Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Belgien: Reiseverbot verärgert EU-Kommission

Zwischen der belgischen Regierung und der EU-Kommission herrscht hinsichtlich der Verlängerung des Reiseverbots dicke Luft: Die Leitung des Staatenbündnisses fühlt sich von ihrem Mitglied unzureichend informiert und wirft gar vor, dass man aus den Medien von der Maßnahme erfahren habe. Falls es Diskussionsbedarf zwischen der Europäischen Union und der Regierung Belgiens geben sollte, so wäre das Reiseverbot zumindest kein Hindernis, denn die Wege sind kurz. Das „internationale Brüssel“ und das „nationale Brüssel“ vertreten unterschiedliche Auffassungen darüber wer wen, wann und worüber informiert hat. Die EU-Kommission behauptet, dass man von der belgischen Regierung darüber informiert worden wäre, dass das Reiseverbot bis zum 1. April 2021 verlängert wird. Aus den Medien habe man dann aber erfahren, dass es bis 18. März April 2021 gelten soll. Nun pocht die EU auch darauf, dass die Maßnahme gegen Unionsrecht verstößt und obendrein unverhältnismäßig sein soll. Belgien erhielt laut einem Sprecher der Kommission ebenfalls einen Brief, in dem die Anpassung der Maßnahmen an das Unionsrecht verlangt werden. Auch andere Staaten bekamen Post Doch auch andere Mitglieder bekamen unliebsame Post vom „internationalen Brüssel“. Beispielsweise wurden Deutschland, Finnland und Ungarn aufgefordert zu ihren zumindest teilweisen Grenzschließungen bzw. Einreiseverboten für Nicht-Staatsbürgern Stellung beziehen. Die EU-Kommission erhielt eigenen Angaben nach von Belgien, Deutschland und Finnland Antworten, die nun geprüft werden. Die Europäische Union könnte zwar Vertragsverletzungsverfahren einleiten, aber angesichts der vielen Alleingänge, die während der Pandemie erfolgt sind, dürften diese Grenzschließungen kaum ins Gewicht fallen. Die EU-Kommission ist jedenfalls bestrebt, dass das Reisen innerhalb des Unionsgebiets weitgehend uneingeschränkt möglich ist.

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Amazon steigt bei Cargo-Airline ATSG mit 131 Millionen Dollar ein

Zum Preis von 131 Millionen U.S.-Dollar kauft sich Amazon bei der Frachtfluggesellschaft Air Transport Services Group ein. Der Versandhändler wird künftig 19,5 Prozent der Anteile bzw. 13,5 Millionen Aktien halten. ATSG soll noch heuer mit bis zu 46 Flugzeugen für Amazon fliegen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das U.S.-Verkehrsministerium, teilte die Airline mit. Die Beteiligung von Amazon könnte auf bis zu 39,9 Prozent steigen, sofern alle Optionen gezogen werden. Derzeit werden 33 Frachtmaschinen von ATSG im Auftrag des Versandhändlers betrieben. Noch heuer soll die Anzahl auf 46 erhöht werden. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich Amazon elf Boeing 767 gesichert hat. Die Option zur Übernahme von ATSG-Aktien hält der Onlinehändler bereits seit dem Jahr 2016. Auch für Atlas Air und Sun Country Airlines – ebenfalls Operator von Cargo-Maschinen unter dem Brand Prime Air – besitzt Amazon Aktien-Kaufrechte.

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Zypern testet verpflichtend bei der Einreise

Seit 1. März 2021 werden in Zypern alle Personen, die über die Flughäfen Larnaka und Paphos einreisen einem RT-PCR-Test unterzogen. Für Personen, die aus Staaten kommen, die sich auf der grünen Liste befinden, übernimmt der Staat die Kosten. Alle anderen müssen die Untersuchung aus eigener Tasche bezahlen. Derzeit sind nur Australien, Island, Neuseeland, Saudi-Arabien und Singapur von der Quarantäne bei der Einreise befreit. Für diese Personen übernimmt jedoch der Staat die Kosten für den verpflichtenden PCR-Test bei der Einreise. Kommt man aus Gebieten, die orange oder gar rot eingestuft sind, so müssen die Kosten selbst bezahlt werden. Dies gilt vorläufig bis Ende März 2021. Wichtig: Zypern weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Terminreservierung notwendig ist. Die Kosten für den RT-PCR-Test betragen in Larnaka 30 Euro und in Paphos 32 Euro. Alternativ können auch die Leistungen anderer Labore auf Zypern in Anspruch genommen werden. Die Quarantäne gilt solange bis das Ergebnis feststeht. Nutzt man nicht die Testungen an den beiden Airports, so ist der Befund per E-Mail an [email protected] zu übermitteln. Achtung: Personen, die aus rot gelisteten Ländern kommen, müssen zusätzlich einen negativen PCR-Befund aus dem Herkunftsland bei der Einreise vorweisen. Derzeit sind Deutschland, Österreich und die Schweiz rot eingestuft. Zypern verlangt auch eine Einreisevoranmeldung, die sich Cyprus Flight Pass nennt. Die aktuelle behördliche Einteilung der Staaten sowie weitere Informationen können unter diesem Link auf der offiziellen Homepage abgerufen werden.

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Lufthansa Technik tief in die roten Zahlen gerutscht

Der Umsatz der Lufthansa Technik AG ist im „Corona-Jahr“ 2020 um 43 Prozent auf 3.747 Millionen Euro gesunken. Die Wartungstochter des Kranichs sieht sich durch die Pandemie hart getroffen. Das Adjusted-Ebit sank in die Verlustzone auf -383 Millionen Euro. Die Pandemie führte ab dem zweiten Quartal 2020 zeitweilig zur weitgehenden Einstellung des weltweiten Flugverkehrs und damit zu umfassenden Stilllegungen und Ausflottungen von Verkehrsflugzeugen sowie zu Verschiebungen von Wartungsereignissen. In der Konsequenz brach auch die Nachfrage nach MRO-Leistungen (Maintenance, Repair & Overhaul) an Flugzeugen, Triebwerken und Komponenten massiv ein. Lufthansa Technik bekam diese Entwicklung in der Auslastung seiner Werkstätten zu spüren. Temporär ging diese in bestimmten Geschäftsbereichen sogar um deutlich mehr als die Hälfte zurück, beispielsweise in den Bereichen Engines und Component Services. In der Folge musste das Unternehmen auch bereits seine Belegschaft verkleinern: Inklusive Fremdpersonal hat sich die Anzahl der weltweiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Krise bereits um über 3.000 verringert, eine Reduktion von 12,5 Prozent gegenüber 2019. Dazu gehörten weltweit auch circa 1.900 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Betrachtet man nur das Eigenpersonal, so sank die Zahl im Jahresendvergleich um fünf Prozent auf 22.745 (Jahresende 2019: 23.855). Auch zahlreiche Investitionen mussten gestoppt oder verschoben werden. Die Aufwendungen dafür fielen mit 152 Millionen Euro daher deutlich geringer aus (Vorjahr: 313 Millionen Euro). „2020 war das bisher schwerste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Und doch können wir es mit einer gewissen Zuversicht abschließen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Johannes Bußmann. „Unser breites Produktportfolio und unser internationales Netzwerk haben uns vor noch Schlimmerem bewahrt. Wir haben

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Kairo: SkyBird übernimmt ersten A320

Das in Kairo ansässige Startup SkyBird Airlines übernahm den ersten Airbus A320. Noch im Sommer 2021 will man Charterflüge von Europa nach Ägypten durchführen. Auf AOC und Betriebsbewilligung wartet man allerdings noch. Die erste Maschine ist der Airbus A320-200 mit der MSN 1873, der von Aero Capital Solutions gelast wird. Dies erklärte Firmenchef Magdy El Halfawy gegenüber CH-Aviation.com. Diese Maschine ist 18,5 Jahre alt und war zuletzt bei der lettischen SmartLyns Airlines im Einsatz. Zuletzt war der Zweistrahler in St. Athan abgestellt. El Halfawy führte gegenüber CH-Aviation.com weiters aus, dass er damit rechnet, dass AOC und Betriebsbewilligung ungefähr im Mai 2021 von der ägyptischen Zivilluftfahrtbehörde erteilt werden. Initial will man im Sommer 2021 Charterflüge im Auftrag von Veranstaltern von Europa nach Ägypten durchführen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Operation mit weiten Maschinen ausgebaut werden. Der Einstieg ins Liniengeschäft ist zumindest kurzfristig nicht angestrebt.

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Bern: Flybair hakt das Jahr 2021 ab

Die Hausmarke des Flughafens Bern-Belp, FlyBair, wird im Sommerflugplan 2021 keine Ferienflüge anbieten. Der Neustart wird in das Jahr 2022 verschoben. Im Vorjahr konnten nur 32 von 150 Rotationen durchgeführt werden. „Aufgrund des unsicheren Marktumfelds und der mangelnden Planungssicherheit infolge der Pandemie haben Verwaltungsrat und Management gemeinsam beschlossen, einen „Einfrierprozess“ einzuleiten und alle derzeit geplanten Flugoperationen während der diesjährigen Sommersaison abzusagen“, so das Unternehmen. Im Vorjahr schrieb der virtuelle Carrier einen Verlust in der Höhe von 760.000 Schweizer Franken. Gleichzeitig streitet man um einen höheren Betrag mit Helvetic Airways. Die Regionalfluggesellschaft pocht auf die Bezahlung der im Vorjahr abgesagten Flüge. Flybair bestreitet den Anspruch und fordert geleistete Anzahlungen zurück.

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Auch im Inland: Sardinien führt Testpflicht ein

Die Mittelmeerinsel ist derzeit als einzige Region Italiens auf der lokalen Corona-Ampel weiß gestuft. Dabei handelt es sich um die niedrigste Risikostufe, die das südeuropäische Land kennt. Die Regionalregierung will nun den Zugang auf die Insel beschränken. Das hat zur Folge, dass nur Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind oder aber einen negativen Testnachweis, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorlegen können, Sardinien betreten dürfen. Das betrifft nicht nur internationale Reisende, sondern auch Personen, die beispielsweise vom italienischen Festland aus anreisen. Der Präsident der Regionalregierung, Christian Solinas, will die Mittelmeerinsel zu einem Musterbeispiel für ganz Europa machen. Auch will er mit der Maßnahme verhindern, dass Neuinfektionen vom Festland eingeschleppt werden. Die Kontrollen sollen in den Häfen und Flughäfen durchgeführt werden. Ob diese Maßnahme hält, bleibt abzuwarten. Im Vorjahr wollte Sardinien eine Testpflicht für Einreisende – auch aus dem Inland kommend – einführen. Auf Antrag der Zentralregierung kippte ein Gericht die Verordnung. Damals wurde die Entscheidung damit begründet, dass es für die PCR-Testpflicht keine Notwendigkeit geben würde und diese die verfassungsmäßige Reisefreiheit einschränken würde.

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Aer Lingus UK darf in die USA fliegen

Der UK-Ableger des IAG-Konzernmitglieds Aer Lingus erhielt – vorbehaltlich der Erteilung von AOC und Betriebsbewilligung – die Genehmigung für die Durchführung von Flügen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA. Auf dem Flughafen Manchester errichtet Aer Lingus UK eine neue Basis. Ab dieser sollen unter anderem New Jork JFK, Orlando und Boston angeflogen werden. Die Flotte soll aus zwei Airbus A321LR und zwei A330-300 bestehen. Diese wurden von der Basis Shannon abgezogen und werden ins britische Register umgemeldet. Im Dezember 2020 suchte Aer Lingus UK bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung an. Diese ist aufgrund des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union notwendig. Die IAG-Tochter will verstärkt in UK wachsen und tritt damit unweigerlich in den konzerninternen Wettbewerb mit British Airways. Die Basis Shannon hingegen meldete zuletzt die Bediensteten mit Wiedereinstellungszusage ab. Die Betroffenen sollen sich zwischenzeitlich Arbeitslosengeld holen.

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Quarantäne: Burgenland verlängert auf 14 Tage

Das österreichische Bundesland Burgenland hebt die Quarantäne von zehn auf 14 Tage an. Dies gilt vorerst nur für Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden sowie deren Kontaktpersonen ersten Grades (K1). Auf Reisende hat die Maßnahme noch keine Auswirkungen, denn dabei handelt es sich um Bundesrecht. Ob Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) die umstrittene Einreiseverordnung abermals verschärfen wird, ist noch nicht bekannt. Bereits vor einigen Wochen wollte der Minister das „Freitesten“ nach fünf Tagen streichen, musste jedoch auf Druck der ÖVP zurückrudern. Es bleibt daher abzuwarten, ob abermals der Reiseverkehr mit neuen Schikanen belastet wird. Generell dürfte jedoch der Trend bei Infizierten und Verdachtsfällen wieder zur zweiwöchigen Quarantäne gehen, denn der Koordinationsstab des Burgenlands begründete die Entscheidung am Sonntag mit der Umsetzung einer Empfehlung der Bundesregierung. Daher ist davon auszugehen, dass weitere Bundesländer nachziehen werden. Da Einreisebestimmungen in Österreich nicht Landes-, sondern Bundesrecht sind, gibt es zumindest vorläufig keine Änderungen für Reisende.

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FlyArmenia-Landung im Iran im Fokus der Behörden

Am 21. Feber 2021 landete die von FlyArmenia Airways betriebene Boeing 737-300 mit der Registrierung EK-FAA Teheran. Zuvor sollte die Maschine von Armenien nach Estland und dann nach Gostomel geflogen werden. Die Maschine soll sich in nicht flugbereitem Zustand befunden haben, erhielt jedoch zu Wartungszwecken eine Ausnahmebewilligung von der Ukraine erteilt. Angemeldet war, dass die EK-FAA in Gostomel gewartet und damit flugtauglich gemacht wird. Anschließend sollte der Mittelstreckenjet wieder nach Armenien überstellt werden. Doch es kam ganz anders, denn die Maschine flog nach Varna und nahm dann –zumindest offiziell – Kurs auf Sharjah in dem Vereinigten Arabischen Emiraten. Gelandet wurde aber in Therean. Laut der Luftfahrtbehörde der Ukraine wurde die Ausnahmebewilligung missachtet, denn weder der Flug nach Verna, noch nach Teheran waren genehmigt. Lokale Medien im Iran berichten, dass das Flugzeug für eine Fluggesellschaft im Iran bestimmt sein soll. Armenien hat nun eine offizielle Untersuchung gegen Fly Armenia Airways eingeleitet. Im Extremfall könnte dem jungen Luftfahrtunternehmen der Entzug von AOC und Betriebsgenehmigung drohen. Die betroffene Boeing 737-300 befindet sich weiterhin auf dem Flughafen Teheran. Es ist noch unklar, ob diese den Iran jemals wieder verlassen wird. Armenien ermittelt auch in die Richtung, dass die Maschine dorthin verkauft worden sein könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich das abgeschottete Land über dubiose Konstruktionen Flugzeuge beschafft, um das Embargo umgehen zu können. So sind über Zwischenhändler selbst Lufthansa-Maschinen in den Iran gelangt. Gegenüber CH-Aviation.com erklärte ein mit der Vertretung von FlyArmenia Airways beauftragter Rechtsanwalt, dass die Situation auf die „Fälschung

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