Jan Gruber

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Jan Gruber

IAG will Angebote von Level und Vueling verknüpfen

Was man zu Zeiten der Level Europe in Wien und Amsterdam sprichwörtlich nicht auf die Kette brachte, folgt nun in Barcelona: Umstiege von der Kurzstrecken-Billigfluggesellschaft Vueling auf die Langstrecken-Schwester Level (operated by Iberia) werden nun ermöglicht. Allerdings bedient sich die IAG dabei einer durchaus komplizierten Lösung, denn über das System von Dohop schafft man so genanntes „virtuelles Interlining“. Ähnliche Modelle nutzen auch die Mitbewerber Transavia und Easyjet. Zunächst sollen Zubringer für die Verbindung von Barcelona nach Buenos Aires buchbar gemacht werden. Später folgen San Francisco, New York und Cancun. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Zusammenarbeit auch auf Avianca ausgedehnt werden. „Wir freuen uns, als erste Fluggesellschaft Teil von Vueling Global zu werden. Mit dieser Allianz können wir den Vertrieb unserer Flüge ausweiten, mehr Menschen erreichen und unsere Ziele in Amerika über Barcelona näher an Spanien und Europa bringen“, so Víctor González, Head of Network & Alliances bei Level. In Österreich unterhielt man eine Tochtergesellschaft, die unter der Marke Level Europe in der Luft war. Man brachte es jedoch bis zuletzt nicht fertig Umstiege auf die damals vorhandenen Langstreckenflüge ab Barcelona (operated by Iberia) bzw. Paris-Orly (operated by OpenSkies) zur Verfügung zu stellen. Die Krone setzte der Umstand auf, dass Level Europe in der französischen Hauptstadt den Flughafen Charles de Gaulle nutzte, während die Langstreckenflüge der Konzernschwester in Orly abgehoben sind. Level Europe musste im Vorjahr Insolvenz anmelden und OpenSkies wurde geschlossen. Die Marke Level wird nur noch ab Barcelona genutzt.

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Ferien: Berlin rechnet mit deutlich mehr Passagieren

Der Flughafen Berlin-Brandenburg rechnet damit, dass mit dem Beginn der Sommerferien in den dortigen Bundesländern das Fluggastaufkommen stark ansteigen wird. Man rechnet mit rund 30.000 bis 40.000 Reisenden pro Tag. An den klassischen Ferienreisetagen Freitag und Sonntag steigt das Passagiervolumen sogar auf bis zu 50.000 Passagiere am Tag an. Das ist zwar deutlich weniger Sommerreiseverkehr als 2019 mit bis zu 120.000 Passagieren an Spitzentagen, aber deutlich mehr als 2020 als rund 30.000 Passagiere an den Hauptreisetagen gezählt wurden. „Zunehmend mehr Menschen erfüllen sich jetzt ihre Urlaubsträume außerhalb Deutschlands. Mit dem Start der Sommerferien werden viele Passagiere zum ersten Mal ab, zum und via BER fliegen. Der erste Reisesommer von unserem neuen Flughafen ist auch für uns etwas Besonderes. Wir werden unser Bestes geben, um die erste große Urlaubsreise vom BER so unkompliziert und angenehm wie möglich zu gestalten. Wir bitten unsere Passagiere ihren Teil beizutragen, sich bestmöglich auf ihren Flug vorzubereiten, ausreichend Zeit mitzubringen und die AHA-Regeln einzuhalten“, so Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup. Der positive Trend lässt sich auch am Flugangebot ablesen. Im Juli und August werden rund 70 Airlines zu mehr als 160 Zielen in 50 Ländern fliegen. Damit erreicht der Flugplan ab Berlin fast das Angebotsniveau des Sommerflugplans 2019, als 86 Fluggesellschaften 183 Ziele in 57 Ländern ansteuerten. Allerdings werden nicht alle Strecken in gleicher Dichte bedient. Insbesondere beliebte Urlaubsdestinationen in Europa profitieren von den Öffnungen und Lockerungen der Reiserestriktionen. Im Fokus der Reisenden stehen mit Spanien, der Türkei, Griechenland und Italien insbesondere Reiseziele in der Mittelmeerregion.

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Wien-Dreieck: Etihad fliegt via Mailand nach Abu Dhabi

Am Dienstag kündigte Etihad Airways nach mehreren Verschiebungen die Aufnahme einer Direktverbindung von Wien nach Abu Dhabi an. Es handelt sich in luftfahrtrechtlicher Hinsicht tatsächlich um einen so genannten Direktflug, denn auf dem Weg in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate wird in Mailand-Malpensa unter gleichbleibender Flugnummer ein Stopp eingelegt. Immer wieder werden die Begriffe „Direktflug“ und „Nonstopflug“ verwechselt bzw. sogar gleichgesetzt. Nur ein Nonstopflug ist eine Verbindung von A nach B, die ohne Zwischenlandung durchgeführt wird. Ein Direktflug führt zwar auch von A nach B, kann jedoch unter gleichbleibender Flugnummer beliebig viele Zwischenstopps haben. Besonders in Reisekatalogen sollte bei Charterflügen zu weniger frequentierten Urlaubszielen aufgepasst werden, denn es findet sich häufig das Wort „Direktflug“, jedoch kein Hinweis auf mögliche Zwischenlandungen. Es können jedoch beliebig viele sein. Etihad Airways wird nonstop von Abu Dhabi nach Wien fliegen, jedoch auf dem Rückflug eine Zwischenlandung in Mailand-Malpensa einlegen. Die Dauer des Aufenthalts auf dem italienischen Airport beträgt laut Flugplan 85 Minuten. Formell wird das komplette Dreieck als „Direktflug“ durchgeführt, denn das Routing Abu Dhabi-Wien-Malpensa-Abu Dhabi wird unter gleichbleibender Flugnummer angeboten. Deutlich längere Reisezeit – keine Point-to-Point-Beförderung zwischen Wien und Mailand Reisende sollten beachten, dass die Reisezeit zwischen Abu Dhabi und Wien mit 5 Stunden 50 Minuten deutlich kürzer ist als von Wien via Mailand-Malpensa nach Abu Dhabi. Die Flugzeit von Österreich in die italienische Metropole wird mit 1,5 Stunden angegeben. Anschließend folgt ein 85-minütiger Aufenthalt. Die Flugzeit von Mailand in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate beträgt 5 Stunden und 55 Minuten.

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Swiss startet Premium-Eco im vierten Quartal 2021

Die Lufthansa-Tochter Swiss wird am 28. Juni 2021 die neue Premium-Economy-Class vorstellen. Auf der Langstrecke soll diese ab dem vierten Quartal 2021 zur Verfügung stehen. Der Verkauf soll noch Ende Juni 2021 gestartet werden. Travel Inside berichtet unter Berufung auf Swiss, dass die Umsetzung zu den genannten Terminen angepackt werden soll. Die Premium-Eco wurde bereits im März 2021 für die Langstreckenflotte angekündigt, jedoch kam es aufgrund der Corona-Pandemie zu Verzögerungen. Die Lufthansa-Tochter rechnet mit einer hohen Nachfrage für die Beförderungsklasse, die zwischen Business- und Economy-Class angesiedelt ist. Man möchte damit unter anderem Geschäftsreisende ansprechen, die aufgrund von Firmenvorgaben nicht in die „C“ buchen dürfen, aber auch Privatreisende, die bereit sind ein bisschen mehr zu bezahlen, jedoch die Business-Class zu teuer wäre.

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Eurowings Discover: D-AXGB wird in Luqa auf den Erstflug vorbereitet

Eurowings Discover hat seit wenigen Tagen AOC und Betriebsbewilligung in der Tasche. Der kommerzielle Flugbetrieb soll Ende Juli 2021 aufgenommen werden. Derzeit befindet sich die D-AXGB auf dem Flughafen Luqa. Lufthansa Technik Malta bereitet den Airbus A330 für den ersten kommerziellen Linienflug unter der Marke Eurowings Discover vor. Der Langstreckenjet trägt bereits die vollständige Livery des neuen Lufthansa-Ablegers. Diese ist kein großer neuer Wurf, sondern entspricht der Lackierung von Eurowings, lediglich um den Schriftzug „Discover“ ergänzt. Der maltesische Airport Luqa konnte sich in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Wartung von Flugzeugen ein wichtiges Standbein aufbauen. So haben sich unter anderem Lufthansa Technik, SR Technics und Medavia angesiedelt. Für Airlines aus – fast – aller Welt werden hier Wartungen durchgeführt. Luqa ist der einzige Flughafen der Republik Malta. Auf der Insel Gozo existiert ein Heliport, jedoch hat dieser definitiv schon bessere Zeiten gesehen. Derzeit gibt es konkrete Überlegungen, dass der „GZM“ eine Pistenverlängerung bekommt, so dass unter anderem kleine Privatflugzeuge dort landen können.

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Ab 1. Juli 2021: Dr. Richard nimmt Graz-Flughafen Wien wieder auf

Nach langer „Corona-Pause“ nimmt der Busbetreiber Dr. Richard am 1. Juli 2021 die Flixbus-Linie X95 zwischen Graz und Flughafen Wien-Schwechat wieder auf. Zunächst werden in beide Richtungen neun Fahrten pro Tag angeboten. Abfahrtsorte in Graz sind Girardigasse (Thalia) und Murpark (Ostbahnstraße). Auf dem Weg zum Flughafen Wien gibt es am P+R Parkplatz Pinggau Süd (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) noch die Möglichkeit zum Ein- bzw. Aussteigen. Die Fahrzeit von der Landeshauptstadt der Steiermark zum größten Airport Österreichs beträgt etwa zwei Stunden und 40 Minuten. Fahrscheine sind auf der Homepage von Flixbus, in den Columbus-Reisebüros von Dr. Richard sowie direkt beim Busfahrer erhältlich. Der Fahrplan, der ab 1. Juli 2021 gilt, ist unter diesem Link im PDF-Format zum Download bereitgestellt.

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Paderborn: Corendon, Freebird und Pegasus nehmen Antalya auf

Gleich drei türkische Fluggesellschaften haben die Aufnahme von Flügen zwischen Paderborn und Antalya angekündigt. Dabei handelt es sich um Pegasus, Freebird und Corendon. Zusammengerechnet werden die drei Carrier acht Rotationen pro Woche anbieten. Paderborn musste aufgrund der Corona-Pandemie ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung anmelden. Dieses nutzte man um den Airport neu aufzustellen und konnte auch erhebliche Kosten einsparen. Nachdem es zumindest eine Zeit lang danach aussah, dass der Sommer eher mau werden könnte, kündigen nun immer wieder Airlines neue Routen bzw. die Wiederaufnahme von Strecken an. Corendon, Pegasus und Freebird bedienen die Antalya-Strecke als reguläre Linie. Es handelt sich also nicht um Charterflüge. Der erste Flug in die türkische Metropole, die im Sommer auch ein beliebtes Urlaubsziel ist, soll am 2. Juli 2021 durchgeführt werden.

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Ab 18. Juli 2021: Etihad nimmt Wien-Abu Dhabi auf

Golfcarrier Etihad Airways kündigt die Aufnahme der aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschobenen Verbindung zwischen Abu Dhabi und Wien für den 18. Juli 2021 an. Die Route soll mit Maschinen des Typs Boeing 787 bedient werden. Vorerst wird Etihad zweimal pro Woche zwischen den beiden Hauptstädten fliegen. Je nach Nachfrage und weiterem Verlauf der Pandemie ist eine Aufstockung ausdrücklich vorgesehen. Eigentlich wollte der Golfcarrier bereits seit Mitte Mai des Vorjahres Wien bedienen, doch man entschied sich für mehrere Verschiebungen. Die Gesundheitsbehörde von Abu Dhabi ermöglicht neuerdings Touristen den Zugang zu kostenlosen Impfungen. Voraussetzung dafür ist ein gültiges Visum oder falls man nicht visapflichtig ist eben der Passstempel. In der App „Seha“ kann ein Impftermin gebucht werden. Dabei können Touristen zwischen den Vakzinen Sinopharm und Biontech/Pfizer wählen.

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American Airlines: Streichkonzert wegen Personalmangel

Stark angestiegene Nachfrage, Mitarbeiter abgebaut bzw. nicht rechtzeitig mit den Schulungen für den Wiedereinsatz begonnen, kann auch nach hinten losgehen. American Airlines musste in den letzten Tagen hunderte Flüge streichen. Hauptgrund: Personalmangel. Allein am Wochenende musste der Carrier rund 310 Verbindungen streichen. Die TV-Station CNBC berichtet, dass in etwa die Hälfte in direktem Zusammenhang mit fehlenden Crews stehen soll. Das deutet darauf hin, dass der Carrier mit Wiedereinstellungen bzw. Einschulungen von Mitarbeitern, die schon länger nicht geflogen sind, viel zu spät begonnen hat. Auch dürfte American Airlines das Wiederanlaufen der Nachfrage grob unterschätzt haben. Allerdings hätte der Carrier eine sehr einfache Möglichkeit gehabt, die die für die Reisenden unangenehme Situation vermieden hätte: Statt möglichst viele Tickets abzusetzen wäre es sinnvoller gewesen, wenn man das Angebot an die tatsächlichen personellen Möglichkeiten angepasst hätte.

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Keine Handysignatur? Grüner Pass soll auch per Post kommen

Ende März 2021 kündigte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an, dass schon im April 2021 der Grüne Pass mit einer schmucken App Inland genutzt werden soll. Der Termin konnte nicht gehalten werden und erst seit dem Wochenende können auch Geimpfte ihrer Zertifikate herunterladen – im wenig alltagstauglichen DIN A4 als PDF. Die jüngste Ankündigung von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne), dass sämtliche Personen, die bis inklusive 30. Juni 2021 vollständig geimpft werden, ihr EU-Zertifikat per Post zugeschickt bekommen sollen, mutet fast schon altertümlich an. Der Grüne Pass sollte die Zettelwirtschaft beenden, doch momentan schafft die Bundesregierung schlichtweg nur zusätzliches Papier. Um die von Sebastian Kurz groß angekündigte Smartphone-App ist es sehr ruhig geworden. Über diese verliert man fast kein Wort mehr und auf Anfrage verweisen die offiziellen Stellen darauf, dass man sich mit Hilfe der Handysignatur den „grünen Pass“ (sprich die EU-Zertifikate für Geimpfte, Genesene und Getesete) als PDF herunterladen kann. Eine Sprecherin sagte gar, dass man das ja auch auf dem Handy vorzeigen könne. Zusätzlich sollen nun alle Geimpfte ihren „Grünen Pass“ per Post auf Papier zugeschickt bekommen. So bringt man den Green Pass in die Geldbörse und aufs Smartphone Alltagstauglich ist die aktuelle Umsetzung der österreichischen Regierung nicht wirklich, so dass zu hoffen bleibt, dass doch noch eine digitale Lösung in Form einer Smartphone-App nachgelegt wird. Ein junger Programmierer stellte übrigens binnen weniger Stunden eine Lösung auf die Beine, die die PDFs der Regierung fit für die Implementierung in Smartphone-Wallets macht. Das Tool ist kostenfrei und kann ohne Registrierung

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