Insolvenz

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Norwegian schreibt Boeing 737-Max-Order ab

Die insolvente Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle bestätigte, dass man die bestellten Maschinen des Typs Boeing 737 Max weder abnehmen noch im Flugbetrieb einsetzen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Billigflieger das Gläubigerschutzverfahren positiv abschließen kann. Sollte das nicht der Fall sein, so blüht Norwegian Air Shuttle im zweiten Quartal 2021 die Liquidation. Der Carrier verschuldete sich bereits lange vor der Corona-Pandemie mit einer aggressiven Expansion enorm. Allein im vierten Quartal des Jahres 2020 schrieb man einen Verlust in der Höhe von 1,95 Milliarden U.S.-Dollar. Sowohl in Irland als auch in Norwegen befindet man sich unter Gläubigerschutz. Eine Einigung über das Storno der Großbestellung konnte man Boeing bislang nicht erzielen. Die Airbus-Order wurde man jedoch los. Das Unternehmen schreibt nun die bereits an beide Hersteller geleisteten Anzahlungen ab. Man habe keine Alternative, da man mit Boeing noch zu keiner Einigung gekommen ist. In Irland versucht man diese über ein Gerichtsverfahren zu erreichen, doch Boeing pocht auf den Standort USA. Mittlerweile droht selbst die Zwangsversteigerung von zehn B737-800.

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MUC: Swissport-Ableger liebäugelt mit Insolvenz

Der Schweizer Flughafen-Dienstleister Swissport plant offenbar drastische Einschnitte bei seiner Tochtergesellschaft in München. Die Corona-Pandemie traf die Luftfahrtbranche mit voller Wucht. So auch den Flughafen-Dienstleister Swissport Losch. Allein am Flughafen München sei die Zahl der von Swissport Losch abgefertigten Passagiere im vergangenen Jahr um 75 Prozent eingebrochen. Zuletzt habe sich die Lage weiter zugespitzt. „Im Januar und Februar 2021 liegen wir rund 90 Prozent unter den Vorjahreswerten“, hieß es. Angesichts dieser Entwicklung deutete das Unternehmen einschneidende Maßnahmen an seinem bayerischen Standort an. „Wir prüfen verschiedene Optionen“, so der Sprecher. Nach einem Bericht des Portals Business Insider bereitet Swissport bereits die Insolvenz der Münchner Betriebsgesellschaft Swissport Losch München GmbH & Co. KG vor. Damit stünden rund 900 Arbeitsplätze vor dem Aus. Dazu hätte der Konzern-Sprecher jedoch jeden Kommentar abgelehnt, berichtet merkur.de. Swissport Losch ist ein Joint Venture von Swissport International und der Stuttgarter Losch Gruppe. Pro Jahr fertigt das Unternehmen am Flughafen München nach eigenen Angaben rund 85.000 Flüge ab. Am zweitgrößten deutschen Airport betreut das Unternehmen rund 40 Airlines, darunter auch die Lufthansa.

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Insolvenz: CSA ist pleite

Die Smartwings-Tochter CSA stellte beim sachlich zuständigen Gericht in Prag einen Insolvenzantrag. Der Carrier baute bereits rund 300 Mitarbeiter ab und meldete erst diese Woche die übrigen 430 Beschäftigten zur Kündigung beim Arbeitsamt an. Eine Sprecherin von CSA Czech Airlines bestätigte, dass das Skyteam-Mitglied den Insolvenzantrag bereits bei Gericht eingebracht hat. Es wird eine Neuaufstellung im Rahmen des Verfahrens angestrebt. Die wichtigsten Gläubiger sollen hinter der Fluggesellschaft stehen. CSA erhielt bislang keine Staatshilfe, da die Regierung im Gegenzug eine Beteiligung forderte. Das wurde von Eigentümer Smartwings strikt abgelehnt. Dieser konnte besicherte Darlehen in Anspruch nehmen, jedoch sind die Finanzmittel für den eigenen Flugbetrieb bestimmt. Die Folge daraus ist, dass CSA bislang keinerlei Unterstützung erhalten hat. Dazu kommt, dass am Samstag ein Moratorium, das die Regierung zum Schutz der Luftfahrtunternehmen erlassen hat, ausgelaufen ist. Zuvor versuchte ein staatlicher Wartungsbetrieb zwei ATR72 an die Kette zu legen, jedoch ordnete ein Gericht die Freigabe an. Bereits mit der Anmeldung der 430 Beschäftigten beim Arbeitsamt war mit einem zeitnahen Insolvenzantrag gerechnet worden. Die Fluggesellschaft CSA will den Flugbetrieb vorerst aufrechterhalten. Wie lange das gelingt, hängt wohl auch von den Entscheidungen des Gerichts ab. Im Vorjahr flog die kleine Airline einen Verlust in der Höhe von rund 60 Millionen Euro ein. Eigentümer Smartwings brachte am Donnerstag als zweite europäische Airline die Boeing 737 Max zurück in den kommerziellen Flugbetrieb.

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Boeing und Airbus bangen um Norwegian-Bestellungen

Sowohl Boeing als auch Airbus könnten um die von Norwegian Air Shuttle getätigten Großbestellungen umfallen. Der Carrier befindet sich in Irland und Norwegen in einem Gläubigerschutzverfahren. Die Airbus-Order stand bereits lange vor der Corona-Pandemie auf der Kippe. Die Bestellung über 88 Maschinen wurde bis dato nicht abgenommen. Aufgrund der chronisch angeschlagenen finanziellen Situation konnte sich Norwegian mit dem europäischen Hersteller auf spätere Liefertermine einigen. Gleichzeitig versuchte man die Maschinen der A320neo-Reihe anderweitig „loszuwerden“, sprich Käufer oder Leasingnehmer wurden gesucht. Im Juni des Vorjahres wurden 97 Festbestellungen für Boeing-Maschinen storniert. Gleichzeitig forderte der angeschlagene Carrier von Boeing Schadenersatz für das Max-Debakel und die Triebwerksprobleme, die bei den Dreamlinern bestanden. Nur noch fünf Boeing 787 und 92 B737-Max werden im Backlog der U.S.-Amerikaner geführt. Nun muss der Hersteller auch um diese bangen. Laut Reuters News wird diese Woche vor dem irischen High Court über die Abweisung zahlreicher Verbindlichkeiten von Norwegian verhandelt. Zu diesen zählen sowohl Leasingverträge als auch Bestellungen. Die treibende Kraft dahinter soll die Fluggesellschaft selbst sein, denn wenn das Gericht die Forderungen ablehnt, fallen Boeing und Airbus um die Orders um. Norwegian selbst will sich zum Medienbericht nicht äußern. Der insolvente Billigflieger verweist darauf, dass der High Court zunächst eine Anhörung durchführt und erst nach der Entscheidung des Gerichts würde man eine öffentliche Stellungnahme abgeben. Sowohl Airbus als auch Boeing verweigerten jeglichen Kommentar zu dieser Causa. Air-Asia-Order wackelt bei Airbus Airbus blüht aus Malaysia noch größeres Ungemach, denn laut Reuters will Air Asia nicht nur spätere Liefertermine, sondern auch einen

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Cabo Verde: Kein Geld für Löhne – Staat springt ein

Nach elf Monaten Grounding ist Cabo Verde Airlines nicht mehr in der Lage die Löhne der Mitarbeiter zu bezahlen. Der Staat gewährt aus diesem Grund ein weiteres Darlehen, das über die Caixa Económica de Cabo Verde ausbezahlt wird. Die Höhe des Notkredits beläuft sich auf umgerechnet 1,2 Millionen U.S.-Dollar. Laut offizieller Erklärung von Finanzminister José Ulisses de Pina Correia e Silva beträgt die Laufzeit des staatlich garantierten Kredits 12 Monate. Das Gesamtvolumen, das Cabo Verde Airlines gewährt wurde, beläuft sich auf 3,4 Millionen U.S.-Dollar. Ein Teil der Darlehen wurde auch für die Wartung der geparkten Maschinen des Typs Boeing 757-200 verwendet. Den letzten kommerziellen Flug führte Cabo Verde Airlines am 18. März 2020 durch. Aufgrund der harten Einreise- und Quarantänebestimmungen ruht der Flugverkehr seither. Vor der Insolvenz wurde der Carrier nur deshalb bewahrt, weil der Staat Bürgschaften für insgesamt drei Kredite eingegangen ist. Ein exakter Termin für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs steht noch nicht fest. Jedenfalls betont man, dass diverse Verträge neu verhandelt wurden, um so die Kosten absenken zu können.

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Kein Kredit: Orange2Fly pleite und am Boden

Die griechische Fluggesellschaft Orange2Fly hat den Flugbetrieb eingestellt. Hintergrund ist, dass ein Bankdarlehen in der Höhe von acht Millionen Euro nicht gewährt wurde. Der Carrier befindet sich nun unter Gläubigerschutz. Lokale Medien berichten, dass die National Bank of Greece, die sich in privater Hand befindet, die Gewährung eines Darlehens, das Orange2Fly als Überbrückung benötigt hätte, als „nicht nachhaltig“ ansehen soll. Das Unternehmen verweist darauf, dass man keine nennenswerten Schulden habe. Das Kreditinstitut verweist darauf, dass der Carrier die Richtlinien für die Vergabe von Darlehen nicht erfüllen konnte. Daher habe man den Antrag von Orange2Fly, die rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, ablehnen müssen. Der Carrier sagte daraufhin alle Flüge ab. Flotte schrumpfte auf ein Flugzeug Anschließend meldete die Charterfluggesellschaft ein Gläubigerschutzverfahren nach griechischem Recht an. Dieses wurde zwischenzeitlich durch ein Gericht in Athen in erster Instanz bewilligt. Über diese Maßnahme will sich Orange2Fly neu aufstellen. Das Unternehmen erhielt im Vorjahr eine finanzielle Unterstützung seitens des Staats. Die überwiegende Mehrheit der Summe wurde in Form von Steuererlässen gewährt. Die Flotte von Orange2Fly schrumpfte aufgrund der Corona-Pandemie auf nur noch einen Airbus A320 zusammen. Die anderen drei Maschinen wurden zwischen März und Juli 2020 an die Leasinggeber zurückgegeben. Das zuletzt noch aktive Flugzeug trägt die Registrierung SX-SOF.

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Norwegian-Tochter meldet in Frankreich und Italien Insolvenz an

Der angeschlagene Billigflieger Norwegian Air Shuttle muss weitere Tochtergesellschaften in die Insolvenz schicken. Betroffen sind die Zweigniederlassungen in Frankreich und Italien, über die unter anderem Piloten und Flugbegleiter beschäftigt wurden. Bei Norwegian Air Resources Italy hatte man zuletzt 322 Beschäftigte, deren Jobs akut auf der Kippe stehen. Die Fortführung der Langstreckenbasis Rom-Fiumicino ist aufgrund des Rückzugs von der Long Haul vorgesehen. Dies führt zu erheblicher Kritik seitens der italienischen Gewerkschaften.  Bei Norwegian Air Resources France sind 286 Stellen betroffen.  Auch hier hagelt es Kritik seitens der Arbeitnehmervertreter, denn es sind keinerlei Kündigungsentschädigungen vorgesehen. Stattdessen wird sowohl in Italien als auch in Frankreich Insolvenz angemeldet. Die Basis Paris-Charles de Gaulle wird ebenfalls aufgelassen. Im Vereinigten Königreich teilte kürzlich der Insolvenzverwalter den rund 1.100 Beschäftigten von Norwegian Air UK mit, dass nicht ausreichend Finanzmittel für die Auszahlung der Löhne vorhanden sind. Das Unternehmen wird daher abgewickelt und endgültig geschlossen. Die Vorgehensweise führt zu erheblicher Kritik seitens der Gewerkschaften. Norwegian Air Resources hat seinen Hauptsitz nicht in Norwegen, sondern in Irland. Ähnlich wie die Leiharbeitsfirma Crewlink, die für Ryanair tätig ist, unterhält man in verschiedenen Ländern Zweigniederlassungen, über die das Personal beschäftigt ist. Die irische Leiharbeitsfirma soll liquidiert werden, weshalb mit weiteren Insolvenzen innerhalb des Konzerns zu rechnen ist.

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Aeromexico schrieb zwei Milliarden Dollar Verlust

Der Aeromexico-Konzern schrieb im Vorjahr einen Verlust in der Höhe von 2,1 Milliarden U.S.-Dollar. Das Unternehmen meldete Ende Juni 2020 in den Vereinigten Staaten ein Chapter-11-Verfahren an.  Die Firmengruppe ist davon überzeugt, dass man heuer den Turnaround schaffen wird. Allerdings dürfte sich dies aufgrund der anhaltenden Coronakrise durchaus schwierig gestalten. Im Vorjahr reduzierte Aeromexico die Kapazität um 50 Prozent und verzeichnete eine um 61,3 Prozent verringerte Nachfrage. Die Auslastung lag laut Mitteilung bei 70,3 Prozent. Befördert wurden 9,8 Millionen Reisende, also elf Millionen weniger als im Jahr 2019. Den Cash-Bestand per 31. Dezember 2020 gibt die Fluggesellschaft mit 399 Millionen U.S.-Dollar an und betont, dass die Durchführung der Flüge auch während des Chapter-11-Verfahrens sichergestellt ist. Das EBITDAR war mit 6,8 Milliarden U.S.-Dollar tiefrot.

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PAD: Zwei Gesellschafter steigen aus

Der Flughafen Paderborn-Lippstadt und die Kreise Gütersloh und Lippe gehen ab sofort getrennte Wege. Damit ist der Ausstieg aus dem Airport beschlossene Sache. Auch die Bedingungen dafür wurden schon ausverhandelt. Rund drei Millionen Euro überweisen die Kreise Gütersloh und Lippe jeweils für die Beendigung der Zusammenarbeit und die Sanierung des Regional-Airports. Dieser übernimmt im Gegenzug die Anteile der beiden scheidenden Gesellschafter. Das seien jeweils acht Prozent, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Zustimmung stehe noch aus. Nach dem Einbruch aufgrund der CoV-Krise hatte der Flughafenbetreiber Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, um den angeschlagenen Flughafen aus der Krise zu ziehen. 

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Regierung schickt Air Namibia in die Liquidation

Die Fluggesellschaft Air Namibia ist am Ende. Der Flugbetrieb wurde am Donnerstag eingestellt und laut Regierung soll das Unternehmen, das rund 75 Jahre lang in der Luft war, liquidiert werden. Betroffene Passagiere sollen sich für mögliche Erstattungsansprüche bei der Airline melden. Das staatliche Luftfahrtunternehmen beschäftigt derzeit 636 Mitarbeiter, die eine Abfindung erhalten sollen. Die Aussichten auf neue Jobs sind allerdings angesichts der momentanen Coronakrise nicht gerade rosig. Am Donnerstag wollen Vertreter von Air Namibia, der Gewerkschaft und der Regierung zusammentreffen und weitere Details der Liquidation besprechen. Hintergrund der Schließung ist, dass die Fluggesellschaft Anfang des Monats vor dem Höchstgericht Namibias einer Klage des Leasinggebers Challengair unterlegen ist. Verhandelt wurde über ausstehende Leasingraten für eine Boeing 767-300ER. Die Forderungen gehen bis in das Jahr 1998 zurück. Letztlich einigte man sich darauf, dass eine Summe in der Höhe von 9,9 Millionen Euro in Raten bezahlt wird. Die erste Teilzahlung in der Höhe von fünf Millionen Euro ist am 18. Feber 2021 fällig. Jedenfalls ist die Regierung mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und da die staatliche Air Namibia ohnehin finanziell angeschlagen ist, entschied man sich für die Liquidation. Finanzminister Ipumbu Shiimi bezifferte den Kapitalbedarf mit rund 461,6 Millionen U.S.-Dollar. Diese Summe will man den Steuerzahlern nicht zumuten. Die Flotte von Air Nambia bestand zuletzt aus drei Airbus A319, zwei A330-200, vier Embraer 135 und einer inaktiven Boeing 737-500. Die Langstreckenjets werden von Castlelake geleast. Ein Airbus A319 wird von Deucalion Aviation Funds geleast. Die anderen Maschinen befinden sich im Eigentum der Fluggesellschaft.

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