Amely Mizzi

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Amely Mizzi

OLG Wien untersagt Flixbus Datenerfassung für Direktwerbung

Der Fernbusanbieter Flixbus erlitt vor dem Oberlandesgericht Wien eine herbe juristische Niederlage. Das Gericht erklärte die bisherige Praxis, dass nach der Eingabe der E-Mail-Adresse beim Buchungsvorgang zusätzlich zur Übermittlung der Fahrkarten auch Werbung zugeschickt wird, für unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verein für Konsumenteninformation hatte im Auftrag des österreichischen Sozialministeriums die Flix SE geklagt. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse erscheint die Klausel, dass die E-Mail-Adresse dazu genutzt wird, den Kunden die Buchungsbestätigung sowie zusätzliche Angebote rund ums Reisen zu senden. Um dem Erhalt dieser E-Mails zu widersprechen, müssen Kundinnen und Kunden eine gesonderte Nachricht an die Flix SE schicken. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab der Unterlassungsklage statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Flix SE ist der größte Betreiber von Fernbusverbindungen in Europa. Weiters ist man unter anderem in Deutschland auch als privates Eisenbahnunternehmen tätig. Die Muttergesellschaft tritt seit einiger Zeit als „Flix“ auf. Für das Busangebot nutzt man die Marke „Flixbus“ und die Zugtickets werden als „Flixtrain“ vermarktet. Laut Verein für Konsumenteninformation ist bei Onlinebuchungen die Eingabe einer E-Mail-Adresse verbindlich. Unter dem Eingabefeld für die E-Mail-Adresse findet sich folgender Text: „Wir nutzen Deine E-Mail-Adresse, um Dir die Buchungsbestätigung sowie zusätzliche Angebote rund ums Reisen zu senden. Du kannst dem Erhalt dieser E-Mails jederzeit kostenlos widersprechen. Sende hierfür eine E-Mail an ‚unsubscribe(at)flixbus.com‘.“ Das OLG Wien gab der Klage des VKI statt und bestätigte gleich mehrere Gesetzesverstöße. Es liegt keine rechtskonforme vorherige Einwilligung zur Direktwerbung vor. Eine Einwilligung muss nämlich freiwillig für den bestimmten Fall, in informierter Weise

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de Havilland will Dash-8-400-Produktion in neuem Werk reaktivieren

Der kanadische Flugzeugbauer de Havilland strebt die Wiederaufnahme der derzeit pausierenden Produktion des Turbopropmusters Dash 8-400 an. Diese sollen aber nicht mehr in Downsview, sondern in Alberta gebaut werden. De Havilland Canada wird die Produktion am seit 1929 genutzten Standort endgültig aufgeben. Das Werk befindet sich weiterhin im Eigentum von Bombardier, jedoch least man dieses seit der Übernahme des Dash 8-400-Programms. Künftig sollen die Flugzeuge in einem Neubau in Alberta gefertigt werden. Der Flugzeugbauer hat im Vorjahr die Produktion der Dash 8-400 mangels Neuaufträgen temporär eingestellt. Man hat die letzten Aufträge abgearbeitet und seither war unklar, ob man dieses Muster jemals wieder produzieren wird. Nun machte de Havilland klar, dass man die Montage in Alberta neu starten wird. Auch eine modernisierte Variante ist angedacht. Doch zunächst werden andere Produkte Priorität haben. Zunächst werden der DHC-515 Firefighter und die modernisierte Variante der DHC-6 Twin Otter anlaufen. Die Dash-8-Herstellung soll erst zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden. Einen genauen Termin nannte de Havilland aber noch nicht. De Havilland wies darauf hin, dass das Unternehmen derzeit eine umfassende Überprüfung der DHC-6 Twin Otter durchführe, um sicherzustellen, dass das Produkt für das aktuelle Betriebsumfeld geeignet sei. De Havilland geht davon aus, dass diese Überprüfung bis Ende 2022 abgeschlossen sein wird und das Unternehmen dann besser weiß, worauf es sich bei der künftigen Twin Otter-Produktion konzentrieren wird. Anschließend wird man die Aufmerksamkeit der Dash 8-400 zukommen lassen. 15 Jahre Bauzeit für neues Werk Das neue Werksgelände wird den Namen „de Havilland Field“ tragen. Es wird

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Brasilien: Azul flottet ersten Airbus A350-900 ein

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul hat ihren ersten von vorerst vier Airbus A350-900 übernommen. Es handelt sich um ein gebrauchtes Flugzeug, das vormals bei Hongkong Airlines im Einsatz war. Die Maschine ist 4,9 Jahre alt und trägt bereits die Livery von Azul Linhas Aéreas Brasileiras. Unter der temporären Registrierung F-WTAO wurde dieser Airbus A350-900 in der vergangenen Woche von Lourdes-Tarbes nach Sao Paulo Viracopos überstellt. In Brasilien trägt die Maschine nun das Luftfahrtkennzeichen PR-AOY. Azul wird insgesamt vier Langstreckenflugzeuge dieses Typs einflotten. Man bedient sich dem Angebot auf dem Gebrauchtmarkt. Eine weitere Einheit soll noch vor Jahresende 2022 nach Brasilien überstellt werden. Allerdings ist die Art und Weise wie die Jets bezogen werden durchaus kurios. Diese wurden einst selbst in Auftrag gegeben, jedoch nicht abgenommen. Stattdessen wurden die betroffenen Airbus A350-900 nach Hongkong ausgeliefert. Der bisherige Nutzer verkleinert die Flotte massiv, was auch am Kollaps der HNA Group liegt.

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Ab 2025: Island tritt Eurocontrol bei

Die Flugsicherung Islands will sich mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2025 der Eurocontrol anschließen. Derzeit nimmt man an den Aktivitäten der europäischen Organisation in nur eingeschränktem Umfang teil. Zum 1. Jänner 2025 will Island Vollmitglied der Eurocontrol werden. In Vorbereitung darauf wird man in verschiedenen Arbeitsgruppen als Beobachter teilnehmen. Eurocontrol-Generaldirektor Eamonn Brennan begrüßt den Beitritt und erklärt unter anderem, dass Island eine Destination ist, die sich stark steigender Nachfrage erfreut. Momentan gehören 41 europäische Staaten der Organisation an. Der Beitritt führt dazu, dass 42 Länder teilnehmen werden. Dies habe für Eurocontrol einige strategische Vorteile. Brennan ist der Ansicht, dass dies auch für Fluggesellschaften zu betrieblichen Verbesserungen führen wird.

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Österreichs Tourismusbranche erholt sich langsam von Corona

Die österreichische Tourismusbranche wurde von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen, denn aufgrund von Lockdowns, harter Einreise- und Quarantänebestimmungen und Beherbergungsverbote war die Nachfrage zeitweise auf fast Null eingebrochen. Mittlerweile konnten sich die Betriebe wieder erholen. Die heimischen Beherbergungsbetriebe im Jänner noch rund ein Drittel (‑32,6%) weniger Nächtigungen als im Vergleichszeitraum 2019, verringerte sich der Rückstand bis Juli auf durchschnittlich 15,3%. Dieser deutliche Aufwärtstrend ist vor allem auf die erste Hälfte der Sommersaison 2022 (Mai bis Juli) zurückzuführen, wo mit 37,2 Mio. Übernachtungen beinahe schon wieder das Vorkrisenniveau erreicht wurde (‑4,3%). Trotz einer zunehmenden Erholung in der Tourismusbranche seit Jahresbeginn 2022 bleiben die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft schwierig. Zum einen besteht Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie, zum anderen wird die Entwicklung der europäischen und auch österreichischen Wirtschaft durch die Energiekrise und hohe Preissteigerungsraten gehemmt. Diese Unsicherheit zeichnet sich bereits im aktuellen WIFO-Konjunkturtest vom August 2022 ab, wobei die Unternehmen auf die aktuelle Beschäftigungs- und Geschäftslage verweisen. Obwohl die sektorale Beschäftigung im Juli über jener des Juli 2019 lag, zeigte sich bei der Arbeitslosigkeit in der Branche bereits seit Juli 2021 (mit Ausnahme des Lockdown-Monats Dezember 2021) ein rückläufiger Trend gegenüber 2019. Der von der Branche immer wieder beklagte Arbeitskräftemangel dürfte somit mit einem trotz steigenden Beschäftigungsverhältnissen geringeren Arbeitsvolumen verbunden sein. Im weiteren Verlauf des Winters 2022/23 bleiben die wirtschaftlichen Unsicherheiten groß: Kommt es zu einer Einschränkung der Gaslieferungen aus Russland oder sogar zu einem vollständigen Stopp dieser Lieferungen, ist eine Rezession in Europa wahrscheinlich. Zudem wird die Inflation bis

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IATA streicht Newark aus dem NYC-Area-Code

Der Newark Liberty International Airport ist eines der wichtigsten Drehkreuze für die Metropole New York. Ab 3. Oktober 2022 wird dieser Flughafen vom Weltluftfahrtverband IATA nicht mehr unter dem Area-Code NYC gelistet sein. In und rund um New York befinden sich zahlreiche Airports. Für den internationalen Flugverkehr sind Newark (EWR) und John F. Kennedy (JFK) von hoher Bedeutung. Für Inlandsflüge spielt auch der La Guardia Airport (LGA) eine wichtige Rolle. Weiters bestehen einige kleinere Flughäfen wie Teterboro (TEB) oder Stewart International (SWF), die jedoch im direkten Vergleich mit ihren drei großen Konkurrenten im Passagierverkehr eine nur verschwindend geringe Rolle spielen. Fast alle Verkehrsflughäfen, die über regelmäßige Passagierflüge verfügen, haben einen von der IATA einzigartig vergebenen Code. Beispielsweise lautet jener für Wien „VIE“ oder jener von Paris-Orly „ORY“. Manchmal können die Abkürzungen auch verwirrend sein, denn St. Petersburg trägt den Code „LED“. Das ist historisch bedingt, denn während der sowjetischen Zeit wurde die Stadt Leningrad genannt. Neben den Abkürzungen für die Flughäfen gibt es auch so genannte Area-Codes. Diese können mehrere Airports umfassen und bezeichnen vereinfacht gesagt die Region. Beispielsweise trägt London die Abkürzung „LON“. Diesem Regio-Code sind dann die Airports, die jeweils ihren eigene Abkürzung haben, untergeordnet. Es kommt nicht sonderlich oft vor, dass die IATA bestehende Airports aus einem Area-Code entfernt. Den Flughafen Newark wird man ab Anfang Oktober 2022 nicht mehr dem Area-Code NYC zuordnen. Auf den ersten Blick hat das für Passagiere keine besondere Bedeutung, da auf deren Tickets ohnehin die Abkürzung des jeweiligen Airports vermerkt ist.

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Lufthansa Cargo legt A321P2F-Flüge nach London-Heathrow auf

Im Winterflugplan 2022/23 plant Lufthansa Cargo eine regelmäßige Frachtflugverbindung mit Airbus A321P2F zwischen Frankfurt am Main und London-Heathrow durchzuführen. Derzeit ist geplant, dass die Strecke zweimal wöchentlich bedient werden soll. Die Lufthansa Group flottet seit einiger Zeit Frachtflugzeuge des Typs Airbus A321P2F ein. Dabei handelt es sich um ehemalige Passagierflugzeuge, die für ihr neues Aufgabengebiet in Cargomaschinen umgebaut wurden. Beispielsweise wurde ein A321, der vormals bei Niki und Laudamotion im Einsatz war, umgerüstet. Operativ wird dieser Flugzeugtyp von Lufthansa Cityline im Auftrag von Lufthansa Cargo betrieben. Ab 2. November 2022 soll dieses Muster zweimal wöchentlich für reine Frachtflüge auf der Strecke Frankfurt am Main-London Heathrow eingesetzt werden. Die Durchführung des Services ist für die Verkehrstage Mittwoch und Freitag geplant. Dabei soll der A321P2F jeweils um 9 Uhr 15 unter der Flugnummer LH8358 am größten Airport Deutschlands abheben. Die britische Hauptstadt wird man gegen 9 Uhr 55 Lokalzeit erreichen. Der Rückflug hebt als LH8359 um 11 Uhr 25 in Heathrow ab und wird um 13 Uhr 55 Frankfurt am Main erreichen.

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Flughafen Stuttgart hat selbstfahrenden Schneepflug getestet

Am Stuttgarter Flughafen wurde erstmals ein völlig autonom fahrendes Schneeräumfahrzeug getestet. Dieses stammt aus dem Hause Aebi Schmidt. Die ersten Ergebnisse stimmen den Airport zuversichtlich. Die mit dem sogenannten AirfieldPilot der Aebi Schmidt Group ausgestatteten Flughafenkehrblasgeräte sind in der Lage, Runway, Rollwege und das Vorfeld fahrerlos von Schnee und Eis zu befreien. Genau festgelegte Strecken können sie am Stuttgart Airport bereits autonom zurücklegen. Bei den Testfahrten erprobten die Teams von Aebi Schmidt und dem Landesflughafen diverse Funktionen. Dazu zählen das Abfahren einer Route, die Interaktion mit anderen, herkömmlichen Winterdienstgeräten bei Fahrten im Konvoi sowie den Einsatz von Schneepflug, Kehrwalze und Gebläse entsprechend vorgegebener Räumkonzepte. Die neue Technologie soll dabei helfen, dass der Flughafen selbst bei schlechter Sicht durch Dunkelheit oder Nebel immer einwandfrei und schnell geräumt wird. Das System arbeitet bei der Routenaufzeichnung sowie der autonomen Bearbeitung mit hochpräzisen satellitengestützten Diensten. Die Schneeräumung an Flughäfen zu automatisieren, gilt als anspruchsvoll. Dort herrschen ohnehin besondere Verkehrsbedingungen, die durch Winterwetter noch erschwert werden. Die Anforderungen an Sicherheit und Effizienz sind hoch. Autonome Fahrzeuge müssen sich in die Flughafenprozesse integrieren und zentimetergenau arbeiten. Zur Sicherheit sitzt bei den Tests noch stets eine Person im Fahrzeug, die es stoppen könnte. Wann die Neuentwicklungen erstmals regulär bei Schnee und Eis am STR zum Einsatz kommen können, ist vor allem noch von rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Einzelne Komponenten der Winterdienstfahrzeuge können schon seit einiger Zeit automatisiert betrieben werden. Nun ist dem Hersteller ein vollintegriertes System gelungen, bei dem LKW und Kehrblasgerät über dieselbe Plattform gesteuert werden. Die

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Royal Air Maroc mit neuem Catering und neuen Uniformen

Das Oneworld-Mitglied Royal Air Maroc will sich selbst frischen Wind verpassen. Die Besatzungen und das Bodenpersonal erscheinen künftig in einem neuen Look. Die neue Dienstkleidung wird bereits sukzessive an die Mitarbeiter ausgegeben. Der Carrier erklärt unter anderem, dass man die neuen Uniformen habe speziell entwerfen lassen. Diese sollen Eleganz und gleichzeitig ein seriöses Image zeigen. „Sie vereinen Authentizität und Modernität und verwenden kreative Elemente aus dem marokkanischen und afrikanischen Erbe. Dazu gehören die dekorativen Mosaikmuster und die charakteristischen Schnitte des regionalen kulturellen und handwerklichen Erbes sowie die hellen und warmen Farben, die ebenfalls von der Umgebung inspiriert sind, wie die Farbe „Amethyst“, die neue visuelle Signatur der Marke“, so Royal Air Maroc. Catering-Angebot erweitert Im Bereich der Bordverpflegung gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Die Fluggesellschaft will künftig die „marokkanische Gastfreundschaft personalisieren und fördern“. Dazu hat man in Zusammenarbeit mit lokalen Spitzenköchen neue Menüs entwerfen lassen. Man will eine Auswahl an lokalen, afrikanischen und internationalen Gerichten servieren. Das Angebot ist je nach Beförderungsklasse und Flugdauer gestaffelt. In der Business-Class will man künftig à la carte-Menüs anbieten. Damit will man der gut zahlenden Kundschaft ermöglichen, dass mehr Individualität möglich ist. Generell wird man künftig immer eine vegetarische Alternative an Bord haben. In der Economy-Class sowie auf sehr kurzen Flügen auch in der Business-Class werden Mealboxes ausgegeben. Deren Umfang ist laut Royal Air Maroc an die Flugdauer angepasst. Schritt für Schritt will man auch den Kabinen einen neuen Look verpassen. Auch an den Flughäfen, die man ansteuert, sollen die Wartebereiche erneuert werden. Dabei soll

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Kanada vor Aufhebung der Einreise-Impfpflicht

Die kanadische Regierung plant die bisher für die Einreise vorgeschriebene Covid-19-Impfpflicht mit Wirksamkeit zum 30. September 2022 aufzuhaben. Premierminister Justin Trudeau äußerte sich dazu noch nicht offiziell. Mehrere große Tageszeitungen berichten unter Berufung auf unterschiedliche Regierungsquellen, dass die bislang praktizierte für die Einreise vorgeschriebenen Covid-19-Impfungen per 30. September 2022 aufgehoben werden sollen. Damit würde Kanada, das derzeit noch besonders strenge Einreisebestimmungen praktiziert, die Regeln wesentlich lockern. Auch sollen die bislang noch stichprobenartigen Einreise-Coronatests abgeschafft werden. Die derzeit noch vorgeschriebene Nutzung der ArriveCAN-App soll künftig nur noch freiwillig, jedoch nicht mehr verpflichtend sein.  Mit offiziellen Erklärungen seitens der kanadischen Regierung wird für die nächsten Tage gerechnet.

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