Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Erneuter Warnstreik bei der BVG: Stillstand im Berliner Nahverkehr

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) für den 20. und 21. März 2025 zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Fahrgäste müssen sich an diesen Tagen auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Bereits Ende Februar legte ein 48-stündiger Streik große Teile des öffentlichen Verkehrs in Berlin lahm. Auch diesmal sollen nahezu alle Busse, Straßen- und U-Bahnen nicht fahren. Von dem Arbeitskampf ausgenommen sind wie zuvor der S-Bahn- und Regionalverkehr. Dennoch wird mit überlasteten Straßen sowie einer verstärkten Nachfrage nach Alternativen wie Taxis oder Sharingdiensten gerechnet. Einige Buslinien, darunter die Linien 106, 118 und mehrere Nachtbusse, sind ebenfalls nicht betroffen oder verkehren eingeschränkt. Die BVG kritisierte den erneuten Streikaufruf scharf und prüft rechtliche Schritte wegen der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Kern des Konflikts ist die Forderung von Verdi nach 750 Euro mehr Gehalt pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die BVG bot zuletzt eine Erhöhung um 375 Euro, jedoch bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Weitere Streitpunkte betreffen Zulagen für bestimmte Schichtmodelle, flexiblere Arbeitszeiten und ein höheres Weihnachtsgeld. Nach dem gescheiterten Abschluss der fünften Verhandlungsrunde erhöht Verdi mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeberseite. Sollte auch die nächste Verhandlungsrunde am 21. März 2025 keine Einigung bringen, droht eine weitere Eskalation. Verdi hat in diesem Fall eine Urabstimmung über unbefristete Streiks angekündigt. Für einen solchen Arbeitskampf wäre die Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder erforderlich. Der bisher längste BVG-Streik dauerte 48 Stunden – unbefristete Ausstände könnten den öffentlichen Nahverkehr in Berlin jedoch für deutlich längere Zeit

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Das letzte Fokker 100-Flugzeug von Montenegro Airlines: Ein Verkauf mit unerwartetem Ausgang

Nach fast drei Jahren der Stille auf dem Flughafengelände von Podgorica hat das letzte verbliebene Flugzeug von Montenegro Airlines einen Käufer gefunden. Die ehemalige Fokker 100 der montenegrinischen Fluggesellschaft wurde im Rahmen des Insolvenzverfahrens von Montenegro Airlines zum Verkauf angeboten. Der Verkauf erfolgte über den Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft, der das Flugzeug im vergangenen Monat öffentlich anbot. In einer überraschenden Wendung wurde das Flugzeug für einen Preis von 57.000 Euro verkauft – weit über dem ursprünglich angesetzten Startpreis von 23.900 Euro. Der Käufer ist ein US-amerikanischer Geschäftsmann montenegrinischer Abstammung. Die Finalisierung des Verkaufs wird in den kommenden Wochen erwartet. Das Flugzeug, das seit der Insolvenz von Montenegro Airlines im Dezember 2020 am Flughafen Podgorica stillgelegt war, hat seitdem an Bedeutung verloren. Nachdem die Fluggesellschaft 2020 ihre operativen Tätigkeiten eingestellt hatte, waren alle Flotteinheiten der Fokker 100 geparkt und mit der Zeit entkernt worden. Die Maschinen wurden ohne Triebwerke und wesentliche Komponenten zurückgelassen, was ihre Nutzung als funktionstüchtige Flugzeuge unmöglich machte. Doch der Käufer, dessen Identität bislang nicht vollständig offengelegt wurde, plant, Teile des Flugzeugs zu einem ungewöhnlichen Zweck zu verwenden. Der Verkauf der Fokker 100 Der Verkauf des Flugzeugs markiert das endgültige Kapitel in der Geschichte von Montenegro Airlines, die nach Jahren wirtschaftlicher Schwierigkeiten und wiederholtem Verlustbetrieb schließlich in die Insolvenz ging. Montenegro Airlines hatte jahrzehntelang die Rolle des Nationalcarriers für das kleine Balkanland gespielt, aber die Folgen von Managementfehlern, finanziellen Problemen und dem allgemeinen Rückgang des Luftverkehrs in der Region führten zu ihrem Niedergang. Das Flugzeug, das nun verkauft wurde,

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80 Jahre TAP Air Portugal: Rückblick, Neuerungen und Ausblick

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air Portugal feiert im Jahr 2025 ihr 80-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung am 14. März 1945 durch Humberto Delgado hat sich die Airline von einer kleinen Fluggesellschaft mit zwei Flugzeugen zu einem der größten Exportunternehmen Portugals entwickelt. Im Jahr 2024 beförderte TAP mehr als 16 Millionen Passagiere und zählt heute mit einer Flotte von 99 Flugzeugen zu den bedeutendsten Luftfahrtgesellschaften Europas. Für den Sommer 2025 plant TAP mehr als 1.250 wöchentliche Flüge zu 84 Städten weltweit. Dazu gehören 10 Ziele in Nordamerika, 14 in Südamerika, 12 in Afrika, 6 in Portugal und 42 in anderen europäischen Ländern. Zu den neuesten Erweiterungen im Streckennetz gehören Verbindungen wie Lissabon–Los Angeles, Porto–Boston und Terceira–San Francisco. Zudem wird die Route nach Porto Alegre in Brasilien wieder aufgenommen. Anläßlich des Jubiläums präsentierte TAP auf der Tourismusmesse BTL in Lissabon ein neues Imagevideo, das die Airline als Symbol der portugiesischen Identität darstellt. Ein weiteres Highlight ist die Veröffentlichung des Buches „Voar É Preciso“ (auf Deutsch: „Fliegen ist eine Notwendigkeit“), das anhand von über 700 Fotografien die Geschichte der Fluggesellschaft dokumentiert. Das Werk beleuchtet die Entwicklung der TAP-Flotte und deren strategische Bedeutung für die Ausweitung des Flugnetzes. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten führt TAP auch die Neuauflage des Programms „Local Stars“ fort, bei dem sechs portugiesische Spitzenköche exklusive Menüs für die Business Class auf Langstreckenflügen kreieren. Zudem wurde das Treueprogramm „Miles&Go“ um die neue Kategorie „Status For Life“ erweitert. Kunden, die mehr als zwei oder drei Millionen Meilen gesammelt haben, erhalten damit einen lebenslangen

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Tui-Urlaubstrends zu Ostern: Hurghada und London an der Spitze

Die Reisegewohnheiten der Tui-Gäste zu Ostern zeigen auch 2025 eine klare Vorliebe für klassische Sonnenziele und Städtereisen. Laut einer aktuellen Erhebung der Tui zählen Hurghada, Antalya und Mallorca zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen. Besonders Ägypten verzeichnet einen starken Zuwachs und führt das Länderranking an. Im Bereich der Städtereisen setzt sich London erstmals deutlich an die Spitze und verdrängt den Vorjahressieger Dubai. Aufgrund der hohen Nachfrage hat Tui das Flugangebot nach Hurghada erweitert. Am 14. April startet ein zusätzlicher Flug ab Wien in das beliebte Urlaubsziel am Roten Meer. Auch Antalya verzeichnet einen deutlichen Anstieg und klettert von Platz neun im Vorjahr auf den zweiten Rang. Mallorca belegt Platz drei und rückt damit um drei Positionen nach vorn. In der Kategorie Fernreisen behaupten sich die USA vor den Malediven und Dubai. Im Bereich Städtereisen verzeichnet Tui ein bemerkenswertes Wachstum. London führt das Ranking mit deutlichem Vorsprung vor Barcelona und Paris an. Amsterdam und Istanbul folgen auf den Plätzen vier und fünf. Dubai, im vergangenen Jahr noch auf Platz eins, fällt aus den Top 5 heraus.

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Zusammenarbeit von Emirates und Seychelles Tourism fördert Handel und Tourismus

Die Seychellen, ein tropisches Paradies im Indischen Ozean, setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Emirates fort, um den Tourismus und den Handel auf dem Archipel weiter zu stärken. Insbesondere für österreichische Reisende eröffnen sich immer mehr Möglichkeiten, die Schönheit und Vielfalt dieses faszinierenden Inselstaates zu erleben. Mit einer Vielzahl von Flügen und einer breiten Palette an Aktivitäten vor Ort bleiben die Seychellen ein attraktives Ziel für Urlauber aus aller Welt. Die Partnerschaft zwischen Emirates und den Seychellen feiert 2025 ihr 20-jähriges Bestehen. Seit 2005 fliegt die renommierte Airline die Inselgruppe im Indischen Ozean an, was den Archipel zu einem immer wichtiger werdenden Ziel im internationalen Reiseverkehr macht. Jährlich reisen rund 8.000 Österreicher:innen auf die Seychellen, was den Erfolg dieser Destination unter Reisenden aus dem deutschsprachigen Raum unterstreicht. Die Verbindung zu den Seychellen, vor allem über das internationale Drehkreuz von Emirates in Dubai, bietet Urlaubern nicht nur komfortable Flugverbindungen, sondern auch Zugang zu über 140 weltweiten Destinationen. Die Möglichkeiten, die Seychellen zu bereisen, wurden jüngst erweitert: Seit Anfang des Jahres 2025 bietet Emirates eine tägliche Verbindung von Wien nach Dubai mit einer umgerüsteten Boeing 777 an. Diese Maschine ist mit der beliebten Premium Economy ausgestattet, die den Passagieren ein zusätzliches Maß an Komfort auf ihren Reisen bietet. Direkt im Anschluss geht es von Dubai aus weiter auf die Hauptinsel Mahé, was die Reise zu einem angenehmen Erlebnis macht. Die Vielfalt der Seychellen entdecken Die Hauptinseln Mahé, Praslin und La Digue bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung und für Abenteuer. Die unberührte

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Flugkorridor für Langstrecken-Drohnenflüge in Norddeutschland eingerichtet

Das Unternehmen Droniq und die Bundeswehr haben einen neuen Flugkorridor für Langstrecken-Drohnenflüge in der Region Nordholz und Cuxhaven eingerichtet. Dieser soll noch in diesem Frühjahr den Regelbetrieb aufnehmen. Das Projekt trägt den Namen „Achilles“ und hat zum Ziel, den Langstreckenbetrieb von Drohnen sowohl im zivilen als auch im militärischen Luftraum zu ermöglichen. Der Korridor erstreckt sich über eine Strecke von 110 Kilometern und reicht vom Militärflugplatz Nordholz über Cuxhaven bis nach Helgoland. Die Genehmigung für das Projekt wurde bereits im vergangenen Jahr erteilt. Drohnenflüge innerhalb des Korridors können in einer Höhe von über 200 Metern durchgeführt werden. Geplant ist, dass vor allem Starrflüglerdrohnen für diese Langstreckenflüge zum Einsatz kommen, da diese im Vergleich zu Multikoptern nicht senkrecht abheben, sondern eine Start- und Landebahn benötigen. Die Landung und der Start solcher Drohnen wird dabei von einem Piloten mit Sichtkontakt durchgeführt. Das Projekt zielt darauf ab, die Grundlage für gewerbliche und militärische Langstreckenflüge von Drohnen zu schaffen. Mögliche Anwendungsfälle umfassen unter anderem den Schutz kritischer Infrastrukturen, das Monitoring von Schifffahrtsstraßen und die Umweltüberwachung. Droniq-Manager Thilo Vogt betont, dass der neue Flugkorridor beweise, dass unbemannter Flugverkehr auch über große Distanzen hinweg möglich sei, trotz der hohen regulatorischen Anforderungen.

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Kostensteigerungen und steigender Bedarf: Die Herausforderung für die Produktion von nachhaltigem Kerosin

Die globale Luftfahrtindustrie steht vor einer immensen Herausforderung, wenn es um die Bereitstellung von nachhaltigem Kerosin, auch als Sustainable Aviation Fuel (SAF) bekannt, für den weltweiten Bedarf in den kommenden Jahrzehnten geht. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung EY werden die Investitionen in die Produktion von SAF in den nächsten Jahren drastisch ansteigen müssen, um den sich rapide verändernden Anforderungen gerecht zu werden. Die Kosten für den Aufbau der nötigen Produktionskapazitäten dürften in den kommenden Jahren auf eine Größenordnung zwischen eins und 1,5 Billionen US-Dollar steigen – eine Summe, die nahezu den gesamten jährlichen Investitionen in die Infrastruktur für Öl und Gas weltweit entspricht. Die Luftfahrtbranche ist seit Langem mit der Herausforderung konfrontiert, ihre CO2-Emissionen zu senken und nachhaltige Alternativen zu traditionellen fossilen Brennstoffen zu finden. Nachhaltiges Kerosin gilt als eine vielversprechende Lösung, da es eine direkte Möglichkeit bietet, die CO2-Emissionen von Flugzeugen zu reduzieren, ohne dass die gesamte Infrastruktur der Luftfahrtindustrie verändert werden muss. Allerdings gibt es erhebliche Hürden, insbesondere im Hinblick auf die Produktionskapazitäten, die zum jetzigen Zeitpunkt bei Weitem nicht ausreichen, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Die wachsende Nachfrage nach SAF Laut der Studie von EY wird der Bedarf an SAF in den kommenden Jahrzehnten dramatisch steigen. Die globalen Märkte für nachhaltiges Kerosin befinden sich in einer Wachstumsphase, die durch strenge regulatorische Vorgaben und die wachsende Nachfrage nach klimafreundlichen Treibstoffen angetrieben wird. Insbesondere in Europa wird ein enormer Anstieg des Bedarfs prognostiziert. Schätzungen zufolge soll bis zum Jahr 2050 mehr als die Hälfte des gesamten Kerosinbedarfs

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Volocopter bleibt nach Übernahme durch Wanfeng in Bruchsal

Der chinesische Konzern Wanfeng übernimmt den angeschlagenen Flugtaxi-Hersteller Volocopter und führt den Betrieb am bisherigen Standort in Bruchsal bei Karlsruhe fort. Die österreichische Tochtergesellschaft Diamond Aircraft hat das Unternehmen neu aufgestellt, um Kosten zu senken und sich auf die Zulassung für den kommerziellen Betrieb zu konzentrieren. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin werden 185 Mitarbeiter weiterbeschäftigt. Der Insolvenzverwalter Tobias Wahl sieht in Wanfeng einen starken strategischen Partner, der die bisherige Arbeit von Volocopter weiterentwickeln könne. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Diamond Aircraft Group, Bin Chen, betonte, dass die Übernahme das Produktportfolio mit dem Flugtaxi Volocity und künftigen Modellen erweitere. Volocopter, 2011 gegründet, entwickelt vollelektrische Senkrechtstarter für den städtischen Personentransport. Während erste Einsätze in Metropolen wie Rom und Osaka geplant sind, fehlt dem Unternehmen bislang die notwendige Musterzulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für den Passagierbetrieb. Finanzielle Engpässe und ausbleibende staatliche Hilfen führten Ende Dezember zur Antragstellung auf Insolvenz. Anfang März wurde das Verfahren offiziell eröffnet. Die Luftfahrtbranche für Elektroflugzeuge bleibt unter finanziellem Druck. Auch der bayerische Elektroflugzeugbauer Lilium kämpft derzeit mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und musste bereits zum zweiten Mal Insolvenz anmelden.

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Air Europa startet Flüge mit Boeing 737 Max im Sommer 2025

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa plant, ihre Flottenmodernisierung mit der Einführung von Boeing 737 Max 8 zu beginnen. Der erste Flug mit diesem modernen Flugzeugtyp soll am 23. Juni 2025 auf der Strecke zwischen Madrid-Barajas und Amsterdam Schiphol stattfinden. Es ist der erste Schritt einer Reihe von geplanten Routen, die den Einsatz der neuen Maschinen vorantreiben sollen. Die Boeing 737 Max 8 ist für die Airline eine zentrale Investition, die das bestehende Flugzeugportfolio ergänzen und modernisieren soll. Ursprünglich war der geplante Beginn der Einsätze für den September 2025 angesetzt, jedoch musste die Fluggesellschaft diesen Termin mehrfach verschieben. Nun scheint der Juni 2025 endgültig als Startdatum festzustehen. Der lang erwartete Schritt in die neue Ära der Flugzeugtechnik steht im Zusammenhang mit der breiteren Strategie von Air Europa, ihre Flugzeuge zu verjüngen und dabei auf neue, effizientere Modelle umzusteigen. Die Boeing 737 Max 8 verspricht aufgrund ihrer verbesserten Treibstoffeffizienz und höheren Reichweite eine langfristige Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit auf den europäischen Flugstrecken. Modernisierung der Flotte Die Entscheidung, die Boeing 737 Max 8 in die Flotte zu integrieren, erfolgt in einer Zeit, in der viele europäische Fluggesellschaften ihre Flotten mit neuen, effizienteren Maschinen aufrüsten. Air Europa ist keine Ausnahme, und mit der Lieferung der ersten Boeing 737 Max 8 wird die Airline einen bedeutenden Schritt in die Zukunft gehen. Das Unternehmen hat insgesamt zwanzig Boeing 737 Max 8 bei Boeing bestellt. Darüber hinaus werden zehn weitere Maschinen über AerCap, einen der führenden Flugzeugleasinganbieter, zur Verfügung gestellt. Aktuell betreibt Air Europa eine Flotte von 43

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Eva Air erweitert Bestellung bei Airbus um neue Lang- und Mittelstreckenjets

Die taiwanische Fluggesellschaft Eva Air hat ihre Flottenplanung weiter ausgebaut und sechs zuvor optionierte Airbus A350-1000 in Festbestellungen umgewandelt. Zusätzlich orderte die Airline drei Maschinen des Typs Airbus A321neo. Dies gab das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung an die Börse von Taipeh bekannt. Die jüngste Bestellung ergänzt die bereits im Jahr 2024 getätigte Order über 18 Airbus A350-1000. Mit den zusätzlichen Flugzeugen erhöht Eva Air die Zahl der fest georderten Langstreckenjets dieses Typs auf 24. Der Airbus A350-1000 ist das größte Modell der A350-Familie und bietet Platz für rund 350 bis 410 Passagiere in einer typischen Drei-Klassen-Konfiguration. Die Maschinen sind insbesondere für den Einsatz auf interkontinentalen Strecken vorgesehen. Auch auf der Mittelstrecke stockt Eva Air ihre Kapazitäten auf. Mit der Bestellung von drei weiteren Airbus A321 Neo will die Fluggesellschaft ihr Angebot an Kurz- und Mittelstreckenflügen ausbauen. Der A321neo ist die größte Variante der A320-Familie und kann je nach Konfiguration bis zu 244 Passagiere befördern. Die Maschinen sind für ihren niedrigen Treibstoffverbrauch und ihre Reichweite von bis zu 7.400 Kilometern bekannt. Die Gesamtkosten der jüngsten Bestellung sind beträchtlich: Laut Angaben von Eva Air beläuft sich der Listenpreis pro Airbus A350-1000 auf bis zu 436 Millionen US-Dollar, während für jeden Airbus A321neo bis zu 150 Millionen US-Dollar fällig werden. Die tatsächlichen Preise dürften aufgrund üblicher Rabatte jedoch niedriger ausfallen.

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