Tirol

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29. Feber 1964: Bristol 175 Britannia 312 krachte in den Glungezer

Am 29. Februar 1964 ist es zum bislang schwersten Luftfahrtunglück, das sich auf österreichischem Boden ereignet hat, gekommen. Eine Bristol 175 Britannia Series 312, in der sich 75 Passagiere und acht Crewmitglieder befanden, ist knapp unterhalb des Gipfels gegen den Glungezer gekracht und zerschellt. Alle Personen sind ums Leben gekommen. Unter der Flugnummer 802/6 befand sich die G-AOVO, betrieben von British Eagle International Airlines, auf dem Weg von London-Heathrow nach Innsbruck. Dort angekommen ist die Bristol 175 Britannia Series 312 aber nie. Der Tiroler Flughafen sollte im so genannten Sichtflugverfahren angesteuert werden, denn heute übliche moderne Technik gab es am damals noch „Flugplatz“ genannten Airport gar nicht. Die Sicht soll zum Zeitpunkt des Unfalls sehr schlecht gewesen sein. Die Unfallermittlungen haben ergeben, dass es sich um einen Pilotenfehler gehandelt haben dürften. Diese hätten das Flugzeug für die gegebenen Wetterbedingungen zu tief geflogen. Die empfohlene Mindestflughöhe wurde unterschritten. Es wird angenommen, dass man sich bei den Bergen geirrt habe und so dann auf etwa 2.600 Metern in den Glungezer gekracht ist. Im damaligen Bericht wird auch angemerkt, dass sich die Flugzeugführer unter Druck gefühlt haben könnten. Trotz der schlechten Wetterbedingungen und der damals äußerst spärlichen und schon damals als mangelhaft geltenden Ausrüstung des Innsbrucker Flughafens, wurden andere Flüge planmäßig durchgeführt. Vermutlich wollte man Ärger mit der Airline vermeiden und trotz schlechter Sicht und möglicherweise auch falsch eingeschätzter Orientierung in Innsbruck landen. Das war eine fatale Fehlentscheidung, die 75 Passagieren und acht Crewmitgliedern das Leben gekostet hat. Die U.S.-Air Force führte dann

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Schulterschluss: Comeback für Wetterradar „Valluga“

Seit dem Jahr 2017 ist das Wetterradar „Valluga“, das sich auf dem Arlberg befindet, außer Betrieb, denn ein Blitzschlag hat es schwer beschädigt. Seither wurde darum gestritten wer für die Instandsetzung aufkommt. Nun haben die Bundesländer Tirol und Vorarlberg mit der Bundesregierung eine Einigung erzielt. Der Bund steuert 2,5 Millionen Euro bei und die beiden Länder tragen 1,5 Millionen Euro. Für die laufenden Betriebskosten soll dann das Wissenschaftsministerium alleine aufkommen. Die Wiederinbetriebnahme soll bis spätestens 2026 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt ist der Betrieb für zumindest zehn Jahre sichergestellt. Das gegenständliche Wetterradar befindet sich auf einer Höhe von 2.800 Metern und ist aus der Sicht der Landespolitiker auch für die Luftfahrt von entscheidender Bedeutung. Da es eine äußerst kostspielige Technik ist, wurde lange darüber gestritten wer für die Kosten aufkommen soll. Seit dem Blitzschlag, der sich im Jahr 2017 ereignet hat, ist es außer Betrieb. In einer Pressekonferenz haben die Landeshauptleute gemeinsam mit Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) das Projekt vorgestellt. Es soll State-of-the-Art-Technologie verwendet werden. Diese soll es ermöglichen, dass 3D-Radar-Bilder, die einen Radius von rund 240 Kilometern erfassen können, geliefert werden können. Wissenschaftsminister Martin Polaschek erklärte, dass der Bedarf an präzisen Wetterdaten steig steigen würde. Aus diesem Grund würde sein Ressort in das neue Radar „Valluga“ investieren und für etwa zehn Jahre die jährlichen Betriebskosten tragen. Im Fokus hat man nicht nur Informationen, die man der Luftfahrt liefern kann, sondern die Verantwortlichen erhoffen sich auch, dass durch das modernisierte Wetterradar extreme Wetterereignisse früher und besser erkannt werden können. In diesem

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Innsbruck: Anrainerschutzgemeinschaft kritisiert Kerosinverbrennung

Der Verein Anrainerschutzgemeinschaft Innsbruck Airport kritisiert, dass angeblich bislang keine Untersuchung der Kerosinverbrennung, die im Zuge von Starts und Landungen am Flughafen der Tiroler Landeshauptstadt erfolgt, stattgefunden haben soll. Man verweist auch auf die besondere geografische Lage. In den letzten Jahren versuchen sich Unternehmen in den verschiedensten Branchen ein besonders „grünes Image“ zu verschaffen. Auch einige Akteure in der Luftfahrt sind bemüht sich selbst als besonders „umweltfreundlich“ oder „klimafreundlich“ darzustellen. Immer wieder landen die Werbekampagnen auch vor Gericht. Beispielsweise wurde gerichtlich festgestellt, dass Austrian Airlines im Zusammenhang mit einem Venedig-Flug irreführend geworben hat. Auch SAF verursacht Emissionen Dass bei der Verbrennung von Kerosin – und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um das konventionelle Produkt oder SAF handelt – nebst Kohlenstoffdioxid auch zahlreiche andere – zum Teil giftige – Abgase entstehen, ist allgemein bekannt. In der Branche wird dies aber oft regelrecht heruntergespielt. Man verhält sich ungefähr gleich wie Reedereien, denn hervorgehoben werden alternative Antriebe, aber auf den Umstand, dass aus Kostengründen dann oft Marinediesel und/oder umweltschädliches Schweröl in der übewiegenden Mehrheit der Fälle zum Einsatz kommt, ist nicht unbedingt ein Thema, über das gerne gesprochen wird. Im Eisenbahn-Verkehr läuft es kaum anders, denn dieser Verkehrsträger stellt sich als besonders umweltfreundlich dar, denn angeblich würde man bei Bahnfahrten kein Kohlenstoffdioxid ausstoßen. Das mag bei Elektrozügen an Ort und Stelle wohl zutreffen, aber in vielen Staaten wird der benötigte Bahnstrom aus Kohlekraft gewonnen. Würde man dies in die Behauptungen einbeziehen, so sähe die Klimabilanz der Bahn ähnlich verheerend aus wie

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Erste zertifizierte Winterwanderwege in Österreich

Die Magie des Gehens auch im Winter erleben: Mit der Einführung zertifizierter Winterwanderwege ermöglichen Österreichs Wanderdörfer und das Österreichische Wandergütesiegel hochwertige Routen für aktive Naturfreunde auch in der kalten Jahreszeit. Diese Initiative markiert einen wegweisenden Meilenstein im sanften Wintertourismus. Seit Januar werden die ersten Winterwanderwege in Österreich zertifiziert. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden Zertifizierungskriterien für Winterwanderwege entwickelt, um einheitliche Qualitätsstandards zu gewährleisten und das Wandern unabhängig von den Schneeverhältnissen zu ermöglichen. Zertifizierte Winterwanderwege sind klar und durchgehend markiert, gut präpariert und erfordern weder spezielle Ausrüstung noch alpine Kenntnisse. Die Wege ermöglichen ein einzigartiges, ungestörtes Naturerlebnis und werden regelmäßig kontrolliert und gewartet, um die Sicherheit der Wandernden zu gewährleisten. Die ersten zertifizierten Winterwanderwege in Österreich:

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Innsbruck: Austrian Airlines stellt Mittagsflug nach Wien ein

Ab März 2024 wird es auf der Austrian-Airlines-Inlandsstrecke zwischen Innsbruck und Wien keine Mittagsflüge mehr geben. Der Carrier dünnt die Route weiter aus und wird künftig nur noch den doppelten Tagesrand anbieten. Damit setzt sich das Abhängen Tirols vom Streckennetz der Lufthansa Group weiter fort. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Konzernschwester Air Dolomiti im Sommerflugplan 2024 die Hub-Anbindung an das Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt am Main nicht mehr bedienen wird. Damit verliert der Flughafen Innsbruck eine wichtige Strecke. Die Geschäftsführung des Airports hofft, dass die Fluggesellschaft Skyalps übernimmt. Die Sache hat aber einen Haken: Zwar besteht seitens der Südtiroler großes Interesse, jedoch verfügt man derzeit über kein Kooperationsabkommen mit Lufthansa. Von einer reinen Point-to-Point-Verbindung hätten die Passagiere nur wenig, denn dann müssten zwei getrennte Tickets gekauft werden und eventuelles Gepäck müsste in Frankfurt am Main erneut aufgegeben werden. Da Skyalps das so genannte IOSA-Audit noch nicht erlangt hat, ist es unwahrscheinlich, dass sich der Kranich-Konzern zuvor auf eine Zusammenarbeit – unabhängig davon, ob es sich um Interlining, Codesharing oder Wetleasing handelt – einlassen wird. Ein deutliches Indiz hierfür ist, dass man seitens Austrian Airlines bezüglich der Übernahme von Inlandsstrecken schon einen Korb bekommen hat. Die AUA wird – zumindest vorläufig – nicht mit Skyalps zusammenarbeiten, sondern hat sich einen anderen Kooperationspartner gesucht. Bei Lufthansa sind die Würfel zwar noch nicht gefallen, jedoch ist die Entscheidung der Konzerntochter auf ihren Routen auf Dienstleistungen von bzw. Kooperation mit Skyalps zu verzichten möglicherweise ein Indiz dafür, dass sich der Kranich betreffend der Routen ab

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Comeback nach 40 Jahren: Icelandair ist zurück in Innsbruck

Die Fluggesellschaft Icelandair hat am Samstag, den 27. Jänner 2024, eine saisonale Flugverbindung zwischen Keflavik und Innsbruck aufgenommen. Diese wird in den nächsten fünf Wochen mit Boeing 737-Max-8 bedient. Überpünktlich landete am Sonntag um 17:07 Uhr erstmalig eine Boing 737 Max der Icelandair mit 150 bestens gelaunten Passagieren an Bord am Flughafen Innsbruck. Genau zu Sonnenuntergang setzte die Maschine in Innsbruck auf. Icelandair ist kein gänzlich neuer Airlinepartner für den Flughafen, wenngleich die Partnerschaft schon viele Jahre zurückliegt. Vor rund 40 Jahren gab es bereits eine Direktverbindung nach / von Innsbruck. Umso mehr freut man sich am Flughafen Innsbruck, dass diese Partnerschaft nun wieder neu aufgenommen wird. Icelandair fliegt zwischen 27. Januar und 02. März jeden Samstag von Reykjavik (KEF) nach Innsbruck und retour. Im Einsatz ist eine Boing 737 Max, die Flugzeit beträgt rund 4,5 Stunden.

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Trotz bestem Wetter: Statt Eurowings-Nonstopflug gab es eine Busreise nach Innsbruck

Eigentlich haben die Passagiere von Eurowings-Flug EW8760 einen Nonstop-Flug von Berlin-Brandenburg nach Innsbruck gebucht. Doch bekommen haben sie trotz flugtauglichem Wetter in der Tiroler Landeshauptstadt einen Flug ohne Zwischenstopp nach München mit anschließender Fahrt in einem Reisebus nach Innsbruck. Betroffen waren auch die Passagiere des Rückfluges EW8761. Am 27. Jänner 2024 sollen die Fluggäste mit dem Airbus A320, der die Registrierung D-AEWM trägt, von Berlin nach Innsbruck fliegen. Eigentlich ein Routineflug, der im Winter aufgrund der Schigebiete in Tirol durchaus stark nachgefragt ist. Für die Passagiere war es aber dann nicht alltäglich, denn statt zum Tiroler Landesflughafen ging es nach München. Der Innsbrucker Airport ist dafür bekannt, dass dieser aufgrund seiner geografischen Lage bei Schlechtwetter oftmals nicht genutzt werden können. Meistens weichen die Flugzeuge dann nach München, Salzburg oder Linz aus. In seltenen Fällen wird die Diversion auch mal in Friedrichshafen oder Memmingen absolviert. Die Sicherheit hat immer Priorität und wenn das Wetter – temporär – Fliegen von/nach Innsbruck nicht zulässt, hat so ziemlich jeder Fluggast dafür Verständnis. Piloten benötigen spezielle Schulung für Innsbruck Am 27. Jänner 2024 war die Ursache aber definitiv nicht das Wetter, denn der Tiroler Landesflughafen konnte den gesamten Tag über problemlos von allen Anbietern genutzt werden. Eurowings entschied aber, dass der Innsbruck-Flug EW8760 in München statt Innsbruck landet. Dahinter steckt, dass Piloten eine zusätzliche Ausbildung benötigen, um am Tiroler Airport starten und landen zu dürfen. Und genau diese hatten die Flugzeugführer, die sich im Cockpit der D-AEWM befanden, schlichtweg nicht. Mit anderen Worten: Der Carrier

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Icelandair vor Comeback in Innsbruck

Am 27. Jänner 2024 wird Icelandair ein besonderes Comeback auf dem Flughafen Innsbruck feiern, denn erstmals seit über 40 Jahren gibt es wieder eine Nonstopverbindung ab Reykjavik. Icelandair wird zwischen 27. Januar und 02. März 2024 jeden Samstag von Reykjavik (KEF) nach Innsbruck und retour fliegen. Im Einsatz ist eine Boeing 737 Max, die Flugzeit beträgt rund 4,5 Stunden. Am kommenden Samstag landet also die erste Maschine um 17:35 Uhr in Innsbruck. Der Flug aus Reykjavik wird sehr gut gefüllt sein, so der Airport. Die Flugzeiten (Lokalzeiten) lauten:

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Flughafen Innsbruck könnte AUA-Ground-Handling übernehmen

Am Innsbrucker Flughafen steht nun auch zur Debatte, dass die derzeit von Austrian Airlines betriebene Bodenabfertigung vom Airport übernommen werden könnte. Noch ist nichts entschieden, aber im Falle des Falles würde dies den endgültigen Rückzug aus dem Handling in den Bundesländern bedeuten. Die mittlerweile nicht mehr existierende Regionalfluggesellschaft Tyrolean Airways führte einst an allen österreichischen Bundesländerflughäfen die Passage-Bodenverkehrsdienstleistungen durch. Der Rechtsnachfolger Austrian Airlines hat sich aus diesem Segment weitgehend zurückgezogen. In Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt hat man bereits an den jeweiligen Airport oder aber an Drittanbieter abgegeben. Lediglich in Innsbruck ist die AUA noch mit eigenem Personal vertreten. Momentan beschäftigt die Bodenstation Innsbruck der Austrian Airlines insgesamt 19 Mitarbeiter. Nun steht zur Debatte, dass sich die Lufthansa-Tochter auch am Tiroler Flughafen aus der Passagierabfertigung zurückziehen könnte. Endgültig entschieden ist noch nichts, aber der Airport bereitet sich bereits darauf vor, dass man diese Aufgaben künftig selbst anbieten muss. Bei den bisherigen Schließungen von Bundesländer-Bodenstationen hatten die AUA-Mitarbeiter die Wahl nach Wien zu wechseln oder aber vom übernehmenden Arbeitgeber übernommen zu werden. In Klagenfurt war dies beispielsweise eine eigenes vom Airport gegründete Tochtergesellschaft, die nun für Dienstleistungen wie Check-in zuständig ist und in Linz war es die Firma ISS Ground Handling. Es ist zu erwarten, dass es sich in Innsbruck, sofern es denn tatsächlich zur Aufgabe der Bodenstation kommen sollte, analog verlaufen wird. Gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigte Innsbrucks Flughafenchef Marco Pernetta, dass es für den Airport eine Option ist die Bodenabfertigung von Austrian Airlines zu übernehmen. Darüber könne man reden,

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Innsbruck: Politik kritisiert Einstellung der Frankfurt-Flüge

In der Tiroler Politik und Wirtschaft ist die Entscheidung der Lufthansa, dass mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2024 die von der Tochter Air Dolomiti bediente Strecke Innsbruck-Frankfurt ausgesetzt werden soll, gar nicht gut angekommen. Dazu kommt, dass einige Politiker die Information haben wollen, dass auch Austrian Airlines die Wien-Strecke kürzen soll. Behauptet wird, dass die Mittagsflüge wegfallen sollen. Nun will man sich auf parlamentarischer Ebene dafür einsetzen, dass Frankfurt-Flüge bleiben und Wien nicht ausgedünnt wird. Jene Politiker, die sich besonders wortstark verhalten, verkennen dabei erneut, dass sowohl Lufthansa als auch ihre Tochtergesellschaft Austrian Airlines private Unternehmen sind. Jene Zeiten, in denen die AUA als Staatsbetrieb die Wunschzettel von Politikern zu erfüllen hatte, sind schon lange vorbei.

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