Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Porter Airlines prüft Beitritt zur Luftfahrtallianz Oneworld

Die kanadische Fluggesellschaft Porter Airlines erwägt einen strategischen Schritt zur Stärkung ihrer internationalen Positionierung und prüft einen möglichen Beitritt zur globalen Luftfahrtallianz Oneworld. Dies bestätigte Präsident Kevin Jackson gegenüber dem Fachportal Skift, betonte jedoch, dass eine endgültige Entscheidung noch ausstehe. Die Airline evaluiere derzeit sowohl klassische bilaterale Partnerschaften als auch die Vorteile einer vollwertigen Allianzmitgliedschaft. Porter Airlines, die in den letzten Jahren ihre Flotte signifikant modernisiert und ihr Streckennetz über die Kernmärkte Kanadas hinaus erweitert hat, unterhält bereits enge Kooperationen mit mehreren Mitgliedern der Oneworld-Allianz. Dazu zählen namhafte Gesellschaften wie Alaska Airlines, American Airlines, Qatar Airways und British Airways. Eine offizielle Allianzmitgliedschaft würde diese bestehenden Partnerschaften vertiefen und den Passagieren von Porter Airlines ein global erweitertes Streckennetz sowie durchgängige Reiseerlebnisse bieten. Präsident Kevin Jackson hob hervor, dass Oneworld bislang keinen kanadischen Partner in ihren Reihen habe. Angesichts der aktuellen Expansion und der Positionierung von Porter Airlines in Kanada, wäre die Gesellschaft nach seiner Einschätzung „eine offensichtliche Wahl“ für die Allianz. Dies würde Oneworld helfen, ihre Abdeckung im wichtigen nordamerikanischen Markt zu verbessern. Allerdings merkte Jackson an, dass ein formeller Allianzbeitritt mit höheren Kosten verbunden wäre als die derzeitigen bilateralen Abkommen. Der potenzielle Schritt in eine Allianz wie Oneworld spiegelt die Ambitionen von Porter Airlines wider, die über die regionale Rolle hinauswachsen wollen. Die Gesellschaft, die kürzlich den Betrieb von Turboprops auf moderne Embraer E2-Jets umgestellt hat, um Strecken in die USA und in die Karibik zu bedienen, positioniert sich zunehmend als wichtiger Wettbewerber zu den etablierten kanadischen Fluggesellschaften. Ein Beitritt

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Taiwanische Tigerair erweitert Flotte mit Airbus A321neo

Die taiwanische Billigfluggesellschaft Tigerair Taiwan hat die Beschaffung von 15 Flugzeugen des Typs Airbus A321neo genehmigt. Der Vorstand der Airline, deren Mehrheitseigner die staatliche China Airlines ist, hat für diese Flottenerweiterung ein Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,28 Milliarden US-Dollar freigegeben. Die Bestellung sieht den Kauf von vier Flugzeugen und das Leasing von elf weiteren Maschinen vor, womit Tigerair eine deutliche Kapazitätssteigerung für ihr regionales Netzwerk anstrebt. Die Auslieferung der bestellten Jets ist zeitlich gestreckt. Die elf geleasten A321neo sollen sukzessive bis zum Jahr 2031 in die Flotte integriert werden. Die vier gekauften Maschinen werden voraussichtlich bis 2035 in Betrieb genommen. Zusätzlich zur festen Bestellung sicherte sich Tigerair eine Option auf den Erwerb von vier weiteren A321neo. Diese strategische Investition markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Airline, die derzeit ausschließlich kleinere Flugzeuge des Typs Airbus A320 betreibt. Mit der Einführung des A321neo, dem größten Mitglied der Airbus A320neo-Familie, wird Tigerair ihre Kapazität pro Flug signifikant erhöhen. Dies ist besonders relevant für die Bedienung des bestehenden Streckennetzes in Ostasien, das einen starken Fokus auf Verbindungen nach Japan legt. Die größere Kapazität der A321neo ermöglicht es der Billigfluggesellschaft, auf stark nachgefragten Routen mehr Passagiere zu befördern und die Effizienz des Flugbetriebs zu steigern. Die Entscheidung für die A321neo untermauert die Expansionspläne der von China Airlines kontrollierten Tigerair Taiwan, die im wachsenden asiatischen Low-Cost-Markt eine größere Rolle spielen will. Durch die Mischung aus Kauf und Leasing sichert sich die Airline sowohl langfristige Flottenverfügbarkeit als auch finanzielle Flexibilität. Die neuen Flugzeuge werden die

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Flughafen Zürich rüstet Sicherheitskontrolle mit CT-Scannern auf

Der Flughafen Zürich (ZRH), der größte Flughafen der Schweiz, nimmt Anfang Dezember nach einer intensiven Testphase das erste modernisierte Geschoss seiner Sicherheitskontrolle in Betrieb. Die Kernstücke der neuen Infrastruktur sind moderne CT-Scanner und Körperscanner. Diese technologische Aufrüstung zielt darauf ab, den Prozess für Passagiere komfortabler und gleichzeitig effizienter zu gestalten. Die Investition ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, um den Passagierfluss zu optimieren und die Kontrollstandards zu erhöhen. Für Reisende am Flughafen Zürich bedeutet die neue Technologie eine wesentliche Erleichterung beim Check-in des Handgepäcks. Dank der Leistungsfähigkeit der neuen CT-Scanner ist es Passagieren zukünftig erlaubt, Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets im Handgepäck zu belassen. Die bisher notwendige Entnahme dieser Gegenstände entfällt damit, was eine deutliche Beschleunigung des Kontrollvorgangs bewirken soll. Die CT-Technologie liefert detaillierte dreidimensionale Bilder des Handgepäcks, was eine präzisere und schnellere Analyse des Inhalts durch das Sicherheitspersonal ermöglicht. Die Modernisierung der Sicherheitskontrolle im größten der drei Check-in-Bereiche des Flughafens ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Durch die optimierte Infrastruktur wird erwartet, dass die Wartezeiten an den Kontrollstellen verkürzt werden können, insbesondere zu Stoßzeiten. Diese Maßnahme folgt internationalen Beispielen, bei denen große Flughäfen wie London-City oder Helsinki bereits ähnliche CT-Scanner erfolgreich im Einsatz haben, um den Passagierkomfort zu steigern und gleichzeitig die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Die vollständige Modernisierung der Sicherheitskontrollstelle wird in den kommenden Monaten in mehreren Phasen erfolgen. Mit der jetzigen Inbetriebnahme des ersten modernisierten Geschosses beginnt die Umsetzung des Gesamtprojekts. Der Flughafen Zürich reagiert damit auf die steigenden Passagierzahlen und die Notwendigkeit, moderne,

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FAA ordnet Zwangskontrollen für Boeing 717 an: Landegestellsicherungen müssen wegen Rissbildung geprüft werden

Die Federal Aviation Administration (FAA), die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika, hat eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive, AD) für die Boeing 717 erlassen. Die Anweisung schreibt zwingend wiederholte Inspektionen der oberen Verriegelungsbaugruppe des Bugfahrwerks (upper lock link assembly) auf Rissbildung vor. Auslöser für diese Maßnahme war die Untersuchung eines schweren Zwischenfalls im Juni 2023, bei dem eine Boeing 717 von Delta Air Lines ohne ausgefahrenes Bugfahrwerk landen musste. Die AD betrifft knapp 100 aktive Boeing 717 in den Flotten von Delta Air Lines und Hawaiian Airlines. Angesichts des hohen Alters der Maschinen und der intensiven Nutzung auf Kurzstreckenrouten stellt die zusätzliche Wartungsbelastung für die Fluggesellschaften einen signifikanten Kostenfaktor dar, der die bereits diskutierte Ausmusterung der Flugzeugmodelle beschleunigen könnte. Die AD tritt am 2. Januar 2026 in Kraft. Der Notfall, der zur Inspektion führte Der Vorfall, der die FAA-Anweisung auslöste, ereignete sich am 28. Juni 2023, als eine Delta Boeing 717 den Anflug auf den Charlotte Douglas International Airport absolvierte. Das Bugfahrwerk ließ sich nicht ausfahren. Nach vergeblichen Versuchen der Piloten, das Fahrwerk manuell auszufahren, landete das Flugzeug letztendlich nur auf dem Hauptfahrwerk, wobei die Flugzeugnase ungestützt auf dem Boden aufsetzte. Dank der professionellen Flugführung gab es unter den 104 Personen an Bord keine Verletzten. Die Passagiere wurden nach dem Aufsetzen sicher über Notrutschen evakuiert. Der abschließende Bericht des National Transportation Safety Board (NTSB) identifizierte die Ursache des Vorfalls als einen Ermüdungsriss in der oberen Verriegelungsbaugruppe des Fahrwerks. Dieser Riss verhinderte das ordnungsgemäße Ausfahren des Fahrwerks. Die Untersuchung ergab, dass

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Polen beschafft Airbus A330 Tankflugzeuge mit EU-Mitteln

Polen hat nach fast zehnjähriger Verzögerung die Beschaffung von Airbus A330 Multi-Role Tanker Transport (MRTT) Flugzeugen eingeleitet. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gab bekannt, dass der Kauf über das neue EU-Programm Security Action for Europe (SAFE) finanziert werden soll. Im Rahmen dieses Programms ist Warschau berechtigt, zinsgünstige Darlehen in Höhe von rund 44 Milliarden Euro für Verteidigungsinvestitionen zu erhalten. Mit dieser Entscheidung unterstreicht die polnische Regierung ihren Willen, eine entscheidende Fähigkeitslücke in der Luftwaffe zu schließen. Die Notwendigkeit zur Luftbetankung war kürzlich durch einen Vorfall unterstrichen worden, als russische Drohnen in den polnischen Luftraum eindrangen. Dabei mussten polnische F-16 Kampfjets lange Strecken zur Ostgrenze zurücklegen und waren auf die Betankung durch einen NATO-Tanker in der Luft angewiesen. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz bezeichnete die Fähigkeit zur Luftbetankung als Schlüsselkapazität für die polnische Luftwaffe. Die Beschaffung von drei bis vier Tankflugzeugen stand bereits Ende 2023 unter der Regierung von Premierminister Donald Tusk zur Debatte und wird nun konkretisiert. Die Plattform des Airbus A330 MRTT zeichnet sich durch ihre hohe Vielseitigkeit aus. Abgesehen von der reinen Tankerfunktion mit einer Kapazität von rund 110 Tonnen Treibstoff und einer Reichweite von nahezu 15.000 Kilometern kann das Flugzeug flexibel eingesetzt werden. Je nach Konfiguration ist es in der Lage, etwa 45 Tonnen Fracht oder bis zu 300 Passagiere zu transportieren. Offizielle Stellen betonen, dass diese Flexibilität für die Evakuierung von Bürgern aus Krisengebieten oder zur Unterstützung anderer Langstreckenmissionen von entscheidender Bedeutung ist. Polen hatte sich im Jahr 2016 aus einer gemeinsamen europäischen Initiative zur Etablierung einer multinationalen MRTT-Flotte zurückgezogen und

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AJet erweitert Flotte um zehn Boeing 737 Max 8

Die türkische Billigfluggesellschaft AJet, eine Tochtergesellschaft von Turkish Airlines, hat einen Leasingvertrag über zehn zusätzliche Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 abgeschlossen. Der Vertrag mit dem Leasinggeber DAE Capital (Dubai Aerospace Enterprise) umfasst fabrikneue Maschinen, deren Auslieferung für die Jahre 2026 und 2027 geplant ist. Mit dieser signifikanten Erweiterung treibt AJet ihre Flottenmodernisierung und Kapazitätssteigerung voran, um ihre Position als wachsender Akteur im Low-Cost-Segment weiter zu festigen. Die Bestellung der neuen Boeing 737 Max 8 stellt eine Fortsetzung der bisherigen Flottenstrategie von AJet dar, die bereits auf dieses Muster setzt. Aktuell betreibt die Airline zehn eigene 737 Max 8. Zusätzlich sind sieben weitere Maschinen dieses Typs im Einsatz, die noch unter dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) der Muttergesellschaft Turkish Airlines geführt werden. Die 737 Max 8 gilt als wichtiges Arbeitspferd im Kurz- und Mittelstreckensegment und wird von der Airline genutzt, um ihr dichtes Netzwerk vom Heimatflughafen Istanbul Sabiha Gökçen (SAW) aus zu bedienen. Der Abschluss des Leasingvertrags mit DAE Capital, einem der weltweit größten Flugzeug-Leasinggeber, unterstreicht das internationale Vertrauen in die Wachstumspläne von AJet. DAE Capital ist ein wichtiger Partner der globalen Luftfahrtindustrie und stellt sicher, dass AJet die notwendige Finanzierung für die Flottenerweiterung erhält. Die neuen Flugzeuge werden eine wichtige Rolle bei der Expansion der Fluggesellschaft in der Türkei und über die Landesgrenzen hinaus spielen, insbesondere im Hinblick auf die steigende Nachfrage im touristischen Verkehr der Region. AJet, die Anfang 2024 aus der früheren Turkish Airlines Marke AnadoluJet hervorgegangen ist, hat den Übergang zu einem unabhängigen, auf das Low-Cost-Geschäftsmodell ausgerichteten

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Hohe Parkgebühren: Air India entdeckt stillgelegten Boeing 737 nach 13 Jahren auf Rollfeld wieder

Ein ungewöhnlicher Fall von institutioneller Amnesie hat die indische Luftfahrtbehörde und Air India beschäftigt: Die Fluggesellschaft hat auf dem Flughafen Kolkata (Kalkutta) einen seit 13 Jahren vergessenen Boeing 737-200 Jet wiederentdeckt. Das Flugzeug, registriert unter VT-EHH, war 2012 stillgelegt und auf einem entlegenen Rollfeld abgestellt worden. Aufgrund administrativer Versäumnisse, Personalwechsel und lückenhafter Aufzeichnungen geriet das Flugzeug im Laufe der Jahre vollständig aus dem internen Bestandsregister von Air India. Erst als die Flughafenverwaltung von Kolkata die Fluggesellschaft zur Entfernung des Flugzeugs aufforderte, wurde das kuriose Verschwinden und Wiederauftauchen des Jets öffentlich. Die späte Entdeckung hatte erhebliche finanzielle Folgen, da Air India für die gesamte Dauer der Stilllegung mit Parkgebühren in Höhe von fast einer Million Rupien (etwa 120.000 US-Dollar) zur Kasse gebeten wurde. Die Causa VT-EHH: Ein Flugzeug gerät in Vergessenheit Die Geschichte der Boeing 737-200 mit der Registrierung VT-EHH ist bemerkenswert. Der 43 Jahre alte Jet, der ursprünglich 1982 ausgeliefert wurde, blickt auf eine ungewöhnlich lange und vielseitige Dienstzeit zurück. Er flog zunächst für Indian Airlines, wurde ab 1998 an Alliance Air verleast und kehrte 2007 für Frachtoperationen zurück. Zuletzt diente er der indischen Post als Frachter, bevor er 2012 außer Dienst gestellt und auf dem Flughafen Kolkata abgestellt wurde. Das Problem des Vergessens begann mit dem Stillstand. Berichten der indischen Presse zufolge führten eine Reihe von administrativen Lücken dazu, dass das Flugzeug aus den internen Aufzeichnungen der Fluggesellschaft verschwand. Die Verwirrung wurde offenbar durch frühere Fusionen, an denen Indian Airlines und Air India beteiligt waren, sowie durch die spezifische

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Wintersaison in Niederösterreich startet offiziell: Elf Skigebiete öffnen am Wochenende

Die reguläre Wintersaison 2025/2026 in Niederösterreich beginnt offiziell am kommenden Freitag, den 5. Dezember. Angesichts guter winterlicher Bedingungen und der erfolgreichen vorzeitigen Öffnungen (Pre-Openings) in einigen Gebieten werden am kommenden Wochenende bereits elf Skigebiete mit insgesamt 36 Aufstiegshilfen und 77 Pistenkilometern den Betrieb aufnehmen. Zusätzlich startet die Rax-Seilbahn ihren Winterbetrieb für Wanderer und Schneeschuhgeher. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner äußerte sich erfreut über die Aussichten. Sie verwies auf die rund 14.000 Besitzer des NÖ Bergerlebnispasses, von denen ein Großteil Kinder sind und die nun die ersten Schwünge auf den Pisten erwarten. Der Erfolg des Pre-Openings bei den Ötscherliften Lackenhof, bei dem 80 Prozent der 1.300 Gäste Saisonkarteninhaber waren, bestätige die hohe Vorfreude. Allein bei den Hochkar Bergbahnen werden in der kommenden Saison 123 Skitage erwartet. Die Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen bieten ab dem 5. Dezember täglichen Betrieb sowie einen Nachtbetrieb von Donnerstag bis Samstag. Markus Redl, Geschäftsführer der landeseigenen ecoplus Alpin GmbH, betonte, dass in vielen Gebieten sehr gute Bedingungen herrschen. Bei den Hochkar Bergbahnen sind fast alle Pisten befahrbar und sieben von acht Liften in Betrieb. Auch die Wexl Arena St. Corona am Wechsel startet am Freitag mit allen Anlagen und dem gesamten Familienskiland. Weitere Gebiete wie die Annaberger Lifte (ab Freitag) sowie die Erlebnisalm Mönichkirchen und die Ötscherlifte Lackenhof (ab Samstag) nehmen den Teilbetrieb auf. Michael Reichl, Vorsitzender der Fachvertretung Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, hob hervor, dass die Skigebiete die kalten und trockenen Wetterbedingungen im November optimal für die technische Beschneiung nutzen konnten. Die vorzeitigen Öffnungen, unter anderem am Semmering-Hirschenkogel und

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Dertour Suisse plant umfangreiche Umstrukturierung nach Hotelplan-Übernahme: Bis zu 250 Stellen fallen weg

Rund 98 Tage nach der kartellrechtlichen Genehmigung der Übernahme des Mitbewerbers Hotelplan durch Dertour Suisse werden die ersten weitreichenden Konsequenzen für die neue Unternehmensstruktur bekannt. Dertour Suisse kündigte in einer Mitteilung einen Abbau von bis zu 250 Stellen bis Ende 2027 an. Diese Entscheidungen stehen noch unter dem Vorbehalt der gesetzlich vorgeschriebenen Konsultation der Arbeitnehmervertretungen und aller Mitarbeitenden. Im Zuge der Fusion plant Dertour Suisse, das zukünftig mit etwa 120 Filialen operieren wird, eine Konsolidierung der Vertriebsstandorte. Aktuell zählt das Unternehmen 137 Reisebüros. Vorerst sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 Filialen zusammengeführt werden. Die Schließungen betreffen voraussichtlich Standorte, an denen die bisherigen Kuoni- und Hotelplan-Filialen in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, beispielsweise in Bülach ZH, im Glattzentrum in Wallisellen ZH und in Neuenburg. Die Kunden der betroffenen Filialen sollen frühzeitig informiert werden. Welche Marken an den verbleibenden Standorten künftig geführt werden, werde individuell geprüft. Auch im Geschäftsreisebereich kommt es zu einer tiefgreifenden Reorganisation: Die Bereiche Kuoni Business Travel und BTA First Travel werden zu einer gemeinsamen Organisationseinheit verschmolzen. Dabei wird die etablierte Marke Kuoni Business Travel schrittweise aus der Marktkommunikation genommen, um einen einheitlichen Marktauftritt zu erzielen. Geplant ist zudem die Zusammenlegung von drei Standorten, sodass die Kundenberatung künftig an voraussichtlich zehn Standorten stattfindet, zwei davon direkt bei Kundenunternehmen. Das Unternehmen Finass Reisen soll als eigenständiges Unternehmen mit eigener Marke erhalten bleiben. Der Stellenabbau von bis zu 250 Positionen bis Ende 2027 resultiert aus der Vereinheitlichung der Strukturen und der Bündelung von Aufgaben. Dertour Suisse erklärte, dass der Abbau, wo immer

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Tongcheng Travel übernimmt Fluege.de

Die deutsche Online-Flugbuchungsagentur Invia Flights Germany, Betreiberin des bekannten Portals Fluege.de, wechselt den Eigentümer und wird Teil des global agierenden Reisekonzerns Tongcheng Travel Holdings Limited. Das an der Hongkonger Börse notierte chinesische Unternehmen erwirbt die Flugsparte von der polnischen WP Holding für einen Transaktionswert von 43,3 Millionen Euro. Dieser strategische Verkauf markiert eine wichtige Neuausrichtung für beide Konzerne: Tongcheng Travel baut damit seine Präsenz und Expertise im europäischen Flugticket-Geschäft aus, während sich WP Holding auf ihre Kernmarken im Pauschalreise-Segment konzentriert. Für Fluege.de, das seine starke lokale Marktstellung in der DACH-Region behauptet, bedeutet der Zusammenschluss den Zugang zu globaler Technologie, erheblichem Kapital und internationalem Know-how, was das Unternehmen in die Lage versetzen soll, sein Angebot zu erweitern und die Servicequalität für europäische Reisende weiter zu verbessern. Tongcheng Travel Stärkt Position im Europäischen Flugsegment Der Erwerb von Fluege.de durch Tongcheng Travel ist ein strategischer Schachzug, der das wachsende Interesse asiatischer Technologiekonzerne am europäischen Reisemarkt unterstreicht. Tongcheng Travel ist eine der führenden Reiseplattformen in China und verfügt über eine beeindruckende Kundenbasis von über 250 Millionen zahlenden Nutzern pro Jahr. Mit einem Umsatz von mehr als 17 Milliarden RMB (etwa 2 Milliarden Euro) im Geschäftsjahr 2024 und einem bereinigten EBITDA von über 4 Milliarden RMB (rund 490 Millionen Euro) bringt das Unternehmen erhebliche Finanzkraft und technologische Ressourcen mit. Joyce Li, Chief Capital Officer bei Tongcheng Travel, sieht in Fluege.de eine „wertvolle strategische Ergänzung“, die perfekt zu den langfristigen Wachstumszielen des Konzerns passt. Sie betonte die Wertschätzung für die „starke Markenbekanntheit und die treue Kundschaft“

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