Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa: Spohr rechnet mit Wachstum ab 2022

Am Dienstag hielt Lufthansa zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte die Hauptversammlung der Aktionäre rein virtuell ab. Die Teilhaber gaben grünes Licht für die Aufnahme weiterer Kredite. Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley erklärte gegenüber den Aktionären, dass die Insolvenz ohne staatliche Hilfe „nicht vermeidbar gewesen“ wäre. Dennoch betonte er, dass man die von der deutschen Bundesregierung bereitgestellten Finanzmittel so rasch wie möglich zurückzahlen will. Dieser Schritt soll wohl auch deswegen gesetzt werden, um die Beteiligung des WSF loswerden zu können. Im Vorjahr stemmte sich Lufthansa zunächst mit Händen und Füßen gegen eine Beteiligung des Staats, lenkte jedoch dann ein, um an die rund neun Milliarden Euro kommen zu können. Lufthansa habe bislang rund 2,8 Milliarden Euro an Hilfen gezogen und einen Teil der Mittel auf Kapitalmarktanleihen umgeschuldet. Konzernchef Carsten Spohr strebt nun eine Kapitalerhöhung an, kann jedoch noch keine näheren Angaben zum Zeitpunkt und zum Ausmaß machen. Ziel dürfte jedoch sein, dass man damit mittelfristig den Staat „auslösen“ kann. Für die Aufnahme weiterer Kredite holten sich Vorstand und Aufsichtsrat den Segen der Aktionäre. Weiters besteht auch die Möglichkeit weitere Finanzmittel aus der Staatshilfe abrufen zu können. Carsten Spohr rechnet derzeit damit, dass im Sommer 2021 rund 40 Prozent der Vorkrisenkapazität in der Luft sein wird. Für das kommende Jahr prognostiziert wer wieder Wachstum.

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Spanien: Norwegian baut 1.191 Mitarbeiter ab

Der angeschlagene Billigflieger Norwegian streicht in Spanien rund 1.200 Stellen und schließt drei von fünf Bases. Betroffen sind auch Teneriffa und Gran Canaria. In einer Erklärung bekräftigt das Unternehmen, dass man dennoch weiterhin in Spanien präsent sein will. Exakt 1.191 Mitarbeiter will Norwegian in genanntem Land abbauen. Zwar standen die Stützpunkte auf den kanarischen Inseln bereits vor der Pandemie auf der Kippe, doch das Ausmaß des Stellenabbaus schockiert die örtlichen Gewerkschaften. Der Billigflieger will sich auf den Verkehr in den skandinavischen Ländern sowie Urlaubsflüge – unter anderem – nach Spanien konzentrieren. Auch die Basis in Barcelona, die vormals auch Langstreckenflüge durchführte, wird geschlossen. Lediglich in Alicante und Málaga will das Unternehmen noch eigene Mitarbeiter vorhalten. Die Größe der Bases soll allerdings auf je eine Boeing 737-800 reduziert werden. Man hofft, dass zeitnah auf je drei Maschinen ausgebaut werden kann. Unter dem Strich bedeuten die Maßnahmen für 85 Prozent der spanischen Norwegian-Mitarbeiter den Verlust des Arbeitsplatzes. Die Gewerkschaft USO kündigte bereits an, dass man um jeden einzelnen Job kämpfen will. Die weitere Entwicklung bleibt daher noch abzuwarten.

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Verkehrsbüro will die Büroflächen deutlich verkleinern

Der österreichische Reisekonzern Verkehrsbüro Group will angesichts der Folgen der Corona-Pandemie die Standortkosten um 50 Prozent reduzieren. Konkret will man unter anderem die Bürofläche der Firmenzentrale um etwa 60 Prozent reduzieren und dadurch etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Im Gespräch mit dem Magazin Trend erklärte Firmenchef Martin Winkler, dass der von ihm geleitete Konzern aufgrund der Corona-Pandemie einem Umsatzrückgang von 615 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro verzeichnen musste. Der Firmengruppe gehören unter anderem die Ruefa-Reisebüros, die Austria-Trend-Hotels sowie Eurotours an. Im Bereich des Städtetourismus erwartet Winkler erst im Jahr 2024 eine Erholung auf das Niveau von 2019. Im Kongresstourismus sieht er die Zukunft in Hybrid-Veranstaltungen, für die im Zuge einer Digitalisierungsoffensive neue Technologien bereitgestellt werden sollen. Hohe Erwartungen verknüpft Winkler mit dem Grünen Pass: „Ich bin überzeugt, dass der grüne Pass der Weg sein wird, um internationale Reisen wieder möglich zu machen.“

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Ferienflüge: Helvetic setzt auf Griechenland und Spanien

Die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways bietet in der Hochsaison des Sommer 2021 in Kooperation mit den Reiseveranstaltern Hotelplan Suisse und Universal Flüge nach Kos, Heraklion und Palma de Mallorca an. Diese starten von Juli bis Oktober 2021 ab Zürich und Bern. Der Carrier richtet das touristische Ferienprogramm heuer ausschließlich auf Mittelmeerziele mit Schwerpunkt Griechenland und Spanien aus. Der Carrier plant auch heuer wieder so genannte Pop-Up-Flüge als kurzfristige Last-Minute-Angebote in den Sommerflugplan 2021 aufzunehmen. Der Helvetic-Flugplan auf einen Blick: Flight no. Between And Frequency From Departure To Arrival 2L 7310 10 July 23 October Saturdays ZRH 08:40 KGS 12:40 2L 7311 10 July 23 October Saturdays KGS 13:25 ZRH 15:55                 2L 7300 10 July 23 October Saturdays ZRH 07:30 HER 11:20 2L 5301 10 July 23 October Saturdays HER 12:05 BRN 14:10 2L 5300 10 July 23 October Saturdays BRN 14:50 HER 18:35 2L 7301 10 July 23 October Saturdays HER 19:20 ZRH 21:30                 2L 24 11 July 17 October Sundays ZRH 09:00 PMI 10:45 2L 23 11 July 17 October Sundays PMI 11:30 BRN 13:10 2L 22 11 July 17 October Sundays BRN 13:55 PMI 15:50 2L 25 11 July 17 October Sundays PMI 16:35 ZRH 18:25

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Einigung erzielt: Mango bleibt in der Luft

Der South-African-Tochter Mango ist es gelungen mit den Leasinggebern eine Lösung zu finden. Der Carrier musste – entgegen der ursprünglichen Ankündigung – den Flugbetrieb nicht einstellen. Allerdings nahm man aus finanziellen Gründen einige Ausdünnungen vor. Die Liquidität des Lowcosters ist stark angespannt und man steht bei den Lessoren der Flugzeuge in der Kreide. Diese haben ein Ultimatum gesetzt, dass ohne signifikante Zahlungen die weitere Nutzung der Maschinen per 1. Mai 2021 untersagt wird. Mit Hilfe vom Staat kann Mango aber nicht vor Juni 2021 rechnen. Eine durchaus verzwickte Situation, die dazu führte, dass der Billigflieger die Einstellung des Flugbetriebs verkündete. Quasi in letzter Minute konnte man sich mit den Leasinggebern auf einen Zahlungsaufschub einigen. Diese verzichten nun auf den Entzug des Nutzungsrechts, so dass Mango in der Luft bleiben kann. Dennoch muss der Lowcoster einige Strecken übergangsweise aussetzen. Aufgrund der südafrikanischen Mutation dürfen einige Staaten derzeit nicht angeflogen werden.

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Sundair stellt wieder neue Flugbegleiter ein

Die Ferienfluggesellschaft Sundair stockt angesichts der erwarteten höheren Nachfrage das Kabinenpersonal auf. Am 17. Mai 2021 starten zwei Kurse für neue Flugbegleiter, die künftig an Bord der Airbus-Flotte ihren Dienst versehen werden. Geschäftsführer Marcos Rossello bestätigte im Gespräch mit Aviation Direct, dass im Bereich der Kabine wieder Neueinstellungen vorgenommen und am 17. Mai 2021 die ersten beiden Flugbegleiterkurse starten. Sundair konnte vor einigen Tagen das Schutzschirmverfahren erfolgreich verlassen und sieht sich für die Sommersaison bestens gerüstet.

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Malaysia Airlines übernimmt B737-Max ab 2024

Malaysia Airlines wird die 25 bestellten Boeing 737 Max erst ab 2024 übernehmen. Der Hersteller und die Fluggesellschaft haben diesbezüglich am Dienstagnachmittag eine Einigung erzielt. Die Maschinen sollen dann bis 2027 an die Airline mit Sitz in Kula Lumpur übergeben werden. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass Malaysia Airlines die Bestellung stornieren wird. Im Vorjahr gab es aufgrund der Vorgeschichte des Musters entsprechende Gerüchte. Nun kommt es anders, denn die Mittelstreckenjets sollen lediglich später übergeben werden. Über die finanziellen Details haben die Fluggesellschaft und Boeing Stillschweigen vereinbart.

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Malaysia: Beförderungsverbot für Personen aus Indien

Personen, die sich in Indien aufgehalten haben, sind bei der Fluggesellschaft Malaysia Airlines nicht mehr erwünscht. Die Airline befördert diese Fluggäste temporär nicht mehr. Allerdings geschieht das nicht freiwillig, sondern die Regierung hat ein entsprechendes Beförderungsverbot angeordnet. Damit will man ausschließen, dass das Flugverbot für Nonstop-Verbindungen über Umstiege in Drittstaaten umgangen werden kann. Sämtliche Passagierflüge von Indien nach Malaysia wurden bereits gestrichen. Das Beförderungsverbot wurde auf unbefristete Zeit ausgesprochen. Laut Malaysia Airlines soll es keine Auswirkungen auf den Frachtverkehr geben.

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Ryanair klagt gegen Alitalia-Staatshilfe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair brachte beim Gericht der Europäischen Union eine Klage gegen die zuletzt an Alitalia gewährte Staatshilfe in der Höhe von 199,45 Millionen Euro. Das Begehren des Lowcosters richtet sich gegen die Bewilligung durch die EU-Kommission. In vergleichbaren Fällen erlitt Ryanair vor dem Gericht der Europäischen Union, das als erste Instanz fungiert, juristische Niederlagen. Der Billigflieger ergriff aber jeweils das Rechtsmittel der Berufung an den Europäischen Gerichtshoff, so dass noch nicht endgültig über die Klagen des Carriers entschieden ist. Ryanair erklärte zu Alitalia, dass man der Ansicht ist, dass die EU-Kommission mit der Bewilligung der zusätzlichen Staatshilfe ihre Kompetenz missbraucht habe. Man bezeichnet das Vorgehen als „illegal“ und klagt daher vor dem Gericht der Europäischen Union. Die Zukunft von Alitalia selbst ist noch nicht geklärt, denn die EU-Kommission will verhindern, dass der Markenname auf die Neugründung Ita übertragen wird. Naturgemäß sieht man diesen Punkt in Italien etwas anders.

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Drittstaaten: EU will Geimpften die Einreise erleichtern

Innerhalb der Europäischen Union soll das Reisen mit dem Grünen Pass erleichtert werden. Nun prescht die EU-Kommission vor und empfiehlt, dass touristische Einreisen aus Drittstaaten ebenfalls ermöglicht werden sollen. Dabei soll die vollständige Impfung nachgewiesen werden müssen. Eine Besonderheit soll es für Kinder, die noch nicht geimpft werden können, geben. Wenn diese gemeinsam mit ihren geimpften Eltern reisen, sollen die Minderjährigen einen negativen PCR-Test vorlegen müssen. Es gibt allerdings eine große Einschränkung, denn die avisierte Regelung soll nur dann zum Tragen kommen, wenn der Herkunftsstaat eine „gute Inzidenz“ aufweist. Andernfalls soll der Zutritt verwehrt bleiben. Bislang handelt es sich lediglich um eine Empfehlung der EU-Kommission. Die tatsächliche Umsetzung obliegt den Mitgliedsstaaten. Diese können frei darüber entscheiden, ob sie Angehörigen von Drittstaaten bzw. ihren eigenen Bürgern bei der Rückreise Erleichterungen gewähren oder eben nicht. Es wird angestrebt, dass eine einheitliche Regelung gefunden wird, doch in der Vergangenheit brachten die Beschlüsse der EU-Botschafter recht wenig, denn die Nationalstaaten kochten weiterhin ihre eigene Suppe.

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