Jan Gruber

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Jan Gruber

EU-Kommission will Zwangsgutscheinen einen Riegel vorschieben

Zu Beginn der Corona-Pandemie als der Flugverkehr nahezu kollabiert ist haben viele Airlines darauf spekuliert, dass sie sich die Kundengelder einbehalten dürfen und stattdessen Gutscheine austeilen dürfen. Die EU-Kommission stellte klar, dass dies unzulässig ist, was jedoch von einigen Anbietern missachtet wurde. Besonders frech ging Austrian-Airlines-Generaldirektor Alexis von Hoensbroech in der Öffentlichkeit mit dem gesetzlichen Recht auf Erstattung binnen einer Woche um. In einem Live-Interview im Österreichischen Rundfunk warb er darum, dass man Tickets buchen sollte und falls nicht geflogen wird, „dann gibt’s halt einen Gutschein“. Der Lufthansa Konzern verschleppte genau wie viele andere Airlines unter kuriosen Ausreden die Rückzahlung der Kundengelder der gestrichenen Flüge. Zum Teil schickte man Passagieren auch einfach ungefragt Gutscheine zu und bei vielen Anbietern waren die Callcenter entweder nicht erreichbar oder behaupteten frech, dass man nur einen Gutschein haben könne. Die Branche schaffte mit dem rechtswidrigen Verhalten auf dem Rücken der Kunden nicht gerade Vertrauen und muss sich überhaupt nicht wundern, dass Reisende nun lieber kurzfristig buchen, denn bei vielen stecken die Erinnerungen an das Nachlaufen um das Geld noch in den Knochen. Es ging ja nicht nur um 9,99 Euro-Billigtickets, sondern manchmal auch um Flugscheine in der First Class um mehrere tausend Euro. Die EU-Kommission will, dass sich ein solches Verhalten nicht mehr wiederholt und generell soll künftig die Ausgabe von Gutscheinen im Erstattungsfall nicht mehr zugelassen werden. Insgesamt haben sich 13 Airlines zu den Verbesserungen bekannt. Zu diesen zählen unter anderem Ryanair, Eurowings und Lufthansa. Ziel ist es, dass finanzielle Ansprüche einfacher und

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Tuifly Nordic flottet ersten Dreamliner ein

Der Ferienflieger Tuifly Nordic flottete mit der SE-RFZ ein Langstreckenflugzeug des Typs Boeing 787-9 ein. Dieses ist 4,4 Jahre alt und wurde vormals von Tui Airways als G-TUIK betrieben. Der schwedische Ableger stellte im Zuge der Coronakrise den Betrieb des Musters Boeing 767-300ER ein. Die letzten Einheiten wurden im November und Dezember 2020 „aus dem Verkehr“ gezogen. Der Betrieb wurde seither mit zwei Boeing 737-800 fortgesetzt. Mit der Einflottung des ersten Dreamliners verfügt man wieder über einen Widebody.

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Eurowings: Warnstreiks in Köln, Düsseldorf und Dortmund

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings streikt das Kabinenpersonal am Freitag zwischen 4 Uhr 30 und 10 Uhr 00 an den Stationen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund. Die Gewerkschaft Verdi hatte nach erfolglosen Tarifverhandlungen zum Warnstreik aufgerufen. Innerhalb der Lufthansa Group ist es die erste Arbeitsniederlegung seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Durch diese ist es zu zahlreichen Flugausfällen und –verspätungen gekommen. Diese können sich aufgrund der Maschinenumläufe noch über den gesamten Tag fortsetzen. „Eurowings ist gestärkt aus der Krise gekommen und erwirtschaftet Gewinne. Die Kabinenbeschäftigten erarbeiten diese unter erschwerten Arbeitsbedingungen mit momentan bis zu 40 Überstunden im Monat. Dafür erwarten sie zurecht eine finanzielle Anerkennung bei aktuellen Preissteigerungen für Benzin, Mieten und Lebensunterhalt“, so Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.

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Norse setzt auf sekundäre U.S.-Ziele

Das norwegische Start-Up Norse Atlantic Airways will im Sommerflugplan 2022 zunächst sekundäre Airports in den Vereinigten Staaten anfliegen. Man beantragte Streckenrechte nach Fort Lauderdale, Ontario und Newburgh. Dies ist durchaus bemerkenswert, denn hinter Norse stehen Manager, die zuvor bei Norwegian tätig waren. Die Strategie in den USA sekundäre Airports anzufliegen ist grandios gescheitert, jedoch scheint man es nun mit einer „Blaupause“ erneut zu versuchen. In den Vereinigten Staaten nahm man Norse Atlantic Airways aufgrund den von Gewerkschaften kritisierten prekären Anstellungsmodellen genauer unter die Lupe. Das Management musste zahlreiche Zusicherungen erteilen, da man andernfalls womöglich die begehrten Streckenrechte gar nicht erhalten hätte. Die U.S.-amerikanischen Gewerkschaften sollen entsprechende Lobbyarbeit geleistet haben und auf die Umstände, die es zuvor bei Norwegian gab, hingewiesen haben. Als Norse Atlantic Airways verfolgt man eine andere Tonart im Umgang mit Gewerkschaften. So einigte man sich darauf, dass es weder Leiharbeit noch Beschäftigungen über Vermittler, beispielsweise in Bangkok, geben wird. Die Anstellungen sollen direkt bei der Airline erfolgen und je nachdem, ob man in den USA oder Norwegen stationiert ist, nach dem jeweiligen lokalen recht, geschlossen werden. Noch hat Norse Atlantic Airways kein norwegisches AOC. Das Unternehmen rechnet damit, dass dieses im Laufe des Novembers 2021 erteilt wird. Zusätzlich wird man im Vereinigten Königreich AOC und Betriebsbewilligung für einen lokalen Ableger, der ab London-Gatwick fliegen soll, beantragen. Norse Atlantic Airways bestätige dies bereits. Im Sommer 2022 will die Firmengruppe mit zwölf Boeing 787-9 und drei 787-8 in der Luft sein.

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Air France gibt Initial-A220-Netz bekannt

Ab 31. Oktober 2021 wird Air France den Neuzugang Airbus A220-300 planmäßig im Linienverkehr einsetzen. Die ersten Ziele werden Berlin, Barcelona, Madrid, Mailand und Venedig sein. Der Carrier hat insgesamt 60 Exemplare bestellt. Diese Woche ist die erste Einheit auf dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle eingetroffen. Die „kanadischen Airbusse“ werden schrittweise die in die Jahre gekommenen A318 und A319 ersetzen. „Dieses neue Flugzeug mit seiner unvergleichlichen Energieeffizienz ist ein großer Gewinn für Air France. Bislang ist die Erneuerung der Flotte die wichtigste Quelle für die Reduzierung der CO2-Emissionen, weshalb wir weiterhin in Flugzeuge der neuesten Generation investieren. Darüber hinaus setzen wir alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente ein, wie z. B. nachhaltige Kraftstoffe oder Öko-Piloten. Damit leisten wir einen Beitrag zur Förderung eines klimaneutralen Luftverkehrs und positionieren uns als führender Akteur einer nachhaltigeren Luftfahrt“, erklärt Benjamin Smith, CEO von Air France-KLM. Ab dem 31. Oktober 2021 wird der Airbus A220-300 vom Air France-Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle nach Berlin, Barcelona, Madrid, Mailand-Linate und Venedig fliegen. Im Winterflugplan 2021/2022 weitet er sein Streckennetz schrittweise auf Bologna, Rom, Lissabon und Kopenhagen aus. 

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Eurowings Discover nimmt Tampa auf

Die neue Lufthansa-Tochter Eurowings Discover wird also doch im Winterflugplan 2021/22 von Frankfurt aus in die Vereinigten Staaten von Amerika fliegen. Ab 16. Dezember 2021 wird man Tampa bedienen. Zunächst sind vier wöchentliche Umläufe geplant. Eurowings Discover wollte ursprünglich im Herbst 2021 Ziele wie Las Vegas aufnehmen. Da es zunächst nicht danach aussah, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Reiserestriktionen lockern werden, sagte man vorläufig ab und verschob das Programm in den Sommerflugplan 2022. Mit der Ankündigung, dass sich die USA ab November 2021 für Geimpfte öffnen werden, änderte sich die Ausgangslage grundlegend. Somit hebt die Ferienairline früher als zuletzt geplant zu ihrem Erstflug in die USA ab und ergänzt damit das Flugangebot der Lufthansa Group nach Nordamerika. Der Konzern hatte seit der angekündigten Rücknahme der Einreiserestriktionen einen regelrechten Nachfrageboom für Flüge in die USA verzeichnet. In der Vergangenheit wurde Tampa bereits von Lufthansa angeflogen. Ab dem 16. Dezember 2021 werden die Flüge von Eurowings Discover, der neuen touristischen Airline der Lufthansa Group, durchgeführt. Ab dem 4. Oktober werden die Flüge in den Buchungssystemen von Lufthansa (LH) auf Eurowings Discover (4Y) sukzessive umgestellt. Im Laufe des Sommerflugplans 2022 erweitert Eurowings Discover ihr Streckennetz aus dem Drehkreuz Frankfurt wie geplant um vier weitere Ziele in die USA: Ab März 2022 fliegt die Airline dreimal wöchentlich nach Fort Myers (Florida). Außerdem fliegt Eurowings Discover ab März 2022 dreimal die Woche in die amerikanische Metropole Las Vegas (Nevada). Parallel nimmt die Ferienairline zwei wöchentliche Flüge aus der bayrischen Hauptstadt München direkt nach

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ANA fliegt dritte „Schildkröte“ endlich nach Japan

Auf dem Papier hat die japanische All Nippon Airways die JA383A schon vor fast zwei Jahren übernommen. Das französische Toulouse hat dieser Airbus A380 bislang nicht verlassen. ANA bestätigte nun, dass der Vierstrahler Mitte Oktober 2021 nach Japan überstellt wird. Das betroffene Flugzeug trägt die orangefarbene Schildkröten-Lackierung. Jeder ANA-A380 ist in einer anderen Farbe lackiert bzw. beklebt, so dass die Jets durchaus ein Hingucker sind. Der letzte für All Nippon Airways bestimmte Superjumbo musste aber sehr lange warten, um in Japan mit den beiden Schwestermaschinen ein Trio bilden zu können. Der genaue Tag für den Übersteller steht noch nicht fest. Ein Sprecher sagte aber, dass es Mitte Oktober 2021 sein wird. ANA setzt die Superjumbos im Verkehr zwischen Japan und Hawaii ein. Wann die JA383A in den aktiven Liniendienst gestellt wird, ist noch völlig offen.

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USA: Expressjet bringt „Aha!“ an den Start

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft ExpressJet nimmt den Flugbetrieb wieder auf und bringt gleichzeitig mit „Aha!“ eine neue Leisure-Marke an den Start. Vorerst will man von/nach Reno-Tahoe International Airport fliegen. Das Konzept des Regio-Carriers ist, dass man Flüge und Hotelaufenthalte als Paket verkauft. Dabei will man sich zunächst auf Städte an der U.S.-Westküste, die derzeit unterversorgt sind, konzentrieren. Man will sich von Major-Airlines und Ultra-Lowcostern deutlich abeheben. Als Maschinentyp kommen Embraer 145-Regionaljets zum Einsatz. Diese sind mit 50 Sitzplätzen bestuhlt. In den nächsten Monaten will man unter dem neuen Aha-Brand weiter expandieren. Die ersten Destinationen ab Reno sind wie folgt: Ontario/Los Angeles, CA Bakersfield, CA Medford/Ashland, OR Eugene/Springfield, CA Pasco/Tri-Cities, WA Redmond/Bend, OR Eureka/Arcata, CA Fresno, CA

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LaMia-Tragödie: Verantwortlicher Lotse verhaftet

In Brasilien wurde jener Fluglotse, der am 28. November 2016 den verunglückten LaMia-Flug 2933 genehmigt hatte, durch die Bundespolizei verhaftet. Beim Absturz des Avro RJ85 kamen 71 der 77 Insassen ums Leben. Der vierstrahlige Regionaljet war auf einem Charterflug unterwegs und verunglückte in der Nähe von Medellín (Kolumbien). Lokale Medien berichten, dass dem Lotsen vorgeworfen wird, dass eine ganze Reihe von Verfehlungen vorgelegen haben sollen. Unter diesen Umständen hätte die Startfreigabe niemals erteilt werden dürfen. In Brasilien hat der Fall auch deswegen für besonderes Aufsehen gesorgt, denn an Bord des Avro RJ85 befand sich die Chapecoense-Fußballmannschaft samt Betreuerstab. Nur ein Besatzungsmitglied, drei Fußballer und zwei Betreuer haben das Unglück überlebt. Der Haftbefehl gegen den Lotsen wurde von einem Richter des Obersten Gerichtshofs unterschrieben. Angeblich soll sich der Fluglotse zuletzt in Bolivien aufgehalten haben. Die Auslieferung soll angeordnet worden sein. Der offizielle Unfallbericht der kolumbianischen Zivilluftfahrtbehörde Aerocivil stellt den Piloten ein vernichtendes Zeugnis aus. Der Flugplan soll dermaßen unsachgemäß geplant worden sein, dass schon vor dem Abflug klar gewesen sein muss, dass die Treibstoffmenge nicht ausreichen kann. Es wurden weitere Pilotenfehler wie beispielsweise das Unterlassen des Mayday-Notrufs beim Unterschreiten der Mindesttreibstoffmenge, festgestellt. Die Flugsicherung in Medellin wurde zu keinem Zeitpunkt über die Notlage informiert. LaMia-Flug 2933 ist am 28. November 2016 in Flughafen Santa Cruz/Viru Viru (Bolivien) gestartet und sollte nach Flughafen Rionegro (Kolumbien). Dort hätten die Chapecoense am Finalspiel des Copa Sudamericana teilnehmen sollen. Dazu kam es aufgrund des Absturzes mit vielen Todesfällen nicht. Die Justiz macht dem verantwortlichen Lotsen,

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Erstattungen: AUA kassiert herbe Schlappe vor dem OLG Wien

Wenn es darum geht, dass Airlines an Passagiere bezahlen müssen, werden viele Anbieter kreativ, um sich nach Möglichkeit drücken zu können. Besonders kompliziert wird es, wenn über ein Online-Reisebüro gebucht wurde. Das Oberlandesgericht Wien schob den Spießroutenläufen nun einen Riegel vor. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Die EU-Fluggastrechteverordnung sieht unmissverständlich vor, dass Passagiere beispielsweise im Fall einer Streichung von der Airline binnen sieben Tagen das Ticketgeld zurückbekommen sollen. Austrian Airlines schickte im Vorjahr viele Fluggäste, deren Flüge aufgrund der Pandemie abgesagt wurden, auf einen regelrechten Spießroutenlauf und zwar genau dann, wenn nicht direkt, sondern über einen Vermittler gebucht wurde. Im Vorjahr gab es nur wenige „weiße Schafe“, die innerhalb der gesetzlichen Frist zurückbezahlt haben. Austrian Airlines reihte gesellte sich zu den „schwarzen Schafen“ und schob die Erstattungen erst mal auf die lange Bank. Viele Reisende, die über Vermittler gebucht hatten, waren zusätzlich damit konfrontiert, dass der OTA auf Tauchstation gegangen ist und wenn man mal einen Kontakt aufbauen konnte, wurde auf die AUA verwiesen. Diese hat aber auf den Vermittler verwiesen. Ein System der organisierten Nicht-Zuständigkeit, obwohl die gesetzliche Regelung glasklar ist. Der Verein für Konsumenteninformation entdeckte in den Allgemeinen Beförderungsbedingungen der Lufthansa-Tochter eine Klausel, die besagt, dass man sich für Erstattungen an den Verkäufer wenden muss. Außergerichtlich lenkte der Carrier nicht ein, so dass die Angelegenheit dann in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Wien gelandet ist. Dieses erklärte die Klausel für rechtswidrig und untersagt Austrian Airlines die Anwendung. Laut VKI erhielten viele, die die AUA zur Rückerstattung der Ticketkosten

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