Ryanair

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Nach Demo: Neue Gespräche für Lauda-KV

Viele Lauda-Mitarbeiter zogen am Donnerstag für eine Kundgebung durch Wien-Innere Stadt, um auf ihre verzwickte Situation aufmerksam zu machen. Die Geschäftsleitung setzte eine neue Deadline für den Abschluss des Kollektivvertrags. WKO und Vida werden am Mittwoch nochmals verhandeln. Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) versucht zu vermitteln. Am Dienstagvormittag demonstrierten zwischen 300 und 400 Lauda-Mitarbeiter vor dem Parlament und zogen anschließend durch den Volksgarten vor das Ersatzquartier des Nationalrats, vorbei an Präsidentschaftskanzlei und Bundeskanzleramt. Die Abschlusskundgebung fand für dem Wiener Rathaus statt. Die Teilnehmeranzahl war diesmal enorm hoch, wobei die Piloten eindeutig in der Mehrzahl waren. Viele brachten ihre Kinder mit und demonstrierten zum Teil mit diesen am Arm. Nicht teilgenommen hat an der Kundgebung der Betriebsrat des Unternehmens, der von der Geschäftsleitung nicht anerkannt ist und angeblich keinen nennenswerten Rückhalt in der Belegschaft, behaupteten zumindest die Demonstranten. Über eine von der Gewerkschaft verschickte Medienmitteilung stellt sich der Betriebsrat allerdings nicht hinter die vielen demonstrieren Lauda-Mitarbeiter: „Ich bin erschüttert, in welcher Form das Unternehmen die Belegschaft vor seinen Karren zu spannen versucht, um sie für seine Propagandazwecke zu missbrauchen“, so Kerstin Hager, Vorsitzende des Gremiums. „Da ich meine Aufgaben als Betriebsratsvorsitzende erfüllt und Missstände im Unternehmen angeprangert habe, hat sich das Management auf meine Person eingeschossen, um den Betriebsrat insgesamt bei der Belegschaft schlecht zu machen“. Weiters decken sich die Ausführungen von Kerstin Hager vollständig mit jenen Aussagen, die die Gewerkschaft Vida und deren Vorsitzender Roman Hebenstreit in den letzten Tagen gegenüber diversen Medien erhoben haben. Besonders heftig wird kritisiert, dass ein

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Wien: Ryanair vor Aufnahme von 65 Strecken

Gibt es bist Donnerstag keinen neuen KV bei Lauda, so wird Ryanair die Aufnahme von 64 zusätzlichen FR-Strecken ab Wien verkünden. Ein Entwurf der Pressemitteilung wurde den Sozialpartnern bereits geschickt. Sollte bis Donnerstag keine Einigung zwischen der Gewerkschaft Vida und der Wirtschaftskammer in Sachen des neuen Lauda-Kollektivvertrags erreicht werden, so will Ryanair die Aufnahme von insgesamt 65 Destinationen im Eigenbetrieb verkünden. Ein Entwurf der Medienmitteilung wurde bereits den Sozialpartnern und Lauda-Mitarbeitern zugestellt. Die Strecke Warschau-Modlin ist nie als „Lauda“-Route geplant gewesen, sondern stets unter AL- bzw. FR-Flugnummern. Somit würde Ryanair am Donnerstag die Aufnahme von 64 zusätzlichen Strecken, die mit 18 Boeing 737-800 bedient werden sollen, verkünden. Davon wären drei Maschinen in Wien stationiert und die anderen 15 fliegen von anderen Bases im Rahmen ihrer Umläufe in die österreichische Bundeshauptstadt. Laut dem Entwurf der Medienmitteilung sollen Lauda-Tickets, die für die Monate Juli, August und September ausgestellt werden, auf die Ryanair-Flüge umgebucht werden. Es könnte zu Änderungen der Flugzeiten kommen. Der irische Lowcoster würde – so bei der Tochter Lauda keine Einigung in Sachen Kollektivvertrag – erzielt werden kann, ab Wien in 23 Länder fliegen. Bei Lauda würden die Mitarbeiter dann ihre Jobs verlieren.

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Malta Air baut 60 Mitarbeiter ab

Die Ryanair-Tochter Malta Air konnte sich in ihrer Homebase Luqa (Malta) mit ihrem fliegenden Personal nicht auf Lohnkürzungen einigen. Nun muss ein Drittel der Angestellten gehen. Das Rund 60 Piloten und Flugbegleiter der Fluggesellschaft Malta Air werden ihre Jobs verlieren. Betroffen zunächst die Homebase am Flughafen Luqa, die jedoch nicht die größte Basis der Lauda-Konzernschwester ist. Die Kündigungen sollen nach Informationen der Times of Malta, die sich auf ein Mitarbeiterrundschreiben beruft, im Juni 2020 ausgesprochen werden. Die Tageszeitung zitiert dabei die Geschäftsleitung, dass ein „unvermeidbarer Bedarf an Kündigungen besteht, um die COVID-19-Krise zu überleben“. Die rund 60 Kündigungen entsprechen demnach einem Drittel des am Flughafen Luqa stationierten fliegenden Personals. Zuvor sind aus der Sicht der Geschäftsführung Verhandlungen über „angemessene Lohnkürzungen“ gescheitert und von Mitarbeitern und deren Gewerkschaft abgelehnt worden. Die Kündigungsfrist beträgt laut Times of Malta nur ein Monat, letzter Beschäftigungstag ist der 30. Juni 2020. „Aufgrund von COVID19 sind wir in diesem Jahr mit einem Verkehrsrückgang von bis zu 50 Prozent konfrontiert. Wir tun unser Möglichstes, um Arbeitsplätze zu retten. Wir haben mit unseren Piloten Lohnkürzungen vereinbart, die ausreichen, um dies zu vermeiden. Arbeitsplatzverluste, aber unser Kabinenpersonal hat unsere Gehaltsvorschläge bisher nicht akzeptiert, was bedeutet, dass Arbeitsplatzverluste von bis zu 40 Kabinenpersonal jetzt unvermeidbar sind“, erklärte die Fluggesellschaft Malta Air gegenüber der Tageszeitung Times of Malta. „Ziel ist es Effizienzsteigerungen zu vereinbaren, die den Bedarf an Arbeitsplatzverlusten verringern oder beseitigen könnten“. Malta Air befindet sich weitläufiger Vermutungen nicht im Mehrheitseigentum von Ryanair. Die so genannte „goldene Aktie“ und damit die

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Deutschland: Ryanair übernimmt Lauda-Löhne

Einen Tarifvertrag soll nun auch in Deutschland abgeschlossen werden. Bis zu 20 Prozent weniger Lohn könnte es für die Besserverdiener geben. Der Abbau von Stellen ist aus Sicht der Geschäftsleitung unausweichlich. Für die Lauda-Crews in Düsseldorf und Stuttgart brachte der Freitag-Abend zunächst gute Nachrichten, denn die Geschäftsleitung teilte in einem Rundschreiben mit, dass der Mutterkonzern Ryanair die finanziellen Mittel für die Auszahlung der Mai-Löhne bereitgestellt hat. Gegen die Ablehnung der Kurzarbeit wird man jedoch weiterhin klagen und der Zeitpunkt einer möglichen Bewilligung ist ungewiss. Doch der folgende Absatz dürfte insbesondere den Kollegen in Wien bekannt vorkommen. Die Lauda-Geschäftsleitung schreibt, dass die Bases Düsseldorf und Stuttgart innerhalb des Ryanair-Netzwerks eine inakzeptable Performance aufweisen. Ähnlich wurde in Österreich auch argumentiert und nebst der Corona-Krise als Grund für einen neuen Kollektivvertrag genannt. In Deutschland hat man derzeit keinen Tarifvertrag und kündigt an, dass man nun mit der Gewerkschaft einen abschließen will. Die Löhne sollen laut dem vorliegenden Rundschreiben um bis zu 20 Prozent („bei Höherverdienern“) sinken. Die beiden Bases müssen eine höhere Effizienz liefern, um den Wert von Lauda innerhalb der Ryanair Group unter Beweis zu stellen. Auch ist zu lesen, dass der Abbau von Stellen in Stuttgart und Düsseldorf „unausweichlich“ ist. Bis zum 21. Juni 2020 soll ein so genanntes Eckpunkte-Papier für den Abschluss eines Tarifvertrags ausgearbeitet werden. Dieses soll auch die Grundlage dafür bilden, dass in Stuttgart und Düsseldorf „hoffentlich im Juli 2020“ der Flugbetrieb wiederaufgenommen werden kann. Dieser ist derzeit reduziert geplant und vorerst soll nur an den Verkehrstagen Freitag,

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Neos fordern Runden Tisch zu Lauda

Die Oppositionspartei Neos fordert Aufklärung rund um die gescheiterten KV-Verhandlungen bei Lauda. Sepp Schellhorn (Neos) fordert Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zur Einberufung eines Runden Tisches auf. Neos-Nationalratsabgeordneter Sepp Schellhorn richtet in einer Medienaussendung die dringende Forderung an Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) einen runden Tisch in Sachen Lauda-Basis Wien einzuberufen. Das Regierungsmitglied wäre nun gefordert: „Ich appelliere an die Arbeitsministerin rasch für Aufklärung zu sorgen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Auch die Gewerkschaft ist gefordert, sich, im Sinne von Standort und Arbeitsplätzen, noch einmal an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden.“ Der Oppositionspolitiker kritisiert die Anwesenheit von Betriebsräten der Mitbewerber, insbesondere Austrian Airlines, bei den in der vergangenen Nacht gescheiterten KV-Verhandlungen heftig und fordert Aufklärung. „Dass bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Betriebsführung von Laudamotion ein AUA-Betriebsrat dabei gesessen ist, ist absurd. Warum ein Vertreter der Konkurrenz bei den Verhandlung um den Erhalt einer Fluglinie involviert sein soll, ist nicht nachvollziehbar und höchst obskur“, so Schellhorn. „Da stelle ich mir schon die Frage, ob alle wirklich ernsthaft an einem Abschluss interessiert sind, oder die Gewerkschaft hier andere Ziele verfolgt. Es ist in niemandes Interesse, auch nicht in jenem der Gewerkschaft, dass am Ende 300 Jobs und der Standort Wien in Gefahr sind.“

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Lauda: KV-Verhandlungen geplatzt

Die KV-Verhandlungen zwischen WKO und Gewerkschaft Vida sind gescheitert. Erhebliche Kritik wird am Verhalten der Gewerkschaft geübt. Nun stehen fast 600 Jobs akut auf der Kippe. Trotz eines massiv nachgebesserten Angebots seitens der Lauda-Geschäftsleitung und der Streichung zahlreicher strittiger Klauseln hat die Gewerkschaft Vida nach einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon die Unterschrift auf den Kollektivvertrag verweigert. Besonders pikant ist, dass Betriebsräte der Fluggesellschaften Level und Austrian Airlines diese Entscheidung mitgetroffen haben. Hierzu ist auch anzumerken, dass Level überhaupt keinen Kollektivvertrag hat, da sich deren Geschäftsleitung strikt weigert auf die Forderungen von Vida einzugehen. In einer Aussendung bestätigt die Wirtschaftskammer Österreich, dass die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda das Angebot erheblich nachgebessert habe, die Gewerkschaft Vida dennoch abgelehnt habe. „Damit gehen an der Basis Wien 500 Arbeitsplätze und damit die Existenzgrundlage hunderter Mitarbeiter verloren. Die mit dem Flugbetrieb verbundene Wertschöpfungskette wird nachhaltig beschädigt. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen in den Verhandlungen die garantierte Jahresauszahlungssumme für die Einstiegsgehälter der Flugbegleiter um mehr als 30 Prozent erhöht hätte. Die Entscheidung der Vida ist auch insofern unverständlich, da die große Mehrheit der Belegschaft den neuen KV auch ohne Nachbesserung angenommen hätte“, so die WKO. Für die Fluggesellschaft Lauda nahmen zwei Kapitäne an den Verhandlungen teil, wobei diese vor den Verhandlungen noch Anrufe seitens der Gewerkschaft erhalten haben sollen. In diesen wurde nahegelegt nicht teilzunehmen. Wohl auch damit nicht publik wird, dass mutmaßlich befangene Betriebsräte von Mitbewerbern unter dem Deckmantel einer angeblichen Funktionärstätigkeit bei der Gewerkschaft über die Zukunft von annähernd 600 Arbeitsplätzen bei einem Mitbewerber entscheiden. Betriebsräte

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Lauda-Chef Gruber: „Retten wir unsere Jobs“

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida befinden sich derzeit in möglicherweise finalen Verhandlungen über den neuen Lauda-Kollektivvertrag. Dieser könnte über die Zukunft der Basis Wien entscheidend sein. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Chef Andreas Gruber. Seit heute am Vormittag sind Vida, Betriebsrat, Wirtschaftskammer und Lauda-Geschäftsführung zu finalen Gesprächen, die zum Erhalt der Basis Wien führen sollen, zusammengetroffen. Die Verhandlungen dauern derzeit noch an. Die Gewerkschaft äußerte am Vortag massive Bedenken, legte sich aber noch nicht verbindlich darauf fest, ob man unterschreiben wird oder nicht. Zwischenzeitlich startete bereits das Ausfliegen von insgesamt 21 Airbus A320. Diese werden nach Palma de Mallorca, Düsseldorf, Stuttgart und Stansted überstellt. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber über seine Sichtweise der Dinge und was geschehen muss, so dass die Base fortgeführt wird sowie die Jobs erhalten bleiben. Aviation.Direct: Gestern bezeichnete ein SPÖ-Abgeordneter die Vorgehensweise der Lauda-Geschäftsführung wortwörtlich als „eine Sauerei“. Die Gewerkschaft Vida informierte ihre Mitglieder gestern darüber, dass seitens Lauda und der WKO „null Kompromissbereitschaft“ besteht. Als welchem Grund bestehen Sie auf den Abschluss genau dieses Kollektivvertrags und wie entgegnen Sie dem Vorwurf der Vida, dass dieser Gehälter unter der bedarfsorientierten Mindestsicherung enthalten soll?Andreas Gruber: Ich finde es sehr traurig, wenn Politiker Aussagen tätigen, bevor sie über Hintergrund-Details und handfeste Informationen verfügen. Der angesprochene Nationalratsabgeordnete urteilt hier über Falschinformationen. Wir haben auch nun nochmals klargestellt, dass der neue KV ein Mindestgehalt von 1.298 Euro brutto pro Monat mit sich bringt. Für das Basisgehalt macht der Mitarbeiter jedoch auch noch keinen Handstrich. Die einzelnen Flugzulagen kommen hier noch hinzu, sobald der

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Lauda vs. Betriebsrat – Urteil ergeht schriftlich

Am Dienstag wurde vor dem Landesgericht Korneuburg darüber verhandelt, ob Lauda einen Betriebsrat hat oder nicht. Das Urteil ergeht schriftlich. Die Geschäftsführung lässt sich einen Tag später polemisch über die Vorsitzende des Betriebsrats aus. Der Auftakt jener Gerichtsverhandlung, die Klarheit darüber schaffen soll, ob das fliegende Personal der Fluggesellschaft Lauda über einen Betriebsrat verfügt oder nicht sollte eigentlich bereits im März 2020 stattfinden. Die Corona-Pandemie verhinderte das jedoch, so dass die Tagsatzung am Mittwoch vor dem Landesgericht Korneuburg stattfand. Zu einer Urteilsverkündung kam es nicht, denn dieses wird – wie in den meisten zivilrechtlichen Verfahren üblich –den Parteien in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt. Die beiden Hauptpunkte der Verhandlung: Ist die von der Airline angefochtene Betriebsratswahl korrekt abgelaufen, damit gültig und somit verfügt das fliegende Personal über eine Arbeitnehmervertretung? Ein weiterer Aspekt ist die Kündigungsschutzklage der Vorsitzenden des Gremiums. Diese erhielt mitten in den Wahlvorbereitungen ihre Kündigungen und wurde danach wiederholt nochmals gekündigt, mindestens einmal sogar fristlos entlassen. Da sie bereits dem vorherigen Betriebsrat angehörte, galt für sie Kündigungsschutz, der bei einer Gültigkeit der Wahl dazu führen könnte, dass auch die einige Monate später ausgesprochenen Kündigungen und die fristlose Entlassung nichtig sein könnten. Über den Verlauf des Prozesses gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Vorsitzende des Betriebsrats spricht von einer konstruktiven Verhandlung. Das Urteil soll laut ihr in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt werden. Sie hofft darauf, dass durch die Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg dann Klarheit herrschen wird. Für die Fluggesellschaft Lauda war unter anderem Geschäftsführer Andreas Gruber bei Gericht. Auch

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Wien: Lauda-Schicksal vor Entscheidung

Am Donnerstag wird final entschieden, ob die Lauda-Basis Wien offenbleibt oder nicht. Ryanair könnte schon nächste Woche eine „massive Expansion“ ab der österreichischen Hauptstadt ankündigen. Ein SPÖ-Abgeordneter bezeichnet die gesamte Vorgehensweise als „eine Sauerei“. Die Wirtschaftskammer Österreich kündigt in einer Medienmitteilung an, dass die Gewerkschaft Vida am morgigen Donnerstag zu einem finalen Zusammentreffen, das eine Einigung in Sachen Erhalt der Lauda-Basis Wien herbeiführen soll, eingeladen ist. Am Mittwoch konnte noch keine Lösung gefunden werden, wobei bereits im Vorfeld des Gesprächs seitens der Gewerkschaft gegenüber ihren Mitgliedern erklärt wurde, dass es seitens Lauda und der WKO keine Kompromissbereitschaft geben würde. „Die Sache ist zu wichtig und wir wollen alle Möglichkeiten nützen, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen“, heißt es dazu aus der Berufsgruppe Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Lauda-Geschäftsleitung verschickte am Mittwochabend neuerlich ein internes Rundschreiben, in dem man die Angaben zur Bezahlung, die die Gewerkschaft Vida öffentlich verbreiten soll, wortwörtlich als Lüge darstellt. Auch wird klargestellt, dass der einzige Weg zur Rettung der Basis Wien ist, dass die Vida das Vertragswerk unterfertigen soll. Andernfalls werde die Base am Freitag „unumkehrbar geschlossen“. Die in 21 in Wien stationierten Flugzeuge habe man, da nicht damit gerechnet wird, dass „Vida am Erhalt der Jobs in Wien interessiert ist“ bereits auf die „billigeren Flughäfen“ Düsseldorf, Stuttgart, Palma de Mallorca und London-Stansted ausgeflogen. Aus welchem Grund ausgerechnet Düsseldorf kostengünstiger sein soll, wurde in dem Anschreiben übrigens nicht erklärt. Sofern jedoch die Gewerkschaft Vida den neuen Kollektivvertrag am Donnerstag unterschreiben sollte, werde man alle

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Deutschland: Verdi wirft Ryanair Sozialdumping vor

Schwere Vorwürfe erhebt die deutsche Gewerkschaft Vida gegen Ryanair, Lauda und Malta Air. Den Darstellungen der Arbeitnehmer nach soll der Konzern derzeit versuchen bestehende Tarifverträge zu unterlaufen, Beschäftigte abzubauen, um sie anschließend zu „Dumping-Konditionen wiedereinzustellen“. Laut Verdi ist Ryanair in Deutschland primär mit dem Tochterunternehmen Malta Air vertreten. Dieses betreibt zahlreiche Boeing 737-800, die in der Bundesrepublik stationiert sind, im Auftrag der Iren. Geflogen wird im Rahmen von Wetlease-Abkommen unter FR-Flugnummern. Lediglich auf der Route zwischen Wien und Dortmund gibt es derzeit den AL-Code von Malta Air. Offiziell wurde diese Strecke bislang als „Lauda-Strecke“ vermarktet. „Das ist ein Angriff auf die Errungenschaften, die die Mitarbeiter mit viel Mut und internationaler Solidarität erkämpft haben. Wir werden nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen mit liquiden Mitteln von 4 Milliarden Euro von den Beschäftigten Einkommensverzicht fordert und diese damit Gefahr laufen, an die Armutsgrenze zu geraten. Das Unternehmen will rund 1.200 Stellen streichen und über einen Zeitraum von fünf Jahren die Gehälter des Bestandspersonals um 10 Prozent in der Kabine und 20 Prozent im Cockpit – sowie bei neueingestelltem Personal generell um 20 Prozent – kürzen. Auch unbefristete Arbeitsverträge soll es nicht mehr geben. Dies alles zeige, wie respektlos das Unternehmen sich gegenüber langjährigen Mitarbeitern und ihren Familien verhalte. „Wir fordern volle Transparenz und einen echten und ehrlichen Dialog, die Sicherung der Beschäftigung und die Beibehaltung der derzeitigen Gehälter“, so Susana Pereira-Ventura, Gewerkschaftssekretärin für die Low-Cost-Carrier in der Verdi-Bundesverwaltung. Kritik richten die Arbeitnehmervertreter insbesondere auch in Richtung der EU-Kommission, denn diese würde regelrecht wegsehen:

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