Jan Gruber

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Jan Gruber

Air Berlin: Klage gegen Etihad muss in London verhandelt werden

Die Schadenersatzklage, die Air-Berlin-Konkursverwalter Lucas Flöther gegen Großaktionär Etihad Airways eingebracht hat, muss in London verhandelt werden. Das zuständige Gericht wies den Einspruch des deutschen Juristen zurück und bekräftigte die internationale Zuständigkeit. Air Berlin und Etihad haben vor einigen Jahren das Vereinigte Königreich als Gerichtsstand für Streitigkeiten vertraglich vereinbart. Ungeachtet dessen strebte Flöther ein Verfahren in Deutschland an. Der Golfcarrier brachte dagegen ein Rechtsmittel ein. Air Berlin war eine Public Limited Company nach britischem Recht, aber der Flugbetrieb war als deutsche Kommanditgesellschaft organisiert. Persönlich haftender Gesellschafter war eben die börsennotierte Air Berlin plc. Flöther versuchte vor dem Landgericht Berlin Schadenersatz beim einstigen Großaktionär einzufordern. Hintergrund ist, dass eine Haftungserklärung nicht erfüllt wurde, wodurch Air Berlin in den Konkurs flog. Etihad Airways setzte sich juristisch zur Wehr und argumentierte, dass der Gerichtsstand London vereinbart war und obendrein die Air Berlin plc ihren rechtlichen Hauptsitz im Vereinigten Königreich hatte. Zusätzlich brachte das Unternehmen eine Klage in UK ein, die den Gerichtsstand klären sollte. Das englische Gericht erklärte sich für international zuständig. Dagegen legte Flöther Berufung ein, um das Verfahren vor ein deutsches Gericht verlegen zu können. Die britischen Richter lehnten das Rechtsmittel des Air-Berlin-Masseverwalters ab und bekräftigten die Zuständigkeit der Justiz des Vereinigten Königreichs und dies durch alle Instanzen. Inhaltlich ist der Fall nun vor dem High Court in London zu verhandeln. In der Theorie kann Flöther nun über ein Rechtsmittel versuchen den Europäischen Gerichtshof zu erreichen, doch bedingt durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gibt es in

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AUA: A320 ab Graz und Linz „recht unwahrscheinlich“

Derzeit tüftelt Austrian Airlines intensiv am Sommerflugplan 2021. Auf den dezentralen Deutschland-Strecken ab Linz und Graz werden sich Änderungen ergeben. Allerdings ist der Einsatz von Maschinen des Typs Airbus A320 laut einem Firmensprecher “unwahrscheinlich”. Im Online-Reservierungssystem der Lufthansa-Tochter sind derzeit die Strecken Graz-Düsseldorf, Graz-Stuttgart und Linz-Düsseldorf mit Airbus A320 hinterlegt. Auch wurden diese “umgedreht”, also die Maschinen starten den Umlauf nicht mehr ab den Bundesländerflughäfen, sondern ab Düsseldorf bzw. Stuttgart. Ob das so bleibt, ist laut AUA noch völlig offen. Der Einsatz von Fluggerät ab Wien via Deutschland ist aufgrund der Betriebszeiten der beiden deutschen Airports äußerst unwahrscheinlich. Ein AUA-Sprecher sagte dazu: “Das Programm ist quasi ein Platzhalter. Wir arbeiten aktuell noch an unserem Sommerflugplan. Gegen Ende Jänner 2021 sollten wir diesbezüglich mehr wissen. A320 werden wir auf diesen Strecken aber recht wahrscheinlich nicht einsetzen.” Vor einiger Zeit wurde seitens Austrian Airlines angekündigt, dass die dezentralen Deutschland-Strecken an die Konzernschwester Eurowings übergeben werden sollen. Damals galt es als wahrscheinlich, dass DHC Dash 8-400 der Luftfahrtgesellschaft Walter im Wetlease zum Einsatz kommen werden. Dieser Maschinentyp war sowohl in Düsseldorf als auch in Stuttgart für den Kranich-Billigableger stationiert. Die Betonung liegt auf war, denn Eurowings kündigte die Zusammenarbeit mit LGW auf und die Zeitfracht-Tochter musste Insolvenz anmelden und befindet sich in Abwicklung. Es wurde seitens Austrian Airlines nie ausgeschlossen, dass auf den dezentralen Routen, aber auch innerhalb Österreichs, Wetlease-Flugzeuge angemietet werden könnten. Die Übergabe der kommerziellen Verantwortung auf den dezentralen Deutschland-Strecken wurde beispielsweise in Innsbruck und Salzburg bereits an Lufthansa übergeben. In

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Gericht ordnet endgültige Schließung von Level Europe an

Das Landesgericht Korneuburg ordnete die endgültige Schließung der Level Europe GmbH an. Zuletzt war nur noch der Unternehmensbereich “Nominated Persons” (Postholder) aktiv. Alle anderen Teile wurden bereits in den letzten Monaten durch Beschluss des Konkursgerichts aufgelassen. Die überwiegende Mehrheit der Level-Bediensteten war das fliegende Personal, also Piloten und Flugbegleiter. Diese wurden kurz nach dem Konkursantrag durch den Masseverwalter gekündigt. Im Bereich der Verwaltung wurden noch einige wenige Mitarbeiter weiterbeschäftigt, doch am 1. Oktober 2020 ordnete das Landgericht Korneuburg auch in diesem Bereich die Schließung an. Somit verblieben nur noch die Nominated Persons, die zum Erhalt der Betriebsbewilligung und des AOCs zwingend erforderlich sind. Damit ist seit 22. Dezember 2020 auch Schluss, denn an diesem Tag ordnete das Konkursgericht die endgültige Schließung von Level Europe GmbH an. Damit dürften sich nun auch zumindest kleine Hoffnungen auf eine Übernahme durch einen Investor zerschlagen haben. Der Zeitpunkt der Pleite kam für einen Verkauf denkbar ungünstig, denn aufgrund der allgemeinen Lage rund um die Corona-Pandemie gelten derzeit Luftfahrt und Tourismus als Hochrisiko-Investments. Weiters sind europaweit zahlreiche Fluggesellschaften auf Anfrage äußerst kostengünstig erhältlich, denn die finanzielle Situation ist nahezu überall angespannt. Level Europe hob am 17. Juli 2018 erstmals auf der Strecke Wien-London Gatwick ab. Zum Einsatz kam der Airbus A321 mit der Registrierung OE-LCN. Die Maschine war fast komplett ausgebucht, doch in den nachfolgenden Monaten hatte das damals noch unter dem Namen Anisec Luftfahrt GmbH agierende Unternehmen mit Absatz- und Auslastungsproblemen zu kämpfen. Der starke Wettbewerb, den unter anderem Lauda, Wizzair und Austrian Airlines

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Zürich: Condor nimmt acht Warmwasserziele auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor plant ab Ende April 2021 einige Warmwasserziele ab Zürich-Kloten aufzunehmen. Diese sollen mit Maschinen des Typs Airbus A320 bedient werden. In der schweizerischen Wirtschaftsmetropole werden allerdings keine Flugzeuge stationiert. Derzeit unterhält Condor ausschließlich in Deutschland Bases und zwar in Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Flugangebot ab Zürich soll mit Maschinen, die in diesen Städten stationiert sind, durchgeführt werden. Laut CH-Aviation.com wird der Ferienflieger die nachstehenden Ziele ab dem größten Airport der Schweiz aufnehmen: Heraklion – 1x wöchentlich ab 24. April 2021 Kos – 1x wöchentlich ab 7. Mai 2021 Las Palmas – 2x wöchentlich ab 1. Mai 2021 Olbia – 2x wöchentlich ab 1. Mai 2021 Rhodos – 2x wöchentlich ab 25. April 2021 Palma de Mallorca – 6x wöchentlich ab 30. April 2021 Split – 2x wöchentlich ab 30. April 2021 Larnaka – 3x wöchentlich ab 2. Mai 2021

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Ab Mittwoch: Österreich bannt Südafrika-Flüge

Die österreichische Regierung untersagt ab Mittwoch auch Passagierflüge, die in Südafrika gestartet sind. Betroffen ist als derzeit einziger Nonstop-Anbieter defacto nur Austrian Airlines. Das Flugverbot für Verbindungen aus dem Vereinigten Königreich bleibt unverändert aufrecht. Dies geht aus dem NOTAM A3653/20 hervor. Entgegen der Ankündigung von Außenminister Alexander Schallenberg, dass keine weiteren Landeverbote ausgesprochen werden sollen, bedient sich nun die österreichische Regierung wieder dem Bann von Nonstop-Flügen. Verbindungen mit Umstieg, beispielsweise in Istanbul, Dubai oder an anderen Drehkreuzen, sind vom Verbot nicht erfasst und können weiterhin angeboten werden. Dies führt den Bann ad absurdum, da sich Passagiere, die betroffen sind und tatsächlich fliegen wollen, dann einfach auf eine indirekte Flugverbindung umbuchen lassen. Aus Deutschland und der Schweiz soll ein gewisser Druck auf Österreich gekommen sein, denn die Lufthansa Group buchte dem Vernehmen nach im großen Stil Passagiere, die aus Südafrika nach Deutschland oder in die Schweiz reisen wollten, auf Kapstadt-Wien, durchgeführt von Austrian Airlines um. Von der österreichischen Bundeshauptstadt aus gibt es konzerneigene Anschlüsse in die beiden Nachbarländer. Das deutsche Magazin “Der Spiegel” berichtet, dass so viele Personen über dieses “Schlupfloch” von Südafrika nach Deutschland einreisen konnten. Offenbar intervenierte die deutsche Regierung in Wien und diese gab nach. In Südafrika wurde kurz vor Weihnachten ebenfalls eine Mutation des Coronavirus festgestellt. Angeblich soll es sich um selbige wie im Vereinigten Königreich handeln. Deutschland verhängte am 22. Dezember 2020 auch ein Landeverbot für Passagierflüge, die in Südafrika gestartet sind. Ohne Fluggäste oder nur mit Fracht beladen dürfen die Maschinen weiterhin in Deutschland bzw.

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Sundair startet in Schweden – Konkurrenz in den Startlöchern

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair nahm Mitte Dezember 2020 die erste Strecke auf, die nicht in Deutschland startet oder endet. Der Carrier fliegt seit 11. Dezember 2020 von Stockholm-Arlanda nach Beirut. Zwischenzeitlich kündigte sich bereits Konkurrenz auf dieser Nischenstrecke an. „Wir sind bereits sehr erfahren mit Flügen nach Beirut, einem Ziel, das wir von Berlin Brandenburg International und Düsseldorf International aus bedienen. Stockholm mit seiner großen libanesischen und auch syrischen Bevölkerung war der nächste logische Schritt für uns, um zu expandieren”, so Sundair-Chef Marcos Rossello in einer Aussendung.  Die deutsche Fluggesellschaft musste aufgrund der Corona-Pandemie ein Schutzschirmverfahren anmelden. Der Betrieb ist derzeit wegen der Einreise- und Quarantänebestimmungen stark eingeschränkt. Ab Deutschland werden derzeit lediglich einige Flüge auf die kanarischen Inseln durchgeführt. In Schweden kündigte Northern Airlines ab Stockholm-Arlanda die Aufnahme von Nonstop-Flügen nach Malaga und Beirut an. Diese sollen im März 2021 aufgenommen werden, was unweigerlich dazu führen wird, dass Sundair Konkurrenz bekommen wird. Allerdings führte die Neugründung bislang keinen einzigen Flug durch, so dass es abzuwarten gilt, ob der Start tatsächlich erfolgen wird. Northern Airlines will als Newcomer mit Boeing 737-800 abheben.

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Comeback: Bin Air erlangt AOC zurück

Die deutsche Fluggesellschaft Bin Air steht kurz vor dem Comeback: Zwei Jahre nach dem Entzug des AOCs konnte der Carrier dieses kurz vor Weihnachten wiedererlangen. Das deutsche Luftfahrtbundesamt erteilte Bin Air auch die notwendige Betriebsgenehmigung. Bin Air ist nun wieder zur Beförderung von Passagieren, Fracht und Postsendungen berechtigt. Laut CH-Aviation.com hatte das 1996 gegründete Unternehmen einst die größte Metroliner-Flotte Europas. Diese bestand zu Hochzeiten aus 15 Exemplaren. Zum Zeitpunkt der Betriebsuntersagung im Oktober 2018 hatte Bin Air noch elf Metroliner. In welches Geschäftssegment der deutsche Carrier nun eintreten möchte, ist noch unklar. Das Unternehmen gab zur Wiedererlangung der Zulassung keine Stellungnahme ab. Die Internetpräsenz wurde laut CH-Aviation.com zuletzt im Jahr 2015 aktualisiert. Die Maschinen des Carriers sind unter anderem in Essen und Mönchengladbach abgestellt. Lokale Luftfahrtfreunde berichten seit einigen Wochen davon, dass Aktivitäten an den Maschinen zu sehen sind. Bin Air macht diese vermutlich wieder flugfit. Der Carrier war in der Vergangenheit auch auf den Transport von dringenden Medikamenten und sonstiger medizinischer Güter spezialisiert, so dass nicht auszuschließen ist, dass die kleinen Flugzeuge dieses Anbieters möglicherweise Corona-Impfstoffe in abgelegene Regionen einfliegen könnten.

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Spohr rechnet mit Impfnachweis-Pflicht auf der Langstrecke

Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht davon aus, dass auf der Langstrecke künftig ein Nachweis über eine Impfung gegen Covid-19 oder aber ein negativer Testbefund notwendig werden. Dies will man allerdings nicht als Airline vorschreiben, sondern der Chef der größten Fluggesellschaft Deutschlands vermutet, dass sich dies aus den künftigen Einreisebestimmungen ergeben wird. “Persönlich gehe ich davon aus, dass bei Interkontinentalflügen auf bestimmten Strecken künftig jeder Passagier getestet oder geimpft ist”, erklärte Spohr gegenüber Welt am Sonntag. Zunächst soll die Anzahl der Routen, auf denen vor dem Abflug ein verpflichtender Antigen-Schnelltest absolviert werden muss, steigen. Konkrete Destinationen nannte Spohr nicht, allerdings sind die Vereinigten Staaten von Amerika ein durchaus heißer Kandidat, da beispielsweise Delta genau dieses Verfahren bereits auf einigen Routen testet. Der negative Schnelltest soll dann Einreiseerleichterungen auf beiden Seiten bringen. In Deutschland dürfte das aber noch ein steiniger Weg werden, denn die Regierung stemmt sich gegen Antigen-Schnelltests im Reiseverkehr. In einer zweiten Phase würde – so Spohr – eine Wahlmöglichkeit zwischen einer Testung, einem Impf- oder Antikörpernachweis bestehen. Als Fluggesellschaft will man allerdings Impfungen nicht zur Pflicht machen. Dennoch könnte sich dies indirekt ergeben, denn es ist damit zu rechnen, dass diverse Staaten die Einreise nur noch dann gestatten, wenn eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 glaubhaft gemacht wird. Die staatlichen Vorgaben könnten dann vorsehen, dass Passagiere, die dies nicht nachweisen können, nicht befördert werden dürfen. Somit könnte es – analog dem “Visa-Check” – dazu kommen, dass beim Check-In oder am Gate ein Impfzertifikat oder die -karte vorgezeigt werden muss. Wer das

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Lufthansa stockt Pilotengehälter mit Staatshilfe auf

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den gut verdienenden Langstrecken-Kapitänen, die bislang auf dem Airbus A380 flogen, das Kurzarbeitergeld in der Höhe von rund 5.000 Euro “nicht zumuten”. Dieses wird aus Mitteln der Staatshilfe auf etwa 15.000 Euro pro Monat aufgestockt, bestätigte der Konzernchef gegenüber Welt am Sonntag. Spohr führte gegenüber der Zeitung aus, dass sich die Bezüge mit reinem Kurzarbeitergeld “mehr als halbieren”, denn der überwiegende Teil der Pilotengehälter würde über der Bemessungsgrenze liegen. “Das können und wollen wir unseren Piloten nicht zumuten”, so Spohr gegenüber Welt am Sonntag. Die größte Fluggesellschaft Deutschlands nimmt daher Geld aus dem neun Milliarden schweren Staatskredit in die Hand und stockt damit die Gehälter der Piloten auf, so dass diese statt 5.000 Euro eben 15.000 Euro pro Monat erhalten. Das Geschäft lief im Dezember 2020 äußerst miserabel. Spohr erklärt, dass man “weniger als zehn Prozent der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr” befördert habe. Bis Jahresende sollen 29.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Der Manager sagt, dass es sich rechnerisch um jede fünfte Vollzeitstelle handeln würde. „Das können aber nicht in allen Bereichen Vollzeitarbeitsplätze sein. Wir müssen die Arbeit einfach anders verteilen“, so der Lufthansa-Chef gegenüber Welt. Spohr geht davon aus, dass Teilzeitmodelle bis mindestens Mitte der 2020er-Jahre benötigt werden. Es sollen weitere Kosteneinsparungen erzielt werden, denn Lufthansa vermutet, dass sich der Erholung der Branche noch sehr lange hinziehen wird. Mit den Gewerkschaften verhandelt man daher über Lösungen und Modelle, die über das Jahr 2021 hinaus angewandt werden sollen.

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Regierung verkündete Aus für Montenegro Airlines

Für die Bediensteten von Montenegro Airlines war der 24. Dezember 2020 wohl nicht wirklich ein schöner Tag, denn die Regierung verkündete die Schließung der staatlichen Fluggesellschaft. Eine Neugründung soll die Nachfolge antreten, doch diese wird frühestens im Jahr 2022 startklar sein. Anfang Dezember 2020 setzte die montenegrinische Regierung das Management von Montenegro Airlines ab und entsandte Finanzexperten, um die Bücher zu prüfen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde offiziell kommuniziert, dass die Schließung des bestehenden Carriers und anschließende Neugründung eine wahrscheinliche Option ist. Am 24. Dezember 2020 wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Montenegro Airlines wird geschlossen und abgewickelt. Bereits seit einigen Monaten warnte das kürzlich abgesetzte Management davor, dass wenn der Staat nicht hilft, dass dann die Insolvenz und die Einstellung des Flugbetriebs drohen. Die Finanzmittel reichten nicht mehr aus, um die Löhne und Gehälter vollständig oder gar pünktlich bezahlen zu können. Die Regierung sucht die Schuld für das Schlamassel aber indirekt in Brüssel, denn offiziellen Angaben nach habe die EU-Kommission erklärt, dass man jede Form der Staatshilfe für Montenegro Airlines als “illegal” einstufen würde. Montenegro ist allerdings kein Mitglied der Europäischen Union und wäre daher an die Einschätzung der Kommission nicht gebunden. Da man jedoch beitreten will, könnte sich das Missachten der Einstufung als hinderlich erweisen. Finanzminister Mladen Bojanic erklärte während einer Pressekonferenz, dass der Schuldenberg von Montenegro Airlines so hoch wäre, dass man keine Alternative habe. Seiner Ansicht nach hätten dies Vorgängerregierungen und ehemalige Manager der Fluggesellschaft verursacht. Man hätte sich gegenseitig ein Bild der Finanzlage des

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