Jan Gruber

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Jan Gruber

Nach Ryanair-Klage: EU-Gericht kippt Condor-Staatshilfe

Das Gericht der Europäischen Union gab einer Klage von Ryanair statt und hob die seitens der EU-Kommission in Sachen Condor-Staatshilfe erteilte Genehmigung auf. Betroffen ist das staatliche besicherte Darlehen, das im April 2020 gewährt wurde. Der Beschluss des Leitungsorgans der Europäischen Union ist aufgrund “unzureichender Begründung” nichtig. Die Kommission hat nun die Möglichkeit diese nachzubessern oder aber den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Ryanair hat im Falle einer Nachbesserung erneut die Möglichkeit vor Gericht zu ziehen. Condor erhielt im Herbst 2019 rund 380 Millionen Euro in Form eines staatlich gesicherten Darlehens. Damals begründete man den Finanzbedarf mit dem Kollaps von Thomas Cook. Im April 2020 platzte der Verkauf an polnische LOT und der deutsche Staat stellte neuerlich 550 Millionen Euro bereit. Ryanair hatte gegen die Freigabe durch die EU-Kommission geklagt und vor dem Gericht der Europäischen Union, das als erste Instanz fungiert, obsiegt. Der Ferienflieger äußerte sich noch nicht zu möglichen Folgen. Erst vor wenigen tagen übernahm ein Finanzunternehmen die Mehrheit. „Die deutsche Staatshilfe an Condor – sowohl 2019 als auch 2020 – verstieß gegen grundlegende Prinzipien des EU-Rechts und hat den Markt zu Lasten der Verbraucher verzerrt. Das heutige Urteil ist ein wichtiger Sieg für Verbraucher und Wettbewerb. Während der Covid-19-Pandemie wurden über 30 Milliarden Euro an diskriminierenden staatlichen Subventionen an EU-Flaggen-Fluggesellschaften gespendet. Sofern die EU-Gerichte nicht gemäß dem heutigen Urteil gestoppt werden, werden die Auswirkungen der durch diese staatlichen Beihilfen verursachten Marktverzerrungen jahrzehntelang spürbar sein. Wenn Europa mit einem funktionierenden Binnenmarkt aus dieser Krise hervorgehen soll, muss die Europäische Kommission

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Wien: AAS verzichtet auf Stellenabbau

Der am Flughafen Wien tätige Bodenabfertiger Airline Assistance Switzerland verzichtet auf den Abbau von 106 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen meldete am 12. Mai 2021 diese Anzahl von Beschäftigten beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservices an. Die neue Kurzarbeit führt nun dazu, dass AAS den Stellenabbau nicht vollziehen wird. „Die Verlängerung der Kurzarbeit gibt uns gemeinsam mit der Safety-Car-Phase die Chance, die Entwicklung des Flugmarktes im Zuge der Lockerungen der Reiserestriktionen durch die Covid-Krise zu beobachten und im Falle einer dauerhaften Erholung durchzustarten“, erklärte Nevena Dragosavljevic, Sprecherin der Airline Assistance Switzerland Mittwoch gegenüber der Presse. „Wir sind über diese Möglichkeit hoch erfreut, haben wir doch im vergangenen Jahr aus sozialen Gründen auf einen schon damals gerechtfertigten weitreichenden Stellenabbau verzichtet.“ Schwierigkeiten mit Betriebsvorgängerfirma am Flughafen Wien belasten seit Beginn „Wir waren ab Beginn unserer Tätigkeit am Flughafen Wien bestrebt, möglichst viele Arbeitsplätze am Flughafen zu erhalten und den Betrieb der Vorgängerfirma fortzuführen“, erklärte Dragosavljevic. Trotz intensiver Bemühungen von Airline Assistance Switzerland kam es bei Gesprächen mit der Vorgängerfirma zu keinem Ergebnis. „Wir haben dennoch sämtliche 361 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Vorgängerfirma übernommen“, informierte Dragosavljevic. Allerdings lehnt es die Betriebsvorgängerfirma trotz eines ersten Teilurteils des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien ab, die bei ihr erworbenen Abfertigungsansprüche dieser MitarbeiterInnen zu übernehmen. Das bedeutet, dass die Airline Assistance Switzerland bis jetzt auch jene Abfertigungsansprüche von MitarbeiterInnen trägt, die nicht im Rahmen des Angestelltenverhältnisses mit der Airline Assistance Switzerland erworben wurden. Die Gespräche mit der Vorgängerfirma verliefen ergebnislos, so dass es in der Folge nicht möglich war, sich in der

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Aeroflot-Chef: „Pobeda fliegt mit 90 Prozent Auslastung“

Der russische Aeroflot-Konzern musste sich aufgrund der Corona-Pandemie auf Strecken innerhalb der russischen Föderation fokussieren. Weiters gibt es mit einigen ehemaligen Sowjetrepubliken so genannte Safe-Travel-Abkommen. Die staatliche Airline und ihre Billigtochter Pobeda wollen nun wieder Auslastungen von bis zu 99 Prozent erreichen. Die größte Fluggesellschaft der Russischen Föderation wird von Mikhail Poluboyarinov geleitet. Dieser erklärte gegenüber Reuters, dass die Auslastung bei Aeroflot bei rund 80 Prozent liegt. Pobeda erreiche gar 98 bis 99 Prozent. Von solchen Werten können Airlines in Europa derzeit nur träumen. Hintergrund ist, so Poluboyarinov, dass man innerhalb Russlands keine Reisebeschränkungen hat. Daher hat man sich mit den Marken Aeroflot und Pobeda auf Ziele im Inland fokussiert. Der Manager sprach auch davon, dass man das Netzwerk so adaptiert habe, dass es weitgehend jenem, das man zu Sowjetzeiten hatte, entspricht. Neben Zielen innerhalb der Russischen Föderation werden auch GUS-Staaten im Rahmen von Safe-Travel-Abkommen angeflogen. Ob Aeroflot und Pobeda tatsächlich so hohe Ladefaktoren erzielen können, lässt sich schwer überprüfen.

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UK-Regierung bestätigt Flybe-OL-Entzug

Der angestrebte Neustart der britischen Regionalfluggesellschaft Flybe dürfte sich nun noch schwieriger gestalten, denn die Regierung hält an der Entscheidung des Entzugs der Betriebsgenehmigung fest. An dieser hängen die Start- und Landerechte. Eine Übertragung auf die Neugründung ist damit fast unmöglich geworden. Die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs entzog Flybe im März 2021 die Operating License. Zuvor war der Carrier aufgrund der Insolvenz schon weit über ein Jahr nicht mehr in der Luft. Sowohl Käufer Cyrus Capital als auch der Masseverwalter legten gegen diese Entscheidung ein Rechtsmittel ein. Der Grund dafür ist simpel: An der “OL” hängen die so genannten Slots. Flybe besitzt an zahlreichen Airports, unter anderem in London-City und London-Heathrow, wertvolle Start- und Landerechte. Diese hätte man zu Geld machen können oder aber für die “neue Flybe” nutzen können. Die Neugründung, die nun den Namen Flybe Ltd. trägt, verfügt seit April 2021 über AOC und Betriebsgenehmigung. Man konnte sich in Heathrow einige Slots sichern, jedoch stammen diese nicht aus “Altbeständen”, sondern wurden neu erlangt. Auf dem Luftfahrtbetreiberzeugnis ist mittlerweile mit der G-CLXC eine DHC Dash 8-400 registriert. Diese stand bis Ende 2020 in Diensten der Austrian Airlines und trug die österreichische Kennung OE-LGA. Das Flugzeug trägt noch immer den überwiegenden Teil des Farbenkleids von Austrian Airlines und ist auf dem Airport Exeter abgestellt.

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Ukraine erleichtert Geimpften die Einreise

Die Ukraine gestattet nun Personen, die über vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 verfügen, die Einreise ohne Quarantäne bzw. PCR-Test. Neu ist auch, dass negative Antigen-Schnelltest-Befunde anerkannt werden. Seitens der Ukraine werden alle Impfstoffe, ausgenommen der russische Sputnik V, akzeptiert. Es muss die vom Hersteller vorgesehene Anzahl von Teilimpfungen verabreicht worden sein. Die Dokumentation wird auf Papier und in elektronischer Form akzeptiert. Die Impfbestätigung muss in englischer Sprache ausgestellt sein. Davon ausgenommen sind Impfungen, die in der Ukraine verabreicht wurden. In diesem Fall wird selbstredend auch die Landessprache akzeptiert. Antigen-Schnelltestbefunde dürfen nicht älter als 72 Stunden sein. Das Dokument wird in den Sprachen Englisch, Russisch und Ukrainisch angenommen. Alternativ kann ein negativer PCR-Befund vorgelegt werden, der ebenfalls in den zuvor genannten Sprachen abgefasst sein muss. Sollte dies nicht möglich sein, muss eine anerkannte Übersetzung vorgelegt werden. Keine Einreiseerleichterungen gibt es derzeit für Genesene. Diese benötigen weiterhin einen negativen Coronatest. Die nachstehenden Impfstoffe werden seitens der Ukraine anerkannt: Pfizer/BioNTech, Johnson & Johnson’s Janssen, AstraZeneca/Covishield (India), AstraZeneca/SKBio (South Korea), Moderna, Sinopharm, CoronaVac (Sinovac)

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A321F: Smartlynx Malta hebt in Kürze für DHL ab

Der maltesische Smartlynx-Ableger Smartlynx Malta wird in Kürze den ersten Airbus A321F in Dienst stellen. Da dieser Maschinentyp ab Werk nicht als Cargoflugzeug angeboten wird, handelt es sich um eine Konvertierung einer Passagiermaschine. Die 9H-CGA befindet sich derzeit auf dem Flughafen Luqa und wird von SR Technics Malta für den kommerziellen Ersteinsatz als Frachter vorbereitet. Künftig soll der Mittelstreckenjet ab Leipzig/Halle im Auftrag von Deutsche Post-DHL fliegen. Dem Vernehmen nach wird dieser Maschinentyp auch Stammgast auf dem Flughafen Linz-Hörsching werden. Ursprünglich wurde dieser Airbus A321 im Jahr 1998 an Swissair ausgeliefert. Nach dem Kollaps der SAirGroup fand das Passagierflugzeug den Weg zu Swiss. Ab dem Jahr 2004 flog der Mittelstreckenjet für Air Mediterranee. Heuer wurde die Konvertierung in ein Frachtflugzeug angepackt und ist bereits fast vollständig abgeschlossen. Da die Maschine für DHL betrieben wird, sind sowohl das Logo der Deutsche-Post-Tochter als auch neu der Schriftzug “Smartlynx Cargo” am Rumpf zu finden. Es handelt sich um die erste Maschine, die diesen Titel trägt. Weiters ist vom vorderen Bereich auch ein großer Sticker bezüglich Umweltschutz angebracht. Nachstehende Fotogalerie zeigt die 9H-CGA auf dem Flughafen Luqa:

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Linz startet mit aufgepepptem Terminal in den Sommer

Der oberösterreichische Flughafen Linz-Hörsching startet mit einem neugestalteten Passagierterminal in die Sommersaison. Der Airport nutzte die lange Pause, um die Revitalisierung der Innenräume voranzutreiben. „Im Gegensatz zum Frachtgeschäft, das derzeit regelrecht boomt, mussten wir im Passagierverkehr eine lange Durststrecke überstehen. Mitte Juni werden wieder die ersten Passagiermaschinen in Linz abheben. Wir haben deshalb die letzten Monate dazu genutzt, das „Innenleben“ unseres Passagierterminals neu zu gestalten. Oberste Prämisse war, die Abläufe für unsere Passagiere noch rascher, einfacher und komfortabler zu gestalten“, erläutert Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Linz Airport. Bürgermeister Klaus Luger, Eigentümervertreter der Stadt Linz, geht davon aus, dass es für klassische Regionalflughäfen immer schwieriger wird, bestehende Flugverbindungen abzusichern oder neue Flugverbindungen zu akquirieren. „Wir sehen ganz deutlich, dass sich viele Fluggesellschaften verstärkt auf Volumenmärkte konzentrieren und dezentrale Märkte an Bedeutung verlieren. Dieser Trend hat sich durch die Covid 19 Pandemie noch einmal verschärft. In den vergangenen 20 Jahren hat der Flughafen immer positiv bilanziert. Damit verfügt das Unternehmen über ausreichende Rücklagen, um eine derartige Krise wirtschaftlich zu meistern. Dennoch muss das Unternehmen auf Sicht fahren und auch bei den Investitionen vorausschauend agieren. Die thermische Sanierung und die Umgestaltung des Passagierterminals sind strategisch wichtige Investitionen, die den Flughafen nicht nur nachhaltiger machen, sondern auch für die Passagiere einen spürbaren Mehrwert schaffen. Daher haben die Eigentümer entschieden, diese Umbauten plangemäß umzusetzen“ so Bürgermeister Luger. Im Zuge der Modernisierung des Innenbereichs wurden in einem ersten Schritt die Reisebürocounter erneuert, die Autovermieter in den Ankunftsbereich integriert, die Sicherheitsstraßen erweitert und das Café Frederick &

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El Al: Kinder zahlen nur die Taxen

Die Fluggesellschaft El Al versucht derzeit mehr Familien zum Reisen zu bewegen. Dazu bietet man an, dass Kinder bis inklusive 12 Jahren kostenlos mitfliegen können. Das Angebot hat allerdings einen Haken, denn lediglich auf den so genannten Netto-Air-Fare verzichtet der Carrier aus Israel. Gänzlich kostenfrei ist die Mitnahme von Kindern daher nicht. El Al bittet unter anderem für die Flughafenhafengebühren und sonstigen personenbezogen Taxen zur Kasse. In Israel ist es legal mit dem Netto-Air-Fare zu werben. In der Europäischen Union war dies bis zu einer Änderung der gesetzlichen Grundlage ebenfalls zulässig, jedoch müssen seit vielen Jahren Brutto-Endpreise angegeben werden. Dennoch dürften die Flugscheine für Familien, die von/nach Tel Aviv fliegen wollen, günstiger werden, denn der reine Flugpreis (Netto-Air-Fare) ist für Kinder bis inklusive 12 Jahren auf null herabgesetzt. Somit ergibt sich eine gewisse Ersparnis. Das Angebot ist auf ausgewählten Strecken während des Promotion-Zeitraums verfügbar.

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Salzburg: Wizz Air verschiebt auch Kiew erneut

Das Salzburg-Comeback der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air wird noch kleiner ausfallen als bisher bekannt. Lediglich die bulgarische Schwarzmeerstadt Varna soll im Sommer 2021 angeboten werden. Die Aufnahme soll per 13. Juni 2021 erfolgen. Vor wenigen Tagen wurde durch einen Bericht von Aviation Direct bekannt, dass die angekündigte Verbindung nach St. Petersburg auf den 19. September 2021 verschoben wurde. Sofern dieser Termin hält, hätte Wizz Air rund ein Jahr Verspätung. Nun trifft es auch die geplante Aufnahme der Nonstop-Verbindung zum innerstädtischen Flughafen Kiew-Schuljany. Diese war nach mehreren Verschiebungen für Ende Juni 2021 angekündigt. Daraus wird auch diesmal nichts, denn Wizz Air kündigt diese Route nun für den 17. September 2021 an. Damit wird das Comeback des Billigfliegers, der im Vorjahr überraschend einige Salzburg-Strecken, die nach wenigen Umläufen wieder eingestellt wurden, aufgenommen hatte, erheblich kleiner ausfallen. Ob der Aufnahmetermin von Varna-Salzburg-Varna halten wird, ist unklar.

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Budapest: Wizz Air und Buzz bauen wieder aus

Die Fluggesellschaften Wizz Air und Buzz haben in den letzten Tagen ab Budepest zahlreiche Strecken reaktiviert. Die Ryanair-Tochter nahm die Flüge zu insgesamt 16 Destinationen wieder auf. Beim ungarischen Mitbewerber sind es sieben Ziele. Die polnische Buzz fliegt im Auftrag von Ryanair wieder nach Athen, Bristol, Cagliari, Catania, Kopenhagen, Edinburgh, Lissabon, Madrid, Marseille, Mykonos, Napoli, Palermo, Paphos, Porto, Sevilla, und Valencia. Im Juni 2021 wird der Carrier insgesamt 35 Umläufe pro Woche durchführen. Für Juli und August 2021 sind je 47 wöchentliche Rotationen geplant. Derweil nahm Wizz Air über das Wochenende sieben Routen wieder auf. Dabei handelt es sich um Podgorica, Luqa (Malta), Lissabon, Catania, Barcelona, Bari und Göteborg. Weiters sollen die Frequenzen auf zahlreichen Budapest-Strecken erhöht werden. Unter dem Strich sollen wöchentlich um 3.992 Sitze mehr angeboten werden.

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