
Plus Ultra zieht sich aus Kolumbien zurück
Die spanische Fluggesellschaft Plus Ultra Lineas Aereas hat weitreichende Änderungen in ihrem lateinamerikanischen Streckennetz bekannt gegeben. Ab dem 2. Juni 2026 wird die Flugverbindung nach Kolumbien vorübergehend vollständig eingestellt. Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer massiven Kostensteigerung im operativen Flugbetrieb, die primär auf den drastischen Anstieg der Kerosinpreise im Zuge des aktuellen Konflikts im Nahen Osten zurückzuführen ist. Neben den globalen Rohstoffpreisen führt die Unternehmensleitung auch lokale fiskalische Belastungen und hohe Infrastrukturkosten am Standort Kolumbien als Gründe für den Rückzug an. Parallel dazu verfolgt die Fluggesellschaft jedoch eine Umstrukturierung ihrer Kapazitäten und plant, die freiwerdenden Ressourcen für einen Ausbau des Angebots in Richtung Venezuela, Peru und Argentinien zu nutzen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und operative Herausforderungen Der Luftverkehrssektor sieht sich im Frühjahr 2026 mit einer der schwersten Krisen der letzten Jahre konfrontiert. Der Ausbruch kriegerischer Handlungen unter Beteiligung des Iran hat die globalen Energiemärkte in Unruhe versetzt und den Preis für Flugturbinenkraftstoff auf ein Rekordniveau getrieben. Für eine Fluggesellschaft wie Plus Ultra, die sich auf Langstreckenverbindungen zwischen Europa und Lateinamerika spezialisiert hat, stellen diese Treibstoffkosten den grössten Einzelposten in der Bilanz dar. Da die Gewinnmargen auf den Routen nach Südamerika ohnehin unter hohem Wettbewerbsdruck stehen, ist eine wirtschaftliche Durchführung der Flüge nach Bogota und Cartagena unter den aktuellen Bedingungen für das Unternehmen nicht mehr darstellbar. Zusätzlich zu den externen Faktoren haben spezifische Marktbedingungen in Kolumbien die Entscheidung beschleunigt. Die Fluggesellschaft verwies in offiziellen Stellungnahmen auf die kontinuierlich gestiegenen Flughafengebühren und eine Steuerlast, die im regionalen Vergleich als überdurchschnittlich hoch eingestuft wird. In








