Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Swiss: Gewerkschaften laufen gegen Air-Baltic-Wetlease Sturm

Mehrere Gewerkschaften sind mit der Entscheidung der Swiss-Geschäftsführung, dass man mehrere Airbus A220-300 von Air Baltic ins Wetlease nehmen wird, so ganz und gar nicht glücklich. Die Arbeitnehmervertreter werfen der Lufthansa-Tochter Lohndumping vor und verweisen darauf, dass die Air-Baltic-Crews deutlich weniger verdienen würden. Kapers, Aeropers, VPOD, SEV GATA und der Kaufmännische Verband haben einen Protestbrief an den Vorstand von Swiss geschrieben. Darin zeigt man umfangreich Bedenken auf und vertritt die Ansicht, dass der Wetlease-Einsatz auch zur Einsparung von Kosten diene. Demnach würden Air-Baltic-Flugbegleiter zwischen 900 und 1.500 Euro pro Monat verdienen. Bei Swiss würde der Mindestlohn für das Kabinenpersonal bei 3.400 Franken liegen. Auch machen die Gewerkschaften der Geschäftsführung der schweizerischen Lufthansa-Tochter schwere Vorwürfe. So habe diese die Personalplanung regelrecht verkorkst und viel zu spät auf die gestiegene Nachfrage bei gleichzeitig zu wenigen Mitarbeitern reagiert. Während der Corona-Pandemie baute Swiss viele Beschäftigte ab. Im Zuge einer Impfpflicht trennte man sich abermals von zahlreichen Beschäftigten, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollten. Die Arbeitnehmervertreter fühlen sich von der Swiss-Geschäftsleitung regelrecht übergangen, denn während zahlreicher Sozialpartnergespräche wäre nie von einer Wetlease-Kooperation mit Air Baltic die Rede gewesen. Befürchtet wird, dass in Zukunft weitere Arbeitsplätze ins „billigere Ausland“ ausgelagert werden könnten. Gefordert wird, dass Swiss die Zusammenarbeit mit Air Baltic noch vor dem ersten Flug abblasen soll und künftig nur mit Fluggesellschaften, die auf mit Swiss vergleichbarem Niveau bezahlen, Wetlease-Verträge abschließen soll. Man ist der Ansicht, dass diese Vereinbarung die bisherige Sozialpartnerschaft unterwandern würde. Die betroffene Fluggesellschaft will die Vorwürfe der Arbeitnehmervertreter

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Heathrow verlängert „Passagier-Deckel“ bis Ende Oktober 2022

Der größte Flughafen des Vereinigten Königreichs, London-Heathrow, verlängert den vor einigen Wochen eingeführten täglichen Deckel für abfliegende Passagiere bis Ende Oktober 2022. Aufgrund von akutem Personalmangel beim Airport und vor Ort tätigen Dienstleistern entschied sich die Heathrow-Geschäftsleitung die Anzahl der Passagiere, die täglich diesen Flughafen nutzen dürfen, zu limitieren. Ursprünglich war die Maßnahme bis 11. September 2022 befristet, wurde jedoch rasch bis Ende September 2022 verlängert. Da es derzeit keine Aussicht auf kurzfristige Besserung gibt, verlängert man den „Deckel“ bis Ende Oktober 2022. Allerdings behält man sich gleichzeitig vor, dass dieser vorzeitig aufgehoben werden könnte. Homebase-Carrier British Airways hat bis Oktober 2022 rund 10.300 Flüge aus der Planung genommen und den Verkauf von Flugscheinen eingeschränkt.

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Skiathos: Wizz Air überrascht Passanten mit besonders niedrigem Landeanflug

Mit einer Länge von nur 1.628 Metern ist die Runway des griechischen Flughafens Skiathos nicht sonderlich lang. Größe Maschinen wie Airbus A321neo müssen daher möglichst frühzeitig aufsetzen. Die von Wizz Air betriebene HA-LZT überflog den kleinen Strand und die Straße besonders niedrig. Seit einigen Tagen sorgt ein von einem Planespotter zufällig aufgenommenes Video, das die Landung des genannten Airbus A321neo von Wizz Air zeigt, für Aufsehen in Sozialen Medien. Die HA-LZT fliegt quasi unmittelbar über den Köpfen von Passanten und Spottern. Zum Teil ducken dieses sich instinktiv. Passiert ist aber nichts. Der Mittelstreckenjet setzte sicher auf dem Flughafen Skiathos auf. Die verwunderten Passanten und Spotter waren allenfalls verwundert, jedoch wurde niemand durch den niedrigen Landeanflug verletzt. Das nachstehende Video, das zufällig aufgenommen und auf YouTube veröffentlicht wurde, zeigt die Szenerie.

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IFM-Angebot an Aktionäre: FWAG-Vorstand rät von Annahme ab

Der Vorstand der Flughafen Wien AG spricht sich gegen das Aktienkaufangebot der Airports Group Europe S.à r.l, einer indirekten Tochter von IFM Global Infrastructure Fund. Die Manager sind der Ansicht, dass der Preis, der pro Anteilsschein angeboten wird, zu niedrig ist. Über die genannte Tochter hält IFM derzeit 40 Prozent plus neun Aktien an der Flughafen Wien AG. Am 11. August 2022 gab man ein Pflichtangebot heraus, denn man will die Beteiligung auf bis zu 50 Prozent minus einer Aktie aufstocken. Dies löste aus, dass der Vorstand des größten österreichischen Airports eine vom Gesetzgeber geforderte Stellungnahme herausgeben muss. Dazu bediente sich das Management einem Gutachter. Anschließend erfolgte eine Prüfung durch den Aufsichtsrat. Das Kontrollgremium hat sich der Stellungnahme des Vorstands vollinhaltlich angeschlossen. Die Führung der Flughafen Wien AG rät den Aktionären das Angebot von IFM nicht anzunehmen. „Nach gewissenhafter Abwägung der zahlreichen Pro- und Kontra-Argumente empfiehlt der Vorstand den Aktionären, das Kaufangebot nicht anzunehmen. Das Kaufangebot stellt zwar grundsätzlich einen Vertrauensbeweis in die Performance der FWAG dar, aber in seiner Stellungnahme begründet der Vorstand umfassend, warum der angebotene Kaufpreis von 33 Euro pro Aktie angesichts der erwartbaren weiteren positiven Entwicklung des aktuell völlig entschuldeten und gut performenden Unternehmens als zu gering eingeschätzt wird. Weiters sieht der Vorstand die Gefahr, dass bei Annahme des Angebots die Liquidität und damit die Handelbarkeit der Aktie weiter eingeschränkt werden, was schließlich zu einem von Vorstand und Aufsichtsrat unerwünschten Abgang (Delisting) der FWAG-Aktie von der Börse führen könnte“, so der Vorstand der Flughafen Wien AG

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Regierung will Air Malta dichtmachen und mit Malta MedAir durchstarten

Die maltesische Regierung prüft derzeit die Auflösung der staatlichen Fluggesellschaft Air Malta. Hintergrund ist, dass die Lohnkosten als zu teuer gelten, um mit der Konkurrenz aus dem Lowcost-Segment mithalten zu können. Marktführer am Flughafen Luqa ist seit einiger Zeit die Ryanair Group. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund von Zweifeln in der Regierung, dass die Europäische Kommission Maltas Antrag auf ein staatlich finanziertes Corona-Rettungspaket in Höhe von 290 Millionen Euro für Air Malta genehmigen wird. Der Notfallplan würde in Kraft treten, falls Brüssel die staatliche Hilfe nicht genehmigt, was die Entlassung der gesamten Air Malta-Belegschaft zur Folge hätte. Für alle Mitarbeiter, die von der neuen staatlichen Fluggesellschaft wieder eingestellt werden, würden neue Verträge auf der Grundlage der aktuellen Marktbedingungen ausgearbeitet werden. Nach dem Vorbild von Alitalia/Ita Airways will man in diesem Szenario erreichen, dass die bestehende Konzernschwester Malta MedAir die Rolle der heutigen Air Malta übernimmt. Diese ist derzeit überwiegend im ACMI- und Chartereinsatz. Derzeit verfügt man über drei Airbus A320 und wartet auf die Auslieferung von fabrikneuen A320neo. Auch hat man in Gatwick und Heathrow Slots von Air Malta übernommen. Lokale Medien berichten, dass nicht alle Routen von Malta MedAir übernommen werden sollen. Betroffene Passagiere sollen Erstattungen oder aber Tickets für die Nachfolge-Airline erhalten. Air Malta hat zumindest seit dem Jahr 2005 erhebliche Verluste angehäuft. Man wollte sich zuletzt von rund 600 Mitarbeitern trennen, die neue Jobs in Behörden bekommen sollten, jedoch ist das Projekt ins Stocken geraten, weil deren Bezüge über jenen, die die Beamten bekommen, liegen würden.

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Finanzzahlen: Flughafen Stuttgart weiterhin in der Verlustzone

Unter den größeren deutschen Flughäfen erholt sich Stuttgart-Echterdingen besonders langsam. Der Airport hat die überwiegende Mehrheit des Lowcost-Verkehrs verloren, denn beispielsweise die Ryanair Group und Easyjet steuern die Hauptstadt von Baden-Württemberg nicht mehr an. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schrieb der Flughafen Stuttgart einen Verlust in der Höhe von 8,8 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 91 Millionen Euro und war damit deutlich niedriger als vor der Coronapandemie. Die genannten Zahlen stammen aus einer Beantwortung einer Anfrage im Landtag und wurden von der Betreibergesellschaft bestätigt. Immerhin konnte Stuttgart-Echterdingen den Verlust reduzieren, denn im Vorjahr lag der Fehlbetrag bei rund 25 Millionen Euro. Im ersten Coronajahr (2020) schrieb man gar rote Zahlen im Ausmaß von 100 Millionen Euro. Überraschend kommt der Fehlbetrag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres so ganz und gar nicht, denn die Geschäftsleitung teilte bereits im April 2022 mit, dass man der aktuellen Prognose nach das Gesamtjahr 2022 mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe abschließen wird. Stuttgart hatte im ersten Halbjahr 2022 rund 2,8 Millionen Fluggäste. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte man die Anzahl der Passagiere mehr als Verdreifachen. Allerdings lag man um etwa ein Drittel unter der Leistung, die man im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie hatte. Für das Gesamtjahr 2022 prognostiziert die Geschäftsleitung in etwa sechs Millionen Reisende.

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Leipzig: Air Moldova hat Chisinau aufgenommen

Die Fluggesellschaft Air Moldova hat am Dienstag eine Nonstop-Verbindung zwischen Chisinau und dem deutschen Leipzig/Halle aufgenommen. Im Regelfall wird diese Route mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A319 bedient. Nach äußerst langer Pause gibt es damit wieder eine Flugverbindung zwischen den beiden Städten. Angeboten werden die Flüge an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag. In Leipzig/Halle heben die Flüge mit Ziel Chisinau jeweils gegen 8 Uhr 00 ab. Der genannte Ort ist die Hauptstadt der Republik Moldau.

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Wegen chaotischer Zustände: Tui fordert von Flughäfen Schadenersatz

Passagiere sollen immer für alles Verständnis haben. Corona wird auch heute noch bei vielen Carriern aus Ausrede für Verspätungen und Streichungen herangezogen. Mittlerweile hat sich auch „Personalmangel am Flughafen“ schon gemausert. Kein „Verständnis“ will der Reisekonzern Tui aufbringen und will Schadenersatz von den Airports einfordern. Allein in den Kalendermonaten Mai und Juni 2022 hatte der deutsche Tour Operator aufgrund von Flugunregelmäßigkeiten Mehrkosten in der Höhe von 75 Millionen Euro. Diese verhageltem dem Konzern gar einen möglichen Quartalsgewinn. Die Kosten für stark verspätete oder abgesagte Flüge bleiben bei der Airline hängen und davon hat Tui nun die Schnauze voll und will Schadenersatz von den Airports sehen. Finanzchef Sebastian Ebel kündigte an, dass man an die Betreiber der Flughäfen herangetreten ist und von diesen entsprechende Kompensationen forderte. Im Mai und Juni 2022 waren primär Flughäfen im Vereinigten Königreich betroffen, jedoch seit dem Beginn der Sommerferien in zahlreichen deutschen Bundesländern fing sich Tuifly auch an den dortigen Airports erhebliche Verspätungen ein. Zum Teil war die Situation so prekär, dass viele Passagiere aufgrund enorm langer Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle ihren Flug gar nicht erreichen konnten. Momentan urteilen Gerichte zumeist so, dass wenn der Fluggast die von der Airline empfohlenen Zeiten für die Ankunft am Airport, eventuelle Kofferabgabe und den Gang durch die Sicherheitskontrolle einhält, dass die Airline haftet, wenn man dennoch den Flug verpasst. Konsumentenschützer empfehlen, dass man alles genau dokumentieren und gegebenenfalls auch Selfie-Fotos machen sollte. Das Austauschen von Kontaktdaten mit anderen Betroffenen kann sinnvoll sein, da man dann im Streitfall Zeugen hat.

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Gatwick: Norse Atlantic hat New-York-JFK-Flüge aufgenommen

Die junge Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways hat am Freitag ihren ersten Flug von London-Gatwick nach New York-JFK durchgeführt. Formal handelt es sich um einen Fünfte-Freiheit-Flug, da der Carrier weder über ein britisches noch ein amerikanisches AOC verfügt. Mittelfristig soll sich das ändern, denn der Konzern baut einen UK-Ableger auf, der dann von Gatwick aus mit britischen Zertifikaten aktiv sein soll. Derzeit fliegt man noch unter norwegischem AOC, was zur Folge hat, dass die Maschinen ein durchaus interessantes Routing ab Oslo nehmen müssen. Noch ist völlig offen wann die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs AOC und Betriebsgenehmigung erteilen wird. Erst vor rund zwei Monaten führte Norse Atlantic Airways den Erstflug auf der Strecke Oslo-New York JFK durch. In Kürze werden auch Langstreckenflüge in die Vereinigten Staaten von Amerika ab der deutschen Bundeshauptstadt Berlin folgen. Aus britischer Sicht ist Norse Atlantic Airways die siebente Fluggesellschaft, die zwischen London und New York tätig ist. Ab Gatwick gibt es allein auf der JFK-Strecke drei Anbieter. Vom genannten Airport aus, der künftig als Homebase von Norse Altlantic UK dienen soll, strebt man auch Ziele wie Los Angeles, Fort Lauderdale und andere USA-Destinationen an.

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Kredit: SAS konnte sich 700 Millionen U.S-Dollar organisieren

Die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft SAS konnte sich einen Kredit in der Höhe von 700 Millionen U.S-Dollar organisieren. Dieser wird von einem Fonds, der von Apollo Global Management verwaltet wird, gewährt. Es handelt sich laut SAS um eine spezielle Form der Überbrückungsfinanzierung, die Unternehmen, die sich in Chapter-11-Verfahren befinden, abschließen können. Die Firmengruppe befindet sich seit einigen Wochen in den Vereinigten Staaten von Amerika in dieser Form des Insolvenzverfahrens. Der Konzern will sich neu aufstellen. Die Debtor-in-Possession-Finanzierung soll es SAS ermöglichen, dass man in Kombination mit den aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschafteten Finanzmitteln den Verpflichtungen rund um das Chapter-11-Verfahren nachkommen kann. Die Kreditlaufzeit kann auf bis zu 1,5 Jahre aufgeblasen werden. Die Geschäftsleitung des Carriers erklärte über mehrere Monate hinweg, dass man dringend frisches Geld braucht. Schweden lehnte jede Form weiterer Staatshilfe ab, jedoch wollen sich Dänemark und Norwegen beteiligen. Das zuletzt genannte Land stimmte einer Umwandlung von Schulden in Aktien zu und wurde so wieder SAS-Teilhaber.

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