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Lauda: WKO treibt Vida in Zwickmühle

Die Gewerkschaft Vida versucht derzeit mit der Wirtschaftskammer Österreich einen Kompromiss, der zum Erhalt der Lauda-Basis Wien führen soll, zu verhandeln. Doch in einem Anschreiben an die Mitglieder dämpfen Fachgruppenchef Daniel Liebhart und sein Kollege Philip Gastinger die Hoffnungen, denn die WKO und das Lauda-Management sollen gar nicht zu bereit sein einen Kompromiss zu finden. Zusammenfassend stellt sich die Situation offenbar so dar, dass nur die Wahl zwischen dem Unterschreiben des von der Ryanair-Tochter geforderten Dokuments und der Schließung der Base samt Kündigungen steht. Einen Kompromiss wollen demnach weder WKO noch Lauda-Management eingehen. „Die Wirtschaftskammer (WKÖ) hat uns gestern Abend mitgeteilt, dass es ihrerseits keinerlei Verhandlungsspielraum mehr wegen des vom Management verlangten neuen KV mit deutlich schlechteren Bedingungen für euch gibt. Es ging von Anfang an weder dem Laudamotion-Management noch der WKÖ darum, ernsthafte Verhandlungen wegen KV-Verbesserungen mit uns zu führen. Ganz im Gegenteil, wie die mehrfachen erpresserischen Ultimaten an euch und uns gezeigt haben: Es sollte lediglich Druck ausgeübt werden, um deutlich schlechtere Gehalts- und Arbeitsbedingungen zu akzeptieren“, schreiben Gastinger und Liebhart an ihre Mitglieder. Der Brief beginnt übrigens mit den Worten „wir haben leider eine traurige Nachricht“. Die Gewerkschaft Vida befindet sich nun in einer moralischen Zwickmühle, wie aus nachstehendem Absatz des Briefs sehr deutlich wird: „Nehmen wir das schäbige Dumping-Angebot der WKÖ und eures Managements an, würden wir in Österreich alle sozialen Fortschritte (u. a. 13. und 14. Monatsgehalt, bezahlte Überstunden), wofür Generationen an ArbeitnehmerInnen gekämpft haben, über Bord werfen müssen. Nehmen wir das „Angebot“ nicht an,

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Reportage: Lauda fliegt erste Maschinen aus

Am Dienstagabend begann die Fluggesellschaft Lauda mit dem Abzug ihrer A320-Flotte. Nach Angaben des Unternehmens werden insgesamt 21 Maschinen dieses Typs auf andere Flughäfen überstellt. Den Anfang machten die OE-IHL, OE-LOX, OE-LOU, und die OE-IBJ. Diese werden künftig auf dem Stansted Airport abgestellt. Die Durchführung der Ferry-Flüge erfolgt durch Piloten der Fluggesellschaft Lauda, die sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben. Den Weg zurück nach Österreich werden diese an Bord eines Privatjets antreten. Bereits am Mittwoch sollen acht weitere Maschinen auf den Flughafen Stansted überstellt werden. Bis Ende der Woche will das Unternehmen alle 21 Airbus A320, die auf Airport Wien geparkt waren, ausgeflogen haben. Die Ziele der Maschinen sind Düsseldorf, Stuttgart, Palma und London-Stansted. Ob eine Rückkehr nach Wien erfolgen könnte, ist derzeit ungewiss. Das Unternehmen sagte zu, dass man im Falle des Abschlusses des neuen Kollektivvertrags bis Donnerstagabend die Basis Wien offenhalten wird und rechtzeitig vor der Wiederaufnahme der Linienverbindungen die Jets zurückholen wird. Ob es dazu kommen wird oder ob die heutigen Übersteller den Anfang vom Ende von Lauda in Wien markieren, bleibt daher abzuwarten. Die Wirtschaftskammer Österreich und die Gewerkschaft Vida betonen, dass man sich bemüht eine Lösung, die zum Erhalt der Lauda-Basis Wien führt, zu finden. Die Strecken, die bislang von der österreichischen Airline bedient wurden, sollen im Falle einer Schließung der Base von Ryanair DAC, Malta Air und Buzz übernommen werden. Piloten der Fluggesellschaft Lauda stellten die Impressionen vom heutigen Beginn des Ausfliegens der Wiener Airbus A320-Flotte zur Verfügung. Unter diesem Link ist auch

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O’Leary will gegen Lufthansa-Hilfe klagen

Noch gibt es kein grünes Licht für die milliardenschwere Staatshilfe für Lufthansa, doch der Mitbewerber Ryanair kündigt bereits eine Klage gegen diese und die EU-Kommission an. Absolut nicht überraschend kündigt Ryanair-Chef Michael O’Leary an, dass der von ihm geleitete Konzern die Staatshilfe für Lufthansa juristisch bekämpfen will. In den letzten Wochen brachte der irische Billigflieger sprichwörtlich wie am Fließband Klagen gegen Bewilligungen der EU-Kommission ein. Im Fall des Kranichs haben die Wettbewerbshüter noch kein grünes Licht gegeben, jedoch bereiten die Rechtsanwälte des Michael O’Leary bereits die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof vor. „Lufthansa ist süchtig nach staatlichen Beihilfen. Wann immer es eine Krise gibt, ist der erste Reflex der Lufthansa, die Hand in die Tasche der deutschen Regierung zu stecken. Während die meisten anderen EU-Luftfahrtunternehmen mit ausschließlich Modellen zur Unterstützung der Lohnzahlung überleben können (wofür wir sehr dankbar sind), beansprucht Lufthansa weitere 9 Mrd. Euro von der deutschen Regierung, 1 Mrd. Euro von der Schweizer Regierung, 800 Mio. Euro von der österreichischen Regierung und 500 Mio. Euro von der belgischen Regierung, während sie durch Europa stolpert und so viele staatliche Beihilfen wie möglich aufnimmt.“ Michael O’Leary Gegenüber Reuters führte der Manager aus, dass die Staatshilfe ermöglichen würde weit unter den Kosten zu verkaufen und insbesondere Ryanair, Lauda, aber auch Easyjet den Wettbewerb massiv erschweren könnte. „Ryanair wird gegen dieses jüngste Beispiel illegaler staatlicher Beihilfen an Lufthansa Berufung einlegen, was den Wettbewerb massiv verzerren wird“, so Michael O’Leary, der an dieser Stelle nicht erwähnte, dass sein Konzern selbst im Vereinigten Königreich

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Wien: Lauda fliegt erste Flugzeuge aus

Erst gestern angekündigt und schon heute verlassen vier Airbus A320 den Flughafen Wien-Schwechat. Drei werden zur Basis Düsseldorf überstellt und vier weitere sollen auf dem Flughafen Stansted abgestellt werden. Am Montag kündigte die Geschäftsleitung der österreichischen Fluggesellschaft Lauda an, dass die derzeit in Wien stationierte Flotte „in den nächsten Tagen“ auf „billigere Flughäfen“ im Vereinigten Königreich und in Spanien ausgeflogen werden soll. Einige Flugzeuge werden auch zu den Bases Düsseldorf und Stuttgart überstellt werden. Nur einen Tag später verlassen bereits sieben Airbus A320 den Wiener Flughafen. Drei Flugzeuge werden ferry nach Düsseldorf überstellt und vier nach London-Stansted. Der Airport im Vereinigten Königreich ist eine äußerst große Basis der Konzernmutter Ryanair. Sollte es noch zu einer Einigung zwischen Vida und Wirtschaftskammer kommen, so wird man die Maschinen zurück nach Wien holen und die Basis offenhalten. Andernfalls übernehmen Boeing 737 der Konzernschwestern Ryanair DAC, Malta Air und Buzz.

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Lauda setzt neue Frist für KV-Abschluss

Ein kleiner Funken Hoffnung für den Fortbestand der Lauda-Basis Wien besteht nun definitiv, denn die Geschäftsleitung teilte ihren Mitarbeitern am Montagabend mit, dass die Entscheidung rückgängig gemacht werden kann, wenn die Sozialpartner bis Donnerstagabend eine Einigung erzielen. Die Demonstration, über die Aviation.Direct ausführlich berichtete brachte neuen Schwung in die festgefahrene Situation, denn Vida-Gewerkschafter Daniel Liebhart kündigte an, dass man umgehend mit dem Sozialpartner WKO in Kontakt treten wird. Dies scheint erfolgt zu sein, denn die Lauda-Geschäftsführung erwähnt in ihrem Rundschreiben, dass die Wirtschaftskammer bestätigt haben wollte, ob im Falle einer Einigung eine Fortführung der Base und damit der Erhalt der Jobs möglich ist. David O’Brien und Andreas Gruber, Geschäftsführer des Carriers, haben dies eigenen Angaben nach bejaht. In dem Mitarbeiteranschreiben ist auch zu lesen, dass Ryanair bereits fertige Pläne für eine große Expansion ab Wien hat. Diese sollten eigentlich nach dem 29. Mai 2020 verkündet werden. Sollte jedoch eine Einigung erzielt werden, so wird die Lauda-Basis Wien offenbleiben und Ryanair verzichtet auf die Übernahme der Routen durch Konzernschwestern. Auch will sich die Lauda-Geschäftsführung dazu verpflichten ein Netto-Mindestgehalt für Junior-Flugbegleiter von 1.020 Euro zu bezahlen. Hinzu kommen noch unter anderem Provisionen und Zahlungen pro geleisteter Flugstunde. Laut dem Rundschreiben soll man, wenn man keine einzige Stunde fliegt, mindestens 1.020 Euro am Monatsende überwiesen werden. Die Geschäftsleitung widerspricht massiv den Behauptungen der Gewerkschaft oder aber hat ihr Angebot nachgebessert. So ganz genau ist man da nicht, jedenfalls ist das Wort „garantiert“ in Blockbuchstaben geschrieben. Es bleibt also abzuwarten, ob es den Sozialpartnern, den

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Lauda-Mitarbeiter hielten Demo vor dem ÖGB ab

Mitarbeiter der Fluggesellschaft Lauda zogen am Montag in ihren Uniformen vor die Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbunds und machten Druck. Eine Lösung muss her, um die Jobs doch noch retten zu können. Die Demonstranten sind wütend über ihre Vertretung. Die Vida will nun mit der WKO nochmals versuchen eine Lösung zu finden. Vor der Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbundes demonstrierten am Montag zahlreiche Beschäftigte der Fluggesellschaft Lauda. Dabei handelte es sich sowohl um Mitarbeiter der Airline selbst als auch um Leihpersonal von Crewlink. Empfangen wurden die Demonstranten von Vida-Chef Roman Hebenstreit und Fachgruppenleiter Daniel Liebhart. Über den Verlauf des Gespräches zwischen den Lauda-Demonstranten und den Gewerkschaftern gehen die Ansichten allerdings weit auseinander. Vida-Fachgruppenleiter Daniel Liebhart spricht von einem konstruktiven Gespräch und kündigt an, dass nun nochmals Kontakt mit der Wirtschaftskammer aufgenommen wird. Gleichzeitig kritisierte er das bisherige Verhalten der Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda heftig und betonte, dass man das Dokument nicht habe unterschreiben können. Die Verhandlungen sollen eher untypisch gewesen sein, denn es waren laut ihm keine echten Verhandlungen, denn die Wirtschaftskammer soll im Auftrag von Lauda auf die Unterfertigung genau dieser Papiere gepocht haben. „Uns wurden die Forderungen des Managements einfach auf den Tisch gelegt. Diese soll man dann unterschreiben. Ansonsten wird die Drohung umgesetzt, also die Base schließen und alle Mitarbeiter zu kündigen. Es ist der traurige Höhepunkt der Inszenierung von Ryanair, sich der Basis in Wien zu entledigen. Das hat ja schon länger begonnen. Die Corona-Krise hat da sicher als Brandbeschleuniger gedient.“ Daniel Liebhart.im Gespräch mit Aviation.Direct Ungewöhnlich empfand

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Lauda-Crews kündigen Demo an

Um den bevorstehenden Jobverlust von 370 Mitarbeitern bei Lauda und 250 weiteren bei Crewlink doch noch abwenden zu können, will man nun mit der Gewerkschaft eine Lösung finden. Dazu wird man am Montag eine Kundgebung vor der Vida-Zentrale abhalten.

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70 Lauda-Büroangestellte beim AMS angemeldet

Die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda meldete am Freitag nicht nur das fliegende Personal der Basis Wien zur Kündigung beim Arbeitsmarktservice Niederösterreich an, sondern auch die 70 Angestellten in der Zentrale in Schwechat. Indes plant den die Fliegenden bereits eine Demonstration vor dem Hauptsitz der Österreichischen Gewerkschaftsbunds. Geschäftsführer Andreas Gruber bestätigte im Gespräch mit Aviation.Direct, dass man „vorsorglich“ auch das Büropersonal der Firmenzentrale gekündigt habe. Gleichzeitig bekräftigte er, dass die derzeit in Wien stationierten Maschinen des Typs Airbus A320 auf die Bases Palma de Mallorca, Düsseldorf und Stuttgart verlegt werden. Diese sollen weiterhin in Betrieb bleiben und sind von den Maßnahmen nicht umfasst. Das Unternehmen werde sich neu ausrichten und daran orientiere sich auch die Anzahl der künftig im Schwechater Büro benötigten Mitarbeiter. Ryanair wolle sowohl am Unternehmen, als auch am AOC und dem Flugbetrieb festhalten. Lediglich ab Wien werde künftig nicht mehr Lauda, sondern Ryanair (und weitere Konzernschwestern) fliegen. Die Entscheidung zur Nichtunterfertigung des Kollektivvertrags durch die Gewerkschaft Vida wurde am Freitag äußerst kontrovers diskutiert. Einerseits gab es viel Lob dafür, dass sich die Arbeitnehmervertreter nicht haben erpressen lassen, auf der anderen Seite wurde kritisiert, dass die Verhandlungen mit der WKO zu spät aufgenommen wurden und die Jobs regelrecht „geopfert“ wurden. Für die laut Bundeskanzler Sebastian Kurz deutsche Fluggesellschaft Austrian Airlines arbeitet die Regierung derzeit gar an einer Sonderlösung für die Kurzarbeit, die bis in das Jahr 2022 fortgesetzt werden könnte. Finanzminister Gernot Blümel bestätigte, dass es entsprechende Planungen gibt. Dies ist insofern bemerkenswert, da die Tochtergesellschaft der Lufthansa weder

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