderung der EU, dass die neue ITA-Gesellschaft eine beträchtliche Anzahl von Slots am Mailänder Flughafen Linate aufgeben soll. Alitalia hatte vor der Krise mehr 50 Prozent der Slots in Linate inne. ITA hat sich bisher geweigert, eine größere Reduzierung zu akzeptieren. Berichten zufolge kann der derzeitige Fahrplan nicht eingehalten werden, also muss eine neue Strategie her. Ansonsten könne die Airline geschäftlich nicht weiter am Leben gehalten werden, berichtet fvw.de. „Wir glauben, dass ein neuer Aktionsplan notwendig ist, um dem Unternehmen zu erlauben, weiter zu operieren“, so Italiens Industrieminister Giancarlo Giorgetti, ohne dabei zu sagen, wie dieser Plan aussehen könnte.

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Irland: Gericht bewilligt Norwegian-Sanierungsplan

Der vom Management der insolventen Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle vorgelegte Sanierungsplan wurde am Freitag durch den irischen High Court angenommen. Der Carrier meldete unter anderem in Norwegen, Irland und den USA entsprechende Gläubigerschutzverfahren an. Der Neustart von Norwegian soll am 26. Mai 2021 erfolgen. Firmenchef Jacob Schram bezeichnet die Entscheidung des Gerichts als großen Erfolg und ist der Ansicht, dass diese ein Ticket für den Neuanfang ist. Allerdings muss nun auch das Gericht in Norwegen den Sanierungsplan annehmen. Die Entscheidung soll voraussichtlich Ende April 2021 erfolgen. Norwegian will sich mit rund 440 Millionen Euro rekapitalisieren. Zuvor will man über die Insolvenzverfahren Altlasten wie Flugzeugbestellungen loswerden. Die Langstrecke wird nicht mehr reaktiviert. Künftig will man sich auf Flüge innerhalb Norwegens sowie touristische Europaflüge konzentrieren. Die Flotte soll aus Boeing 737-800 bestehen.

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Interjet kündigt Insolvenzantrag an

Die mexikanische Billigfluggesellschaft Interjet wird laut Mehrheitseigentümer und Firmenchef Alejandro del Valle in der kommenden Woche einen Insolvenzantrag stellen. Der Manager sagte gegenüber der Zeitung El Financiero, dass dieser Schritt notwendig ist, um den Einstieg eines nicht näher genannten Investmentfonds ermöglichen zu können. Dieser soll laut del Valle bis zu einer Milliarde U.S-Dollar in Interjet einbringen. Er sagte auch, dass die Berater der Lufthansa Group, Lufthansa Consulting, angeboten hätten, als erste Tranche rund 68 Millionen U.S.-Dollar einzuzahlen. Diese Aussage würde bedeuten, dass Lufthansa vor dem Einstieg in den mexikanischen Markt stehen könnte. Der Kranich-Konzern wollte die Äußerungen von Alejandro del Valle nicht kommentieren. Zusätzlich zum geplanten Insolvenzverfahren in Mexiko will Interjet auch in den Vereinigten Staaten ein Chapter-11-Verfahren anmelden. Der Firmenchef ist davon überzeugt, dass der Billigflieger nach dem Verfahren mit rund 350 bis 500 Millionen U.S.-Dollar aufgestellt sein wird. Del Valle sagte aber auch klar und deutlich: „Sollte der Deal mit dem Investor platzen, kommt Interjet leider unter den Hammer“. Die Fluggesellschaft befindet sich seit längerer Zeit in finanzieller Not. Zum Teil wartet das Personal seit September 2020 auf die Löhne. Der Flugbetrieb wurde am 11. Dezember 2020 offiziell eingestellt. Ein großer Teil der Belegschaft hat seit 8. Jänner 2021 aufgrund unbezahlter Gehälter die Arbeit niedergelegt.

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Norwegian meldet auch in den USA Insolvenz an

Die angeschlagene Fluggesellschaft Norwegian und das konzerneigene Leasingunternehmen Arctic Aviation Assets haben in einem weiteren Land Insolvenz angemeldet. Beim sachlich zuständigen Gericht in New York wurde Gläubigerschutz nach Chapter 15 beantragt. Dieser Paragraph ist für ausländische Unternehmen, die Verbindlichkeiten in den Vereinigten Staaten haben, vorgesehen. Air Berlin beantragte im Jahr 2017 ebenfalls ein Chapter-15-Verfahren. Hinter dem Schritt dürfte bei Norwegian und der Leasingtochter wesentlich mehr als ein paar Flugtickets stecken, denn der Konzern ringt mit Boeing um die Annullierung der Boeing 737-Max-Großbestellung. Der Hersteller pocht auf U.S.-amerikanisches Recht. „Der Prüfer in Irland und der Rekonstrukteur in Norwegen sind beide der Ansicht, dass dieser Plan im Interesse der Gläubiger und Aktionäre des Unternehmens liegt. Dies ist ein wichtiger Meilenstein bei der Sicherung der Zukunft Norwegians“, erklärt Konzernchef Jacob Schram. Zu den in den USA ansässigen Vermögenswerten, die Norwegian abschotten möchte, gehören Flugzeuge am Boden auf US-amerikanischen Flughäfen, 2,5 Millionen U.S.-Dollar in bar und Forderungen sowie eine Rückerstattung in Höhe von 16 Millionen U.S.-Dollar, die vom Internal Revenue Service fällig wird. Die erste Anhörung wird am 27. April 2021 stattfinden. Norwegian und Arctic Aviation Assests könnten mit diesem Verfahren auch versuchen ihr U.S.-Vermögen vor einem möglichen Zugriff durch Boeing zu schützen. Mit Airbus wurde man sich über die Streichung der A320neo-Order einig, mit den U.S.-Amerikanern befindet man sich noch im Clinch. Es ist anzunehmen, dass es noch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen wird.

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CSA: Gericht eröffnet Insolvenzverfahren

Das Amtsgericht Prag eröffnete das Insolvenzverfahren über die Smartwings-Tochter CSA Czech Airlines. Die erste Gläubigerversammlung ist für den 7. Juni 2021 anberaumt. Zum Masseverwalter wurde der Rechtsanwalt Petr Pacholík bestimmt. Dieser hat bis zum 17. Mai 2021 eine vollständige Gläubigerliste an das Gericht zu übermitteln. Während der Gläubigerversammlung, zu der nur Vertreter vom Gericht anerkannter Forderungen zugelassen werden, soll unverzüglich über das weitere Schicksal der Tochtergesellschaft von Smartwings entschieden werden. Gesetzlich sind verschiedene Optionen möglich: Die Gläubiger und das Gericht könnten einen Sanierungsplan annehmen, den Verkauf anordnen oder aber den Konkurs und damit die Abwicklung und Verwertung von Vermögenswerten beschließen. Zuletzt wurde bekannt, dass CSA per sofort den Betrieb des Musters ATR72 einstellen wird. Staatshilfe erhielt das Unternehmen übrigens nicht, denn Smartwings weigerte sich strikt eine Beteiligung des Staats zuzulassen. Die Muttergesellschaft hingegen erhielt Unterstützung von der Regierung, jedoch konnte man aus gesetzlichen Gründen nichts an CSA weitergeben.

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CSA gibt alle ATRs ab

CSA Czech Airlines hat beschlossen, alle fünf ATR72-500 aus dem Verkehr zu ziehen. Der letzte Flug mit einem Turboprop-Regionalflieger fand vor wenigen Tagen statt – am 4. März ging es über Stockholm/Arlanda zurück in die tschechische Hauptstadt. Das berichtet das Luftfahrtportal CH-Aviation. Nach dem Ausscheiden der ATRs hält die Fluggesellschaft weiterhin einen Airbus A319-100 und einen A320-200 in den eigenen Reihen. Darüber hinaus wird CSA von Eigentümer Smartwings eine Boeing 737-800 im Wet-Lease betreiben. CSA Czech Airlines ist pleite und hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bereits vor wenigen Wochen beantragt. Der Carrier baute bereits rund 300 Mitarbeiter ab und meldete die übrigen 430 Beschäftigten zur Kündigung beim Arbeitsamt an. Der Flugbetrieb soll aber nach wie vor aufrechterhalten werden.

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