
Hohe Geldstrafe für British Airways nach schweren Verletzungen von Gepäckabfertigern
Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) ist zu einer Geldstrafe von 3,2 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 3,74 Millionen Euro) verurteilt worden, nachdem sich zwei Gepäckabfertiger bei getrennten Stürzen auf dem Londoner Flughafen Heathrow schwere Verletzungen zugezogen hatten. Die Vorfälle, die als „nahezu identisch“ beschrieben wurden, ereigneten sich durch Stürze von sogenannten Televatoren – Geräten, die zum Beladen von Flugzeugen verwendet werden – und waren auf das Fehlen angemessener Sicherheitsvorkehrungen wie etwa Schutzgeländer zurückzuführen. Zwei Arbeiter erlitten schwere Verletzungen Einer der betroffenen Arbeiter erlitt eine Hirnblutung und Gesichtsfrakturen, während der andere Rücken- und Kopfverletzungen davontrug. Das Southwark Crown Court befand die Fluggesellschaft für schuldig, gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen zu haben, und sprach von einer hohen Schuldhaftigkeit. Die Geldstrafe erfolgte nach einer Anklage durch die britische Gesundheits- und Sicherheitsbehörde (Health and Safety Executive, HSE). Ein Sprecher von British Airways äußerte „tiefes Bedauern“ über die Vorfälle und teilte mit, daß beide Mitarbeiter inzwischen in neuen Funktionen wieder ihrer Arbeit nachgehen. Die HSE-Ermittlungen ergaben, daß die in beiden Fällen verwendeten Televatoren erhebliche Konstruktionsmängel aufwiesen. Es bestanden Lücken zwischen den Schutzgeländern der Geräte und dem Flugzeugrumpf, deren Größe je nach Flugzeugtyp variierte. Diese Lücken vergrößerten sich, nachdem die vorderen Teile der Plattformen im Terminal 5 verlängert worden waren, um die Frachträume der Flugzeuge besser erreichen zu können – ohne daß jedoch zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Stürzen eingeführt wurden. Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen als Ursache Laut HSE hatte British Airways zum Zeitpunkt des ersten Unfalls im August 2022 bereits ein Programm zur Nachrüstung ausfahrbarer Schutzgeländer an ihren Televatoren








