Österreich

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Neubau einer Werkstätte für das Bundesheer in Graz

Das österreichische Bundesheer hat in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Graz mit dem Bau einer neuen Werkstätte begonnen. Der Spatenstich fiel am 12. September im Beisein von Verteidigungsminister Klaudia Tanner sowie weiteren Vertretern aus Politik und Militär. Das Bauprojekt kostet rund 10,5 Millionen Euro und soll veraltete Einrichtungen ersetzen. Der Neubau ist darauf ausgelegt, die Wartung und Reparatur moderner Fahrzeuge, Waffen und Kommunikationssysteme zu ermöglichen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 geplant. Die Verteidigungsministerin betonte, daß diese Investition die Einsatzbereitschaft der Truppe stärkt. Die neue Infrastruktur wird es ermöglichen, pro Jahr rund 400 Fahrzeuge, 800 Waffen und 500 Kommunikationssysteme zu warten. Die Durchführung des Projekts obliegt der Dienststelle Direktion 7 – Infrastruktur des Verteidigungsministeriums, welche für Bauprojekte des Bundesheeres verantwortlich ist.

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Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluß in Österreich gestiegen

Die Zahl der Verkehrsunfälle, die unter dem Einfluß von Alkohol und Drogen passieren, ist in Österreich gestiegen. Das Jahr 2024 verzeichnete mit 12 Getöteten einen Höchstwert bei Drogenunfällen, so die Daten der Statistik Austria. Der Anteil der Alkoholunfälle an allen Verkehrsunfällen lag bei 7,3 Prozent, dem dritthöchsten Wert seit 1992. Eine Analyse des ÖAMTC zeigt, daß die Beteiligung von Rad- und Scooterfahrern an Alkoholunfällen zunehmen scheint, während der Anteil der Pkw-Lenker zurückgeht. In fast der Hälfte der Alkoholunfälle waren 2024 Lenker von Pkw beteiligt, gefolgt von Radfahrern mit 25 Prozent und Scootern mit 11,5 Prozent. Ein Verkehrspsychologe des Clubs wies darauf hin, daß Konsum von Rauschmitteln die Fähigkeiten der Verkehrsteilnehmer massiv einschränkt. Mit den gestiegenen Fallzahlen im Hintergrund unterstützt der ÖAMTC die Kampagne der FIA, die unter dem Motto „Fahre nicht unter Einfluß. Behalte die Kontrolle“ darauf aufmerksam macht, daß die Entscheidung für nüchternes Fahren eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist.

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EU-Parlament beschließt umstrittene Pauschalreiserichtlinie und löst Besorgnis in der Tourismusbranche aus

Die Tourismusbranche in Europa steht vor einer unsicheren Zukunft. Das EU-Parlament hat in einer jüngsten Abstimmung eine umstrittene Position zur Neufassung der Pauschalreiserichtlinie angenommen, die bei Interessenvertretern der Reise- und Hotelbranche auf heftige Kritik stößt. Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros, und Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), äußerten sich enttäuscht über das Abstimmungsergebnis. Ihrer Ansicht nach bleiben wesentliche Definitionen, insbesondere die des Begriffs „Pauschalreise“, weiterhin unklar. Sie warnen vor einer erheblichen bürokratischen Mehrbelastung für Klein- und Mittelbetriebe sowie vor „existenzbedrohenden“ Strafen bei Verstößen gegen die zukünftige Richtlinie. Der Kompromiß, der nun in den Trilogverhandlungen verhandelt werden soll, scheint nicht die erhoffte Rechtssicherheit für die Unternehmen zu bringen. Bürokratische Last und unklare Definitionen Der Hauptkritikpunkt der Branchenvertreter ist die nach wie vor unklare Definition des Begriffs „Pauschalreise“. Nach dem Vorschlag des Parlaments, der sich stärker an der Position der EU-Kommission orientiert, droht jede Buchung, die innerhalb von 24 Stunden nach einer vom Unternehmer initiierten Aufforderung zu einer Zusatzleistung erfolgt, als Pauschalreise zu gelten. Georg Imlauer von der Hotellerie bemängelt, daß der Begriff „Aufforderung“ nicht klar definiert sei, was zu erheblicher Rechtsunsicherheit für Hoteliers führen würde. Viele Familienbetriebe und Kleinunternehmen könnten ungewollt in die Rolle von Reiseveranstaltern gedrängt werden, ohne die notwendigen Ressourcen oder das Wissen für die damit verbundenen, komplexen gesetzlichen Auflagen zu haben. Die WKÖ und andere Branchenverbände argumentieren, daß die Mitgliedsstaaten im EU-Rat die Schwächen des ursprünglichen Kommissionsentwurfs besser erkannt hätten. Der Rat hatte sich in seiner Position für klarere und praxisorientiertere

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Tui gibt Empfehlungen für Herbsturlaub in Österreich

Der Reiseanbieter Tui hat sechs seiner Häuser in Österreich als Empfehlungen für den Herbsturlaub vorgestellt. Der Herbst gilt in Österreich als wichtige Reisezeit für Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Erholung. Das Hotelangebot richtet sich an verschiedene Zielgruppen, von Familien bis zu alleinreisenden Personen. Zu den Empfehlungen gehört der neu gestaltete Club Robinson Fieberbrunn in Tirol, der sich an erwachsene Gäste richtet und ein Angebot für Aktivurlauber bietet. Für Familien werden mehrere Hotels in verschiedenen Regionen vorgeschlagen, darunter der Tui Kids Club Narzissendorf Zloam in der Steiermark sowie der Tui Kids Club Alpina Tirol im Pitztal. Die Hotelauswahl erstreckt sich über verschiedene Bundesländer, darunter Tirol, die Steiermark, Vorarlberg und Kärnten. Die angeführten Häuser bieten Angebote wie geführte Wanderungen, Mountainbiketouren, Wellnessbereiche und Kinderbetreuung an. Die angegebenen Preise für einen mehrtägigen Aufenthalt beginnen je nach Hotel und Personenzahl bei mehreren hundert Euro.

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Europäische Reiseversicherung ernennt Jochen Zöschg zum neuen Vorstandsvorsitzenden

Der Aufsichtsrat der Europäischen Reiseversicherung AG hat Jochen Zöschg zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Ab dem 1. Oktober wird er auch die Geschäftsführung der Europ Assistance Österreich übernehmen. Zöschg folgt auf Wolfgang Lackner, der sich nach fast 17 Jahren aus den Unternehmen zurückzieht. Zöschg kommt von der Zurich Versicherungs AG, wo er als Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing verantwortlich war. Der Jurist begann seine Karriere bei der Zurich im Jahr 1998 und hatte verschiedene Schlüsselpositionen in der Gruppe inne, darunter in der europäischen Zentrale in der Schweiz. Die Verantwortlichen der Europ Assistance Group hervorheben seine Expertise im Bereich der Digitalisierung als wichtig für künftige Wachstumsstrategien. Der scheidende Wolfgang Lackner war seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung und hatte nach Angaben des Aufsichtsrats maßgeblich an der positiven Entwicklung des Unternehmens mitgewirkt. Unter seiner Führung konnten sich die beiden Gesellschaften als Marktführer in ihren Segmenten in Österreich positionieren. Die Europäische Reiseversicherung ist der größte Reiseversicherer des Landes und Teil der weltweit operierenden Generali Group.

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AUA übergibt PW-A320neos an Edelweiss und baut Wetleases weiter aus

Die Swiss-Konzernschwester Edelweiss Air wird fünf gebrauchte Airbus A320neo, die momentan bei Austrian Airlines im Dienst stehen, einflotten. Von Anfang an hat Konzernmutter Lufthansa geplant, dass die momentanen AUA-A320neos nur eine Übergangslösung sind. Mittelfristig sollte die AUA welche mit CFM-Triebwerken erhalten. Vor einiger Zeit hat Austrian Airlines nach sehr langer Durststrecke wieder werksneue Maschinen eingeflottet. Man musste sich enorm lange mit Gebrauchtflugzeugen verschiedenster Herkunft zufrieden geben. Bereits zum Zeitpunkt der Einflottung des ersten Airbus A320neo stand fest, dass die ersten fünf Flugzeuge nicht dauerhaft zur Flotte der österreichischen Lufthansa-Tochter zählen werden. Hintergrund ist, dass diese mit Triebwerken aus dem Hause Pratt & Whitney ausgerüstet sind. Die Konzernstrategie sieht vor, dass bei Austrian Airlines in diesem Größensegment mittelfristig ausschließlich CFM-Antriebe geflogen werden sollen. Das macht durchaus Sinn, weil es zur Kostenreduktion beiträgt, da innerhalb der A320neo-Reihe die Triebwerke dann nahezu beliebig getauscht werden können. Hat man weiterhin PW-bestückte Einheiten, bedeutet das vereinfacht dargestellt auch mehr Lagerhaltung und damit höhere Kosten. „Edelweiss wird in den Jahren 2027 und 2028 fünf weitere Airbus A320neo in ihre Flotte aufnehmen. Die Flugzeuge sind derzeit bei Austrian Airlines, ebenfalls Mitglied der Lufthansa Group, im Einsatz. Drei Flugzeuge ersetzen die ältesten Airbus A320 in der Flotte von Edelweiss: HB-IHX, HB-IHY und HB-IHZ, die seit 26 Jahren zuverlässig im Einsatz stehen. Zwei zusätzliche Flugzeuge sind als Wachstum vorgesehen. Damit wird Edelweiss künftig insgesamt 18 Kurzstreckenflugzeuge betreiben. Der Airbus A320neo kombiniert modernste Triebwerkstechnologie von Pratt & Whitney mit optimierter Aerodynamik. Neue, leisere und leistungsstärkere Triebwerke sowie Sharklets an den

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Österreichische Bahnindustrie verzeichnet Wachstum, fordert jedoch bessere Rahmenbedingungen

Laut dem Austrian Rail Report 2025 verzeichnet die österreichische Bahnindustrie eine positive Entwicklung in mehreren zentralen Bereichen. Die Branche weist einen deutlichen Zuwachs an Beschäftigten auf und generiert eine Bruttowertschöpfung von über 3 Milliarden Euro. Dem Bericht zufolge ist die Zahl der Mitarbeiter seit 2023 um 22 Prozent auf rund 34.000 angestiegen. Die Branche ist zudem führend bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben pro Kopf innerhalb Europas und erzielt eine hohe Exportquote von 68 Prozent. Trotz dieser positiven Daten betonen Vertreter des Verbands der Bahnindustrie (VBI), daß gezielte Maßnahmen erforderlich seien, um die internationale Position langfristig zu sichern. Der Verband fordert von der Politik bessere Rahmenbedingungen, darunter faire Vergaberegeln sowie eine konsequente Innovationsförderung. Laut Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, ist die Branche auch volkswirtschaftlich ein Schwergewicht, daß sie jährlich über 1,17 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben zum Staatshaushalt beitrage. Diese Einnahmen seien entscheidend für einen gesunden Staatshaushalt, wobei die Branche nicht ins Stottern geraten dürfe.

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Ob Wizz Air will oder nicht: Passagiere haben das Recht auf Ersatzbeförderung

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat am 10. September 2025 ihren vollständigen Rückzug aus Wien angekündigt. Dabei sticht in der Pressemitteilung ins Auge, dass die Airline den betroffenen Passagieren lediglich die Erstattung in Form von Gutscheinen („Wizz Credits“) oder die Umbuchung auf Wizz-Air-Flüge ab Bratislava oder Budapest anbieten möchte. Das müssen sich Reisende nicht gefallen lassen, denn diese haben das gesetzlich verankerte Recht auf eine Ersatzbeförderung von/nach Wien und zwar auch mit einer anderen Fluggesellschaft. Seit dem Eintritt in den österreichischen Markt vor rund sieben Jahren haben Konsumentenschutzorganisationen wie die Arbeiterkammer und der VKI, aber auch die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte ausgesprochen viele Beschwerden von Reisenden, die Probleme mit Wizz Air hatten. Zumeist geht es um verweigerte Entschädigungszahlungen aufgrund von Flugstreichungen und -verspätungen, aber auch um Ersatzbeförderungen, die von Wizz Air verwehrt werden. OGH hat viele Klauseln in den Beförderungsbedingungen gekippt Das Unternehmen beruft sich weiterhin auf eine Klausel in den Beförderungsbedingungen, die kurz gesagt besagt, dass im Falle einer Streichung oder erheblichen Verspätung lediglich Erstattung oder Umbuchung auf einen anderen Wizz-Air-Flug zustehen würden. Bei Beschwerden beim Kundendienst suggeriert dieser, dass wenn das Unternehmen den Flug mehr als 14 Tage vor dem geplanten Abflug abgesagt hätte, dass man keinen Anspruch auf Umbuchung auf eine andere Airline hätte. Diese 14-Tage-Frist hat aber rein gar nichts mit dem gesetzlich verankerten Recht auf Ersatzbeförderung zu tun, sondern lediglich mit der Ausgleichsleistung (Entschädigung) in der Höhe von 250 Euro bis 600 Euro (je nach Distanz). Diese kommt nämlich bei Streichung oder erheblicher Verspätung, die

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Podcast beleuchtet die Arbeit der ÖAMTC Flugrettung

Eine neue Folge des Podcasts #ON Air beleuchtet die Arbeit der ÖAMTC Flugrettung. In einem Gespräch zwischen dem Luftfahrtexperten Peter Malanik und dem Geschäftsführer der ÖAMTC Flugrettung, Marco Trefanitz, werden verschiedene Aspekte der Luftrettung in Österreich erörtert. Die ÖAMTC Flugrettung betreibt 30 Notarzthubschrauber von 18 ganzjährig und vier saisonal geöffneten Stützpunkten aus. Zentrale Themen im Podcast sind unter anderem die Vielfalt der Einsätze, die stark durch die Jahreszeiten geprägt sind, sowie die Anforderungen an die Piloten und weiteres Fachpersonal. Die Gesprächspartner gehen auch auf die Verwendung neuer Technologien, wie die Nutzung medizinischer Drohnen, und auf die internationale Zusammenarbeit ein. Der Podcast zeigt die Bedeutung der Flugrettung als zentralen Bestandteil der österreichischen Notfallversorgung, deren Aufgaben über spektakuläre Rettungen im Alpenraum hinausgehen.

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Steinzeit-Einbäume entstehen am Attersee

Am Attersee in Oberösterreich werden nach dem Vorbild prähistorischer Wasserfahrzeuge zwei neue Einbäume hergestellt. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Verein Pfahlbau am Attersee, den Österreichischen Bundesforsten und dem Naturhistorischen Museum. Die Aktion knüpft an die Tradition der steinzeitlichen Pfahlbauer an, deren Siedlungen am See seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Für die Fertigung der Boote werden zwei über 130 Jahre alte Weißtannen verwendet, die von den Bundesforsten in der Region geerntet wurden. Einer der Stämme wird vom Pfahlbauverein mit modernen Werkzeugen bearbeitet. Der zweite Einbaum hingegen entsteht unter der Leitung des Experimentalarchäologen Wolfgang Lobisser überwiegend mit nachgebauten prähistorischen Werkzeugen aus Stein, Holz und Bronze. Die Arbeiten dauern rund zwei Wochen, wobei rund 600 Stunden Handarbeit pro Boot veranschlagt werden. Nach der Erstbearbeitung werden die Bootsrohlinge, sogenannte „Prügel“, für mehrere Monate im Attersee versenkt. Ihre endgültige Form sollen sie im Sommer 2026 erhalten, woraufhin eine Einbaum-Regatta geplant ist.

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