Jan Gruber

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Jan Gruber

CityLine gab letzten A340-300 zurück

Lufthansa CityLine hat den Betrieb von Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A340-300 beendet. Die sechs Maschinen wurden zurück auf das AOC der Konzernmutter verschoben, bestätigte ein Konzernsprecher gegenüber CH-Aviation.com. In den Jahren 2015 und 2016 wurden insgesamt sechs Vierstrahler bei Lufthansa CityLine eingeflottet. Unter dem Projektnamen „Jump“ sollten diese insbesondere auf touristischen Strecken eingesetzt werden und das mit niedrigeren Personalkosten. Im Zuge der „Ocean“-Vorbereitungen zieht sich CityLine wieder von der Langstrecke zurück. Die ersten drei A340-300 wurden bereits vor dem Beginn der Corona-Krise an Lufthansa zurückgegeben. Nun folgten die restlichen Vierstrahler. Es ist allerdings auch darauf hinzuweisen, dass mit der D-AIFA eine Maschine im Juni 2018 auf dem Flughafen Frankfurt am Main aufgrund eines Brandes beschädigt wurde. Eine Gerätschaft des Airports geriet in Brand und die Flammen schlugen auf den A340-300 über. Da das Flugzeug gerade abgestellt war, gab es keine Verletzten.  CH-Aviation.com berichtet unter Berufung auf einen Lufthansa-Sprecher, dass mit der D-AIFE die letzte Einheit an die Konzernmutter zurückgegeben wurde. Der Vorgang wurde in den letzten Tagen des Juli 2020 abgeschlossen.

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Malta MedAir führte ersten Linienflug durch

Die Fluggesellschaft Malta MedAir, ursprünglich als „Spareinheit“ für Air Malta gegründet, steigt nun auf eigene Rechnung ins Liniengeschäft ein. Die Flotte besteht aus einem Airbus A320, der bisher im Wetlease für Air Malta im Einsatz war. Ein bisschen verworren ist die Luftfahrt-Strategie der Republik Malta schon. Air Malta befindet sich vollständig im Staatseigentum, ehe mit Malta MedAir ein zweiter „Nationalcarrier“ gegründet wurde, um insbesondere hinsichtlich der Löhne Druck auf die Piloten ausüben zu können. Die zuletzt genannte Fluggesellschaft flog bislang nicht auf eigene Rechnung, sondern fast ausschließlich im Wetlease für Air Malta. Der ehemalige Tourismusminister Konrad Mizzi gilt als Mastermind dieser Strategie und plante Malta MedAir als Grundlage für Langstreckenflüge, die mit Airbus A321XLR durchgeführt werden sollten, zu verwenden. Mit dem nicht ganz freiwilligen Rücktritt des Politikers ist dieses Projekt zumindest vorläufig eingeschlafen. Übrig geblieben ist Malta MedAir, deren Dienstleistungen die ebenfalls staatliche Air Malta nun nicht mehr benötigt. Mehrheitlich im Eigentum der Republik Malta befindet sich übrigens auch Malta Air. Auch dieser Carrier wurde unter maßgeblicher politischer Schützenhilfe des Konrad Mizzi ins Leben gerufen und wird defacto von Minderheitsaktionär Ryanair kontrolliert. Flugzeuge in eigener Livery von Malta Air existieren noch nicht, sollen jedoch laut Michael O’Leary mit der Einflottung von Boeing 737-Max-200 folgen. Ryanair baut sich übrigens mit Lauda Europe Ltd. einen zweiten maltesischen Carrier in die Firmengruppe. Am Samstag führte Malta MedAir unter dem Two-Letter-Code MM den ersten Linienflug auf eigene Rechnung durch. Dieser führte von Luqa nach Warschau und zurück. In den nächsten Wochen sollen weitere Destinationen

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Tui sucht Partner für die Airline-Sparte

Der Reisekonzern Tui ist auf der Suche nach einem Partner für die Airline-Sparte der Firmengruppe. Der Zugriff auf die Kapazitäten der Fluggesellschaften wäre für Tui wichtig, jedoch bedeute dies nicht, dass die Airlines und Flugzeuge auch in der Bilanz aufscheinen müssen, so Fritz Joussen gegenüber der Börsenzeitung. Dennoch schließt der Manager aus, dass es zu Notverkäufen kommen werde. Auch werde es nicht dazu kommen, dass auf eine reine Leasingflotte umgestellt werden. Als Vorbild für die Neuorganisation des Airlinebereichs soll die Schiffssparte dienen. Hier kooperiert man seit einigen Jahren mit einem Partner in Form eines Gemeinschaftsunternehmens.  Angesichts der Corona-Krise wird die derzeit aus 150 Flugzeugen bestehende Konzernflotte verkleinert. Joussen bestätigte, dass in Deutschland künftig nur noch 17 Boeing 737 betrieben werden. Auch bei den Schwestern wird es zu Kürzungen kommen. Das Langstrecken-Comeback der deutschen Tuifly liegt vorerst auf Eis. In den letzten Wochen gab es Spekulationen, dass Condor und Tui in Form eines Joint-Ventures zusammenarbeiten könnten. Die ehemalige Thomas-Cook-Tochter ist insolvent und befindet sich in einem so genannten Schutzschirmverfahren. Durch staatliche Finanzspritzen wird der Carrier allerdings in der Luft gehalten. Fritz Jousssen wollte Spekulationen zu einer möglichen Kooperation mit Condor nicht kommentieren.

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Wien: Ryanair nahm neue Routen auf

In den letzten Tagen nahm die Ryanair Group einige zusätzliche Strecken ab Wien auf. Der Konzern bietet ab diesem Airport rund 60 Sommerstrecken an. Die Durchführung der Flüge erfolgt durch Lauda, Buzz und Ryanair DAC. Ab Winterflugplan 2020/21 sollen auch von Malta Air betriebene Maschinen zum Einsatz kommen. Die österreichische Tochter Laudamotion GmbH wird in absehbarer Zeit geschlossen und durch die maltesische Neugründung Lauda Europe Ltd. ersetzt. Dadurch ergibt sich, dass die A320-Flotte künftig auf den maltesischen Inseln registriert sein wird und Lauda keine österreichische, sondern eine maltesische Fluggesellschaft sein wird. „Ryanair freut sich, diese neuen Sommerflugverbindungen von/nach Wien im Juli und August dieses Jahres offiziell zu starten. Wiener Kunden können nun die lang ersehnten Städtereisen oder Urlaube zu Destinationen wie Spanien, Italien, Malta, Kroatien und Griechenland buchen und dabei mit Ryanair, Europas beliebtester Fluglinie, zu den günstigsten Tarifen fliegen“, so Ryanair-Sprecherin Tanja Ehrlich in einer Aussendung.

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Brussels führt Lufthansa-Tarifmodell ein

Die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines stellt mit Wirksamkeit zum 1. September 2020 die Tarifstruktur um. Man übernimmt das Modell, das bereits bei Swiss, Austrian Airlines und Lufthansa praktiziert wird.  Lediglich auf das Buy-on-Board-Catering wird temporär unter Hinweis auf die EASA-Empfehlungen in Sachen COVID-19 verzichtet. Tickets in den neuen Tarifen sind ab 18. August 2020 für Abflüge ab 1. September 2020 buchbar.

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USA: Virgin Atlantic beantragt Chapter-15-Verfahren

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic meldete in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 15 des lokalen Insolvenzrechts an. Nach Erklärung des Carriers soll dieses die Restrukturierung des Carriers ermöglichen. Staatshilfen hat man seitens des Vereinigten Königreichs nicht erhalten. Beim beantragten Chapter-15-Verfahren handelt es sich um eine Besonderheit des U.S.-amerikanischen Insolvenzrechts. Dieses ist explizit ausländischen Unternehmen vorbehalten und soll diese vor Klagen U.S.-amerikanischer Gläubiger schützen. Eventuelle Schulden wird man dadurch nicht los, denn es muss ein Sanierungsplan vorgelegt und umgesetzt werden. Im U.S.-Recht stehen der Erhalt des Unternehmens und insbesondere der Jobs im Vordergrund, sofern möglich.

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Airbus schickt A220-500 in die Warteschleife

Die Corona-Krise hat auch zur Folge, dass Airbus das Projekt A220-500 in die Warteschleife schickt. Dies habe momentan „keine Priorität“, bestätigte Nordamerika-Manager Jeff Knittel gegenüber dem Portal Simple Flying. Eine komplette Einstellung der Planungen für eine gestreckte Version des A220-300 sieht man in der jüngsten Entscheidung jedoch nicht. Auch scheint seitens verschiedener Fluggesellschaften durchaus eine Nachfrage für das Muster zu bestehen, jedoch machte Corona zumindest temporär einen Strich durch die Rechnung.

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Fraport-Chef Schulte: „Wachstum nicht vor 2023“

Der Chef des börsennotierten Flughafenbetreibers Fraport, Stefan Schulte, rechnet damit, dass es erst im Jahr 2023 wieder ein „moderates Wachstum“ im Flugverkehr geben wird. Bis dahin wird es eine lange Durststrecke für die Branche. Fraport wird daher zwischen 3.000 und 4.000 Stellen abbauen. Hierbei wolle man sozialverträgliche Maßnahmen setzen, über die mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden soll. Die natürliche Fluktuation reicht nach Ansicht der Konzernspitze nicht aus um den Personalüberhang abbauen zu können. Es wird auch damit gerechnet, dass in den Jahren 2022 und 2023 die Anzahl der abgefertigten Passagiere um 15 bis 20 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019 liegen wird. Allein am Standort Frankfurt am Main beschäftigt Fraport etwa 16.000 Mitarbeiter, die sich überwiegend in Kurzarbeit befinden. Aus finanzieller Sicht war das zweite Quartal 2020 für die Fraport AG natürlich ein Desaster. Man schrieb einen Verlust in der Höhe von 182 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum konnte man noch einen Gewinn von 127 Millionen Euro ausweisen. Der Umsatz brach um drei Viertel auf 250 Millionen Euro ein. Auf dem Kapitalmarkt besorgte sich die Fraport AG rund 1,3 Milliarden Euro und begab im Juli 2020 eine Anleihe, die 800 Millionen Euro schwer ist. Der Cash-Bestand wurde mit drei Milliarden Euro beziffert. Man sieht sich hinsichtlich der Liquidität bis mindestens Ende 2021 abgesichert.

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Juli: Aufwärtstrend bei Wizzair erkennbar

Die Wizzair Group zählte im Juli 2020 konzernweit 1.824.452 Passagiere. Bedingt durch die Corona Pandemie liegt man damit um rund zwei Millionen Fluggäste unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 60,5 Prozent kommuniziert. Aus den von Wizzair veröffentlichten Passagierzahlen ist ersichtlich, dass die Auslastung langsam wieder steigt. Zwar lag diese in der Zeit „vor Corona“ bei dieser Fluggesellschaft im Regelfall zwischen 90 und 95 Prozent, jedoch verbesserte man sich nun von 52,2 Prozent im Juni auf 60,5 Prozent im Juli 2020.  Noch deutlicher Sichtbar wird dies an Hand der von Wizzair beförderten Fluggäste: Im Jänner und Feber 2020 hatte man noch jeweils weit über drei Millionen Reisende an Bord. Im März transportierte man noch 1.754.032 Fluggäste ehe im April 2020 aufgrund von Flugverboten und des Lockdowns ein Einbruch auf 78.389 Passagiere erfolgte. Seit Mai (126.549 Fluggäste) geht es bei Wizzair offensichtlich wieder bergauf: Im Juni hatte man 502.253 Passagiere an Bord und zuletzt im Juli waren es 1.824.452 Reisende. Ein Aufwärtstrend ist zwar klar erkennbar, doch ist man noch meilenweit von den Werten der Vorjahre entfernt.

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Juli: Ryanair mit 70 Prozent weniger Passagieren

Der Ryanair Group beförderte im Comeback-Monat Juli rund 4,4 Millionen Passagiere. Die Transportleistung von Lauda wird seitens der börsennotierten Holding nicht mehr separat ausgewiesen, da die Österreich-Tochter nicht mehr unter eigenen Flugnummern, sondern für die Schwester Ryanair DAC fliegt. Im Juli des Vorjahres flog die Firmengruppe 14,8 Millionen Reisende. Das bedeutet, dass ein Rückgang von 70 Prozent verzeichnet wurde. Dieser ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Ryanair erklärt, dass man im Juli 2020 rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Flugplans durchgeführt habe und die Auslastung bei 72 Prozent lag. Auch über das gesamte bisherige Jahr 2020 machen sich die Folgen der Pandemie deutlich bemerkbar, denn in den ersten sieben Monaten verzeichnete der Billigflieger einen Rückgang um 35 Prozent. Man beförderte rund 96,8 Millionen Fluggäste.

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