Ryanair

Weitere Artikel aus der Rubrik

Ryanair

Ryanair verzeichnet Passagierwachstum und höhere Auslastung im April 2025

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat im April 2025 insgesamt 18,3 Millionen Passagiere befördert. Dies bedeutet einen Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres, wie das Unternehmen bekanntgab. Gleichzeitig konnte Ryanair die Auslastung ihrer Flugzeuge, den sogenannten Loadfactor, um einen Prozentpunkt auf 93 Prozent steigern. Dieser Wert gibt an, wie viele der verfügbaren Sitzplätze im Durchschnitt besetzt waren. Die Zunahme der Passagierzahl und die verbesserte Auslastung deuten auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Flugreisen und die Attraktivität des Streckennetzes von Ryanair hin. Der Loadfactor von 93 Prozent unterstreicht die Effizienz des Unternehmens bei der Füllung seiner Flugzeuge. Diese Zahlen folgen auf eine Phase, in der sich der europäische Luftverkehr insgesamt von den Auswirkungen der Pandemie weiter erholt und viele Fluggesellschaften ein starkes Passagierwachstum verzeichnen. Ryanair, bekannt für sein umfangreiches Netz an Kurzstreckenverbindungen und aggressive Preispolitik, scheint weiterhin von dieser Entwicklung zu profitieren. Die Steigerung der Passagierzahl um sechs Prozent im April deutet auf eine erfolgreiche Strategie hin, Passagiere anzuziehen und die Kapazitäten gut auszulasten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Passagierzahlen und die Auslastung in den kommenden Monaten entwickeln werden, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Hauptreisezeit im Sommer.

weiterlesen »

Nonstopflug Bremen-Zadar neu im Ryanair-Flugplan

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat eine neue Nonstopverbindung zwischen Bremen im Nordwesten Deutschlands und der kroatischen Küstenstadt Zadar an der Adria aufgenommen. Ab sofort können Reisende zweimal wöchentlich in weniger als zwei Stunden von Bremen nach Zadar fliegen. Die neue Route ergänzt den Flugplan des Bremen Airport um eine attraktive Destination, die als idealer Ausgangspunkt für einen Urlaub an der dalmatinischen Küste und den vorgelagerten Inseln gilt. Die Flüge starten jeweils mittwochs um 18:25 Uhr und samstags um 08:25 Uhr vom Bremen Airport. Zadar, eine Stadt mit rund 70.000 Einwohnern, lockt mit einem milden, mediterranen Klima und einer sehenswerten Altstadt. Dort erwartet Besucher eine faszinierende Mischung aus altrömischen Ruinen und venezianischer Architektur, die ein authentisches Bild Kroatiens vermittelt. Neben kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Zadar eine regionale Küche mit frischen Fisch- und Meeresfrüchtegerichten, die traditionell mit dem lokalen Kirschlikör „Maraschino“ genossen werden. Die charakteristischen Kiesstrände der Küstenstadt laden zum Baden im Meer und zum Sonnenbaden ein. Zudem bereichern verschiedene Musik- und Kunstveranstaltungen das kulturelle Angebot Zadars während der touristischen Saison. Die neue Nonstopverbindung von Bremen nach Zadar erweitert die Reisemöglichkeiten für Urlauber aus Nordwestdeutschland erheblich. Bislang mussten Reisende in der Regel Zwischenstopps und längere Reisezeiten in Kauf nehmen, um die Region um Zadar zu erreichen. Mit dem neuen Nonstopflug bietet Ryanair nun eine schnelle und bequeme Alternative. Zadar selbst ist nicht nur ein attraktives Urlaubsziel, sondern auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Weiterreise zu zahlreichen Inseln vor der kroatischen Küste, wie beispielsweise Pag, Dugi Otok und den Kornaten. Diese sind bekannt für

weiterlesen »

US-Zölle: Ryanair droht mit Stornierung von Boeing-Bestellungen in Milliardenhöhe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat mit der Stornierung ihrer Bestellungen für 330 Boeing 737 Max Flugzeuge im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar gedroht, falls von den Vereinigten Staaten angeführte Zölle zu einer signifikanten Preiserhöhung führen sollten. Wie zuerst die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtete, warnte Ryanair-Chef Michael O’Leary, dass die Fluggesellschaft ihre aktuellen Aufträge überdenken und nach Alternativen suchen würde, sollte die US-Regierung tatsächlich Strafzölle auf Flugzeugimporte aus Europa erheben. Eskalation im Handelsstreit bedroht Flugzeugbestellungen Die Drohung von Ryanair erfolgt inmitten sich verschärfender Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. Die potenziellen Auswirkungen von Zöllen auf die Luftfahrtindustrie hatten bereits zuvor Besorgnis ausgelöst. Nun, da Boeings größter europäischer Kunde seine zukünftigen Verpflichtungen in Frage stellt, zeigt sich deutlich, wie globale Handelskonflikte die Luftfahrtbranche grundlegend verändern könnten. Die Warnung O’Learys ist die jüngste in einer Reihe deutlicher Stellungnahmen zu den möglichen Konsequenzen von Zöllen auf die umfangreichen Flugzeugbestellungen der Airline. Bereits im vergangenen Monat hatte er eine Verzögerung der Auslieferungen ins Spiel gebracht. Ryanairs aktuelle Bestellung umfasst 29 Boeing 737 Max Flugzeuge, deren Auslieferung bis März 2026 geplant ist, sowie 150 feste Bestellungen und 150 Optionen für die größere Variante 737 Max 10, die ab 2027 geliefert werden sollen. Boeing zeigte sich intern zuversichtlich bezüglich Zollfreiheit Im März hatte O’Leary angedeutet, dass Führungskräfte von Boeing intern zuversichtlich seien, dass die Flugzeuge von den Zöllen ausgenommen würden. Branchenkenner zitierten gegenüber Reuters, dass Verträge für Flugzeuge von Boeing und Airbus üblicherweise keine Zölle berücksichtigen, da die Luftfahrtindustrie lange Zeit ohne solche operiert

weiterlesen »

Hahn-Subventionen: Lufthansa mit Klage aus formalen Gründen gescheitert

Im langjährigen Rechtsstreit um staatliche Subventionen des Landes Rheinland-Pfalz an den Flughafen Hahn hat das Gericht der Europäischen Union (EU) nunmehr erstmals zugunsten des Bundeslandes entschieden. In einem erneuten Urteil nach einer Revision vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wurde die Klage der Deutschen Lufthansa AG gegen die staatliche Unterstützung aus formalen Gründen abgewiesen (Aktenzeichen: T-218/18 RENV). Zur Begründung hieß es, die Fluggesellschaft habe ihre Klagebefugnis nicht hinreichend dargelegt und ihre Antragsziele unklar formuliert. Dieser juristische Erfolg für Rheinland-Pfalz ist ein bedeutender Wendepunkt in dem seit Jahren andauernden Konflikt um die Finanzierung des Hunsrücker Flughafens. EU-Kommission genehmigte Millionen-Beihilfe zur Verlustdeckung Der Kern des Streits dreht sich um eine Entscheidung der Europäischen Kommission, die es Rheinland-Pfalz im Jahr 2017 gestattete, Betriebsverluste des Flughafens Hahn für den Zeitraum von 2017 bis 2021 mit einer Beihilfe von insgesamt 25,3 Millionen Euro auszugleichen. Die Lufthansa, selbst keine Nutzerin des Flughafens Hahn, erachtete diese finanzielle Unterstützung als eine unzulässige Wettbewerbsverzerrung und zog deshalb vor das Gericht der EU. Ihrer Ansicht nach würden die Subventionen den Wettbewerb im Luftverkehrsmarkt negativ beeinflussen und ihr somit einen wirtschaftlichen Nachteil zufügen. Eine zentrale Rolle in der Argumentation der EU-Kommission spielte die Tatsache, dass der Flughafen Hahn maßgeblich von der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair frequentiert wird, dem größten Low-Cost-Carrier Europas. Die Kommission vertrat die Auffassung, dass die Flugverbindungen von und nach Hahn durch Ryanair die Wettbewerbssituation der Lufthansa nicht wesentlich beeinträchtigten. Diese Einschätzung basierte auf der Annahme, dass die Geschäftsmodelle der beiden Fluggesellschaften und ihre primären Zielgruppen sich hinreichend unterschieden. Erstes Urteil

weiterlesen »

APF verzeichnet Rekordjahr 2024: Über 2,45 Millionen Euro für Reisende erwirkt

Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (APF) blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2024 zurück. Mit über 2,45 Millionen Euro an erstrittenen Entschädigungen, Ausgleichszahlungen und Erstattungen für Reisende konnte die APF einen neuen Höchststand verzeichnen. Die Zahl der Schlichtungsanträge erreichte mit 7.333 ebenfalls einen Rekordwert. Im Jahr 2024 gingen insgesamt 7.333 schriftliche Schlichtungsanträge bei der APF ein, was einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aus diesen Anträgen wurden 5.436 Schlichtungsverfahren eröffnet und 5.334 abgeschlossen. Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 40 Tage, während die erste Rückmeldung an Antragstellende im Schnitt nach einem Tag erfolgte. Besonders hervorzuheben ist die hohe Erfolgsquote der APF: In 96 Prozent der abgeschlossenen Verfahren im Bahnbereich konnte eine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden. Im Flugbereich lag die Einigungsquote bei 79 Prozent. Flugsektor dominiert Entschädigungsleistungen Der größte Anteil der erstrittenen Summe entfiel mit 2,3 Millionen Euro auf den Flugsektor. Häufige Gründe für Beschwerden waren Annullierungen, Verspätungen sowie unzureichende Betreuungsleistungen durch die Fluggesellschaften. Besonders auffällig war die Zunahme von Fällen, in denen Fluglinien „außergewöhnliche Umstände“ als Begründung für Verspätungen oder Ausfälle anführten. Die APF prüfte diese Angaben individuell und konnte in vielen Fällen zugunsten der Reisenden entscheiden. Im Bahnbereich wurden 1.412 Schlichtungsanträge verzeichnet, was ebenfalls einen neuen Höchststand darstellt. Hauptsächlich betrafen die Beschwerden Probleme bei der Stornierung von Online-Tickets, ungerechtfertigte Strafzahlungen sowie Leistungsminderungen im Nachtzugverkehr. Die meisten Verfahren im Bahnbereich bezogen sich mit 95 Prozent auf die ÖBB-Personenverkehr AG, gefolgt von der Westbahn mit etwa zwei Prozent. Ryanair und Austrian Airlines im Fokus der Beschwerden

weiterlesen »

US-Kongressabgeordneter warnt Ryanair vor Kauf chinesischer Comac-Jets

In einem ungewöhnlichen Schritt hat sich der einflussreiche US-Kongressabgeordnete Raja Krishnamoorthi direkt an den Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, Michael O’Leary, gewandt und vor dem Erwerb von in China hergestellten Comac-Flugzeugen gewarnt. Der demokratische Politiker äußerte in einem Schreiben an O’Leary Sicherheitsbedenken im Falle einer Entscheidung Ryanairs für die C919 des chinesischen Herstellers, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Intervention des hochrangigen Mitglieds des Sonderausschusses des Repräsentantenhauses zur Kommunistischen Partei Chinas erfolgte im Anschluss an jüngste Äußerungen O’Learys, in denen dieser die Möglichkeit eines Comac-Kaufs bei entsprechend günstigem Preis in den Raum gestellt hatte. Krishnamoorthi argumentierte in seinem Schreiben, das Reuters einsehen konnte, dass US-amerikanische und europäische Fluggesellschaften nicht einmal die zukünftige Anschaffung von Flugzeugen von chinesischen Militärunternehmen in Erwägung ziehen sollten. Diese deutliche Warnung unterstreicht die Besorgnisse in den Vereinigten Staaten hinsichtlich der engen Verbindungen zwischen dem staatlichen Flugzeugbauer Comac und dem chinesischen Militär. Es wird befürchtet, dass der Einsatz chinesischer Flugzeuge in westlichen Flotten sicherheitspolitische Risiken bergen könnte, beispielsweise im Hinblick auf Spionage oder die Integrität der Systeme. Die Reaktion Krishnamoorthis ist auf ein Interview zurückzuführen, das Michael O’Leary im März 2025 dem Branchenportal Skift gab. Darin hatte der Ryanair-Chef erklärt, dass seine Fluggesellschaft den schmalrumpfigen Jet C919 von Comac in Betracht ziehen würde, falls der Preis attraktiv genug sei. Konkret nannte O’Leary einen Preisnachlass von zehn bis zwanzig Prozent gegenüber vergleichbaren Modellen von Airbus als Bedingung für eine Bestellung. Diese Aussage deutete eine mögliche Abkehr von der traditionellen Beschaffungsstrategie Ryanairs hin, die bisher stark auf Boeing ausgerichtet

weiterlesen »

EU-Kommission genehmigt Staatshilfe für Condor nach erneuter Prüfung

Die EU-Kommission hat die staatliche Umstrukturierungsbeihilfe in Höhe von 321,2 Millionen Euro für die deutsche Charterfluggesellschaft Condor nach einer vertieften Prüfung erneut genehmigt. Diese Entscheidung erfolgte, nachdem das Gericht der Europäischen Union im Mai 2024 einen früheren Beschluss der Kommission aus dem Juli 2021 für nichtig erklärt hatte. Die erneute Prüfung kam zu dem Ergebnis, daß die Unterstützung gemäß den EU-Beihilfevorschriften gerechtfertigt war. Condor war im September 2019 infolge der Insolvenz seiner Muttergesellschaft, der Thomas Cook Group, selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte Insolvenz anmelden müssen. Die daraufhin von Deutschland gewährte Umstrukturierungsbeihilfe sollte der Fluggesellschaft die Wiederherstellung ihrer Rentabilität ermöglichen. Die ursprüngliche Genehmigung durch die EU-Kommission im Jahr 2021 umfasste unter anderem eine Abschreibung von Schulden und eine Anpassung der Rückzahlungsbedingungen eines staatlich garantierten Darlehens. Das EU-Gericht hatte den ersten Beschluss der Kommission für nichtig erklärt, weil es bemängelte, daß die Kommission nicht ausreichend geprüft habe, ob Deutschland eine angemessene Vergütung für die gewährten Schuldenerlasse erhalten habe und ob die Lasten der Umstrukturierung ausreichend auf die früheren Anteilseigner und nachrangigen Gläubiger verteilt worden seien. Nach der daraufhin eingeleiteten eingehenden Untersuchung kam die Kommission nun zu dem Schluß, daß Condor umfassende Umstrukturierungsmaßnahmen durchführe und sowohl Condor als auch der neue private Investor Attestor einen erheblichen Beitrag zu den Umstrukturierungskosten leisten. Zudem hätten die bisherigen Anteilseigner den Wert ihrer Investitionen vollständig verloren, wodurch eine angemessene Lastenverteilung erreicht worden sei und Deutschland einen ausreichenden Anteil an möglichen zukünftigen Wertsteigerungen erhalte. Die Kommission stellte abschließend fest, daß die Beihilfe angemessene Vorkehrungen zur Begrenzung

weiterlesen »

Ryanairs Abgang aus Billund: Deutlicher Preisanstieg bei Europaflügen

Die Entscheidung der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, den dänischen Flughafen Billund zum 1. April dieses Jahres nicht mehr anzufliegen, hat weitreichende Folgen für die Preisgestaltung auf europäischen Flugrouten. Wie der aktuelle dänische Luftfahrt-Preisindex zeigt, sind die Ticketpreise für europäische Ziele von Billund aus im Durchschnitt um 87 Prozent gestiegen. Einzelne Verbindungen verzeichnen sogar Preissteigerungen von bis zu 1.100 Prozent. Während andere dänische Flughäfen wie Kopenhagen und Aalborg nur moderate Preiszuwächse verzeichnen, erlebt Billund eine beispiellose Verteuerung. Eine Analyse der Hintergründe und Auswirkungen dieser Entwicklung gibt Aufschluß über die veränderte Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehr. Ryanairs Rückzug und seine Folgen Ryanair, bekannt als aggressive Low-Cost-Airline mit einem dichten Streckennetz in Europa, hatte über Jahre hinweg zahlreiche Verbindungen von Billund angeboten. Ziele wie London, Barcelona oder Rom waren für Reisende aus Jütland besonders günstig und leicht erreichbar. Mit dem abrupten Rückzug der Fluggesellschaft entfällt nun ein erheblicher Teil des günstigen Flugangebots, was unmittelbare Auswirkungen auf die Preissetzung der verbliebenen Anbieter hat. Insbesondere die aufgelassenen Strecken, auf denen Ryanair zuvor operierte, sind von drastischen Preissteigerungen betroffen. Laut Angaben des dänischen Luftfahrt-Preisindexes haben sich die Tarife auf manchen Routen um bis zu 1.100 Prozent erhöht. Beispielsweise kostete ein Ticket von Billund nach London vor Ryanairs Rückzug durchschnittlich etwa 150 Kronen; heute müssen Reisende oftmals mehr als 1.800 Kronen bezahlen – und das oftmals mit Umstieg. Lufthansa profitiert: Umstiege als neue Normalität Die direkten Verbindungen, die Ryanair bislang anbot, sind kaum ersetzt worden. Stattdessen dominieren jetzt Flüge mit mindestens einem Zwischenstop, meist über große europäische Drehkreuze wie

weiterlesen »

Ryanair fordert Lockerung des Nachtflugverbots in Berlin

Die Fluggesellschaft Ryanair Ende der vergangenen Woche ihre Forderung an die Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB), das ihrer Ansicht nach zu strenge Nachtflugverbot am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zu lockern. Laut Ryanair habe das bestehende Verbot im Jahr 2024 bereits über 10.000 Passagiere beeinträchtigt. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß zahlreiche Flugausfälle und Umleitungen auf Faktoren zurückzuführen seien, die außerhalb ihres Einflusses lägen, wie Verspätungen in der Flugsicherung, schlechtes Wetter oder betriebliche Ineffizienzen am Flughafen selbst. Im vergangenen Jahr seien 59 Ryanair-Flüge durch das Nachtflugverbot gestört worden. Dies umfaßte 30 verspätete Abflüge und 29 Umleitungen zu anderen Flughäfen, obwohl die betroffenen Maschinen sich oft nur wenige Minuten vor der geplanten Landung in Berlin befunden hätten. Ryanair betont, daß man keine vollständige Aufhebung des Nachtflugverbots anstrebe, sondern lediglich eine angemessene Flexibilität fordere, um Passagiere effizienter und ohne unnötige Störungen an ihr Ziel zu bringen. Insbesondere kritisiert die Fluggesellschaft Fälle, in denen Flugzeuge kurz vor Beginn des Nachtflugverbots abgewiesen und beispielsweise nach Hannover umgeleitet wurden, was für die Passagiere eine zusätzliche dreistündige Busfahrt nach Berlin bedeutete. Marcel Pouchain Meyer, Kommunikationschef von Ryanair DACH, forderte den Chef der LuBB, Carsten Diekmann, auf, die Verantwortung für die Beeinträchtigungen im Jahr 2024 zu übernehmen und Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Situationen im laufenden Jahr zu verhindern. Ryanair hält es für inakzeptabel, daß Passagiere weiterhin unter vermeidbaren Störungen leiden müßten, weil die LuBB keine Bereitschaft zeige, auch nur geringfügige Ausnahmen vom Nachtflugverbot zuzulassen. Die Fluggesellschaft warnt davor, daß die starre Haltung der Behörde die Wettbewerbsfähigkeit Berlins als Luftverkehrsstandort beeinträchtigen könnte

weiterlesen »

Luftverkehr in Deutschland: Zwischen Stagnation und struktureller Herausforderung

Der innerdeutsche Luftverkehr hat sich auch Jahre nach der Corona-Pandemie noch nicht vollständig erholt. Während internationale und touristische Strecken teils sogar über das Vorkrisenniveau hinausgewachsen sind, bleibt der Binnenmarkt zurück. Strukturelle Probleme, hohe staatliche Abgaben und ein schwindendes Flugangebot belasten den Standort Deutschland. Mehr als fünf Jahre nach dem Beginn der Pandemie steckt der innerdeutsche Luftverkehr weiter in der Krise. Zwar erholen sich internationale Flugverbindungen, insbesondere in touristische Zielgebiete, dynamisch, doch das Angebot auf innerdeutschen Strecken stagniert. Besonders gravierend ist der Rückgang bei dezentralen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Diese haben laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) lediglich rund 20 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreicht. Während Linienflüge über die großen Drehkreuze Frankfurt und München wieder in größerem Umfang angeboten werden, sind Direktverbindungen zwischen kleineren deutschen Städten nahezu verschwunden. Diese Entwicklung hat spürbare Folgen für die Erreichbarkeit vieler Regionen und erschwert insbesondere den Geschäftsreiseverkehr, wie Unternehmen zunehmend beklagen. Wettbewerbsnachteil durch staatliche Abgaben Ein zentrales Hemmnis sieht die Branche in der Belastung durch staatlich verursachte Kosten. Die Luftverkehrsteuer, die Sicherheitsgebühren sowie die Gebühren für die Flugsicherung zählen in Deutschland zu den höchsten in Europa. Dies verringere nicht nur die Attraktivität des innerdeutschen Flugverkehrs, sondern auch die des Standortes Deutschland insgesamt. Nach Einschätzung des BDL sind die durch staatliche Eingriffe verursachten Zusatzkosten im Jahr 2025 erneut um 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Airlines sehen sich dadurch gezwungen, ihre Angebote zu reduzieren oder gänzlich aufzugeben. Der wirtschaftliche Druck trifft dabei vor allem kostensensitive Low-Cost-Carrier. Rückzug internationaler Fluggesellschaften Die Konsequenzen dieser Rahmenbedingungen sind bereits deutlich sichtbar. So hat

weiterlesen »