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Entwicklungen und Perspektiven des autonomen Fahrens im Rahmen des Branchentreffens in Wien

Das Potenzial autonomer Fahrzeugsysteme zur Neugestaltung des urbanen und ländlichen Verkehrsraums bildete den Schwerpunkt der diesjährigen Fachtagung Meet the cab, die am 5. und 6. Februar 2026 im Parkhotel Schönbrunn in Wien stattfand. Die von Taxi 40100 initiierte Veranstaltung versammelte Fachleute aus 20 Nationen, um über die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der computergesteuerten Mobilität zu debattieren. Im Zentrum der Diskussionen standen dabei nicht nur die technologische Reife der Systeme, die bereits in Metropolen wie San Francisco im täglichen Einsatz sind, sondern auch die spezifischen Herausforderungen für den österreichischen Markt sowie die notwendige Integration des traditionellen Taxigewerbes in digitale Mobilitätsplattformen. Während die technische Machbarkeit weitgehend außer Frage steht, rücken nun Aspekte der digitalen Souveränität, der rechtlichen Haftung und der gesellschaftlichen Akzeptanz in den Vordergrund der politischen und unternehmerischen Planung. Politische Rahmenbedingungen und digitale Strategien in Österreich Der Auftakt der Konferenz wurde durch eine Keynote von Alexander Pröll geprägt, dem Staatssekretär für Digitalisierung im österreichischen Bundeskanzleramt. Er unterstrich die strategische Bedeutung des autonomen Fahrens für den Wirtschaftsstandort Österreich. Nach Ansicht der Regierung stellt die Technologie einen wesentlichen Baustein für die künftige Wettbewerbsfähigkeit dar. Pröll betonte, dass es das Ziel der politischen Führung sei, eine verantwortungsvolle Verankerung dieser Systeme im nationalen Verkehrsrecht zu realisieren. Dabei geht es primär um die Schaffung von Testumgebungen und regulatorischen Sandkästen, in denen innovative Mobilitätskonzepte unter realen Bedingungen erprobt werden können, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden. Die digitale Souveränität spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Österreich strebt danach, nicht nur Konsument internationaler Softwarelösungen zu sein,

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Preissenkung in Bratislava verschärft Wettbewerb mit dem Flughafen Wien

Die slowakische Regierung hat eine weitere Senkung der Flugsicherungsgebühren um 30 % beschlossen, um den Luftverkehr und den Tourismus am Standort Bratislava massiv zu fördern. Diese Maßnahme folgt auf bereits im Jahr 2025 implementierte Senkungen der Flughafenentgelte. In der Folge hat der irische Billigflieger Ryanair seine Präsenz am Flughafen Bratislava deutlich ausgebaut: Mit einer Investition von 300 Millionen US-Dollar wurden drei zusätzliche Flugzeuge stationiert und zehn neue Flugverbindungen in den Flugplan aufgenommen. Für den Sommerflugplan 2026 prognostiziert die Fluggesellschaft ein Verkehrswachstum von 70 % für den slowakischen Hauptstadtflughafen, der aufgrund seiner räumlichen Nähe als direkte Konkurrenz zum Flughafen Wien fungiert. Während Bratislava durch aggressive Anreizsysteme expandiert, verzeichnet der Flughafen Wien für das Jahr 2026 einen Rückgang des Verkehrsaufkommens um 10 %. Marktanalysen führen diese Entwicklung auf die hohen Standortkosten in Österreich zurück. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie sind die Flughafenentgelte in Wien um 30 % und die Gebühren für die Flugsicherung sogar um 60 % gestiegen. Ein zentraler Kritikpunkt der Branche bleibt zudem die österreichische Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Nachbarländer wie Ungarn und Italien sowie andere EU-Staaten wie Schweden ihre steuerlichen Belastungen im Luftverkehr zuletzt reduziert haben, um im europäischen Wettbewerb um Passagierströme und Flugzeugstationierungen attraktiv zu bleiben. Die Verlagerung von Kapazitäten in kostengünstigere Nachbarländer wird zunehmend zum strukturellen Problem für den österreichischen Tourismusstandort. Ryanair knüpft künftige Investitionen in Wien an eine grundlegende Reform der Gebührenstruktur. Die Fluggesellschaft stellte einen Wachstumsplan in Aussicht, der bei Wegfall der Luftverkehrssteuer die

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Kritik an Standortpolitik nach Kapazitätsabbau von Ryanair in Wien

Der angekündigte Abzug von fünf Flugzeugen der Fluggesellschaft Ryanair vom Flughafen Wien-Schwechat sorgt für eine scharfe Debatte über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich. Die irische Billigfluggesellschaft reduziert ihr Angebot im kommenden Sommerflugplan um rund eine Million Sitzplätze und streicht insgesamt neun Flugverbindungen. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die im internationalen Vergleich zu hohen Standortkosten und Gebühren. Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, bezeichnete diesen Schritt als deutliches Warnsignal und kritisierte eine verfehlte Politik der Bundesregierung, die durch hohe Steuern und Abgaben Investoren abschrecke. Branchenanalysen stützen die Darstellung hoher Kostenbelastungen am Standort Wien. Neben der staatlichen Flugabgabe, die je nach Distanz gestaffelt ist, belasten steigende Luftsicherheitsgebühren und Infrastrukturkosten die Kalkulationen der Fluggesellschaften. Während Konkurrenten wie die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) ihre Präsenz am Drehkreuz Wien behaupten, verlagern Low-Cost-Carrier ihre Kapazitäten zunehmend auf kostengünstigere osteuropäische Flughäfen oder nach Italien. Experten warnen davor, dass der Rückzug von Anbietern wie Ryanair zu einer Schwächung des Wettbewerbs führen könnte, was mittelfristig steigende Ticketpreise für Konsumenten zur Folge hätte. Die Auswirkungen dieses Kapazitätsabbaus reichen weit über den Flughafenbetrieb hinaus. Die Freiheitliche Wirtschaft weist darauf hin, dass Tourismus, Handel und die Exportwirtschaft unmittelbar von einer schlechteren Anbindung betroffen sind. Da Mobilität ein wesentlicher Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist, wird eine umfassende Reform gefordert. Dazu zählen die Senkung der Lohnnebenkosten, der Abbau bürokratischer Hürden sowie eine Reduzierung der Ticketabgabe. Kritiker der aktuellen Kurssetzung bemängeln zudem, dass der Staatsapparat weiter wachse, während die Entlastung der produktiven Wirtschaftssektoren hinter den Erwartungen zurückbleibe. International steht Österreich in einem harten Standortwettbewerb.

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Österreich: Passagierzahlen und Frachtaufkommen steigen im Jahr 2025 deutlich an

Die österreichische Luftfahrtbranche blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von einer stabilen Erholung und punktuellen Rekordwerten geprägt war. Wie die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) in ihrer aktuellen Jahresbilanz bekannt gab, fertigten die sechs Verkehrsflughäfen des Landes – Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt – insgesamt rund 36,5 Millionen Passagiere ab. Dies entspricht einer Steigerung von 2,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Bereich der Luftfracht, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Dynamik gilt, verzeichnete ein deutliches Plus von rund drei Prozent auf über 390.000 Tonnen. Trotz dieser positiven Entwicklung stehen die Betreiber vor strukturellen Herausforderungen. Während die großen Standorte Wien und Salzburg ihre Position festigen konnten, weisen Branchenexperten darauf hin, dass die Gesamtzahl der Flugbewegungen noch immer deutlich hinter den Werten aus der Zeit vor der Pandemie zurückbleibt. In der politischen Debatte rückt zudem die nationale Flugabgabe verstärkt in den Fokus, die von Branchenvertretern als Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Standorten kritisiert wird. Wirtschaftsfaktor Luftfahrt: Wertschöpfung und Arbeitsmarkteffekte Die Bedeutung der Luftfahrt für den Wirtschaftsstandort Österreich lässt sich eindrucksvoll mit Zahlen belegen. Laut aktuellen Analysen der AÖV erwirtschaftet der Sektor direkt und indirekt eine jährliche Wertschöpfung von 25,1 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa 4,9 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts. Besonders hervorzuheben ist die Funktion als massiver Beschäftigungsmotor: Über 241.500 Arbeitsplätze hängen bundesweit an der Luftverkehrswirtschaft. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG und Vizepräsident der AÖV, betont in diesem Zusammenhang, dass die Flughäfen als Infrastrukturknotenpunkte unverzichtbar für Industrie und Tourismus seien. Neben dem Personentransport spielt die Luftfracht eine entscheidende

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Hotelvereinigung kritisiert Berechnungsgrundlage der Tourismus-Inflation

Der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), Walter Veit, fordert eine grundlegende Revision der Darstellung von Preissteigerungen im heimischen Beherbergungswesen. Laut Veit werde die Branche zu Unrecht als Inflationstreiber stigmatisiert, während die tatsächlichen Ursachen in den massiv gestiegenen Vorleistungskosten liegen. Ein wesentlicher Kritikpunkt der ÖHV ist, dass Qualitätsverbesserungen in der offiziellen Statistik oft fälschlicherweise als reine Teuerung gewertet werden. Investitionen in moderne Wellnessbereiche oder gehobene Gastronomieangebote stellen laut Veit eine Produktaufwertung dar, die von den Gästen gezielt nachgefragt wird, und dürfen nicht mit klassischen Preisaufschlägen für identische Leistungen gleichgesetzt werden. Zusätzliche Wirtschaftsdaten unterstreichen die Diskrepanz zwischen den sektoralen Kostensteigerungen und dem allgemeinen Verbraucherpreisindex. Während globale Waren wie Unterhaltungselektronik oder Textilien durch Importe aus Fernost preisdämpfend wirken, ist das Gastgewerbe primär von inländischen Kostenfaktoren abhängig. In den vergangenen Jahren stiegen die Ausgaben für Lebensmittel, Energie und Bauleistungen in Österreich überdurchschnittlich an. Besonders die hohen Lohnabschlüsse und die damit verbundenen Lohnnebenkosten belasten die personalintensive Hotellerie. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Hotels diese Kostensteigerungen nur bedingt an die Gäste weitergeben können, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber günstigeren Destinationen im Mittelmeerraum nicht zu gefährden. Die Hotelvereinigung sieht die Politik in der Pflicht, durch gezielte Entlastungen den Preisdruck zu mindern. Konkret fordert Veit eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie günstigere Energietarife für kleine und mittlere Unternehmen. Aktuelle Analysen der Statistik Österreich zeigen zwar eine robuste Nachfrage bei den Inlandsnächtigungen, doch die Rentabilität vieler Betriebe steht aufgrund der hohen Zinslast für getätigte Investitionskredite unter Druck. Die Branche betont, dass ohne eine spürbare Senkung der administrativen und steuerlichen Lasten

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ÖAMTC warnt vor Gefahren durch Drohnenflüge in Skigebieten

Der Mobilitätsclub ÖAMTC mahnt Drohnenpiloten im alpinen Raum zu erhöhter Vorsicht und strikter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften. Hintergrund ist ein aktueller Zwischenfall in Kärnten, bei dem eine Drohne den Einsatz eines Notarzthubschraubers während der Weihnachtsfeiertage behinderte. Da moderne Multicopter zunehmend als Begleiter im Winterurlaub genutzt werden, wächst das Risiko für gefährliche Begegnungen im Luftraum. Der ÖAMTC betont, dass Rettungshubschrauber in Skigebieten jederzeit Vorrang haben und Drohnen bei deren Annäherung sofort gelandet werden müssen, um lebensrettende Einsätze nicht zu gefährden. Zusätzliche Recherchen zur rechtlichen Lage in Österreich verdeutlichen die strengen Vorgaben der Luftfahrtbehörde Austro Control. Für fast alle Drohnen, die mit einer Kamera ausgestattet sind, besteht eine Registrierungspflicht sowie die Notwendigkeit eines Kompetenznachweises für den Piloten. Im alpinen Gelände gelten zudem spezifische Einschränkungen: Die maximale Flughöhe von 120 Metern über Grund darf nicht überschritten werden, wobei die steilen Hangneigungen die Einschätzung dieser Höhe oft erschweren. Zudem sind Flüge über Menschenmengen, wie sie etwa an Liftstationen oder auf Skipisten vorkommen, ohne spezielle Genehmigung untersagt. Verstöße gegen die Luftverkehrsregeln können empfindliche Verwaltungsstrafen nach sich ziehen. Neben den rechtlichen Aspekten stellen winterliche Bedingungen hohe technische Anforderungen an das Material. Drohnenexperten weisen darauf hin, dass die Kapazität von Lithium-Polymer-Akkus bei Minusgraden rapide abnimmt, was zu plötzlichen Abstürzen führen kann. Ein weiteres Risiko ist die sogenannte atmosphärische Vereisung der Propeller, die besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um den Gefrierpunkt auftritt und die Aerodynamik massiv stört. Pilot wird daher geraten, Akkus vor dem Flug vorzuwärmen und auf Landepads zurückzugreifen, um das Eindringen von aufgewirbeltem Schnee und

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Ryanair fordert sofortige Abschaffung der österreichischen Luftverkehrssteuer

Die Fluggesellschaft Ryanair hat die österreichische Bundesregierung am Mittwoch scharf für die Beibehaltung der nationalen Luftverkehrssteuer in Höhe von 12 Euro pro Passagier kritisiert. Nach Ansicht des Unternehmens führt die Abgabe zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung gegenüber Standorten in der Slowakei, Italien, Ungarn und Schweden, die ihre Flugabgaben bereits abgeschafft oder gesenkt haben. Ryanair-Manager Andreas Gruber warnte davor, dass die hohen Kosten in Österreich dazu führen, dass Fluggesellschaften ihre Kapazitäten und Flugzeuge zunehmend in kostengünstigere Nachbarländer verlagern. Die Kritik richtet sich dabei insbesondere gegen die aktuelle politische Führung unter Bundeskanzler Stocker, der Untätigkeit beim Erhalt der Standortattraktivität vorgeworfen wird. Zusätzliche Wirtschaftsdaten unterstreichen die angespannte Situation am Luftverkehrsstandort Wien. Neben der staatlichen Ticketsteuer belasten stark gestiegene Nebenkosten die Branche: Die Flugsicherungsgebühren in Österreich sind seit der Covid-Pandemie um etwa 60 Prozent gestiegen, während die Entgelte des Flughafens Wien im selben Zeitraum um 30 Prozent angehoben wurden. Diese kumulierte Kostensteigerung macht Wien im europäischen Vergleich zu einem Hochpreis-Standort. Analysten stützen die Befürchtung der Fluggesellschaft, dass ohne regulatorische Gegenmaßnahmen für das Jahr 2026 ein Rückgang des Passagieraufkommens von bis zu 10 Prozent am Standort Wien drohen könnte, was weitreichende Folgen für den gesamten österreichischen Tourismussektor hätte. In einem ungewöhnlichen Schritt schloss sich Ryanair dem jüngsten Aufruf des Flughafens Wien an, die Luftverkehrssteuer zum 1. Februar abzuschaffen, forderte den Flughafenbetreiber jedoch gleichzeitig auf, die eigenen Gebührenstrukturen zu senken. Gruber bezeichnete die Einnahmen aus der Steuer als vernachlässigbar für das staatliche Budget und zog einen Vergleich zu den Einnahmen aus Wiener Parkstrafen. Um das Wachstum wieder

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Führungswechsel bei Hilton in Mitteleuropa: Ryan Gauci übernimmt Leitung

Mit Beginn des Jahres 2026 hat Ryan Gauci die Position des Area General Manager für Österreich, Tschechien und Kroatien bei der Hotelgruppe Hilton übernommen. Gleichzeitig leitet er als General Manager das Hilton Vienna Park, eines der größten Konferenzhotels in Europa. Gauci folgt auf Norbert B. Lessing, der nach einer über vier Jahrzehnte währenden Karriere bei Hilton Ende Dezember 2025 in den Ruhestand trat. Der personelle Wechsel markiert eine Zäsur für die Präsenz der Kette im zentraleuropäischen Raum, da Lessing die Entwicklung der Standorte seit 2007 maßgeblich geprägt hatte. Flankiert wird der Wechsel durch weitere Neubesetzungen: Christoph Glaser führt nun das Hilton Vienna Plaza am Schottenring, während Rogier Stolk als Hotel Manager die operative Leitung im Hilton Vienna Park übernimmt. Ryan Gauci verfügt über eine fast 20-jährige Erfahrung innerhalb des Konzerns und war zuletzt als General Manager für das Hilton Prague verantwortlich. Zuvor steuerte er das Hilton Rijeka Costabella Beach Resort & Spa in Kroatien durch die Eröffnungsphase. Seine Laufbahn begann 2007 im Vertrieb auf der Isle of Man und führte ihn über verschiedene Führungspositionen in England und Polen nach Osteuropa. Branchenexperten werten seine Ernennung als Signal für eine verstärkte Vernetzung der Standorte in der Region Wien, Prag und Rijeka. Gaucis Fokus liegt laut Unternehmensangaben auf der Steigerung der betrieblichen Performance und der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur in einem kompetitiven Marktumfeld, in dem Wien als Kongressstandort eine zentrale Rolle einnimmt. Der scheidende Manager Norbert B. Lessing hinterlässt ein konsolidiertes Portfolio. Unter seiner Ägide wurden umfangreiche Revitalisierungen durchgeführt, insbesondere die Neupositionierung der Wiener

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Wintertourismus im Süden Österreichs: Optimale Bedingungen durch Kälte und Sonnenschein in Kärnten

Das südlichste Bundesland Österreichs verzeichnet im Januar 2026 eine außergewöhnliche Wetterlage, die dem Tourismussektor der Region eine ideale Ausgangslage für die anstehende Hochsaison verschafft. Unter der meteorologischen Konstellation von stabilen Hochdruckgebieten über dem Alpenhauptkamm und polaren Kaltlufteinflüssen in den Nachtstunden präsentiert sich Kärnten derzeit als Zentrum für winterliche Aktivitäten. Während die nächtlichen Temperaturen tief in den Minusbereich sinken und damit die technische Präparierung der Abfahrten sowie das Gefrieren der Stillgewässer begünstigen, sorgen überdurchschnittlich viele Sonnenstunden am Tag für attraktive Bedingungen für Gäste und Einheimische. Diese Kombination, die unter der regionalen Kampagne als charakteristisches Merkmal des Standorts hervorgehoben wird, erstreckt sich über sämtliche touristischen Segmente – vom alpinen Skisport über das Eislaufen auf Naturgewässern bis hin zur Wellness-Infrastruktur. Die aktuelle Datenlage der Wetterdienste deutet auf eine Fortdauer dieser stabilen Bedingungen hin, was insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Semesterferien eine positive Buchungsentwicklung für die Beherbergungsbetriebe erwarten lässt. Technische Pistenpräparierung und alpine Infrastruktur In den Kärntner Bergregionen hat die aktuelle Wetterphase zu einer signifikanten Qualitätssteigerung der Wintersportinfrastruktur geführt. Die Betreiber der Bergbahnen nutzen die klaren, frostigen Nächte, um die Pistenoberflächen mit moderner Technik zu festigen und griffige Schneeverhältnisse zu schaffen, die auch bei hoher Beanspruchung tagsüber stabil bleiben. Auf den Bergen, von der Turracher Höhe über das Nassfeld bis hin zur Gerlitzen Alpe, berichten die Liftgesellschaften von einer vollen Auslastung der Beförderungsanlagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Ausbau von mehrtägigen Angeboten wie dem Nockberge Trail. Diese Form des alpinen Wanderns und Skitourengehens profitiert massiv von der hohen Sichtweite

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Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei der Revo Hospitality Group

Die europäische Hotellandschaft steht am Beginn des Jahres 2026 vor einer Zäsur. Die Revo Hospitality Group, die erst im vergangenen Jahr durch die Umfirmierung der bekannten HR Group entstand und als größter Multibrand-Hotelbetreiber des Kontinents gilt, hat am 16. Januar 2026 beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenzanträge in Eigenverwaltung für rund 140 ihrer Gesellschaften gestellt. Dieser Schritt folgt auf eine Phase massiver Expansion, die das Unternehmen zuletzt an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit geführt hat. Betroffen sind vor allem die operativen Einheiten in Deutschland und Österreich, die insgesamt rund 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern umfassen. Trotz der Einleitung des Verfahrens soll der Hotelbetrieb vollumfänglich fortgeführt werden, während spezialisierte Sanierungsexperten versuchen, das Unternehmen durch eine Neustrukturierung und die Suche nach internationalen Investoren zu retten. Die Krise des Branchenführers verdeutlicht die ökonomischen Risiken aggressiver Wachstumsstrategien in einem Marktumfeld, das hinter den Umsatzprognosen der vergangenen Jahre zurückgeblieben ist. Strukturelle Überdehnung nach Jahren des Wachstums Die Geschichte der Revo Hospitality Group war über zwei Jahrzehnte hinweg von einem beispiellosen Aufstieg geprägt. Was im Jahr 2008 mit einem einzelnen Hotelstandort in Leipzig begann, entwickelte sich bis zum Jahr 2020 zu einem Portfolio von 51 Häusern. In der Zeit nach der globalen Pandemie forcierte das Unternehmen unter der Leitung der Gründer und Anteilseigner eine Expansionswelle, die das Netzwerk auf insgesamt 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern anwachsen ließ. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 1,3 Milliarden Euro und einer Belegschaft von 8.300 Mitarbeitern besetzte die Gruppe eine dominante Stellung als Partner großer internationaler Marken wie Accor, Marriott

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