Jan Gruber

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Jan Gruber

Staatshilfe: LOT verhandelt über eine Milliarde Euro

Das polnische Star-Alliance-Mitglied LOT befindet sich mit der Regierung in Verhandlungen über staatliche Beihilfen in der Höhe von rund einer Milliarde Euro. Der Finanzbedarf besteht aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise, geht aus dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervor. Der Carrier befindet sich über die Holdinggesellschaft PGL vollständig im Eigentum des polnischen Staats. Diese signalisierte in den vergangenen Wochen wiederholt, dass man einer finanziellen Unterstützung der LOT offen und positiv gegenüber steht. Konkrete Zahlen wurden jedoch bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht genannt. Die Fluggesellschaft schreibt, dass zur Vermeidung eines Liquiditätsverlustes bis Jahresende etwa 65 Millionen Euro benötigt werden. LOT erhielt erst im Jahr 2012 eine staatliche Finanzspritze in der Höhe von rund 117 Millionen Euro. Ohne den Umstand der Corona-Pandemie wären weitere Unterstützungen erst ab 2022 wieder möglich. Die EU-Kommission handhabt diese Vorschrift aufgrund der für Airlines fatalen Situation – eben geschuldet der Covid-19-Krise – eher locker und gab bislang europaweit für nahezu alle Beihilfen für Fluggesellschaften grünes Licht. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Kommission in Sachen LOT anders verhalten wird.

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Spanien beteiligt sich an IAG-Kapitalerhöhung

Spanien wird sich über den Staatsfonds SEPI an der geplanten Kapitalerhöhung der International Airlines Group beteiligen. Der Ministerrat gab hierfür grünes Licht. Zuvor stand auch ein Ausstieg aus dem britisch-spanischen Gemeinschaftskonzern kurzzeitig zur Debatte. SEPI hält derzeit 2,52 Prozent an der IAG und wird im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa 69,3 Millionen Euro einbringen. Das Gesamtvolumen der von den Aktionären Anfang September 2020 bewilligten Kapitalaufstockung beträgt 2,74 Milliarden Euro. Die spanische Staatsholding erhält durch die Teilnahme keine Sonderrechte, sondern verhindert lediglich die Verwässerung der Beteiligung. Auch Großaktionär Qatar Airways wird bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung mitziehen.

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Wizzair prüft weitere Bases in Italien

Der ungarische Billigflieger Wizzair befindet sich eigenen Angaben nach mit „fünf bis sechs“ italienischen Flughäfen in Gesprächen über die Eröffnung weiterer Bases. Konzernchef József Váradi bezeichnete im Gespräch mit der Tageszeitung „Corrie della Sera“ den italienischen Markt als „strategisch wichtig“. Erst kürzlich kündigte der pinkfarbene Billigflieger die Stationierung und Airbus-Jets in Malpensa und Catania an. An welchen Airports Wizzair expandieren wird, lässt Váradi allerdings noch offen. Es gäbe einige Sub-Märkte im Norden und Süden, die interessant sind, jedoch hängen die Entscheidungen davon ab wie attraktiv diese tatsächlich sind. Auch weitere Flüge innerhalb von Italien werden nicht ausgeschlossen. Der Airline-Chef erklärte, dass diese sich bislang aufgrund der stabilen Nachfrage als sicherer Polster erwiesen hätten. „Es ist eine Möglichkeit, das Risiko in diesem Zeitraum zu mindern, da der Inlandsmarkt widerstandsfähiger ist und nicht von den Auswirkungen von Grenzbeschränkungen betroffen ist“, so Váradi.

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Handelsblatt: Lufthansa soll Umgehung des Boni-Verbots diskutiert haben

Lufthansa darf an das Management aufgrund der Staatshilfe in der Höhe von rund neun Milliarden Euro keine Boni ausbezahlen. In den letzten Tagen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat darüber wie diese Klausel umgangen werden kann, berichtet das Handelsblatt. Als Argument wird angeführt, dass die Spitzenjobs ohne Boni nicht attraktiv wären und man so bei der Personalsuche eingeschränkt wäre. Heftige Reaktionen aus der deutschen Politik haben nicht lange auf sich warten lassen. Laut Handelsblatt habe Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley Pläne präsentiert wie man trotz Boni-Verbots entsprechende Sonderzahlungen an das Management ausbezahlen könnte. Wohl aufgrund der harschen Redaktion aus der deutschen Politik sollen diese aber ad-acta gelegt worden sein. Ein Lufthansa-Sprecher dementierte gar, dass Kley jemals derartige Pläne vorgelegt hatte. In Österreich brachte sich das Management der Tochter Austrian Airlines Anfang August bedingt durch die Auszahlung von Boni – wohlgemerkt unmittelbar vor der Ausschüttung der Staatshilfe – ins Kreuzfeuer der politischen und öffentlichen Kritik. Zwar handelte es sich um Gehaltsbestandteile aus dem Vorjahr und waren mit hoher Wahrscheinlichkeit juristisch gesehen korrekt, doch der moralische Druck war so hoch, dass die AUA-Spitze einknickte und die Rückzahlung mitteilte. Allerdings ist das Geld nur gestundet und könnte zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Austrian Airlines wieder ohne Hilfe von außen stabil auf eigenen Beinen steht, ausbezahlt werden. Bei Lufthansa ist die Diskussion aber eine komplett andere. Es geht nicht um Gehaltsbestandteile aus dem Vorjahr, sondern darum wie Spitzenmanager trotz des vertraglich vereinbarten Boni-Verbots in den Genuss von Sonderzahlungen kommen könnten. Ein durchaus sehr heißes Eisen, wenn ein Unternehmen

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Norwegian verhandelt über mögliche Verstaatlichung

Die Finanzlage des bereits vor der Corona-Pandemie angeschlagenen Carriers Norwegian Air Shuttle spitzte sich in den letzten Wochen weiter zu. Verschiedene lokale Medien berichten, dass die Unternehmensspitze mit der norwegischen Regierung Gespräche über eine mögliche Verstaatlichung führt. Die bereits ausbezahlten Kredite, für die Norwegen haftet, sollen nicht ausreichen, um den Billigflieger durch den Winter zu bringen. Offenbar ging das Norwegian-Management, ähnlich wie andere Airlines auch, davon aus, dass die Nachfrage ab den Sommermonaten kontinuierlich anzieht. Mit neuerlichen Reise- und Quarantänerichtlinien verschiedenster Länder hatte man zumindest in dem momentan praktizierten Flickenteppich nicht gerechnet. Die Lage ist bei Norwegian nun so fatal, dass nur der Einstieg des Staats und damit verbundene Finanzmittel das Unternehmen über den Winter bringen können. Derzeit wird verhandelt, ob es leidglich eine Minderheitsbeteiligung oder eine vollständige Verstaatlichung werden könnte. Die Verhandlungen sind aber noch in einem recht frühem Stadium und können durchaus auch platzen. Norwegische Medien schrieben, dass ein möglicher Einstieg des Staats nur temporär sein soll und die Anteile nach der Krise wieder verkauft werden sollen. Als Hemmschuh könnte sich aber erweisen, dass Norwegian Air Shuttle bereits vor der Corona-Pandemie schwer angeschlagen war und aus dieser Zeit einen hohen Schuldenberg mitschleppt. Letztlich wird sich zeigen, ob die Gespräche zur Rettung des Billigfliegers führen werden oder ob eventuelle eine alternative Lösung, beispielsweise weitere staatlich garantierte Kredite, gefunden werden kann.

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Neues Helvetic-Pop-Up-Ziel: Florenz

Seit Juli 2020 bietet die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways in Kooperation mit Reiseveranstaltern regelmäßig so genannte Pop-Up-Flüge an. Durchgeführt wurden bereits Ausflüge nach Brač, Dubrovnik und Zakynthos. Nun steht Florenz auf dem Flugplan. Der Regiocarrier musste aufgrund sich laufend verändernder Einreise- und Quarantänebestimmungen auch Pop-Up-Flüge absagen. Von 23. bis 25. Oktober 2020 bietet man nun eine Kurzreise nach Florenz an. Helvetic Airways erklärte, dass man die Flüge mit Embraer 190-E2 durchführen wird. Die Kosten für die Pauschalreise betragen 625 Schweizer Franken bzw. 845 Schweizer Franken, wenn das Golftrip-Paket dazu gebucht werden. Gebucht werden kann sowohl über Helvetic Airways als auch über den Veranstalter Infiniti-Golf. Flugplan: Flug 2L8362 23.10.2020 ZRH 09:00 FLR 10:10Flug 2L8363 25.10.2020 FLR 18:00 ZRH 19:15

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Lufthansa: 700.000 Kunden warten noch auf ihr Geld

Rund drei Milliarden Euro habe die Lufthansa Group bislang an Kunden zurückbezahlt. Dies teilte der Konzern am Freitag mit. Allerdings hätte die Rückzahlung gemäß der Gesetzeslage binnen sieben Tagen erfolgen müssen. Seitens der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wurde diesbezüglich eine Klage bei Gericht eingebracht. Lufthansa erklärt in einer Medienaussendung, dass bis 30. September 2020 rund drei Milliarden Euro an etwa sieben Millionen Kunden erstattet wurden. Die Angabe soll die Tochtergesellschaften einschließen. Demnach sollen noch rund 700.000 Kunden auf Rückzahlungen in der Höhe von etwa 350 Millionen Euro warten. Der Konzern schreibt: „Ständig wechselnde Reisestriktionen und die aktuellen politischen Beschlüsse zwingen Lufthansa dazu, Flugpläne immer wieder kurzfristig und umfangreich zu ändern. Das führt zu unvermeidlichen Flugstreichungen. Die damit verbundenen Erstattungsanträge werden so schnell wie möglich bearbeitet. Daher wird sich die Zahl der offenen Erstattungsanträge weiter dynamisch entwickeln, in den kommenden Wochen weiter abnehmen, aber nicht gänzlich null erreichen.“ Lufthansa Group Airlines       Betrag ausbezahlter Erstattungen In Mrd. EUR  3,0 Anzahl erstatteter Tickets in Mio. 7,0 Anzahl insgesamt noch offener Erstattungsanträge (inkl. neuer Anfragen) in Mio.   0,7

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Austrian Airlines lagert Boeing 777 in Arizona ein

Eine Boeing 777-200ER der Austrian Airlines wird ab 12. Oktober 2020 einen neuen Parkplatz bekommen. Die Nachfrage ist aufgrund der Corona-Pandemie im Keller und daher stehen sich weltweit viele Flugzeuge, insbesondere Langstreckenmaschinen, die Räder platt. Parken am Flughafen Wien ist jedoch nicht ganz billig. Die Long-Haul-Flotte besteht bei Austrian Airlines derzeit aus sechs Boeing 767-300ER, die im Schnitt 24,7 Jahre alt sind. Ebenso verfügt man über sechs Boeing 777-200ER, die durchschnittlich 19,8 Jahre auf dem Buckel haben. Bereits kurz nach Beginn des Corona-Lockdowns wurde seitens der AUA verkündet, dass die drei ältesten 767 bis 2022 die Flotte verlassen sollen Dabei handelt es sich um die OE-LAT, die es auf 29 Jahre bringt, die knapp über 28-jährige OE-LAW und die OE-LAX, die ebenfalls bald 28 Jahre alt ist. Jeden Tag entstehen Austrian Airlines am Flughafen Wien-Schwechat horrende Parkkosten. Diese belaufen sich allein für die Boeing 777-Flotte laut öffentlich zugänglichem Preisverzeichnis auf etwa 36.000 Euro pro Monat. Pro Maschine und Woche fallen in etwa 1.500 Euro an. Für die Boeing 767 sind in etwa 1.100 Euro pro Woche und Flugzeug zu entrichten. Die Kurz- und Mittelstreckenmaschinen sind erheblich günstiger. Beispielsweise ist die DHC Dash 8-400 mit „nur“ 219 Euro pro Woche schon fast ein Schnäppchen. Doch was macht man mit Langstreckenflugzeugen, die definitiv wertvoll sind, jedoch völlig unklar ist wann man sie wieder braucht? Man schickt sie in die Wüste! In der Luftfahrt nennt man so umgangssprachlich das so genannte Long Time Storage. Aufgrund der klimatischen Bedingungen konnten sich einige Wüsten-Airports in

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VC: „Lufthansa opfert unter Kostendruck hohe Ausbildungsstandards“

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ist stinksauer über die Schließung der Lufthansa-Flugschule in Bremen und dem damit verbunden Aufruf des Konzerns die Ausbildung abzubrechen. Der Kranich-Konzern würde sich seiner sozialen Verantwortung entziehen, kritisiert die VC. „Nur bei einem sehr geringen Prozentsatz will die Lufthansa die Zusagen, die sie den jungen Menschen für ihre Zukunft gemacht hat, einhalten, während die verbleibenden Schüler mit fragwürdigen Angeboten unter Druck gesetzt werden. So müssten die Schüler der Lufthansa-spezifischen MPL-Lehrgänge im Falle der Weiterführung ihrer Ausbildung an externe Flugschulen wechseln und dadurch zahlreiche Nachteile in Kauf nehmen. Ihre Ausbildung würde dadurch so tiefgreifend verändert, dass sie nach der Krise nicht berechtigt wären, für die Lufthansa Airline zu fliegen. Deren Strahlkraft hatte das Management der Lufthansa Aviation Training noch 2018 marketingwirksam genutzt, um 500 Flugschüler pro Jahr für eine Pilotenausbildung bei der LH Group zu rekrutieren. Heute ist der LAT jedes Mittel recht, sich der Leute zu entledigen“, schreibt die Gewerkschaft in einer Medienerklärung. Die Vereinigung Cockpit befürchtet ach, dass die bisher sehr hohen Standards, die in der Lufthansa Group für einen Pilotenjob angewandt werden, geopfert werden könnten. Bislang lag – nach positivem Auswahlverfahren – das Ausbildungsrisiko bei Lufthansa. Die VC ortet, dass dieses nun allein auf die Kadetten verschoben wird. „Dadurch werden die hohen Ausbildungsstandards zugunsten des Kostendrucks geopfert, wodurch die Vereinigung Cockpit unter Zugzwang gesetzt wird, zukünftig eine niedrigere Qualifikation im Cockpit der Lufthansa zu akzeptieren“, so die VC. „Der Umgang mit den Flugschülern in Bremen ist beschämend,“ sagt Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der

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Griechenland: Tourismus und Passagierzahlen stark eingebrochen

Verzeichnete Griechenland im Vorjahr noch Rekordumsätze in der Touristik, so war das Corona-Jahr 2020 eher ein Desaster. Um 78 Prozent weniger Passagiere landeten und die Umsätze, die aus dem wichtigen Standbein Tourismus erzielt werden, werden bis Jahresende bei nur 20 Prozent des Vorjahreswerts liegen. Dies erklärte Tourismusminister Harry Theoharis. Der Politiker führte auch an, dass äußerst wichtige Herkunftsmärkte wie Israel, die Russische Föderation, die USA, Kanada, Australien und die Türkei fast vollständig weggebrochen sind. Auch innerhalb der Europäischen Union entschieden sich erheblich weniger Menschen für einen Urlaub in Griechenland und diverse Restriktionen, beispielsweise seitens Italiens, hätten der Nachfrage nochmals einen deutlichen Dämpfer verpasst. Die von Theoharis genannten Zahlen machen sich auch am Flughafen Athen bemerkbar. Dieser verzeichnete unmittelbar nach dem Lockdown einen 80-prozentigen Rückgang. Im Juli und August lag das Minus bei etwa 70 Prozent und im September 2020 bei Minus 70 Prozent. Die Regional- und Inselflughäfen schnitten kaum besser ab, denn gemeinsam zählten diese in der Sommersaison nur 3,3 Millionen ankommende Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 70 Prozent. „Der griechische Tourismus hat in diesem Jahr drei sehr wichtige Ziele erreicht: Erstens gab der Tourismusmarkt Griechenland ein Vertrauensvotum. Zweitens wurde der Markenname und der gute Ruf des Landes, die während der ersten Welle der Pandemie entstanden waren, während der Touristensaison nicht nur beibehalten, sondern auch gestärkt. Und drittens war die Implementierung von Gesundheitsprotokollen vorbildlich“, ist Harry Theoharis dennoch erfreut, dass der Sektor bislang mit einem „blauen Auge“ durchgekommen ist.

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