Jan Gruber

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Jan Gruber

Gläubigerschutz beantragt: Lynx Air stellt den Flugbetrieb ein

Die kanadische Billigfluggesellschaft Lynx Air wird am Montag, den 26. Feber 2024 den Flugbetrieb einstellen. Gleichzeitig hat man bekanntgegeben, dass ein Gläubigerschutzverfahren beim zuständigen Gericht beantragt wurde. „In den vergangenen zwei Jahren wurde viel Arbeit in das Wachstum und die Expansion von Lynx Air gesteckt, um den Kanadiern ein kostengünstiges, nahtloses Reiseerlebnis zu bieten. Der zunehmende finanzielle Druck im Zusammenhang mit der Inflation, den Treibstoffkosten, den Wechselkursen, den Kapitalkosten, den regulatorischen Kosten und dem Wettbewerb auf dem kanadischen Markt hat sich jedoch letztendlich als ein zu steiler Berg erwiesen, als dass unser Unternehmen ihn hätte überwinden können. Schweren Herzens verlassen wir den Luftraum. Wir hoffen, dass unsere Vision, mehr Kanadier zum Fliegen zu inspirieren, in unserer Abwesenheit bei unseren Passagieren Spuren hinterlässt“, erklärt die betroffene Fluggesellschaft zu den Gründen der Vorgehensweise. Lynx Air wurde erst im Jahr 2021 gegründet und nutzt den Flughafen Calgary als Homebase. Die Flotte besteht momentan aus neun Boeing 737-Max-8, die ein durchschnittliches Alter von 2,9 Jahren aufweisen. Man ist als Lowcoster positioniert und hauptsächlich innerhalb Kanadas unterwegs. Zum Zeitpunkt der Einstellung des Flugbetriebs teilte der Carrier wie folgt mit: „Lynx Air wird den Flugbetrieb am Montag, 26. Februar, um 12:01 Uhr MT einstellen“. Gleichzeitig hat man beim zuständigen Gericht ein Gläubigerschutzverfahren nach kanadischem Recht beantragt. Die finanziellen Mittel scheinen nicht ausreichend zu sein, um während diesem weiter fliegen zu können. Ob der Flugbetrieb jemals reaktiviert werden kann, dürfte wohl davon abhängen, ob sich ein neuer Investor findet oder nicht.

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Taipeh: China Airlines nimmt Kagoshima-Flüge auf

Die Fluggesellschaft China Airlines wird ab 7. Mai 2025 auch Flüge ab Wien über Taipeh nach Kagoshima bedienen. Der Verkauf von Tickets wurde Anfang dieser Woche aufgenommen. Zwischen Wien und der Hauptstadt der Republik China kommen im Regelfall Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350 zum Einsatz. Diese verfügen auch über Business- und Premium-Economy-Class. Als zusätzliche Annehmlichkeit werden kostenlose Zugtickets und/oder ein Limousinenservice zum Flughafen Wien angeboten. Preisnachlässe gibt es beispielsweise für Studenten.

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Palestinian Airlines kündigt mit Propaganda-Posting das „Comeback“ an

Die Fluggesellschaft Palestinian Airlines hat seit der Gründung im Jahr 1995 eine äußerst bewegte Geschichte hinter sich. Diese ist auch von vielen Jahren der fliegerischen Inaktivität geprägt. Eigentlich sollte der Carrier gar nicht mehr existieren, denn im Jahr 2020 wurde die Liquidation mitgeteilt. Nun bereitet man sich mit einer Fokker 50 auf den Neustart vor. Gegründet wurde Palestinian Airlines im Jahr 1995 von der palästinensischen Autonomiebehörde. Erst in 1997 wurden die ersten Charterflüge durchgeführt. Zunächst nutzte man den ägyptischen Flughafen Port Said, da Israel Flüge ab Gaza untersagt hat. Im Laufe der Zeit wurden die Maschinentypen Boeing 727-100/200, de Havilland Dash 8-300, Ilyushin Il-62 und Fokker 50 betrieben. Im November 1998 konnte der Flugbetrieb vom Airport Flughafen al-Arisch auf den Gaza-Flughafen, der mit Finanzmitteln aus Deutschland, Spanien, Saudi-Arabien, Ägypten, Marokko und Japan errichtet wurde, verlegt werden. Dieser Airport wurde im Jahr 2001 während der Zweiten Intifada von Israel geschlossen und im weiteren Jahresverlauf sowie in 2002 unbrauchbar gemacht. Somit musste Palestinian Airlines wieder nach Ägypten „umziehen“. Im Jahr 2005 wurde der Flugbetrieb dann eingestellt, ehe dieser in 2012 überraschend reaktiviert wurde. Geflogen wurde neuerlich ab dem al-Arisch-Airport. Zuletzt waren zwei Fokker 50 im Rahmen eines ACMI-Auftrags für Niger Airlines im Einsatz. Die Zusammenarbeit wurde kurz nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie beendet. Im weiteren Verlauf des Jahres 2020 teilte die Autonomiebehörde dann mit, dass die Fluggesellschaft, die damals nur noch acht Mitarbeiter hat, endgültig geschlossen und liquidiert wird. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass man nach einem Käufer für beide

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Bees Airline geht als Bees Airlines in Rumänien neu an den Sart

Die ukrainische Bees Airline geht mit einem EU-Ableger, der voraussichtlich im Frühjahr 2024 mit Charterflügen ab Bukarest loslegen will, an den Start. Das Design der Neugründung ist deckungsgleich, jedoch unterscheidet sich der Name: Bees Airlines. Die ukrainische Billigfluggesellschaft Bees Airline (ohne „s“) musste bereits einige Tage vor dem Angriff der Russischen Föderation gegen die Ukraine den eigenen Flugbetrieb einstellen. Hintergrund: Aufgrund der damals akuten Kriegsgefahr haben die Leasinggeber verlangt, dass die Maschinen außer Landes gebracht werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass zahlreiche Assekuranzen den Versicherungsschutz unter Hinweis auf einen möglicherweise bevorstehenden Krieg verweigert haben. Wenige Tage lang konnte sich Bees Airline mit Hilfe von Wetlease-Fluggerät noch in der Luft halten, jedoch war dann für alle Fluggesellschaften Schluss, denn Russland zettelte einen Krieg gegen die Ukraine an, der noch immer andauert. Im Gegensatz zum Konkurrenten Skyup, der erfolgreich Wetlease-Aufträge an Land ziehen konnte und mittlerweile eine auf Malta ansässige EU-Tochter aufgezogen hat, ist Bees Airline seither kein Fuß hoch geflogen. Das soll sich nun ändern, denn in Rumänien befindet sich der Ableger Bees Airlines im Endstadium der Zulassungsphase als Fluggesellschaft. Mit rumänischem AOC und rumänischer Betriebsgenehmigung will man im Frühjahr 2024 den Neustart wagen. Allerdings setzt man nicht mehr auf Boeing 737, sondern auf einen gebrauchten Airbus A320. Die Maschine mit der Registrierung YR-BUZ, die zuletzt bei Heston Airlines im Einsatz war, ist das erste Flugzeug der Neugründung. Das Unternehmen teilte auf Anfrage mit, dass der Flughafen Bukarest-Otopeni als Homebase fungieren wird. Die ersten Charterflüge sollen im Auftrag eines Reiseveranstalters

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Sommer 2024: Ryanair mit sechs zusätzlichen Strecken ab Budapest

Im Sommerflugplan 2024 wird Ryanair ab Budapest insgesamt sechs zusätzliche Destinationen bedienen. Unter anderem fliegt man wieder nach Frankfurt-Hahn. Ab 31. März 2024 soll es täglich nach Mailand-Malpensa gehen. Tirana bedient man ab 1. April 2024 täglich ab Budapest. Die Destinationen Frao, Frankfurt-Hahn und Triest sollen ab 2. Juni 2024 zweimal pro Woche bedient warden. Vom 3. Juni 2024 an fliegt Ryanair ab der ungarischen Hauptstadt in selbiger Frequenz auch nach Skiathos.

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Eddie Wilson: „Der deutsche Luftverkehrsmarkt ist kaputt“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair kritisiert die von der deutschen Bundesregierung beschlossene Erhöhung der Luftverkehrsabgabe scharf. Die Preissteigerung, die im Mai 2024 in Kraft treten soll, beträgt 24 Prozent und wird vom Carrier als „absurd“ bezeichnet. „Es ist unverständlich, dass die deutsche Regierung die Luftverkehrssteuer um massive 24 % erhöhen will, wo doch Deutschlands Aufschwung nach Covid durch die hohen Luftverkehrssteuern und -gebühren, die bereits jetzt zu den höchsten in Europa gehören, gelähmt wird, insbesondere an wichtigen Tourismuszielen wie Berlin und Köln, wo das Verkehrsaufkommen nur einen Bruchteil dessen beträgt, was es sein könnte, wenn die Zugangskosten erheblich gesenkt würden. Der deutsche Luftverkehrsmarkt ist kaputt und muss dringend reformiert werden, wenn er wieder wachsen soll. Die deutsche Regierung muss dringend ihre hohen Luftverkehrssteuern und Sicherheitsgebühren sowie die Flughafengebühren senken, um die deutschen Flughäfen wettbewerbsfähiger zu machen, damit Low-Cost-Airlines wie Ryanair den deutschen Fluggästen Wachstum, Auswahl und niedrige Flugpreise bieten und den dringend benötigten Wettbewerb zum deutschen Hochpreis-Monopol der Lufthansa bringen können“, so Ryanair-DAC-Geschäftsführer Eddie Wilson. Die deutsche Bunderegierung hat bereits vor Jahresende 2023 beschlossen, dass man die ohnehin umstrittene Luftverkehrsabgabe zur Sanierung des maroden Staatshaushalts anheben wird. Seither gibt es erheblichen Widerstand aus der Flugbranche, aber auch aus der Wirtschaft und dem Tourismus.

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Wizz-Air-Flotte auf 200 Airbus-Jets angewachsen

Die Wizz Air Group hat kürzlich die Flotte auf 200 Maschinen erweitert. Das jüngste Flugzeug ist ein Airbus A321neo, der auf dem Flughafen London-Luton stationiert wird und von Wizz Air UK betrieben wird. „Wir freuen uns sehr, das 200. Flugzeug in unserer Flotte begrüßen zu dürfen. Wir investieren nur in die neueste und beste Technologie und unser neuer A321neo wird sicherstellen, dass unsere Flotte modern und komfortabel bleibt und gleichzeitig dazu beiträgt, unsere Umweltverpflichtungen zu erfüllen. Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach mehr Flügen zu Zielen in ganz Europa, und das neue Flugzeug wird uns helfen, noch mehr Urlauber zu ihren Lieblingszielen zum bestmöglichen Preis zu bringen“, so Valeria Bragarenco, Corporate Communications Manager bei Wizz Air.

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Aer Lingus wird A321XLR-Erstbetreiber

Das irische IAG-Konzernmitglied Aer Lingus wird im dritten Quartal der weltweite Erstbetreiber des Airbus A321XLR werden. Die erste Maschine trägt die Seriennummer 11348 und wird als EI-XLR registriert werden. Das Flugzeug ist bereits endmontiert und teilweise in den Farben von Aer Lingus lackiert. Allerdings zeigen aktuelle Fotos, dass die Triebwerke noch nicht angebracht wurden. Das Unternehmen betreibt bereits jetzt einige A321LR und wartet auf die Auslieferung von vorerst sechs A321XLR.

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Regiojet sucht 20 zusätzliche Triebfahrzeugführer

Das tschechische Eisenbahnunternehmen beabsichtigt noch in diesem Jahr zahlreiche neue Strecken aufzunehmen. Aus diesem Grund sucht man dringend bis zu 20 zusätzliche Triebfahrzeugführer. Geboten wird ein Einstiegsgehalt ab 53.000 Tschechischen Kronen. Die Entwicklung neuer Bahnstrecken und die Ausweitung des Angebots erfordern die kontinuierliche Einstellung neuer Triebfahrzeugführer, was in den kommenden Jahren 2024 bis 2026 unsere oberste Priorität ist“, sagt Jana Skalická, Personalleiterin bei RegioJet.

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Air Serbia kündigt fristlos: Marathon Airlines hat nun ein Problem

Der Startunfall, der sich vor wenigen Tagen auf dem Flughafen Belgrad ereignet hat, führte dazu, dass Air Serbia die Zusammenarbeit mit dem Wetlease-Partner Marathon Airlines unverzüglich beendet hat. Die Griechen müssen nun für mehrere Embraer-Jets eine alternative Beschäftigung finden. Marathon Airlines konnte vor einiger Zeit einen langfristigen und vergleichsweise umfangreichen Wetlease-Auftrag von Air Serbia an Land ziehen. Vier Maschinen waren für das serbische Luftfahrtunternehmen im Einsatz und im Sommer 2024 sollten gar noch zwei weitere dazu kommen. Daraus wird nun nichts, denn Air Serbia hat die Verträge fristlos gekündigt. Mittlerweile scheint es offensichtlich zu sein, dass die Passagiere und Crewmitglieder des geplanten Fluges von Belgrad nach Düsseldorf nur sehr knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt sind. Die Piloten haben am Sonntagabend versehentlich den falschen Taxiway gewählt und wurden vom ATC sogar gewarnt. Dennoch führte man den Start durch, jedoch stand wesentlich weniger Runway zur Verfügung. Die Maschine touchierte Beleuchtungseinrichtungen und wurde dabei schwer beschädigt. Der Embraer 195 kreiste dann rund eine Stunde über Belgrad, um Kerosin zu verbrennen. Anschließend landete der von Marathon Airlines betriebene Regionaljet wieder auf dem serbischen Hauptstadtflughafen. Alle Insassen sind mit dem Schrecken davon gekommen. Die Luftfahrtbehörden von Serbien und Griechenland haben bereits Untersuchungen eingeleitet. Ohne den Berichten vorzugreifen: Derzeit gibt es zahlreiche Indizien dafür, dass der Unfall aufgrund eines Pilotenfehlers entstanden ist. Erschwerend dürfte wirken, dass die Flugsicherung dies erkannt hat und die Flugzeugführer explizit gewarnt hat, jedoch ignoriert wurde. Es könnte also „Glück im Unglück“ gewesen sein, denn vergleichbare Vorfälle in der Vergangenheit sind nicht

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