Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Europäische Unternehmen sehen Geschäftsreisen in die USA zunehmend kritisch

Europäische Unternehmen betrachten Geschäftsreisen in die Vereinigten Staaten zunehmend mit Besorgnis. Eine aktuelle Umfrage des Geschäftsreisenetzwerks BT4Europe zeigt eine wachsende Sorge vor Einreiseverweigerungen, Zurückweisungen und Diskriminierung an den US-amerikanischen Grenzen. Travel Manager berichten von vermehrten Problemen ihrer Mitarbeiter bei der Einreise, was zu einer Anpassung der Reisestrategien in den betroffenen Unternehmen führt. Die Umfrage, die Anfang April unter Mitgliedsverbänden des European Network of Business Travel Associations in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt wurde, ergab ein einheitliches Bild der Verunsicherung. Kurzfristige Geschäftsreisen in die USA werden sowohl von den Unternehmen als auch von den Reisenden selbst als zunehmend risikoreich wahrgenommen. 88 Prozent der Befragten sehen ein erhöhtes Risiko, bei der Einreise in die USA abgewiesen, festgehalten oder abgeschoben zu werden. Besonders gefährdet scheinen laut der Umfrage Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit, Angehörige der LGBTQ+-Gemeinschaft sowie Reisende, die sich öffentlich, beispielsweise in sozialen Medien, politisch geäußert haben. BT4Europe warnt vor den Konsequenzen dieser Entwicklung, die zu einer systematischen Neubewertung der Planung von Geschäftsreisen in die USA führt. In einigen Ländern, wie den Niederlanden und Italien, ist die Einreise in die USA bereits zu einem strategischen Thema in den Unternehmen geworden. Viele europäische Unternehmen haben bereits Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter ergriffen, um potenzielle Probleme bei der Einreise in die USA zu minimieren. Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise das Ausstellen von Begleitschreiben, die den Zweck der Geschäftsreise detailliert erläutern, erweiterte Reiseversicherungen und die Bereitstellung von rechtlicher Unterstützung. Des Weiteren werden Warnhinweise in Buchungssystemen integriert und die Reisehinweise für die USA aktualisiert. In einigen Fällen wird bereits empfohlen,

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Flynas nimmt neue Flugverbindung von Riad nach Genf auf

Die saudi-arabische Billigfluggesellschaft Flynas plant eine Erweiterung ihres europäischen Streckennetzes ab ihrer Basis in Riad. Wie das Portal „Aeroroutes“ berichtet, wird Flynas vom 24. Juni bis zum 30. August 2025 eine neue saisonale Flugverbindung nach Genf in der Schweiz anbieten. Die Strecke soll dreimal wöchentlich, jeweils dienstags, donnerstags und samstags, mit Flugzeugen des Typs Airbus A320neo bedient werden. Diese neue Verbindung stellt eine Ergänzung des bestehenden europäischen Angebots von Flynas dar und könnte sowohl für Urlaubsreisende als auch für Geschäftsreisende zwischen Saudi-Arabien und der Schweiz von Interesse sein. Genf ist ein bedeutendes internationales Zentrum mit einer Vielzahl von Organisationen und Unternehmen sowie eine beliebte Destination für Touristen, insbesondere in den Sommermonaten. Die Aufnahme der Strecke nach Genf unterstreicht die Expansionsbestrebungen von Flynas, die darauf abzielt, ihr Netzwerk international zu vergrößern. Der Einsatz des Airbus A320 Neo, eines modernen und effizienten Flugzeugtyps, deutet auf das Bestreben der Fluggesellschaft hin, wettbewerbsfähige Preise auf der neuen Route anbieten zu können. Die saisonale Begrenzung der Verbindung bis Ende August deutet darauf hin, dass Flynas zunächst die Nachfrage auf dieser Strecke testen wird. Es bleibt abzuwarten, ob Flynas die Flugverbindung nach Genf auch über den Sommer 2025 hinaus fortsetzen oder möglicherweise in Zukunft weitere europäische Destinationen ab Riad in ihr Streckennetz aufnehmen wird. Die Ankündigung dieser neuen Route folgt auf eine Phase des Wachstums für den saudi-arabischen Luftverkehrssektor, der sich zunehmend für internationale Fluggesellschaften öffnet.

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Erste Ausbauphase am Flughafen Antalya abgeschlossen

Die erste Phase der Erweiterung des Flughafens Antalya an der türkischen Mittelmeerküste ist nach drei Jahren Bauzeit erfolgreich beendet worden. Die Betreibergesellschaft, ein Joint Venture des deutschen Flughafenbetreibers Fraport und der türkischen TAV Airports, gab bekannt, dass die Terminalflächen um insgesamt über 160.000 Quadratmeter vergrößert wurden. Davon entfallen 132.000 Quadratmeter auf das internationale und 38.000 Quadratmeter auf das Inlandsterminal. Neben den erweiterten Terminalbereichen wurden auch die Vorfeldflächen und Taxiways ausgebaut sowie zusätzliche Parkplätze geschaffen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Erweiterung des gastronomischen Angebots. Hierfür gründete Fraport gemeinsam mit einem Partner das Gemeinschaftsunternehmen „Best Food for All“ (BFA), das nun 29 verschiedene gastronomische Einrichtungen im Flughafen betreibt, die von internationalen Ketten bis hin zu lokalen Spezialitäten reichen. Die Investitionen für diese erste Ausbauphase beliefen sich nach Angaben der Betreiber auf rund 850 Millionen Euro. Dieser Ausbau ist Teil eines langfristigen Plans, Antalya als ganzjährig attraktives Reiseziel zu etablieren. Der Flughafen wird von etwa 100 Fluggesellschaften aus rund 250 Destinationen weltweit angeflogen. Bereits in Planung ist die nächste Bauphase, in der bis Ende 2026 ein neuer Flugsicherungsturm errichtet werden soll. Fraport ist bereits seit 1999 am Flughafen Antalya aktiv und erhielt 2021 gemeinsam mit TAV Airports den Zuschlag für eine neue Betriebskonzession, die bis Ende 2051 läuft. Die operative Phase dieser Konzession, welche die Terminalinfrastruktur, den Einzelhandel, das Parkraummanagement und die Passagierkontrollen umfasst, beginnt Anfang 2027.

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Britische Aufsicht sanktioniert EY und Prüfer wegen Thomas Cook-Prüfung

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FRC hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) und den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer Richard Wilson mit erheblichen Sanktionen belegt. Grund hierfür sind schwerwiegende Versäumnisse bei der Prüfung des Reisekonzerns Thomas Cook in den Jahren 2017 und 2018. EY muss eine Strafe von knapp 4,9 Millionen Pfund zahlen und interne Maßnahmen zur Verbesserung der Qualitätssicherung implementieren. Die FRC wirft EY vor, die Bilanzierung des Firmenwerts von Thomas Cook in Höhe von rund 2,6 Milliarden Pfund, was etwa 40 Prozent der Bilanzsumme entsprach, unzureichend geprüft zu haben. Die Aufsichtsbehörde bemängelte, dass die Prüfer die Annahmen und Modelle des Managements, die dieser Bewertung zugrunde lagen, nicht hinreichend kritisch hinterfragt hätten. Der Firmenwert umfasst immaterielle Vermögenswerte wie Markenbekanntheit und Kundenloyalität, deren Bewertung komplex ist. Besonders schwerwiegend sind laut FRC die Versäumnisse im Jahr 2018, als sich die wirtschaftliche Lage von Thomas Cook bereits deutlich verschlechtert hatte. EY habe es versäumt, ausreichende Nachweise für die Bewertungen einzuholen und die Prognosen des Managements zur Fortführung des Unternehmens nicht mit der gebotenen Sorgfalt zu prüfen. Die Finanzaufsicht argumentiert, dass die Prüfer somit ihre Kernaufgabe verfehlt hätten, nämlich sicherzustellen, dass wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Unternehmensfortführung angemessen berücksichtigt wurden. Neben der Geldbuße gegen EY wurde auch der verantwortliche Prüfer Richard Wilson persönlich sanktioniert. Er muss eine Strafe von 105.000 Pfund zahlen und erhielt ebenfalls eine öffentliche Rüge. Die FRC betonte, dass den Beteiligten kein vorsätzliches oder betrügerisches Verhalten nachgewiesen wurde, die Versäumnisse jedoch gravierend waren und die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung von Thomas Cook beeinträchtigt haben. Thomas Cook

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Notlandung in Tucson: Triebwerksprobleme zwingen Delta-Flug DL937 zur Umkehr

Ein Vorfall mit einer Boeing 737-900ER der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines am 14. April 2025 sorgt derzeit für Aufsehen. Das Passagierflugzeug mußte kurz nach dem Start vom Tucson International Airport im Bundesstaat Arizona umkehren. Grund hierfür waren Triebwerksprobleme, die zur Auslösung eines Notfallcodes führten. Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA hat eine Untersuchung eingeleitet. Am frühen Nachmittag des 14. April startete Delta-Flug DL937 planmäßig vom Tucson International Airport in Richtung Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport. Die Boeing 737-900ER mit dem Kennzeichen N892DN hob um 12:43 Uhr Ortszeit ab. Bereits wenige Minuten nach dem Start registrierte die Besatzung Unregelmäßigkeiten an einem der Triebwerke. Die Maschine erreichte nur eine Flughöhe von rund 17.000 Fuß, bevor der Sinkflug eingeleitet wurde. Um 12:55 Uhr sendeten die Piloten den Notfallcode 7700, der in der Luftfahrt auf eine generelle Notlage hinweist. Dieser Code wird üblicherweise bei schweren technischen Defekten oder medizinischen Notfällen verwendet. Trotz der technischen Störung gelang es der Crew, das Flugzeug sicher nach Tucson zurückzulenken. Um 13:20 Uhr erfolgte die Landung ohne weitere Zwischenfälle. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt. Die Maschine konnte eigenständig zur Parkposition rollen. Die Fluggesellschaft informierte umgehend über die Maßnahme und kündigte eine technische Überprüfung der Maschine an. Die FAA gab am selben Tag bekannt, daß sie den Vorfall untersuchen werde. Untersuchung durch die US-Luftfahrtbehörde Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) erklärte, daß sie routinemäßig bei gemeldeten technischen Störungen eingreife. Im vorliegenden Fall werde geprüft, ob Wartungsfehler, Materialermüdung oder andere technische Faktoren die Ursache für den Vorfall gewesen sein könnten. Besonders relevant sei hierbei

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United Airlines unter Druck: Unsicherheit über US-Konjunktur führt zu Angebotskürzung

Die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines steht angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage in den Vereinigten Staaten vor grossen Herausforderungen. Besonders die von Donald Trump im Zuge seiner wirtschaftspolitischen Agenda veranlassten Importzölle werfen ihre Schatten voraus. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen für das laufende Jahr zwei voneinander abweichende Geschäftsprognosen vorgelegt – ein seltener und bezeichnender Vorgang. United Airlines will so auf mögliche Szenarien vorbereitet sein: eine stabile Wirtschaft oder eine drohende Rezession. Zugleich kündigte die Gesellschaft eine Reduzierung der Flugkapazitäten im Inland an – ein Schritt, den die Börse offenbar als weitsichtig bewertet, denn die Aktie des Unternehmens legte im nachbörslichen Handel deutlich zu. Zweifache Prognose – Ausdruck wirtschaftlicher Vorsicht United Airlines gab bekannt, dass es keine einheitliche Einschätzung zur Entwicklung der US-Wirtschaft mehr gebe. Deshalb sehe man sich gezwungen, zwei mögliche Szenarien durchzuspielen. Sollte es der US-Wirtschaft gelingen, trotz der Zollpolitik stabil zu bleiben, erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr einen Gewinn zwischen 11,50 und 13,50 US-Dollar je Aktie. Für den Fall einer sich abzeichnenden Rezession rechnet man jedoch nur mit einem Gewinn zwischen sieben und neun US-Dollar je Aktie. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise unterstreicht die Unsicherheit, welche die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten seit der Rückkehr Donald Trumps in die internationale Handelsarena ausgelöst hat. Mit den erhöhten Importzöllen auf zahlreiche Produkte, insbesondere aus China, will Trump laut eigenen Aussagen die heimische Industrie schützen. Doch Ökonomen warnen, dass diese Massnahmen auf lange Sicht das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft bremsen könnten. Anpassung des Inlandsflugplanes Vorsorglich kündigte United Airlines an, ab dem dritten Quartal

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Niederösterreich etabliert sich als gefragte Destination für Geschäftsreisen

Niederösterreich festigt seine Position als bedeutendes Ziel für Geschäfts- und Kongresstourismus. Das Convention Bureau Niederösterreich verweist auf eine Vielzahl erfolgreicher Veranstaltungen und ein starkes Netzwerk von 52 Partnerbetrieben, die die Attraktivität der Region für nationale und internationale Business-Events unterstreichen. Trotz eines Fokus auf bestimmte Standards im Veranstaltungsbereich, die hier nicht näher ausgeführt werden, zieht die Region weiterhin eine beachtliche Anzahl von Tagungen und Kongressen an. Das Convention Bureau Niederösterreich unterstützt Veranstalter bei der Suche nach geeigneten Örtlichkeiten und bietet finanzielle Förderungen für wissenschaftliche Kongresse ab einer bestimmten Teilnehmer- und Nächtigungszahl. Die positive Buchungslage bei verschiedenen zertifizierten Betrieben in Niederösterreich deutet auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Veranstaltungsorten in der Region hin. Beispiele hierfür sind die Kasematten Wiener Neustadt und das Congress Center Baden, die für unterschiedliche Veranstaltungsformate genutzt werden. Für das Jahr 2025 stehen bereits einige bedeutende Veranstaltungen in Niederösterreich fest. So wird in Krems an der Donau der 40. GOTS-Kongress erwartet, der internationale Experten der Sportmedizin zusammenbringt. In der Wachau findet das 29. Europa Forum Wachau statt, das sich aktuellen Herausforderungen widmet. St. Pölten wird Austragungsort der Österreichischen Forsttagung sein, die sich mit Fragen der Forstwirtschaft auseinandersetzt. Zudem wird im Steinschaler Dörfl die European Academy of Neurology – Summer School veranstaltet. Die genannten Veranstaltungen und die generelle Buchungslage deuten darauf hin, daß Niederösterreich weiterhin ein attraktiver Standort für Tagungen, Kongresse und andere Geschäftsveranstaltungen bleibt. Die Kombination aus verschiedenen Veranstaltungsorten und der Unterstützung durch das Convention Bureau trägt zur Etablierung der Region als wichtige Destination im Geschäftsreiseverkehr bei.

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Reibungsloser Osterreiseverkehr am Münchner Flughafen

Zum Beginn der Osterferien hat der Münchner Flughafen ein unerwartet hohes Passagieraufkommen ohne nennenswerte Störungen bewältigt. Zwischen Freitag und Sonntag wurden rund 395.000 Fluggäste abgefertigt, was einem Zuwachs von etwa 80.000 Reisenden im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg wurde zusätzlich durch das gleichzeitige Ende der weltgrößten Baumaschinenmesse in München verstärkt. Trotz des hohen Andrangs kam es in den Check-in-Bereichen und an den modernisierten Sicherheitskontrollen in den beiden Terminals zu keinen nennenswerten Wartezeiten. Auch der Flugbetrieb verlief reibungslos mit sehr guten Pünktlichkeitswerten. Am ersten Ferienwochenende wurden etwa 2.900 Starts und Landungen registriert. Für die gesamten Osterferien sind von den Fluggesellschaften rund 15.000 Flüge zu 189 verschiedenen Zielen angemeldet. Der Flughafen München rechnet insgesamt mit über zwei Millionen Passagieren während der Osterreisezeit. Besonders gefragt bei den Reisenden sind europäische Destinationen wie Italien, Spanien, Griechenland und die Türkei, zu denen insgesamt rund 4.300 Flugbewegungen stattfinden. Auch interkontinentale Verbindungen verzeichnen eine hohe Nachfrage, mit über 760 Flügen zu 20 Zielen in den Vereinigten Staaten und Kanada. In Asien bleiben Thailand und Vietnam beliebte Reiseziele. Neu im Angebot ist eine Verbindung nach Windhoek in Namibia mit 14 Flugbewegungen. Der Münchner Flughafen zeigt sich somit gut gerüstet für den erhöhten Reiseverkehr während der Osterferien.

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Erneute Verzögerung bei der Indienststellung des Airbus A321XLR bei Wizz Air

Die geplante Einführung des Airbus A321XLR in die Flotte der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air verzögert sich weiter. Nachdem bereits zuvor mit Spannung erwartet wurde, wann die britische Tochtergesellschaft der Airline (Wizz Air UK) den ersten ihrer bestellten Langstreckenjets in Empfang nehmen würde, gab das Unternehmen nun bekannt, dass sich die Indienststellung (Entry Into Service, EIS) des Typs erneut verschiebt. Dies betrifft das erste Flugzeug der Airline, das mit Pratt & Whitney PW1100G-Triebwerken ausgestattet ist und unter dem britischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator’s Certificate, AOC) fliegen soll. Die erneute Verzögerung wurde von Wizz Air gegenüber dem Fachportal ch-aviation mit Problemen im Auslieferungsprozess begründet. Eine Stellungnahme von Wizz Air gegenüber anderen Medien steht noch aus. Ursprünglich hatte der Vorstandsvorsitzende (CEO) von Wizz Air, József Váradi, im September des vergangenen Jahres bekanntgegeben, dass die ersten beiden Strecken, auf denen die A321XLR zum Einsatz kommen sollte, London Gatwick (LGW) mit Jeddah King Abdulaziz International Airport (JED) in Saudi-Arabien sowie Abu Dhabi Zayed International Airport (AUH) mit dem Mailänder Flughafen Malpensa (MXP) verbinden würden. Der Erstflug auf der Strecke London-Gatwick nach Jeddah war ursprünglich für den 31. März 2025 geplant, der eigentliche Debütflug des A321XLR sollte am 14. April folgen. Obwohl Wizz Air die A321XLR noch nicht in ihrer Flotte begrüßen konnte, deuten Aufzeichnungen des Flugdatendienstes Flightradar24 darauf hin, dass eine ihrer Airbus A321neo Maschinen (Registrierung G-WUNA) am 31. März den Erstflug auf der genannten Strecke von London-Gatwick nach Jeddah absolvierte. Dieser Flug mit der Kennung W95605 startete um 16:25 Uhr Ortszeit und legte die 4.714

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FAA ordnet Austausch von Toilettenverriegelungen an Boeing 737 NG und MAX an

Die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat einen obligatorischen Austausch der Klapptürverriegelungen an zahlreichen Flugzeugen der Typen Boeing 737 Next Generation (NG) und 737 MAX vorgeschlagen. Dieser Schritt erfolgt, nachdem es zu Vorfällen kam, bei denen Passagiere aufgrund defekter Verriegelungen in den Flugzeugtoiletten eingeschlossen wurden. Ein besonders aufsehenerregender Fall ereignete sich im Jahr 2024 auf einem Flug der indischen Fluggesellschaft SpiceJet, bei dem ein Passagier während eines einstündigen Fluges beinahe die gesamte Zeit in der Toilette festsaß. In einer nun veröffentlichten Bekanntmachung über einen Regelungsvorschlag (Notice of proposed rulemaking, NPRM) begründet die FAA ihre Initiative mit einem konkreten Vorfall, bei dem ein Passagier eine Toilette nicht verlassen konnte, weil ein gebrochener Riegel das Öffnen der Tür verhinderte. Die Flugbegleiter waren nicht in der Lage, die Tür zu entriegeln, was eine außerplanmäßige Landung des Flugzeugs erforderlich machte. Die FAA stellte fest, dass die Verriegelung während des normalen Betriebs versagte und sich die Tür nur mit Hilfe eines Bodenmechanikers öffnen ließ. Die Ursache für das Versagen der Verriegelung wurde von der FAA in Materialermüdung der Kunststoffstruktur des Klapptürverschlusses identifiziert. Diese Ermüdung sei vor allem auf übermäßige Belastung in Verbindung mit Produktionsrückständen durch das Bohren von Löchern für Einsätze in die Kunststoffstruktur zurückzuführen. Die Behörde warnt davor, dass ein Versagen der Toilettenverriegelung in einem kritischen Notfall, wie beispielsweise schweren Turbulenzen, einem medizinischen Notfall oder einer notwendigen Evakuierung, den Zugang zu einem eingeschlossenen Passagier behindern und dessen Ausstieg erschweren könnte. Dies berge das Risiko schwerer Verletzungen für die betroffene Person. Die Anordnung der

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