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Polizei beendet „Drogen-Kontrollen“ bei Lauda

Ein durchaus ungewöhnliches Vorgehen der Ryanair-Tochter Lauda beschäftigte am Flughafen Stuttgart die Polizei. Der Carrier bat Besatzungen zum Alkohol- und Drogentest. Diese wurden jedoch nicht vom Luftfahrt-Bundesamt angeordnet, sondern der Carrier selbst baufragte ein irisches Labor, das Haarproben nehmen wollte. Aus Polizeikreisen wird berichtet, dass der Vorfall am Flughafen Stuttgart durchaus ungewöhnlich ist, denn zwar müssen sich Piloten seit dem Germanwings-Absturz durchaus auf Testungen einstellen, jedoch werden diese normalerweise stets behördlich angeordnet und durchgeführt. Dazu kommt, dass es für Flugbegleiter momentan keine gesetzliche Grundlage für die Durchführung derartiger Tests gibt. Zwar ist dies in Brüssel momentan in Diskussion, jedoch beschlossen wurde noch nichts. Sicherheit ist in der Luftfahrt stets das höchste Gut, weshalb manche Fluggesellschaften auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung die Grundlage für die Durchführung von Alkohol- und Drogentests geschaffen haben. In vielen jüngeren Ryanair- und Malta-Air-Arbeitsverträgen – auch über Leiharbeitsfirmen – ist dies beispielsweise in einer Klausel geregelt. Somit liegt dann die Zustimmung des Mitarbeiters vor. Ganz anders jedoch bei Lauda-Altverträgen, denn in diesen existiert ein solcher Passus nicht. Auch gibt es keine Betriebsvereinbarung, denn in Deutschland hat die Ryanair-Tochter keinen Betriebsrat, mit dem eine solche abgeschlossen werden könnte. Der Ablauf solcher Testungen, unabhängig davon, ob eine behördliche Kontrolle oder auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung durchgeführt wird, ist in Deutschland im Luftsicherheitsgesetz geregelt. Darin ist auch zu lesen, dass zwingend ein Arzt anwesend sein muss.  Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass die Art und Weise wie die Testungen durchgeführt wurden, zum Einschreiten der Exekutive geführt haben soll.

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Ryanair droht mit weiteren Schließungen

Allem Anschein nach möchte Ryanair weitere Stützpunkte schließen. Nachdem Ryanair im zweiten Quartal 2020 einen Nettoverlust von umgerechnet 185 Millionen Euro verzeichnet hat, sei dies auch unvermeidlich. Auch seien die Verhandlungen mit den Gewerkschaften nicht von Erfolg gekrönt. Konkret soll es einzelne Basen in Deutschland, Spanien und Italien betreffen, wie ch-aviation.com berichtet. „Uns ist es nicht gelungen, deutsche Piloten davon zu überzeugen, Lohnkürzungen hinzunehmen. Deshalb haben wir die Schließungen unserer Stützpunkte in Stuttgart, Berlin-Tegel, Düsseldorf-Weeze und Frankfurt angekündigt. Am Ende des Sommerflugplans steht auch die Lauda-Schließung in Stuttgart bevor. Ich denke, das war noch nicht alles. Wir sehen uns auch einige Basen in Spanien an, wo sich die Gewerkschaften derzeit noch nicht auf die von uns benötigten Lohnkürzungen geeinigt haben“, so Ryanair-Chef Michael O’Leary.

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Ryanair-Kundenservice erreicht neuen Tiefpunkt

Die Degradierung der Fluggesellschaft Lauda zum reinen Wetlease-Operator für Ryanair hatte zur Folge, dass sich die Flugnummern geändert haben. Verantwortliche Airline gegenüber den Passagieren ist nun nicht mehr Lauda (OE), sondern Ryanair (FR). Dieser einseitige Eingriff in die Beförderungsverträge bedarf eigentlich der Zustimmung der Passagiere, so auch ein außerordentliches Rücktrittsrecht zusteht. Wenig überraschend weisen Ryanair und Lauda in den Kundenanschreiben überhaupt nicht auf diesen Umstand hin und das Service-Center ist offensichtlich gezielt geschult derartige berechtigte Ansprüche abzuwimmeln und das in einer durchaus dilettantischen Art und Weise. Lauda verkaufte sämtliche Tickets unter OE-Flugnummern ausschließlich über die Homepage von Ryanair. Davon abhängig, ob die rot gefärbte Lauda-Variante oder die blau gefärbte Ryanair-Version der Homepage genutzt wird, erhalten Passagiere ihre Buchungsbestätigungen mit Lauda- oder Ryanair-Logo. Doch dies ist reine Kosmetik, denn die Rechnungen werden von Ryanair ausgestellt und die Zahlungsmittel werden ebenfalls von den Iren belastet. Formell entsteht ein Beförderungsvertrag mit Ryanair über die Beförderung mit der Fluggesellschaft Lauda. Gut versteckt finden sich hierfür sogar eigene Geschäfts- und Beförderungsbedingungen in durchaus holprigem Deutsch auf der Webseite. Ryanair griff einseitig in sämtliche Verträge, die OE-Flugnummern enthalten, ein und stellte diese auf den eigenen FR-Code und andere Flugnummern um. Dieser Eingriff erfordert die Zustimmung des anderen Vertragspartners, also des Passagiers, da ein wesentlicher Bestandteil einseitig geändert wird. Weiters liegt auch formell eine Umbuchung vor, denn die für die Erfüllung des Beförderungsvertrags verantwortliche Fluggesellschaft ändert sich. Das hat im Falle von Ansprüchen, beispielsweise bei Verspätungen und Streichungen, auch weitreichende Folgen, denn nicht mehr Lauda in Österreich,

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Wien: Ryanair kündigt 15 Winter-Ziele an

Die Ryanair Group wird im Winterflugplan 2020/21 ab Wien 15 zusätzliche Ziele, die im Vorjahr von Lauda noch nicht angeflogen wurden, bedienen. Die Durchführung erfolgt durch die Konzernairlines Ryanair DAC, Lauda, Buzz und Malta Air. Der irische Billigflieger holt in der Medienerklärung erneut zum verbalen Rundumschlag gegen Austrian Airlines und die österreichische Regierung aus. Das Unternehmen wirft vor, dass durch die Erhöhung der Ticketsteuer, die per 1. September 2020 wirksam werden soll, die Lufthansa-Tochter geschützt werden soll. Ryanair empfiehlt Passagieren den Kauf von Tickets vor diesem Termin, allerdings ist darauf hinzuweisen, dass diese Firmengruppe im Zuge der Anhebung der Abgabe in Deutschland ihre Passagiere nachträglich zur Kasse gebeten hat. Wer die erhöhte Steuer nicht nachzahlen wollte, musste zu Hause bleiben. Folgende Destinationen wird Ryanair ab Wien im Winterflugplan 2020/21 neu bedienen: Land Reiseziele Abflugsfrequenz Zypern Paphos 2 Mal wöchentlich Osteuropa Banja LucaTallinnWarschau Modlin 2 Mal wöchentlich3 Mal wöchentlich5 Mal wöchentlich Deutschland KölnDortmund täglichtäglich Italien BariCataniaMailand MalpensaNeapel 4 Mal wöchentlich2 Mal wöchentlich2 täglich3 Mal wöchentlich Malta Malta 3 Mal wöchentlich Spanien & Kanarische Inseln LanzaroteZaragoza wöchentlich2 Mal wöchentlich UK & Irland BristolShannon 2 Mal wöchentlich2 Mal wöchentlich Auf den Hinweis, dass zahlreiche Ziele, die sich in obiger Liste befinden, bereits von Lauda bzw. Ryanair ab Wien bedient werden, erklärte man, dass sich „neu“ darauf bezieht, dass diese im Winterflugplan 2019/20 noch nicht von Lauda angeboten wurden.

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Ryanair hofft auf rasche 737-Max-Auslieferung

Ryanair gibt die Hoffnung nicht auf: Der Low Cost Carrier rechnet damit, die Flugzeugflotte noch in diesem Jahr mit der ersten Boeing 737 Max erweitern zu können. Danach sollen bis zu 40 weitere Flieger dieser Baureihe folgen, wie flightglobal.com berichtet. Die Lauda-Mutter wartet schon seit über einem Jahr auf die Auslieferung der Boeing Krisen-Maschine. Denn nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten verpasste man der Reihe ein weltweites Start- und Auslieferungsverbot. Dieses gilt noch bis heute. Doch nun sieht man etwas Licht am Ende des Tunnels. Denn vor wenigen Tagen leitete die US-Luftfahrtaufsicht FAA die finale Phase der Wiederzulassung ein – damit scheint das Comeback der 737 Max zum Greifen nah.

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Lauda wechselt das AOC nach Malta

Die Ryanair-Tochter Lauda wechselt quasi die Staatsbürgerschaft, denn das Unternehmen wird künftig mit maltesischem AOC und OL in der Luft sein. Dazu wurde unter dem Namen Lauda Europe Ltd. eine neue Fluggesellschaft gegründet, die im Laufe des Jahres 2020 die Tätigkeit der bisherigen Laudamotion GmbH übernehmen wird. Firmenchef David O’Brien bestätigte dies im Gespräch mit Aviation.Direct. Die heutige Laudamotion GmbH wird ihre österreichischen Zertifikate und Zulassungen nach dem Abschluss des Aufbaus der Lauda Europe Ltd. zurückgeben und wird anschließend geschlossen. Den Betrieb der Airbus-Flotte übernimmt das maltesische Unternehmen. Dies hat auch zur Folge, dass die OE-Registrierungen auf den Flugzeugen durch 9H (Malta) ersetzt werden. Die Hauptverwaltung der neuen Ryanair-Tochter wird sich auf den maltesischen Inseln befinden. Dort werden auch die Nominated Persons (vormals Postholder) tätig sein. In Österreich verbleibt eine kleine Außenstelle, die sich um einige flugrelevante Dinge kümmern wird. Das bedeutet auch, dass es für die Verwaltungsmitarbeiter die Möglichkeit zum Übertritt zu Lauda Europe Ltd. geben wird. Lauda Europe Ltd. plant im November 2020 den Erstflug durchzuführen. Die Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber werden künftig sowohl in Malta als auch in Schwechat tätig sein und ihre Schreibtische haben. David O’Brien betonte, dass Lauda Europe Ltd. den kompletten Airbus-Betrieb der heutigen Laudamotion GmbH übernehmen wird und das heutige österreichische Unternehmen nach Abschluss des Übergangsprozesses geschlossen wird. Für das fliegende Personal bedeutet der Wechsel des AOCs, dass jene Mitarbeiter, die den neuen Lauda-Kollektivvertrag (Österreich) akzeptiert haben, einen neuen Job bei Lauda Europe Ltd. angeboten bekommen. Aus rechtlichen Gründen müssen OCC-Schulungen

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Malta-Air-Chef rechnet mit niedriger Nachfrage im Winter

Diarmuid O’Conghaile, Geschäftsführer von Malta Air, geht von einem äußerst nachfrageschwachen Winter aus. Das von ihm geleitete Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Eigentum der Republik Malta, wobei die tatsächliche Kontrolle offensichtlich der Minderheitsaktionär Ryanair ausübt, denn man fliegt nahezu ausschließlich für diesen. Im Gespräch mit Times of Malta beschreibt O’Conghaile die momentane Nachfrage als schwierig, jedoch steigt die Nachfrage kontinuierlich. Dennoch müsse man Schadensbegrenzung betreiben, denn das Lock-Down-Quartal wirkte sich verheerend auf die Einnahmen aus. Das Angebot an der Homebase Luqa wurde mittlerweile auf etwa 70 Prozent hochgefahren, jedoch ist mit einer weiteren Steigerung vorläufig nicht zu rechnen. Im Winter rechnet der Malta-Air-Manager allerdings mit einer sehr niedrigen Nachfrage. Ryanair versucht hier mit besonders billigen Ticketpreisen gegenzusteuern. Derzeit befördert Malta Air im Auftrag der irischen Konzernschwester etwa 17.000 Passagiere pro Woche ab Luqa.  Er betont, dass es bei Malta Air keine Entlassungen gegeben habe. Stattdessen hat es die Bezahlung seiner 1.200 Piloten um 20 Prozent gesenkt, ein ähnlicher Schritt, den Ryanair auf Gruppenebene für Mitarbeiter in Frankreich, Irland und Großbritannien unternommen hat. In Deutschland hingegen soll es zur Schließung von Bases und Abbau von Mitarbeitern kommen. „Wir konnten unsere 2.500 Mitarbeiter in Jobs halten. Wir sind der Meinung, dass dies sehr positiv ist, da die Luftfahrtindustrie insgesamt voraussichtlich bis zum Ende der Pandemie zwischen 80.000 und 100.000 Arbeitnehmer abbauen wird“, so Diarmuid O’Conghaile gegenüber Times of Malta.

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UK überrascht mit neuer Quarantäne

Durchaus eiskalt erwischt hat es britische Urlauber, die sich momentan in Spanien aufhalten. Die Regierung des Vereinigten Königreichs führte mit sofortiger Wirkung eine 14-tägige Quarantäne ein. Dies hat auch Folgen für die Luftfahrt. Ryanair rechnet mit einem Einbruch der Nachfrage zwischen den beiden Staaten. Die Tui Group stricht bereits alle Verbindungen vom Vereinigten Königreich aufs spanische Festland. Lediglich die Balearen und Hannover werden weiterhin angeflogen. Nach Angaben des Unternehmens soll es allerdings nicht dazu kommen, dass britische Urlauber standen, denn bis etwa 9. August 2020 will man sieben bis acht Rückflüge pro Woche durchführen. Anschließend hofft man, dass auch wieder Urlauber nach Spanien gebracht werden können. Die Regierung des Vereinigten Königreichs führte am Wochenende überraschend eine 14-tägige Quarantäne für Reisende, die sich zuletzt in Spanien aufgehalten haben, ein. Da es keinerlei „Schutzfrist“ gab, sind nun alle betroffen. Österreich hingegen stufte Großbritannien hinsichtlich der Reisewarnung von sechs auf vier herab.

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USO: Ryanair und Lauda sollen Kabinen mangelhaft reinigen

Die spanische Gewerkschaft USO übt seit einigen Wochen heftige Kritik an der Umsetzung der spanischen COVID-19-Schutzmaßnahmen durch die Fluggesellschaften Ryanair und Lauda. Insbesondere der Umstand, dass entgegen der lokalen Gesetzgebung keine FFP2-Masken an das fliegende Personal ausgegeben werden, führte bereits dazu, dass Beschwerden an die Luftfahrtbehörden und das Arbeitsinspektorat gerichtet wurden. USO kritisiert nun auch die Reinigungsprozesse der Ryanair Group, denn diese würden zwischen zwei Flügen auf die Reinigung durch Fachpersonal verzichten. Lediglich in der Nacht komme es zum ausführlichen Putzen und Desinfizieren der Kabinen. Das ist aus Sicht der Arbeitnehmervertreter in Zeiten von Corona zu wenig. Man verweist auch auf Mitbewerber, die sehr wohl zwischen zwei Flügen durch Fachpersonal reinigen lassen würden. Bei Lauda und Ryanair soll das Kabinenpersonal „ohne Reinigungsmittel, Schutzmittel und Schulung“ diese Aufgabe übernehmen. Seit 8. Juli 2020 gelten für alle Airlines, die ab Spanien tätig sind, verbindliche COVID-19-Sicherheitsvorschriften, die sich an den Empfehlungen der EASA orientieren. Diese sollen Ryanair und Lauda laut USO missachten. Besonders sauer stößt den Arbeitnehmervertretern auf, dass anstatt der vorgeschriebenen FFP2-Masken nun wiederverwendbare MNS-Masken, die in China produziert wurden und keine Zulassung in Europa haben sollen, an das Personal ausgegeben werden. An Bord soll es nicht einmal gegen Geld Austauschmasken für Passagiere geben. Die EASA empfiehlt in diesem Zusammenhang, dass Airlines solche bereithalten sollen. Davon, dass diese für die Passagiere gratis sein müssen, ist jedoch keine Rede. Die Gewerkschaft USO kritisiert weiterhin, dass trotz einer bereits bei den zuständigen Behörden eingebrachten Beschwerde der Bordverkauf nicht reduziert wurde. Weiterhin werden Duty-Free-Artikel angeboten.

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Ryanair schließt deutsche Bases

Auf die deutschen Regionalflughäfen Frankfurt-Hahn und Weeze könnten harte Zeiten zukommen, denn Hauptkunde Ryanair stellt die Schließung der Bases in Aussicht. Auch Berlin-Tegel wackelt, wie aus einem internen Rundschreiben hervorgeht. Hintergrund ist, dass die gewerkschaftlich vertretenen Piloten den neuen Malta-Air-Tarifvertrag mehrheitlich abgelehnt haben. Nun will Konzernmutter Ryanair – analog dem Vorbild Lauda in Stuttgart – Konsequenzen ziehen. Die Schließung von Frankfurt-Hahn per 1. November 2020 wurde bereits verkündet. Weeze und Berlin-Tegel könnten laut dem Anschreiben an die Mitarbeiter ebenfalls aufgelassen werden. In Köln/Bonn, Berlin-Schönefeld und Frankfurt am Main soll es nach Angaben des Unternehmens einen Personalüberhang geben. Diesen werde man noch vor dem Winterflugplan abbauen, so dass mit vielen Kündigungen zu rechnen ist. Auch in Memmingen und Karlsruhe/Baden-Baden wird es zum Abbau von Malta-Air-Personal kommen. Sollte die Ryanair Group keinen anderen Konzerncarrier, beispielsweise Lauda oder Buzz, in Weeze und Frankfurt-Hahn stationieren und darüber hinaus auch die Strecken nicht von anderen Airports aus bedienen, so hätte dies für die beiden defizitären Regionalflughäfen erhebliche Nachteile, denn an beiden Airports ist die Ryanair Group der Hauptkunde. 

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