2025

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2025

Korean Air feiert 50 Jahre Direktverbindung Seoul-Paris

Korean Air gedenkt des 50-jährigen Bestehens ihrer Flugroute zwischen Seoul-Incheon und Paris, die am 14. März 1975 eröffnet wurde. Diese Langstreckenverbindung hat über fünf Jahrzehnte hinweg die kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen zwischen Korea und Frankreich wesentlich mitgestaltet. Anlässlich des Jubiläums veranstaltete die Fluggesellschaft Feierlichkeiten in Paris. Am 2. Juni überraschte Korean Air die Passagiere des Fluges KE902 am Flughafen Paris-Charles de Gaulle mit Erinnerungsgeschenken. Der fünfzigste eincheckende Passagier erhielt zudem ein Hin- und Rückflugticket zwischen Paris und Seoul Incheon. Eine weitere offizielle Feier fand am 4. Juni im koreanischen Kulturzentrum in Paris statt, an der über 100 Gäste teilnahmen, darunter der Botschafter der Republik Korea in Frankreich, Seung-hyun Moon, sowie Vertreter beider Länder und der französisch-koreanischen Gemeinschaft. Die Paris-Strecke von Korean Air steht auch für eine langjährige Zusammenarbeit mit der europäischen Luftfahrtindustrie. Bereits 1974 bestellte Korean Air als erste außereuropäische Fluggesellschaft Flugzeuge des damals jungen Herstellers Airbus. Diese frühe Partnerschaft trug dazu bei, die Luftfahrtbeziehungen zwischen Korea und Europa zu vertiefen und ebnete den Weg für ein Codeshare-Abkommen mit Air France sowie ein Luftverkehrsabkommen zwischen den Regierungen Südkoreas und Frankreichs. Korean Air hatte bereits im Oktober 1973 den Frachtdienst nach Paris aufgenommen, um die Rentabilität der Route zu prüfen, bevor 1975 der Passagierdienst startete und ab 1982 der Flughafen Charles de Gaulle angeflogen wurde.

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Starlux Airlines kämpft mit Airbus-Lieferverzögerungen und nachlassender Nachfrage

Starlux Airlines eine aufstrebende taiwanesische Fluggesellschaft, sieht sich mit doppelten Herausforderungen konfrontiert: Verzögerungen bei der Auslieferung von Flugzeugen durch Airbus und eine nachlassende Passagiernachfrage auf ihren wichtigen Routen in die Vereinigten Staaten. Glenn Chai, der Geschäftsführer von Starlux Airlines, führt die sinkende Nachfrage auf die wirtschaftliche Unsicherheit zurück, die durch die von der Regierung von US-Präsident Donald Trump verhängten Tarife verursacht werde. Diese Entwicklungen bremsen die ambitionierten Expansionspläne der jungen Fluggesellschaft erheblich und zwingen zu einer Anpassung der erwarteten Kapazitätssteigerungen. Airbus, einer der weltweit größten Flugzeughersteller, hat Starlux Airlines mitgeteilt, daß weniger Flugzeuge als ursprünglich geplant ausgeliefert werden. Dies ist kein Einzelfall, sondern ein branchenweites Problem, das zahlreiche Fluggesellschaften weltweit betrifft. Die Ursachen liegen in anhaltenden Problemen innerhalb der globalen Lieferketten, die durch verschiedene Faktoren wie die Nachwirkungen der weltweiten Gesundheitskrise, geopolitische Spannungen und Engpässe bei der Beschaffung von Schlüsselkomponenten, insbesondere Triebwerken und bestimmten Strukturteilen, verschärft wurden. Airbus rechnet damit, daß diese Lieferverzögerungen für alle Kunden noch mindestens drei Jahre anhalten werden, wobei Fluggesellschaften, deren Lieferungen ursprünglich für 2027 oder 2028 vorgesehen waren, bereits über sechsmonatige Verzögerungen informiert werden. Starlux Airlines hat derzeit insgesamt 27 Airbus-Flugzeuge bestellt, die eine wesentliche Rolle in ihrer Flottenmodernisierung und -erweiterung spielen sollen. Diese Bestellungen umfassen sechs A321-200NX, drei A330-900N, acht A350-1000 und zehn A350F (Frachtflugzeuge). Nach der vollständigen Auslieferung würde sich die derzeitige Flotte von 28 Flugzeugen – bestehend aus dreizehn A321-200NX, fünf A330-900N und zehn A350-900 – nahezu verdoppeln. Für das laufende Jahr hatte Starlux ursprünglich eine Kapazitätssteigerung von rund 50 Prozent geplant.

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Debatte um Ortstaxen in Österreich: ÖHV warnt vor Preiserhöhungen

Eine Diskussion über die Erhöhung von Ortstaxen zur Sanierung von Gemeindehaushalten hat sich in Österreich entzündet. Während der WIFO-Ökonom Oliver Fritz sich im Ö1-Morgenjournal für höhere Abgaben aussprach, erteilte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) diesem Vorschlag eine klare Absage. Die ÖHV befürchtet, daß eine solche Maßnahme die Urlaubspreise im Land in die Höhe treiben und die Gäste direkt belasten würde. ÖHV-Präsident Walter Veit betonte, der Tourismus sei kein „Selbstbedienungsladen für kommunalpolitische Haushaltslöcher“. Er warnte, daß eine weitere Verteuerung des Urlaubs in Österreich die stabile Nachfrage gefährden könnte. Aktuelle Ergebnisse des Deloitte ÖHV-Tourismusbarometers zeigen, daß trotz steigender Nächtigungszahlen viele Betriebe aufgrund explodierender Kosten für Energie, Waren und Personal keine Verbesserung ihres operativen Ergebnisses erzielen. Veit argumentierte, daß eine Erhöhung der Ortstaxe im preissensiblen Segment zu einem Rückgang der Buchungen führen könnte. Er forderte stattdessen Entlastungen für die Branche und stabile Rahmenbedingungen anstelle von kurzfristigen Belastungsdebatten. Die ÖHV ist der Ansicht, daß steigende Kosten und zusätzliche Abgaben die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Tourismus schwächen und sich negativ auf Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen auswirken könnten.

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Lufthansa setzt Flüge nach Kasachstan vorübergehend aus

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wird ihre Flugverbindungen nach Kasachstan während der kommenden Wintersaison 2025/26 vorübergehend einstellen. Dies teilte die Kranichlinie mit, wobei die Routen von Frankfurt am Main nach Astana-Nursultan Nasarbajew und Almaty International zwischen dem 26. Oktober 2025 und dem 29. März 2026 nicht bedient werden. Als Hauptgrund für diese Entscheidung nannte Lufthansa die anhaltenden Flottenengpässe, die die Fluggesellschaft, wie viele andere weltweit, aufgrund von Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge und Störungen in den Lieferketten betreffen. Diese Einschränkungen wirken sich sowohl auf die Flottenerneuerung und das Wachstum als auch auf die operative Stabilität der bestehenden Flotte aus. Die Luftfahrtindustrie weltweit kämpft seit geraumer Zeit mit erheblichen Herausforderungen in ihren Lieferketten. Hersteller von Flugzeugen wie Airbus und Boeing sind von Engpässen bei der Beschaffung von Materialien und Komponenten betroffen, was zu weitreichenden Verzögerungen bei der Auslieferung bestellter Flugzeuge führt. Diese Situation beeinträchtigt Fluggesellschaften wie die Lufthansa, die auf eine pünktliche Lieferung neuer Maschinen angewiesen sind, um ihre Flotten zu modernisieren und ihr Streckennetz zu erweitern. Die Verzögerungen zwingen die Airlines dazu, ältere Flugzeuge länger im Dienst zu halten oder geplante Kapazitätserweiterungen zu verschieben. Lufthansa bestätigte, daß sie, ähnlich wie viele andere Fluggesellschaften weltweit, von diesen Verzögerungen bei der Auslieferung fabrikneuer Flugzeuge und Störungen in den Lieferketten betroffen sei. Dies verlangsame nicht nur die geplante Flottenerneuerung und das Wachstum, sondern wirke sich auch auf die operationelle Stabilität der aktuellen Flotte aus. Besonders betroffen ist Lufthansa von Verzögerungen bei der Auslieferung von Großraumflugzeugen. So war die Fluggesellschaft unlängst gezwungen, die geplante

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RTK Gruppe erweitert europäische Präsenz: Beteiligung am französischen Marktführer TourCom

Die deutsche rtk Gruppe, eine der führenden Reisebürokooperationen Europas, baut ihre Position auf dem Kontinent durch eine strategische Beteiligung am französischen Marktführer TourCom weiter aus. Die rtk international übernimmt 34 Prozent der Anteile an TourCom. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Internationalisierungsstrategie der rtk Gruppe und zielt darauf ab, die europäische Zusammenarbeit im Reisevertrieb zu festigen. Die Allianz unterstreicht die Bestrebungen der Branche, in einem sich wandelnden Marktumfeld durch stärkere Vernetzung und Konsolidierung Synergien zu schaffen. Ein wachsendes Netzwerk und gesteigerter Umsatz TourCom, mit Sitz in Frankreich, ist ein führender Anbieter im französischen Reisebürovertrieb und vereint rund 1.000 Reisebüros unter seinem Dach, die einen Gesamtumsatz von über 2,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Durch die nun erfolgte Beteiligung wächst das gesamte Netzwerk der rtk/rtg Gruppe, deren Hauptsitz sich in Burghausen befindet, auf nahezu 3.900 Reisebüros. Der konsolidierte Jahresumsatz des erweiterten Verbundes beläuft sich damit auf fast sechs Milliarden Euro. Dies bestätigt die rtk/rtg Gruppe in ihrer Position als größte Reisebürokooperation Europas. Die Expansion nach Frankreich ist strategisch bedeutsam, da Frankreich einer der größten und wichtigsten Reisemärkte in Europa ist. Eine starke Präsenz in diesem Marktsegment eröffnet der rtk Gruppe neue Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung und zur Optimierung der Einkaufsbedingungen bei Reiseveranstaltern und Leistungsträgern. Thomas Bösl, Director Strategy & International Business Development sowie Vorstand der rtk international, äußerte sich positiv zur neuen Partnerschaft: „Wir freuen uns, die Partnerschaft mit TourCom weiter auszubauen. Diese Beteiligung ist ein wichtiger Meilenstein für unsere internationale Ausrichtung – sowohl für unsere Reisebüropartner als auch für Reiseveranstalter und

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Qantas A380 landet notfallmäßig in Baku: Herznotfall an Bord erzwingt Zwischenstopp

Ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas, welcher auf dem Weg von London nach Singapur war, mußte am 8. Juni 2025 notfallmäßig in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, landen. Der Grund für die unplanmäßige Landung war ein Herzstillstand bei einer Passagierin an Bord, die dringend medizinische Hilfe benötigte. Der Flug, der ursprünglich von London-Heathrow um 21:12 Uhr Ortszeit gestartet war, befand sich bereits rund fünfeinhalb Stunden in der Luft und näherte sich der Grenze zwischen Turkmenistan und Afghanistan, als sich das Drama ereignete. Die schnelle Entscheidung der Besatzung, nach Baku auszuweichen, ermöglichte es, der Dame in ihren 60ern umgehend Hilfe zukommen zu lassen. Dramatische Momente über Zentralasien Der Qantas-Flug QF002, eine tägliche Verbindung von London über Singapur nach Sydney, hatte eine geplante Flugdauer von 13 Stunden bis Singapur. Laut Flugdaten von Flightradar24 war das Flugzeug in einer Höhe von 37.000 Fuß unterwegs, als sich der medizinische Notfall ereignete. Ein auf dem Flug anwesender Arzt, Dr. Hamish Urquhart, berichtete gegenüber australischen Medien, daß die Passagierin, eine Frau in ihren 60ern, die mit ihrem Ehemann aus dem Vereinigten Königreich reiste, mitten im Flug einen schweren kardialen Notfall erlitt. Glücklicherweise befanden sich neben Dr. Urquhart auch ein Augenarzt und ein pensionierter Chirurg aus Melbourne an Bord, welche umgehend erste Hilfe leisteten und die Patientin stabilisieren halfen, während die Besatzung die Notlandung vorbereitete. Dr. Urquhart schilderte, daß der Pilot eine „dramatische 180-Grad-Wende“ vollziehen mußte, um Baku zu erreichen. Baku war der nächstgelegene Flughafen, der in der Lage ist, ein großes Flugzeug vom Typ Airbus A380

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Flughafen Nürnberg meldet starke Reiselust in den Pfingstferien

Der Albrecht Dürer Airport Nürnberg verzeichnet in den aktuellen Pfingstferien einen erheblichen Zuwachs an Fluggästen, was die ungebrochene Reiselust in der Region widerspiegelt. Nach einem bereits starken Ostergeschäft werden in den kommenden Wochen rund 294.000 Passagiere erwartet, was einem Anstieg von knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies bestätigt die positive Entwicklung des Flughafens und seine Rolle als wichtiges Tor zu internationalen Reisezielen. Insgesamt sind während der Ferienzeit mehr als 1.900 Starts und Landungen geplant, was durchschnittlich etwa 115 Flugbewegungen pro Tag bedeutet. Der verkehrsreichste Tag wird voraussichtlich der Samstag, 7. Juni, sein, an dem rund 18.400 Passagiere abgefertigt und 120 Starts und Landungen durchgeführt werden sollen. Die beliebtesten Reiseziele führen Reisende in sonnige Gefilde: Das türkische Antalya behauptet mit rund 60.000 Fluggästen unangefochten Platz eins, gefolgt von Mallorca mit mehr als 33.000 Passagieren. Auch die griechischen Inseln wie Heraklion, Rhodos, Kos, Kreta und Korfu erfreuen sich mit zusammen rund 38.000 Fluggästen großer Beliebtheit. Darüber hinaus bleiben die großen Drehkreuzflughäfen wie Frankfurt, Istanbul, Amsterdam und Paris wichtige Anlaufpunkte für Reisende. Ein bemerkenswerter Trend ist das Comeback des Last Minute-Buchens, das in den Vorjahren fast verschwunden war. Namhafte Reiseveranstalter bieten derzeit Nachlässe von bis zu 50 Prozent auf ausgewählte Reisen an, was kurzentschlossenen Urlaubern die Möglichkeit gibt, noch ein Schnäppchen zu machen. Der Blick in die Zukunft zeigt ebenfalls eine weiterhin hohe Nachfrage, so weckt beispielsweise das bulgarische Seebad Varna Interesse für den Herbst. Auch griechische Ziele wie Thessaloniki, portugiesische Destinationen wie Faro und Madeira sowie zahlreiche spanische Städte wie

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Ryanair verzeichnet im Mai 2025 solides Passagierwachstum und hohe Auslastung

Ryanair Holdings plc hat am Mittwoch, dem 4. Juni 2025, ihre Verkehrszahlen für den Monat Mai 2025 bekanntgegeben. Demnach beförderte die irische Billigfluggesellschaft im vergangenen Monat 19,6 Millionen Passagiere über ihr gesamtes Streckennetz, was einem Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Trotz dieses Wachstums blieb der Auslastungsgrad mit stabilen 95 Prozent auf einem hohen Niveau, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilte. Die veröffentlichten Zahlen unterstreichen die anhaltend robuste Nachfrage nach Flugreisen im Niedrigpreissegment und bestätigen Ryanairs Position als Europas größte Fluggesellschaft gemessen an den Passagierzahlen. Im Mai wurden über 107.000 Flüge durchgeführt. Die Aufrechterhaltung des hohen Auslastungsgrades im Jahresvergleich, trotz einer gleichzeitig wachsenden Kapazität, deutet auf ein effektives Management der Flugplanangebote hin. Dies ist insbesondere im hart umkämpften europäischen Luftverkehrsmarkt ein Zeichen für eine starke Positionierung. Die positive Entwicklung im Mai setzt den Schwung für Ryanair fort, die sich auf die bevorstehende, stark frequentierte Sommersaison vorbereitet. Das Unternehmen erwartet, in den kommenden Monaten ein hohes Passagieraufkommen beizubehalten, gestützt durch seinen erweiterten Flugplan und die kürzlich eingeführten neuen Routen innerhalb Europas und darüber hinaus. Diese Strategie der Kapazitätserweiterung und Netzwerkerweiterung soll dazu beitragen, die Marktführerschaft im Billigflugsegment weiter zu festigen und der steigenden Reiselust der europäischen Bevölkerung gerecht zu werden.

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Holländisches Gericht annulliert Naturerlaubnis für Flughafen Schiphol

Das Bezirksgericht Den Haag hat die im Jahre 2023 erteilte Naturerlaubnis für den Amsterdamer Flughafen Schiphol annulliert. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, daß die seinerzeitige Entscheidung des Ministers für Natur und Stickstoff nicht ausreichend begründet und sorgfältig vorbereitet gewesen sei. Damit verliert die für den Betrieb des Flughafens notwendige Genehmigung, die aufgrund der potentiellen Auswirkungen auf nahegelegene Natura 2000-Gebiete erforderlich war, ihre rechtliche Gültigkeit. Das Urteil ist das Ergebnis einer Klage der Umweltorganisation Mobilisation for the Environment (MOB) sowie der Gemeinde Nieuwkoop. Im Zentrum des Rechtsstreits stand die Argumentation der Regierung, den fortgesetzten Flugbetrieb des Flughafens durch sogenanntes „internes“ und „externes“ Stickstoff-Offsetting zu rechtfertigen. Obwohl das Gericht anerkannte, daß die zugrundeliegenden historischen Flugdaten und Stickstoffberechnungen größtenteils korrekt waren, stellte es fest, daß der Minister die gesetzliche Anforderung der „Zusätzlichkeit“ nicht erfüllt hatte. Diese besagt, daß Emissionsreduktionen primär der Wiederherstellung der Natur zugutekommen müssen, bevor sie für die Erteilung neuer Genehmigungen verwendet werden dürfen. Zudem sei zu wenig Forschung über die Lärmauswirkungen des Flugverkehrs auf geschützte Arten in drei Naturgebieten betrieben worden. In einer separaten Entscheidung lehnte das Gericht den Antrag der MOB ab, Umweltstrafen gegen Schiphol zu verhängen. Die Begründung hierfür war, daß der Flughafen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine gültige Genehmigung besessen habe. Obwohl die Genehmigung nun für ungültig erklärt wurde, hat dies keine rückwirkenden Auswirkungen auf die damalige Entscheidung des Ministeriums, nicht tätig zu werden. Das Urteil läßt den Flughafen Schiphol nun ohne eine gültige Naturerlaubnis zurück, was ernsthafte Fragen zur rechtlichen Grundlage seines fortgesetzten Betriebs aufwirft.

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Norwegische Regierung plant vollständigen Verkauf ihrer Beteiligung an Norwegian Air Shuttle

Die norwegische Regierung hat am Dienstagnachmittag, kurz nach Handelsschluß an der Osloer Börse, ihre Absicht bekanntgegeben, ihre gesamte Beteiligung an der Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle zu veräußern. Diese Mitteilung erfolgte in einer Börsenmitteilung und deutet auf einen signifikanten Schritt zur Änderung der Eigentümerstruktur der Fluggesellschaft hin. Die Regierung erwägt, bis zu 65.582.436 Aktien des Unternehmens zu verkaufen. Basierend auf dem Schlußkurs der Aktie von 14,06 norwegischen Kronen pro Anteil belief sich der Wert der gesamten Regierungsbeteiligung zum Zeitpunkt der Ankündigung auf ungefähr 922 Millionen Kronen. Dies entspricht umgerechnet etwa 81 Millionen Euro oder 88 Millionen US-Dollar, je nach aktuellem Wechselkurs. Die Verkaufsabsicht ist an die Bedingung geknüpft, daß die Nachfrage und die Preisgestaltung für die Aktien als zufriedenstellend erachtet werden. In der Mitteilung hieß es wörtlich: „Sofern Nachfrage und Preisgestaltung zufriedenstellend sind, wird der Verkäufer mit dem Verkauf all seiner Aktien an Norwegian fortfahren.“ Der norwegische Staat, vertreten durch das Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei, hatte erst Mitte Mai des Vorjahres eine Beteiligung an Norwegian Air Shuttle erworben und damit einen Anteil von 6,37 Prozent an der Fluggesellschaft erworben. Dies machte die Regierung zu einem der größten Anteilseigner des Unternehmens. Der derzeit größte Aktionär von Norwegian ist Geveran Trading Company Ltd., die im Besitz des Reedereimagnaten John Fredriksen ist und 14,53 Prozent der Anteile hält. Auch der norwegische Staatsfonds (Folketrygdfondet) besitzt mit 8,72 Prozent eine beträchtliche Beteiligung an der Fluggesellschaft. Die Ankündigung des Verkaufs durch die Regierung könnte somit eine Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb der Aktionärsstruktur bedeuten. Die Entscheidung

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