Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Transavia muss Angebot in Amsterdam reduzieren

Allein die Billigfluggesellschaft Transavia muss ab Amsterdam-Schiphol rund 200 Flüge aus dem Programm nehmen. Hintergrund ist, dass die Regierung der Niederlande entschieden hat, dass die Kapazität wegen dem akuten Personalmangel reduziert werden muss. Auch KLM und andere Carrier müssen ihr für den Sommer 2022 geplantes Schiphol-Angebot reduzieren. Derzeit erhalten viele Passagiere Benachrichtigungen von ihren Airlines, dass die für Juli und August 2022 gebuchten Flüge nicht wie ursprünglich geplant stattfinden werden. Die Vorgehensweise der Carrier ist unterschiedlich. Transavia-Chef Marcel de Nooijer erklärt unter anderem: „Es gibt eine Gruppe, die Opfer dieses Kapazitätsabbaus ist. Das tut weh. Das ist ein großer Verlust für unsere Passagiere und für unser Unternehmen. Die erzwungene Verringerung der Zahl der Fluggäste ist höchst unerwünscht und muss einmalig und von kurzer Dauer sein“. Olivier Jankovec, Generaldirektor des Flughafenverbandes ACI Europe sagt unter anderem: „Der Amsterdamer Flughafen Schiphol ist in vielerlei Hinsicht das, was die Niederlande größer macht, als sie sind. Unter diesem Gesichtspunkt besteht kein Zweifel, dass die Entscheidung der Regierung, die Kapazität des Flughafens erheblich zu reduzieren, die Niederlande kleiner machen wird“.

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Heathrow: British-Airways-Bodenpersonal kurz vor dem Streik

In die jüngste Streiksaison wird sich nun auch British Airways einreihen, denn das an der Homebase London-Heathrow stationierte Bodenpersonal stimmte für Arbeitsniederlegungen. Die zuständigen Gewerkschaften Unite und GMB wollen mehrere Tage zum Streik aufrufen. Hintergrund ist, dass die Arbeitnehmervertreter der Ansicht sind, dass der Umstand, dass im Bereich des Managements vormalige Lohnkürzungen zurückgenommen wurden, jedoch beim Bodenpersonal nicht. Je nach Berufsgruppe geht es um bis zu zehn Prozent des Monatslohns. Das wollen die Gewerkschaften nicht akzeptieren und es ist derzeit auch nicht ausgeschlossen, dass die Arbeitsniederlegungen auf Flugbegleiter und Piloten ausgedehnt werden könnten. Auch mit deren Vertretern ist man im Clinch. British Airways zeigt sich offiziell über den Umstand, dass die BA-Bodenmitarbeiter in Heathrow für Streik gestimmt haben, enttäuscht. Dennoch will man weiterhin verhandeln und hofft, dass der Streik so verhindert werden kann. Weniger optimistisch sind da die Gewerkschaften, denn diese wollen zunächst ein stark nachgebessertes Angebot sehen. BA hält entgegen, dass Einmalzahlungen ausgeschlagen worden wäre und man aufgrund der Pandemie rund vier Milliarden Pfund Verlust gemacht habe. Die Arbeitnehmervertreter wollen in den nächsten Tagen ihre Streiktermine bekanntgeben. Wenn die Arbeit niedergelegt wird, ist mit Chaos in Heathrow zu rechnen.

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Boeing und Norwegian legen Streit bei: 50 B737 Max 8 fix bestellt

Die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle und der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing haben eine Absichtserklärung, die Ende Mai 2022 unterschrieben wurde, in eine Festbestellung umgewandelt. Der Billigflieger hat nun 50 Boeing 737 Max 8 bestellt. Zuvor gab es zwischen den beiden Unternehmen erhebliche gerichtliche Auseinandersetzungen, denn Norwegian hatte sich im Zuge des Insolvenzverfahrens von einer vormaligen Großbestellung entledigt. Mit dem Konkurrenten Airbus konnte man sich einigen, jedoch wollte Boeing das einseitige Storno nicht einfach auf sich sitzen lassen. Nun konnte man am Verhandlungstisch alle Unstimmigkeiten beilegen. Norwegian Air Shuttle hat damit 50 Boeing 737 Max 8 fix bestellt. Weiters wurde kommuniziert, dass sich der Carrier Optionen für bis zu 30 weitere Exemplare gesichert hat. Norwegian musste sich im Zuge der Coronapandemie in mehreren Staaten in Insolvenzverfahren flüchten. Die Fluggesellschaft verkleinerte sich massiv und gab unter anderem die Langstrecke komplett auf.

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Costa: Zwei Kreuzfahrtschiffe wechseln zu Carnival

Innerhalb der Reederei-Gruppe Carnival werden zwei Schiffe den Betreiber wechseln: Die Costa Venezia und die Costa Firenze werden künftig von Carnival Cruise Line betrieben werden. Das erste Schiff soll im Frühjahr 2023 übergeben werden und das zweite im Laufe des Jahres 2024. Für die Passagiere soll sich aber nicht sonderlich viel ändern, denn man will die beiden Kreuzfahrtschiffe künftig als „Costa by Carnival“ vermarkten. Das hat seinen Grund, denn italienisches Flair soll dem U.S.-amerikanischen Markt schmackhaft gemacht werden. Dennoch kann es zu Änderungen der Touren kommen. Darüber will man in den nächsten Wochen informieren. „Dies ist eine aufregende Gelegenheit für uns, zwei weitere wunderschöne Schiffe der Vista-Klasse in den USA zu betreiben und denjenigen, die die Kultur, das Essen und die Atmosphäre Italiens lieben, ein einzigartiges Erlebnis zu bieten“, erklärt Carnival-Chefin Christine Duffy.

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Spanien bekommt 48 neue Eurofighter-Triebwerke

Das Eurojet-Turbo-Konsortium und die Nato-Agentur Netma haben im Rahmen der ILA Berlin einen Vertrag über die Lieferung von 48 neuen EJ200-Triebwerken für den Kampfjettyp Eurofighter Typhoon unterschrieben. Diese sind für die spanischen Streitkräfte bestimmt. Der bei der Luftfahrtmesse ILA Berlin unterzeichnete Vertrag zwischen General Miguel Ángel Martín Pérez, General Manager von NETMA, und Gerhard Bähr, CEO von EUROJET, umfasst EJ200-Triebwerke für das Kampfflugzeug Eurofighter Typhoon im Rahmen des Projekts Halcón. Das Flugzeug wird auf den Kanarischen Inseln in Dienst gestellt werden, als Ergänzung zur bestehenden spanischen Flotte aus 70 Eurofightern. Wie bei allen für die spanische Luftwaffe bestimmten EJ200-Triebwerken wird die Endmontage der Motoren von ITP Aero in dessen Werk in Ajalvir durchgeführt, wobei die Auslieferung ab 2024 geplant ist. Die Produktion der Triebwerkmodule wird von den vier Partnerunternehmen des EUROJET-Konsortiums durchgeführt: Rolls-Royce, MTU Aero Engines, ITP Aero und Avio Aero. Gerhard Bähr kommentierte bei Abschluss des Vertrages: „Ich möchte dem spanischen Kunden für das Vertrauen in die Eurofighter-Plattform, in das EUROJET-Konsortium sowie die Leistung und Nachhaltigkeit der EJ200-Triebwerke danken. Dieser Auftrag stärkt die Verteidigungsfähigkeit Europas und sichert zugleich langfristig zahlreiche hochqualifizierte Arbeitsplätze in der europäischen Luftfahrtindustrie.“ General Miguel Ángel Martín Pérez sagte: „Mit dem heutigen Halcón-Vertragsabschluss bringen wir mit 48 neuen EJ200-Triebwerken für Spanien eine gemeinsame neue Typhoon-Beschaffungsinitiative erfolgreich zu Ende. Dieser Zeitpunkt ist aus verschiedenen Gründen von strategischer Bedeutung: Es geht darum, die Erholung der Luftfahrtindustrie nach der COVID-Phase zu unterstützen, eine klare Botschaft bezüglich der Zuverlässigkeit des EJ200 zu senden und das Abschreckungspotenzial der NATO zu stärken.“

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Corendon sorgte mit „falscher Belavia“ für Aufsehen

Nein, die weißrussische Fluggesellschaft Belavia fliegt definitiv nicht mit einer Boeing 737 Max mit türkischer Registrierung in die Niederlande Es handelt sich um ein Flugzeug von Corendon Airlines, das ursprünglich für Belavia bestimmt war, jedoch aufgrund der Sanktionen nicht an diese übergeben werden durfte. Die TC-MKE erhielt bereits ab Werk die Livery der Belarus-Fluggesellschaft. Der Grund dafür ist simpel: Eigentlich war diese Boeing 737 Max 8 eben für den weißrussischen Carrier bestimmt und schon fix und fertig. Ausgeliefert werden dürfte die Maschine aber wegen der Sanktionen, die gegen Belarus erlassen wurden nicht. Corendon Airlines fand sich dann als alternativer Abnehmer. Selbstverständlich will Corendon Airlines nicht in Belavia-Livery fliegen und hat daher den betroffenen Mittelstreckenjet bereits im niederländischen Maastricht umlackieren lassen. Die TC-MKE wurde am 18. Juni 2022 vom „Paintshop“ aus nach Antalya überstellt und befindet sich in der Standardlackierung von Corendon Airlines im Liniendienst.

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Iberojet übernimmt Strecken: Wamos Air steigt aus dem Liniengeschäft aus

Die spanische Fluggesellschaft Wamos Air beendet ihren Ausflug ins Liniengeschäft und konzentriert sich künftig wieder auf Charter- und ACMI-Dienstleistungen sowie Frachtflüge. Das eigene Liniennetz hat man eingestellt. Iberojet wird einige Routen übernehmen. Wamos Air begründet die Entscheidung damit, dass man sich im Kerngeschäft als spanischer Marktführer positionieren möchte. Die Aufnahme eigener Linienflüge erfolgte im Zuge der Coronapandemie auch deswegen, weil man andernfalls die Flotte nicht ausreichend hätte beschäftigen können. Iberojet hat beispielsweise zwischen Madrid und Cancun sowie Punta Cana den Flugbetrieb von Wamos Air übernommen. Kunden, die bereits Tickets erworben haben, sollen von Iberojet befördert werden. Laut Mitteilung der beiden Unternehmen bleiben die Konditionen unverändert. Der Deal hat natürlich auch für Wamos Air einen Vorteil, denn Iberojet wird Maschinen von Wamos Air samt Personal anmieten, so dass sich das wirtschaftliche Risiko der Flüge zu Iberojet verschiebt.

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Spanien bestellt 20 weitere Eurofighter

Spaniens Luftwaffe wird die auf den Kanaren stationierten Kampfjets des Typs F-18 durch 20 weitere Eurofighter ersetzen. Die Beschaffung erfolgt über die Nato-Agentur Netma. Die spanischen Streitkräfte werden künftig 90 militärische Flugzeuge dieses Typs betreiben. Die neuen Eurofighter werden die Kampfflugzeug-Flotte der spanischen Luftstreitkräfte deutlich aufwerten und ermöglichen ihnen, sich mit dem modernsten in Europa entwickelten Kampfjet in das NATO-Bündnis einzubringen. Gleichzeitig sichert der Auftrag die industrielle Tätigkeit mindestens bis ins Jahr 2030. „Dieser zusätzliche Auftrag unterstreicht das Engagement Spaniens nicht nur für den Eurofighter, sondern auch für seine Entwicklung und sein industrielles Umfeld. Unser Dank gilt dem Kunden für seine entschlossene Haltung zur europäischen Verteidigung in einer Zeit, in der diese besonders dringend gebraucht wird“, erklärte Mike Schoellhorn, CEO von Airbus Defence and Space. Die Transaktion mit einem Wert von 2,043 Milliarden Euro wurde vom spanischen Kabinett am 14. Dezember 2021 beschlossen und umfasst neben den Flugzeugen und Triebwerken einen Simulator und die erforderlichen Supportservices. Die spanischen Luftstreitkräfte betreiben den Eurofighter seit 2003. Die Flotte ist an den Luftwaffenstützpunkten in Morón (11. Geschwader) und Albacete (14. Geschwader) stationiert und sichert von dort aus das spanische Hoheitsgebiet. Spanien war mit seinen Eurofightern auch an verschiedenen Air-Policing-Missionen im Baltikum und zuletzt auch am Schwarzen Meer beteiligt. Mit der Ankunft dieser neuen Flugzeuge kann Spanien einen dritten Stützpunkt, Gando auf den Kanarischen Inseln, wo das 46. Geschwader stationiert ist, mit Eurofightern ausstatten. Der spanische Eurofighter wird am Airbus-Standort Getafe (Spanien) montiert, getestet und ausgeliefert, was direkt und indirekt mehr als 20.000 Arbeitsplätze

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Deutschland: Luftwaffe hat ersten Airbus A321LR übernommen

Im Rahmen der ILA Berlin hat die deutsche Bundeswehr den ersten von vorerst zwei Airbus A321LR übernommen. Das Langstreckenflugzeug trägt die Registrierung 15+10 und wurde von Lufthansa Technik für den militärischen Einsatz umgerüstet. Die Luftwaffe ist Erstkunde einer militärischen Variante des A321LR. Lufthansa Technik begann den Umbau bereits im Dezember des Vorjahres. Die Maschine soll flexibel für den Truppen- und Passagiertransport, aber auch für den parlamentarischen Flugbetrieb eingesetzt werden. Die maximale Kapazität beträgt 136 Personen. Bei Bedarf kann die 15+10 auch als MedEvac-Flugzeug eingesetzt werden, denn die dafür notwendige Ausrüstung wurde von Lufthansa Technik im Auftrag der Bundeswehr eingebaut. Der Übergabe auf der ILA war ein intensives Test- und Abnahmeprogramm durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), die Wehrtechnische Dienststelle 61 und die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung vorausgegangen. Danach kann die bis dato zivil registrierte Maschine nun zeitnah die offizielle militärische Zulassung unter dem taktischen Kennzeichen 15+10 erhalten. Parallel dazu wurden auch bereits die ersten Flight-, Cabin- und Technik-Crews der Luftwaffe durch Lufthansa Technik und Lufthansa Technical Training umfassend für den Umgang mit dem neuen Muster A321LR geschult. Die Indienststellung des Schwesterflugzeugs mit der taktischen Kennung 15+11 wird in Kürze erwartet.

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BER bekommt per 1. September 2022 eine neue Entgeltordnung

Der Flughafen Berlin-Brandenburg hat grünes Licht für die neue Entgeltordnung, die am 1. September 2022 in Kraft treten soll, erhalten. Künftig müssen Flugzeuge, die aus Sicht des Airports zu laut sind, mehr bezahlen. Die Änderung der Entgeltordnung betrifft die Regelungen zum lärmbezogenen Start- und Landeentgelt. Das lärmbezogene Entgelt wird für Luftfahrzeuge ab einer höchstzulässigen Startmasse von 2.000 kg erhoben. Bisher wurden die Flugzeuge dafür anhand ihres Typs in unterschiedliche Lärmklassen eingeteilt. Das Lärmentgelt wurde pauschal berechnet. Künftig wird diese Vorgehensweise durch eine einzelfallbezogene Berechnung der Lärmentgelte ersetzt. Diese bemisst sich nach dem tatsächlich bei jedem einzelnen Start und jeder einzelnen Landung gemessenen Lärmpegel. „Wir freuen uns, dass dieses von uns entwickelte System zur differenzierten Berechnung der Lärmentgelte jetzt genehmigt ist. Die neue Methodik schafft einen finanziellen Anreiz für die Airlines, so leise wie möglich zu fliegen. Dies bezieht sich nicht nur auf den Einsatz der Maschinen, sondern auch auf die Nutzung entsprechender Flugverfahren zur Minderung des Lärms. Das Ergebnis kommt vor allem unseren Nachbarn zu Gute: Die neue Regelung trägt zu einer Reduzierung des Lärms für alle Anwohner bei“, so Flughafenchefin Aletta von Massenbach. Für jeden Start und für jede Landung müssen Fluggesellschaften Entgelte an den jeweiligen Flughafen zahlen. Wie hoch diese ausfallen, hängt von vielen Faktoren ab – vom Gewicht des eingesetzten Flugzeuges, von der Anzahl der Passagiere, von der Tageszeit und von den Lärmemissionen der Maschine. Für deutsche Flughäfen schreibt der Gesetzgeber vor, dass bei der Berechnung der Flughafenentgelte eine Lärmkomponente enthalten sein muss. Die Flughafenentgelte, die für

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