Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Kein weiteres Geld vom Staat: SAS kämpft ums Überleben

Die Finanzlage des skandinavischen Star-Alliance-Mitglieds SAS ist stark angespannt. Der schwedische Staat will keine weiteren Finanzhilfen leisten. Das Wirtschaftsministerium gab jedoch bekannt, dass die Schulden, die man gegenüber dem Staat hat, in Eigenkapital umgewandelt werden dürfen. Zusätzliche Finanzmittel will man nicht bereitstellen. Auch stellte die Regierung klar, dass man dauerhaft nicht an SAS beteiligt bleiben will und die Anteile verkaufen wird. Für den angeschlagenen Carrier ist die Zustimmung des schwedischen Staats dennoch ein Erfolg, denn die Umwandlung der Schulden in Aktien reduziert den Schuldenberg. SAS sagte letzte Woche, dass es eine neue Kapitalspritze in Höhe von 9,5 Milliarden Schwedische Kronen benötige, wenn sein Umstrukturierungsplan funktionieren solle. Keiner der Aktionäre, einschließlich Schweden und Dänemark – die Haupteigentümer mit Anteilen von jeweils 21,8 Prozent – hat sich jedoch auf den Plan eingelassen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich Investoren für eine Übernahme von SAS interessieren sollen. Allerdings sind zu diesem Projekt nur wenige Details bekannt. Auch sollen die Interessenten eine mögliche Transaktion an Einsparungen knüpfen. Es ist also damit zu rechnen, dass die Gewerkschaften Widerstand leisten könnten. Sollte eine Rekapitalisierung des Carriers scheitern, wird eine mögliche Insolvenz mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen.

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Gewerkschaft ruft zum Pilotenstreik bei SAS auf

Bei der skandinavischen Fluggesellschaft SAS könnte es noch im Juni 2022 zu Pilotenstreiks kommen. Nachdem die jüngsten Verhandlungen gescheitert sind, hat die Gewerkschaft SPF die Geschäftsleitung und die Behörden über die entsprechenden Pläne informiert. Laut Mitteilung der Arbeitnehmervertreter soll ab 29. Juni 2022 in Dänemark, Norwegen und Schweden gestreikt werden. Sofern zuvor keine Einigung erzielt werden kann, ist mit erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen. Die Fluggesellschaft SAS gilt als finanziell schwer angeschlagen. Die Gespräche zwischen Arbeitgeber und den Pilotenvertretern laufen seit November 2021. Am Donnerstag gab die Gewerkschaft der Flugzeugführer bekannt, dass diese gescheitert sind und man nun die Mitglieder zum Streik aufruft. Unter anderem geht es darum, dass während der Pandemie in etwa die Hälfte der Piloten mit Wiedereinstellungszusage gekündigt wurden. Allerdings wurde nur wenige Flugzeugführer tatsächlich wieder beschäftigt. Weiters sind die bestehenden Tarifvereinbarungen am 31. März 2022 ausgelaufen. Neue Verträge wurden nicht abgeschlossen. Die SAS-Führung habe die Vorschläge der Gewerkschaft abgelehnt, so dass nun zur Arbeitsniederlegung aufgerufen wird. Es wird damit gerechnet, dass sich etwa 900 Piloten beteiligen könnten. Zuletzt haben die SAS-Flugzeugführer im Jahr 2019 rund eine Woche lang gestreikt.

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Slowenien: Solinair hat Cargo-Charter in die USA beantragt

Die slowenische Fluggesellschaft Solinair hat beim U.S.-amerikanischen Verkehrsministerium die Zulassung für Fracht-Charterflüge in die Vereinigten Staaten von Amerika beantragt. Laut Antrag will man diese selbst oder von zertifizierten Subunternehmern durchführen lassen. Sobald Slowenien von der FAA geprüft und als Land der Kategorie 1 zertifiziert worden ist, wird das Unternehmen möglicherweise zum Eigenbetrieb übergehen. Derzeit verfügt das Land über keine IASA-Kategorie, da es sich noch nie einem vollständigen FAA-Audit unterzogen hat, berichtet CH-Aviation.com. Solinair wollte sich zur Berichterstattung nicht äußern. Derzeit besteht die Flotte aus zwei Airbus A300-600RF. Eine weitere Maschine ist laut CH-Aviation.com von der türkischen Konzernschwester MNG Airlines anmietet. Man ist unter anderem für DHL Express im Einsatz.

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Malta Tourism Authority mit neuem Chef

Die Malta Tourism Authority steht unter neuer Leitung: Der bisherige Deputy-CEO, Carlo Micallef, wurde zum neuen Chief Executive Officer ernannt. Er ist seit 2014 in führenden Positionen für das maltesische Tourismus-Management tätig. Die Malta Tourism Authority ist vergleichbar mit der Österreich-Werbung und vermarktet Malta mit dem Ziel mehr Touristen ins Land zu locken im Ausland. „Die Ernennung von Carlo Micallef ist für die Malta Tourism Authority ein natürlicher Schritt nach vorn. Mit ihm an der Spitze bleibt die MTA ein proaktiver Gestalter des maltesischen Tourismus und eine Triebkraft, die diesen Sektor voranbringt und in Richtung Qualität und Nachhaltigkeit weiterentwickelt. Dies sind die Säulen unseres nationalen Tourismusproduktes. Und dafür steht Carlo Micallef“, so Tourismusminister Clayton Bartolo.

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Mavi Gök Airlines legt Antalya-Charter ab Deutschland und Österreich auf

Die türkische Fluggesellschaft Mavi Gök Airlines legt ab 11. Juli 2022 einige Charterflüge von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Nürnberg und Wien nach Antalya auf. Diese sind über alle Marken der Anex Tourism Group buchbar. Der Carrier ist eine Tochtergesellschaft der genannten Firmengruppe, die unter den Marken Anex Tour, Bucher Reisen, Neckermann Reisen und Öger Tours in der D-A-CH-Region präsent sind. Unternehmensangaben nach werden kurzfristig rund 30.000 Sitzplätze nach Antalya aufgelegt. „Wir sehen in Deutschland eine anhaltend hohe Nachfrage für Türkeireisen, die im Verlauf der Sommersaison durch fehlende Flugkapazitäten limitiert werden könnte. Mit dem Einsatz der MGA stellen wir unseren Vertriebspartnern zusätzliche Flugsitze zur Verfügung und sichern uns zugleich eigene Flugkapazitäten am Markt. Somit können wir gemeinsam, auch mit unseren türkischen Hotelpartnern, weiterhin vom Aufschwung des Türkeitourismus in Deutschland profitieren“, so Deutschland-Chef Murat Kizilsac. Mavi Gök Airlines ist eine neugegründete Charterfluggesellschaft mit Sitz in der Türkei. Das Unternehmen gehört der Anex Group an und soll noch heuer den Flugbetrieb aufnehmen. Neben Azur Airlines handelt es sich um die zweite Airlinemarke der Firmengruppe.

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Ab 16. Juni 2022: Bamboo nimmt zweite Frankfurt-Strecke auf

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airways beabsichtigt ab 16. Juni 2022 von Hi-Chi-Minh-Stadt aus den größten Airport Deutschlands, Frankfurt am Main anzusteuern. Man will mit Boeing 787 fliegen. Laut Mitteilung des Carriers soll vorerst ein wöchentlicher Umlauf durchgeführt werden. Geplant ist, dass zunächst am Verkehrstag Donnerstag geflogen werden soll. Je nach Nachfrage kann man sich vorstellen, dass weitere Frequenzen hinzugefügt werden. In Frankfurt am Main ist Bamboo Airways bereits präsent. Seit Feber 2022 steuert man diesen Airport von Hanoi aus an. Es handelte sich damals um die erste Deutschland-Strecke der vietnamesischen Fluggesellschaft. Auch München hat man im Fokus und will damit die Präsenz auf dem deutschen Markt stark ausbauen.

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Tyrolean Jet Services bestellt „fliegende Autos“

Der österreichische Businessjet-Operator Tyrolean Jet Services hat sich dazu entschlossen fliegende Autos des Typs Pal-V Liberty zu kaufen. Diese sollen für regionale Luftfahrtdienste auf der so genannten Last Mile eingesetzt werden. Die Bedarfsfluggesellschaft gehört dem Swarovski-Konzern an und ist einer der größten Businessjet-Operators in Österreich. Künftig will man auch so genannte fliegende Autos betreiben. Im Rahmen der European Business Aviation Convention and Exhibition hat man einen entsprechenden Kaufvertrag mit dem niederländischen Anbieter Pal-V unterschrieben. „Der aufkommende Markt für fortschrittliche Luftmobilität ist ein heißes Thema auf der EBACE. Wir repräsentieren das FlyDrive-Segment dieses neuen Marktes, in dem zahlreiche Marken ihre neuesten Innovationen für den aufstrebenden Markt vorstellen. Anstatt von Plattform zu Plattform oder von Flughafen zu Flughafen zu gehen, bieten wir die Möglichkeit, mit dem Flugzeug von Tür zu Tür zu gehen. Dieses FlyDrive-Segment wird den Beginn des Advanced Air Mobility-Marktes markieren.“.  so Pal-V-Chef Robert Dingemanse Das Fluggerät ist nicht nur für Privatpersonen gedacht, sondern wird auch von Fachleuten für Taxidienste, Beobachtungs- und Inspektionsflüge eingesetzt. Mit einer Flugreichweite von 400-500 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h kann der Pal-V Liberty von Paris nach London fliegen und in die Stadt fahren. Derzeit hat der Pal-V Liberty die Straßenzulassung erhalten und kann auf den Straßen Europas gesehen werden. Das Fahrzeug durchläuft derzeit ein umfangreiches Programm zur Demonstration der Konformität, um die letzte Phase der EASA-Zertifizierung abzuschließen. Erst kürzlich erteilte die slowakische Zivilluftfahrtbehörde einem Konkurrenzmodell die luftfahrtrechtliche Erstzulassung.

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Südafrika: BA-Franchisenehmer Comair soll liquidiert werden

Der südafrikanischen Fluggesellschaft Comair droht das endgültige Aus, denn weder der Geschäftsleitung noch dem Insolvenzverwalter ist es gelungen die notwendigen Gelder für die Fortführung des Geschäftsbetriebs auf die Beine zu stellen. Comair ist eine der ältesten privaten Fluggesellschaften in Südafrika und in erster Linie unter der Marke Kulula aktiv. Weiters ist man Franchisenehmer von British Airways und führt unter deren Brand Flüge auf eigene Rechnung durch. Besser gesagt: Führte, denn der Flugbetrieb musste kürzlich neuerlich eingestellt werden. Der Carrier musste daraufhin ein Gläubigerschutzverfahren anmelden. Bereits vor einigen Wochen standen die Maschinen kurzzeitig am Boden, denn die Zivilluftfahrtbehörde hatte aufgrund von Verstößen gegen Auflagen Flugverbot erteilt. Es ist zwar gelungen diese auszuräumen, jedoch war man danach nicht sonderlich lange in der Luft, denn es folgte die Pleite. Man war zunächst zuversichtlich, dass man spätestens im dritten Quartal 2022 den nächsten Neustart hinlegen kann, jedoch dürfte sich diese Hoffnung zerschlagen haben. Der Masseverwalter hat beim zuständigen Gericht die Einleitung der Liquidation beantragt, denn die noch vorhandenen Finanzmittel reichen nicht aus. Man konnte trotz intensiver Bemühungen kein frisches Geld auftreiben und auch keinen seriösen Investor finden. Daher droht dem traditionsreichen Carrier, der bereits im Jahr 1946 gegründet wurde, nun die gerichtliche Liquidation.

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Citrus: S7 Airlines bläst Lowcoster-Projekt ab

Eigentlich wollte die russische Fluggesellschaft S7 Airlines heuer den Billigableger Citrus an den Start bringen. Dieser Plan wurde verworfen, denn das vorgesehene Fluggerät hat man aufgrund der Sanktionen, die gegen die Russische Föderation verhängt wurden, nicht zur Verfügung. Vor dem kriegerischen Überfall der russischen Armee gegen die Ukraine haben zahlreiche Carrier angekündigt, dass sie sich in eine Billigfluggesellschaft umwandeln wollen oder aber entsprechende Ableger an den Start bringen wollen. In den meisten Fällen waren hierfür Maschinen der Hersteller Boeing und/oder Airbus vorgesehen. So auch im Fall von S7 Airlines. Man wollte Citrus mit modernen Airbus A320neo ausrüsten, jedoch kommt man wegen der Sanktionen an keine werkneuen Flugzeuge. Bei jenen, die man bereits hat, steht die Ersatzteilversorgung in den Sternen. Zwar will die russische Regierung, dass zu „Marke Eigenbau“ gegriffen wird, aber S7 Airlines ist der Ansicht, dass man unter den aktuellen Umständen keine neue Billigfluggesellschaft an den Start bringen kann. Die Anzahl der internationalen Destinationen, die man ansteuern könnte, ist ohnehin nicht mehr sonderlich groß und reines Inlandsgeschäft wäre höchstwahrscheinlich nicht rentabel. Daher entschied sich die S7 Group das Projekt Citrus auf Eis zu legen. Man wird laut einer offiziellen Erklärung den Lowcoster – zumindest vorläufig – nicht an den Start bringen. Begründet wird dies auch damit, dass das man nicht an das benötigte Fluggerät kommt. Ob man das Billigprojekt zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgreifen wird, ist derzeit überhaupt nicht absehbar.

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Wizz Air tiefer in die Verlustzone gerutscht

Die Wizz AIr Group konnte im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz um 125 Prozent auf 1,663 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich war man tief in den roten Zahlen, denn der Reinverlust wuchs um 12 Prozent auf 642,5 Millionen Euro an. Die Firmengruppe konnte zwar das Ebitda um 89 Prozent auf 465,3 Millionen Euro steigern und damit auch den Betriebsverlust um 12 Prozent auf 465,3 Millionen Euro senken, jedoch baute man unter dem Strich den Reinverlust auf 642,5 Millionen Euro aus. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die Treibstoffkosten stark steigend sind. Während des laufenden Geschäftsjahres will man mit jener Kapazität, die man vor der Pandemie hatte wieder in der Luft sein. Je nach Marktentwicklung soll diese sogar übertroffen werden. Konzernchef Jozsef Varadi gibt sich zuversichtlich, dass es gelingen wird das volle Flugprogramm und voll ausgelastete Maschinen zu haben.

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