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Deutschland: Grünes Licht für Staatshilfen für LH-Töchter

Am Montag erteilte der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) grünes Licht für die Staatshilfen für die Lufthansa-Töchter Brussels Airlines, Swiss und Austrian Airlines. Nun wird die AUA einen Zuschuss in der Höhe von 150 Millionen Euro von der Republik Österreich erhalten. Weitere 300 Millionen Euro sollen in Form von staatlich garantierten Krediten in drei Tranchen zu je 100 Millionen Euro ausbezahlt werden. Im Juli 2020 überwies die Deutsche Lufthansa AG einen Zuschuss in der Höhe von 150 Millionen Euro an die marode Tochter in Österreich. Dem Vernehmen nach soll es jedoch bereits Gespräche über eine mögliche Aufstockung des Kreditvolumens geben.

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FPÖ: „AUA ist neuer Selbstbedienungsladen“

Der Umstand, dass Austrian Airlines Ende Juli 2020 Prämien und Boni für das Geschäftsjahr 2019 an das Top-Management und etwa 200 weitere Führungskräfte überwiesen hat, jedoch gleichzeitig Staatshilfe in Anspruch nimmt, stößt der im Nationalrat vertretenen Opposition nun sauer auf. FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker bezeichnet die AUA gar als “Selbstbedienungsladen der Republik”. Bereits vergangene Woche erklärte Austrian Airlines, dass es sich bei den Überweisungen um variable Gehaltsbestandteile aus dem Jahr 2019 gehandelt habe und man quasi Schulden gegenüber dem Management beglichen habe. Für das laufende Jahr ist nicht mit Prämien zu rechnen, da die AUA mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund der Corona-Pandemie einen Verlust einfliegen wird. Ganz anders sieht das Nationalratsabgeordneter Hafenecker in einer Aussendung: „Der AUA-Vorstand und etwa 200 Führungskräfte der Lufthansatochter können sich auch in größten Krisenzeiten über eine Prämienausschüttung erfreuen. Während jeder Maler- oder Schlossereibetrieb auf seine sorgsamen Ersparnisse zurückgreifen muss, um über die Runden zu kommen, lässt man es sich bei der Fluglinie gut gehen. Die im Jahr 2019 gebildeten Rücklagen werden nicht etwa dazu verwendet, um Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu retten, oder die staatliche Hilfe in der Höhe von 450 Millionen Euro zu minimieren – nein es werden an das Management Prämien ausgeschüttet. Das ist etwa so, als ob ich einem vermeintlichen Obdachlosen zehn Euro schenke und er sich sein damit gekauftes Brathendl im Porsche vom Imbiss abholt. Es ist auch nicht verwunderlich, dass seitens unserer Bundesregierung keinerlei Reaktion auf diese Ungeheuerlichkeit erfolgt. Der ohnehin schlechte Deal mit der Lufthansatochter, der nicht einmal den heimischen Standort garantiert,

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Ryanair kürzt das Angebot wieder

Die Ryanair Group kündigt an, dass das für September und Oktober geplante Flugangebot um 20 Prozent gekürzt wird. In den letzten Tagen habe man einen signifikanten Rückgang bei Neubuchungen verzeichnet. Diesen führt man auf neuerliche Reisebeschränkungen bzw. Quarantänebestimmungen verschiedener EU-Staaten zurück. Eigentlich wollte Ryanair das Angebot im August wieder auf 60 Prozent des Vorjahreswerts hochfahren, doch nun folgt ein Schritt in die andere Richtung. Von der Reduktion sind insbesondere Flüge in Spanien, Frankreich und Schweden betroffen. Auch im Heimatland Irland nimmt man Kürzungen vor. Laut Ryanair kaufen derzeit insbesondere Geschäftsreisende weniger Flugscheine, doch auch Privatreisende planen eher kurzfristig. Die Nachfrage für die Monate September und Oktober wäre demnach wesentlich niedriger als gedacht. Verschiedene EU-Staaten, darunter auch Irland, führten wieder Quarantänemaßnahmen ein. Dies hat zur Folge, dass insbesondere private Reisen eher nicht unternommen werden. Manche Länder, darunter Österreich, machen alternativ die Vorlage eines negativen PCR-Tests zur Einreisebedingung. Die Kosten dafür sind selbst zu tragen, was sich ebenfalls negativ auf die Nachfrage bei sämtlichen Fluggesellschaften auswirkt. Ryanair sieht das Modell, das derzeit in Deutschland und Italien praktiziert wird als einzigen Weg, um Luftfahrt und Tourismus am Leben erhalten zu können. Die Bundesrepublik Deutschland bietet allen Einreisenden kostenfreie Coronatests an, wobei jene, die aus Risikogebieten kommen an diesen verpflichtend teilnehmen müssen. Welche Auswirkungen die Entscheidung von Ryanair auf die österreichische Tochter Lauda haben wird, ist unklar. Geschäftsführer Andreas Gruber beantwortete eine genausowenig wie Fragen zur laut Gerüchten angespannten Finanzsituation des Unternehmens. Auch zu seiner persönlichen Zukunft – er scheint bei der neuen Lauda

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VKI: Lauda verhält sich „unverschämt“

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) fühlt sich von der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda regelrecht an der Nase herumgeführt. Trotz Zusagen die Gelder abgesagter Flüge zügig an die Kunden zu erstatten läuft nicht nur alles sehr schleppend, sondern das Unternehmen versucht trotz Intervention durch den VKI die Kunden mit Gutscheinen abzuspeisen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu unter Berufung auf den Verein, dass die Gutscheine, mit denen Lauda die berechtigten Kundenansprüche loswerden will, zum Teil mehrere Monate nach hinten datiert sind. Mit dem Hinweis, dass man erst nach Ablauf von 12 Monaten eine Auszahlung beantragen könnte, würde Lauda die betroffenen Kunden nicht nur in die Irre führen, sondern mutmaßlich vorsätzlich falsch informieren. Der VKI startete vor einigen Wochen eine Sammelaktion für Passagiere, die von Austrian Airlines und Lauda bedingt durch deren Rechtsbrüche geschädigt wurden. Beide Carrier deaktivierten automatische Erstattungsmöglichkeiten und verschleppen seither die Rückzahlung von Tickets, die aufgrund von Flugstreichungen nicht angetreten werden konnten. Bei der AUA soll es aber Licht am Ende des Tunnels geben, denn von 10.500 Forderungen, die über den VKI betrieben werden, sollen bereits 9.000 ausbezahlt worden sein. Ganz anders die Situation bei der Lauda. Die Geschäftsleitung habe vor einigen Wochen zugesichert, dass die Auszahlung nun zügig erfolgen soll, doch VKI-Managerin Ulrike Wolf berichtet gegenüber der Tiroler Tageszeitung von einem anderen Bild: „Es wurde zwar angekündigt, das Geld zügig zurückzuzahlen, aber es läuft immer noch alles nur sehr schleppend und schlecht.“ Besonders sauer stößt der Konsumentenschützerin auf, dass Lauda trotz der Intervention durch den VKI und die Zusage der Geschäftsleitung, dass

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Nur für kurze Zeit: Kostenlose PCR-Tests für Kroatien-Urlauber

Seit Mitternacht gilt seitens Österreichs eine Reisewarnung für Kroatien. Damit verbunden ist auch, dass nun eine Quarantäne eingehalten werden muss oder aber eine PCR-Testung durchgeführt werden muss. Die Regierung reagierte zwischenzeitlich auf die “Blechlawine”, die noch vor dem Inkrafttreten der geänderten Einreisebestimmungen zurückkehren wollte und bietet temporär kostenfreie Coronatests an. Die Angelegenheit hat allerdings auch einen kleinen, aber feinen “Haken”, denn lediglich Personen, die aus Kroatien kommend nach Österreich zurückgekehrt sind, können diesen bis zum 21. August 2020 ohne Eigenkosten in Anspruch nehmen. Je nach Bezirk bzw. Stadt kann eine offizielle Teststelle aufgesucht werden oder aber der Gratis-Test über die Hotline 1450 angefordert werden. In jedem Fall ist laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober die Telefonnummer 1450 die richtige Erstanlaufstelle für Fragen in diesem Zusammenhang. Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach sich in den letzten Tagen in Interviews wiederholt für Teststationen an den Grenzübergängen auf allen Verkehrswegen auf. Er bezeichnete dies als eine gute und wichtige Sache, ging jedoch nicht näher darauf ein. Deutschland bietet bereits kostenfreie Tests bei der Einreise an, wobei diese verpflichtend zu absolvieren sind, wenn man aus einem Risikogebiet kommt und freiwillig sind, wenn man aus einem Nicht-Risikogebiet kommt. In Österreich stehen die hohen Kosten für die Durchführung von PCR-Tests immer wieder in der Kritik. Während in Deutschland für private Testungen im Durchschnitt etwa 60 Euro verlangt werden, so sind beispielsweise am Flughafen Wien stolze 120 Euro zu entrichten. In der Alpenrepublik fordert die Reise- und Tourismusbranche zunehmend auch, dass kostenfreie Tests unmittelbar nach der Einreise durchgeführt werden können. Dies

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Österreich spricht Reisewarnung für Kroatien aus

Schlechte Nachrichten für österreichische Kroatien-Urlauber, denn Außenminister Alexander Schallenberg kündigte am Freitag die Reisewarnung der höchsten Stufe für das Balkan-Land an. Bei der Rückkehr muss dann ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorgelegt werden. Alternativ kann dieser auch in Österreich innerhalb von 48 Stunden nachgeholt werden oder aber muss eine 10-tägige Heimquarantäne eingehalten werden. Das gilt auch ausdrücklich für jene Einwohner der Republik Österreich, die sich momentan in Kroatien im Urlaub befinden. Der einzige Weg, um die Restriktion umgehen zu können, ist der Abbruch des Urlaubs und die Wiedereinreise in Österreich vor Montag, also bis Sonntag dieser Woche. Die Regierung Österreichs kündigte auch an, dass die Kontrollen an den Grenzen massiv verschärft werden sollen. Zu den Gründen der Reisewarnung der höchsten Stufe für Kroatien sagte man, dass zahlreiche Corona-Cluster auf Urlaubsrückkehrer aus diesem Land zurückzuführen sind. Beispielsweise hätten in Kärnten 16 von 22 positiv getesteten Personen einen Bezug zu einem vorhergegangenen Kroatien-Urlaub gehabt.

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U.S.-Außenminister Pompeo in Wien gelandet

Mit der 98-0001 hatte der Flughafen Wien am Donnerstag einen besonderen Special Visitor. Es handelt sich um eine Boeing VC-32A, betrieben von der United States Air Force. An Bord befand sich der U.S.-amerikanische Außenminister Mike Pompeo. Der Politiker traf in Österreich unter anderem Außenminister Alexander Schallenberg und Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu einem Arbeitstreffen. Zuvor war Pompeo in Slowenien zu Gast, weshalb das Flugzeug aus Slowenien kommend in Wien gelandet ist. Am Abend trifft der U.S.-Außenminister auch auf Finanzminister Gernot Blümel und Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Boeing VC-32A ist eine besondere Ausführung der Boeing 757-200. Die 98-0001 wurde im Jahr 1998 ausgeliefert und ist ein Regierungsflugzeug der Vereinigten Staaten von Amerika. Genutzt wurde es am Tag der Landung in Wien von Mike Pompeo.

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Salzburg befürchtet schwache Winter-Saison

Der Flughafen Salzburg schielt nicht sonderlich optimistisch in Richtung Wintermonate. Denn man erwarte einen deutlich geringeren Wintercharterverkehr als noch in den Jahren davor. „Ich bin mir nicht sicher was die Skigebiete alles zulassen werden. Das ist alles noch ungewiss“. Davon hänge aber auch die Frequenz am Flughafen ab, so Airport-Geschäftsführerin Bettina Ganghofer. Man befinde sich derzeit in intensiven Gesprächen und im regen Austausch mit den Skigebieten. Ein genaues Konzept könne jedoch noch nicht vorgelegt werden, wie orf.at berichtet. „Ich weiß, dass da viele darüber nachdenken, die Veranstalter wollen natürlich auch das Geschäft machen, es wird auch sicher was passieren, ob das aber an die Winter der Vorjahre heranreicht, bezweifle ich.“

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ACG erhebt Sexismus-Vorwürfe gegen die Vida

Karin Tausz, die Aufsichtsratsvorsitzende der Austro Control, zeigt sich äußert empört über getätigte Aussagen der Gewerkschaft vida. Diese seien „sexistisch“ und gegenüber der Flugsicherungs-Geschäftsführerin Valerie Hackl „inakzeptabel“. Der Aufsichtsratschefin zufolge wurde ein Text, der sich auf einen Zeitungsartikel mit Hackl bezieht, unter den Angestellten der staatlichen Flugsicherung verbreitet, der folgenden Satz beinhalten soll: „Von einer Frau in einer Führungsposition, einer ehemaligen Kurzzeitministerin und einer werdenden Mutter hätten wir mehr Sorgfalt im Umgang mit der Sprache erwartet.“  Tausz sieht mit diesen Äußerungen die Grenze des guten Geschmacks überschritten. „Die persönliche Lebenssituation einer Geschäftsführerin heranzuziehen ist unlauter. An die Mutterrolle zu appellieren ist nicht nur schlechter Kommunikationsstil, sondern grenzt an Mobbing“, so die Aufsichtsratsvorsitzende, die die Gewerkschaft gleichzeitig auch dazu auffordert, zur Lösung der gemeinsamen Herausforderungen auf die Sachebene zurückzukehren.

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Wien: ACG vor Sparmaßnahmen

Austro Control schreibt seit Beginn der Pandemie Millionenverluste. Das werden die Mitarbeiter nun wohl zu spüren bekommen. Denn die staatliche Flugsicherung muss dem Bund ein Sanierungspaket vorlegen. „Dies erfordert Einschnitte, die kommen müssen, um das Sanierungspaket überhaupt schüren zu können. Diese müssen auf den Schultern vieler getragen werden“, so Geschäftsführerin Valerie Hackl gegenüber dem ORF.  Alleine heuer erwarte man einen Corona-bedingten Umsatzverlust von bis zu 150 Millionen Euro. Deswegen müsse in allen Bereichen des Unternehmens gespart werden. Auch Zulagen und Prämien könnten gestrichen und Pensionen eingefroren werden. Ebenso könnte Teile der Abfertigung sowie Zusatzpensionen nicht ausbezahlt werden. Die Gewerkschaft Vida kritisiert dieses Vorgehen. Derartigen Einschnitten könne man nicht zustimmen. Aus Sicht der Vida müsse der Eigentümer der Austro Control, der Bund, nun aktiv werden und handeln. „Wenn man der AUA hunderte Millionen Euro zuschießen kann, wird man wohl auch für die eigene Flugsicherungsbehörde Geld locker machen können“, so Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida.  Darüber hinaus kritisiert er Äußerungen der Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl in einem im Kurier veröffentlichten Interview zu den angekündigten Sparmaßnahmen. So wird Hackl mit den Worten „Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben“, im Kurier zitiert. „Langjährige erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich als ‚Altlasten‘ zu diffamieren, das ist eine verbale Entgleisung sondergleichen“, so Liebhart.

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