Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Pilatus kooperiert mit Lockheed Martin bei Pilotenausbildungssystem der nächsten Generation

Pilatus und Lockheed Martin werden im Rahmen eines Offset-Projekts bei der Entwicklung eines fortschrittlichen Pilotenausbildungssystems zusammenarbeiten. Ziel ist es, Technologien zur Avionik und Trainingsfunktionen für moderne Kampfflugzeuge der fünften Generation zu entwickeln. Durch den Technologietransfer kann Pilatus zukünftig maßgeschneiderte Ausbildungslösungen für Luftwaffen anbieten, die den F-35 oder ähnliche moderne Militärjets betreiben. Die Zusammenarbeit erfolgt im Kontext des Schweizer F-35A-Beschaffungsprogramms. 2022 schloss die Schweiz einen Vertrag über den Kauf von 36 Kampfflugzeugen des Typs F-35A von Lockheed Martin ab. Dieser Vertrag verpflichtet Lockheed Martin, 60 Prozent des Auftragswertes durch sogenannte Offset-Projekte in die Schweizer Wirtschaft zu reinvestieren. Ziel ist es, die heimische Luft- und Raumfahrtindustrie zu stärken und technologische Innovationen zu fördern. Anfang 2024 erhielt das Projekt die Vorabgenehmigung des Bundesamtes für Rüstung (armasuisse). Die vertraglichen Details zwischen Lockheed Martin und Pilatus wurden bereits im Sommer 2023 abgeschlossen. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Weiterentwicklung des PC-21-Trainingssystems von Pilatus. Dieses einmotorige Turboprop-Flugzeug ist darauf ausgelegt, Jetpiloten kosteneffizient auszubilden. Die Avionik und Systemintegration des PC-21 sind bereits an moderne Kampfjets angepasst, um den Piloten ein realistisches Training zu ermöglichen. Mit dem Technologietransfer von Lockheed Martin sollen die Trainingsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung für den F-35 und andere Kampfflugzeuge der neuesten Generation. Pilatus-CEO Markus Bucher bezeichnete die Zusammenarbeit als eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten, während J.R. McDonald, Vice President bei Lockheed Martin, die Bedeutung der Partnerschaft für das F-35-Programm unterstrich. Auch armasuisse-Direktor Urs Loher hob hervor, dass das Projekt zur Stärkung der sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis der

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Airbus zeigt Zukunftsvisionen: Neue Flugzeugkonzepte und Wasserstoff-Technologie im Fokus des 2025er Gipfels

Die Luftfahrtbranche steht vor einer Reihe von Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft der kommerziellen Luftfahrt prägen könnten. Auf dem Airbus Summit 2025, das vom 24. bis 25. März in Toulouse stattfand, präsentierte der europäische Flugzeughersteller eine Vielzahl an innovativen Projekten, die nicht nur die Effizienz und Nachhaltigkeit der Luftfahrt vorantreiben sollen, sondern auch ein deutliches Zeichen für die Vision der Branche in den kommenden Jahrzehnten setzen. Besonders im Fokus standen die Konzepte für eine neue Generation von Flugzeugen, die bereits in den 2030er Jahren in den Dienst gestellt werden könnten, sowie die Fortschritte im Bereich Wasserstoffantrieb, der als eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft gilt. Ein zentraler Punkt der Veranstaltung war die Vorstellung von Airbus‘ Konzepten für ein zukünftiges Flugzeug, das in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre in Betrieb gehen könnte, sofern grünes Licht gegeben wird. Diese Flugzeuge sollen eine signifikante Verbesserung der Treibstoffeffizienz um 20 bis 30 Prozent im Vergleich zu den aktuellen A320neo-Modellen bieten. Airbus verfolgt mit diesen Konzepten eine Evolution bestehender Flugzeugarchitekturen, die durch eine Reihe von technologischen Neuerungen aufgewertet werden. Das Design dieses künftigen Flugzeugs könnte zahlreiche bemerkenswerte Merkmale aufweisen, darunter sogenannte „offene Fan-Designs“ und lange, dünne Tragflächen mit einklappbaren Wingtips. Diese Merkmale zeichnen sich durch ihre aerodynamischen Vorteile aus und würden es ermöglichen, die Effizienz auf Langstreckenflügen weiter zu steigern. Darüber hinaus soll das neue Modell mit neuen leichten Materialien ausgestattet werden, die das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die Leistung erhöhen. Ein weiteres hervorstechendes Merkmal der geplanten Flugzeuge ist die Möglichkeit, diese mit einer

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FACC AG meldet Rekordumsatz und plant weiteres Wachstum

Die FACC AG hat im Geschäftsjahr 2024 den höchsten Konzernumsatz seit Unternehmensgründung erzielt. Mit einer Steigerung um 20 Prozent auf 884,5 Millionen Euro wuchs das Unternehmen in allen Geschäftsbereichen deutlich. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) legte trotz gestiegener Standortkosten um rund 62 Prozent auf 28,3 Millionen Euro zu. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 erwartet die FACC ein weiteres Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 Prozent. Die Umsatzsteigerung wurde in allen drei Hauptdivisionen – Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors – erzielt. Zudem trugen die neuen Geschäftsfelder Advanced Air Mobility und Aftermarket Services zur positiven Entwicklung bei. Die Belegschaft wuchs um 394 Vollzeitstellen auf insgesamt 3.850 Mitarbeiter. Trotz dieser Erfolge sieht sich die FACC mit anhaltend hohen Personal-, Energie- und Bürokratiekosten konfrontiert, die die Profitabilität belasten. Um den steigenden Kosten entgegenzuwirken, setzt die FACC ein umfassendes Effizienz- und Sparprogramm um. Dieses wurde bereits im Herbst 2024 beschlossen und soll bis Ende 2026 zusätzliche Ertragssteigerungen bringen. Ziel ist es, die überproportionalen Kostensteigerungen insbesondere am österreichischen Standort zu kompensieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Der positive Ausblick für 2025 basiert auf der anhaltenden Erholung der Luftfahrtindustrie. Laut der International Air Transport Association (IATA) wird das Passagieraufkommen im Jahr 2025 voraussichtlich erstmals die Fünf-Milliarden-Marke überschreiten. Mit einem vollen Auftragsbuch führender Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, COMAC und Embraer sieht sich die FACC gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage nach neuen Flugzeugen zu profitieren.

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Gericht verbietet Lufthansa irreführende Werbung zum CO₂-Ausgleich

Das Landgericht Köln hat der Lufthansa untersagt, bestimmte Werbeaussagen zum CO₂-Ausgleich bei Flugreisen weiter zu verwenden. Nach Auffassung des Gerichts stellt die Werbung eine Irreführung dar. Die Klage gegen die Fluggesellschaft hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eingereicht. Das Urteil (Az. 84 O 29/24 vom 21. März 2025) ist noch nicht rechtskräftig. Im Zentrum des Verfahrens standen Werbeaussagen auf der Internetseite der Lufthansa. Das Unternehmen hatte damit geworben, dass CO₂-Emissionen durch Beiträge zu Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden könnten. Dabei hieß es, alle Projekte würden langfristig entweder CO₂ einsparen oder aus der Atmosphäre binden. Nach Ansicht des Gerichts fehlte jedoch eine konkrete Darstellung, wie die Emissionen eines gebuchten Fluges tatsächlich kompensiert werden. Zudem entstehe bei Verbrauchern der Eindruck, sie könnten durch eine Geldzahlung klimaneutral fliegen – was nach Auffassung des Gerichts nachweislich nicht zutreffe. Auch Aussagen der Lufthansa zu nachhaltigen Kraftstoffen bewertete das Gericht als irreführend. Laut Urteil darf die Fluggesellschaft diese Form der Werbung in Zukunft nicht mehr nutzen. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßte die Entscheidung als wichtigen Erfolg im Kampf gegen Verbrauchertäuschung. Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch bezeichnete das Urteil als eines der „klarsten und wichtigsten“ gegen sogenanntes Greenwashing. Die Lufthansa äußerte sich zurückhaltend zu der Gerichtsentscheidung. In einer kurzen Stellungnahme erklärte das Unternehmen, man nehme das Urteil zur Kenntnis und werde es sorgfältig prüfen. Eine Entscheidung über weitere rechtliche Schritte, wie etwa eine Berufung, ließ die Fluggesellschaft zunächst offen.

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Ein Jahrzehnt auf der Straße: Die Grand Tour of Switzerland feiert 2025 ihr zehnjähriges Jubiläum

Im Jahr 2025 begeht die Grand Tour of Switzerland ihr zehnjähriges Bestehen und lädt Reisende erneut dazu ein, die vielfältigen Landschaften und kulturellen Schätze der Schweiz auf einer einzigartigen Route zu entdecken. Diese Ferienstraße erstreckt sich über 1.643 Kilometer und führt durch alle vier Sprachregionen des Landes, vorbei an 22 Seen, über fünf Alpenpässe und zu 13 UNESCO-Welterbestätten. In Anlehnung an die traditionelle Grand Tour des 18. Jahrhunderts, bei der junge Europäer Bildungsreisen unternahmen, wurde die moderne Grand Tour of Switzerland im Jahr 2015 von Schweiz Tourismus und einem privaten Trägerverein ins Leben gerufen. Ziel war es, Individualtouristen eine strukturierte und dennoch flexible Möglichkeit zu bieten, die Schweiz per Auto oder Motorrad zu erkunden. Die Route führt auf bestehenden Straßen durch das gesamte Land und ist seit 2016 mit offiziellen braunen Wegweisern im Uhrzeigersinn signalisiert. Die acht Etappen der Tour Die Grand Tour ist in acht Etappen unterteilt, die jeweils einzigartige Landschaften und kulturelle Höhepunkte bieten: Höhepunkte der Route Entlang der Grand Tour gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen: Praktische Hinweise für Reisende Die gesamte Strecke der Grand Tour ist mit rund 650 Wegweisern markiert, die den Reisenden die Orientierung erleichtern. Es wird empfohlen, für die Rundfahrt mindestens sieben Tage einzuplanen, wobei die tägliche Fahrzeit etwa fünf Stunden beträgt. Da die Route über mehrere Alpenpässe führt, ist sie nicht das ganze Jahr über vollständig befahrbar; die beste Reisezeit liegt zwischen April und Oktober. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Jahr 2025 sind verschiedene Veranstaltungen und Sonderaktionen entlang der Route

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Einschränkungen im Zugverkehr zum Flughafen Zürich: Swiss-Fluggäste müssen Umwege einplanen

Bauarbeiten im Zulauf zum Bahnhof des Flughafens Zürich beeinträchtigen am kommenden Wochenende, beginnend ab Freitagabend, den 21. März, den Zugverkehr. Diese Baumaßnahmen wirken sich insbesondere auf Fluggäste der Swiss aus, die mit einem auf ihrem Flugticket gebuchten Anschlussticket nach München reisen möchten. Die Swiss, die bekannt dafür ist, ihre Passagiere bei der Buchung von intermodalen Reisen zwischen Zug und Flug zu unterstützen, muss nun Umwege und alternative Verbindungen anbieten. Diese Änderungen betreffen vor allem den Fernverkehr und erfordern von den Reisenden eine sorgfältige Planung, da es zu reduzierten und umgeleiteten Zugverbindungen kommt. Wichtige Umleitungen und Einschränkungen für Fluggäste der Swiss Der Fernbahnhof am Flughafen Zürich bleibt trotz der Bauarbeiten weiterhin in Betrieb. Allerdings müssen Passagiere, die an diesem Wochenende einen Flug mit Swiss nehmen und zuvor mit dem Zug anreisen möchten, mit signifikanten Änderungen im Fahrplan rechnen. Besonders betroffen sind die Züge mit LX-Nummer, die für Fluggäste speziell mit Anschlussgarantie auf internationalen Strecken, insbesondere nach München, gebucht sind. Eine der wichtigsten Verbindungen, der EuroCity Express (ECE) zwischen Zürich und München, wird in der Nacht von Freitag auf Samstag sowie am gesamten Wochenende umgeleitet. Der ECE in Richtung München fährt dabei nicht wie gewohnt direkt am Flughafen Zürich vorbei, sondern wird stattdessen durch Winterthur geführt. Reisende, die mit dieser Verbindung unterwegs sind, müssen daher in Winterthur umsteigen, um in den ECE nach München einzutreten. Diese Umleitung könnte zu zusätzlichen Verzögerungen führen, da sich die Passagiere zusätzlich auf die Umsteigezeiten einstellen müssen. Im Gegensatz dazu wird die Verbindung aus München in Richtung

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Euro gewinnt deutlich an Wert in Ägypten – Kaufkraftverluste in Mauritius und Kenia

In Ägypten ist der Euro im vergangenen Jahr um 35,16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Laut einer aktuellen Analyse des Unternehmens Wise, das sich auf Multi-Währungskonten spezialisiert hat, hat der Euro in keinem anderen Land so stark an Kaufkraft gewonnen. Während Reisende 2024 für einen Euro noch rund 33,67 Ägyptische Pfund erhielten, sind es im Jahr 2025 bereits 51,93 Pfund. Auch in Argentinien und Brasilien zeigt der Euro eine deutliche Aufwertung. In Argentinien stieg der Wechselkurs um 16,87 Prozent, wodurch Reisende für einen Euro nun rund 1.074,60 Argentinische Pesos erhalten. In Brasilien hat die Kaufkraft des Euro um 13,94 Prozent zugenommen. Weitere Länder mit einer spürbaren Aufwertung des Euro sind Mexiko (13,23 Prozent) und die Türkei (13,13 Prozent), wo die Währung ebenfalls an Wert gewonnen hat. Im Gegensatz dazu verzeichnet Mauritius den größten Wertverlust des Euro. Dort sank die Kaufkraft um 33,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Kenia verlor der Euro 32,45 Prozent an Wert, während Sri Lanka mit einem Rückgang von 14,21 Prozent ebenfalls zu den Ländern gehört, in denen der Euro schwächer geworden ist. Auch in Thailand (minus 9,56 Prozent) und Costa Rica (minus 8,79 Prozent) erhalten Reisende weniger für ihr Geld als noch 2024. Laut Thomas Adamski, Sprecher von Wise, zeigen die Ergebnisse, wie stark sich Wechselkursschwankungen auf internationale Zahlungen und Reisen auswirken. Während Verbraucher in einigen Ländern von einer höheren Kaufkraft profitieren, müssen Reisende in anderen Regionen mit höheren Kosten rechnen.

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Aeroitalia plant Flottenerweiterung und neue Strecken ab Frühjahr 2025

Die italienische Regionalfluggesellschaft Aeroitalia wird ihre Flotte in den kommenden Monaten erweitern und neue Verbindungen aufnehmen. Bis Ende April soll das zehnte Flugzeug des Typs Boeing 737-800 zur Flotte stoßen, ein elftes ist für Mai vorgesehen. Dies gab der Geschäftsführer von Aeroitalia, Gaetano Intrieri, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AGEEI bekannt. Die neuen Maschinen sollen vorrangig für den Ausbau der Flugverbindungen zur italienischen Insel Sardinien genutzt werden. Aeroitalia betreibt derzeit hauptsächlich Flüge innerhalb Italiens und zu ausgewählten internationalen Zielen. Die Fluggesellschaft ist einer der Hauptakteure bei der sogenannten territorialen Anbindung Sardiniens. Dieses System sichert die Erreichbarkeit der Insel durch spezielle Flugverbindungen, die von der italienischen Regierung reguliert werden. Die neuen Maschinen sollen die Kapazitäten auf diesen Strecken erhöhen und die Frequenzen zwischen Sardinien und dem italienischen Festland ausbauen. Darüber hinaus kündigte Aeroitalia die Einführung neuer internationaler Routen an. Ab dem Frühjahr 2025 werden Direktflüge von Rom-Fiumicino in die tschechische Stadt Brno und in die polnische Stadt Lublin aufgenommen. Zudem sollen die Verbindungen nach Bacău und Bukarest in Rumänien wieder in den Flugplan aufgenommen werden. Aeroitalia setzt dabei auf die Nachfrage nach Flügen zwischen Italien und osteuropäischen Zielen, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Die Airline, die 2022 ihren Betrieb aufnahm, setzt auf eine Mischung aus Inlands- und internationalen Verbindungen. Neben Rom-Fiumicino zählen auch Flughäfen wie Mailand-Bergamo und Cagliari zu den wichtigsten Drehkreuzen des Unternehmens. Mit der geplanten Flottenerweiterung und den neuen Strecken will Aeroitalia ihre Position im italienischen Luftverkehr weiter stärken.

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IATA gründet Organisation zur Verwaltung des SAF-Registers

Die International Air Transport Association (IATA) hat die Civil Aviation Decarbonization Organization (CADO) ins Leben gerufen. Die neu gegründete Organisation wird künftig das von der IATA entwickelte Register für nachhaltige Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuel – SAF) verwalten. CADO agiert als unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Montreal, Kanada, und soll die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von SAF-Transaktionen sicherstellen. Laut IATA-Generaldirektor Willie Walsh ist das SAF-Register eine entscheidende Marktinfrastruktur, um einen globalen und transparenten Handel mit nachhaltigen Flugkraftstoffen zu ermöglichen. Die Gründung von CADO soll zudem Regierungen, Kraftstoffhersteller und Investoren dazu ermutigen, sich stärker am SAF-Markt zu beteiligen. IATA wird als Gründungsmitglied technische Unterstützung und operative Betreuung leisten, während CADO als eigenständige Organisation die Verwaltung des Registers übernimmt. Die Mitgliedschaft bei CADO steht verschiedenen Interessengruppen offen, darunter Unternehmen aus der SAF-Wertschöpfungskette, staatliche und halbstaatliche Organisationen sowie weitere Gruppen mit indirektem Interesse am Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe. Ziel ist es, eine einheitliche und überprüfbare Grundlage für den internationalen Handel mit SAF zu schaffen. Das von der IATA entwickelte SAF-Register wird die Erfassung und Verfolgung von SAF-Transaktionen in standardisierter Form ermöglichen. Dies soll Fluggesellschaften und deren Geschäftskunden dabei helfen, ihre Verpflichtungen im Rahmen von gesetzlichen Vorgaben und freiwilligen Klimaschutzprogrammen zu erfüllen. Bis April 2027 ist die Teilnahme am SAF-Register kostenfrei. Danach erfolgt die Finanzierung auf Basis einer Kostendeckung.

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Lufthansa Cargo und die Herausforderungen bei der Flottenmodernisierung

Lufthansa Cargo, die Frachtfluggesellschaft der Lufthansa Group, steht vor bedeutenden Herausforderungen bei der Modernisierung ihrer Flotte. Die Lieferverzögerungen neuer Frachter, insbesondere der Boeing 777-8F, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen sollen, verzögern sich um mindestens ein Jahr. Diese Verzögerung und die fortschreitende Alterung der globalen Frachterflotte haben Auswirkungen auf die operative Effizienz und die Wettbewerbsfähigkeit von Lufthansa Cargo. Lufthansa Cargo hat aktuell sieben Boeing 777-8F auf Bestellung, deren Auslieferung nun erst ab 2028 erfolgen soll – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Laut Heike Woerner, Direktorin der Geschäftsentwicklung bei Lufthansa Cargo, seien die Verzögerungen auf die anhaltenden Probleme in der Lieferkette zurückzuführen, die die Luftfahrtindustrie im Allgemeinen betreffen. Diese Probleme betreffen nicht nur Lufthansa Cargo, sondern auch andere Frachtfluggesellschaften weltweit, die mit einer alternden Flotte zu kämpfen haben. Derzeit sind rund 30% der weltweiten Frachtflugzeuge über 30 Jahre alt, was die Notwendigkeit einer umfassenden Flottenmodernisierung unterstreicht. Die Verzögerung der Boeing 777-8F stellt einen Rückschlag für die Flottenstrategie von Lufthansa Cargo dar. Ursprünglich war die Auslieferung dieser neuen Frachter für 2027 vorgesehen, nun müssen Unternehmen, die auf eine schnelle Erneuerung ihrer Flotten angewiesen sind, auf die nächsten Jahre vertrauen, um die Modernisierung voranzutreiben. Bis dahin wird Lufthansa Cargo weiterhin auf ihre bestehende Flotte angewiesen sein, die aus zwölf Boeing 777-200F sowie vier Airbus A321-200(P2F) von Lufthansa CityLine besteht. Diese Flugzeuge bieten nicht die gleiche Effizienz und Kapazität wie die neueren Modelle, die mit fortschrittlicher Technologie ausgestattet sind und so den steigenden Anforderungen des Marktes besser gerecht werden können. Weltwirtschaftliche

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