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Betrunken: Delta-Pilot kassiert zehnmonatige Haftstrafe

Jener Delta-Air-Lines-Pilot, der im Juni 2023 am Flughafen Edinburgh betrunken zum Dienst erschienen ist, wurde von einem schottischen Gericht zu einer Haftstrafe von zehn Monaten verurteilt. Der Flugzeugführer bekannte sich im Verfahren schuldig. Im Juni 2023 sollte der erfahrene Delta-Pilot einen Passagierflug von Edinburgh nach New York kommandieren. Allerdings wurde er bei einer routinemäßigen Kontrolle in stark alkoholisiertem Zustand angetroffen. Weiters befanden sich in seinem Handgepäckstück zwei große Jägermeister-Flaschen, wobei eine geöffnet war. Die Polizei verhaftete den Mann umgehend. Delta hatte im Nachgang den mittlerweile 64-jährigen Flugkapitän suspendiert. Erst kürzlich wurde vor dem zuständigen Gericht in Edinburgh der Fall verhandelt. Der ehemalige Flugkapitän bekannte sich von Anfang an schuldig, was ihm letztlich dann auch mildernd ausgelegt wurde. Weiters konnte er nachweisen, dass er sich zwischenzeitlich freiwillig einer Therapie unterzogen hat. Das Gericht verkündete nach dem ersten Verhandlungstermin noch keine Entscheidung, sondern lud am 19. März 2024 zur Urteilsverkündung. Der einstige Delta-Kapitän wurde zu einer Haftstrafe von zehn Monaten sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten verurteilt. Es ist noch offen, ob Staatsanwalt und/oder der Betroffene ein Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts einlegen. Diesbezüglich wurden keine Erklärungen angegeben. Die Freiheitsstrafe soll nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Allerdings wäre auch ein weitaus höheres Strafmaß möglich gewesen, aber dem Angeklagten wurden sein Schuldbekenntnis und der Umstand, dass er sich bereits in eine Therapie begeben hat, mildernd ausgelegt. Im Juni 2023 hätte der Mann den Delta-Flug DL209 von Edinburgh nach New York-JFK kommandieren sollen. Er wäre für eine Boeing 767-300ER, die Passagiere und die anderen

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Japan Airlines will 24 Langstreckenflugzeuge bestellen

Das Oneworld-Mitglied Japan Airlines soll vor einer größeren Bestellung im Bereich der Langstreckenflotte stehen. Der Konzern soll besonders am Maschinentyp Boeing 787 interessiert sein, jedoch sind auch Alternativen im Spiel. Laut lokalen Medienberichten soll Japan Airlines kurz vor der Bestellung von 24 zusätzlichen Langstreckenflugzeugen gehen. Reuters News schreibt dazu, dass zumindest ein Teil davon den Maschinentyps Boeing 787 betreffen soll. Momentan betreibt der Carrier bereits 22 B787-9 und 23 B787-8. Japan Airlines selbst will die Berichte noch nicht kommentieren. Auch Airbus und Boeing wollten sich auf Anfrage nicht äußern. Es ist aber davon auszugehen, dass es in absehbarer Zeit zu einer Entscheidung kommen könnte, denn aufgrund der Corona-Pandemie hat das Oneworld-Mitglied eine schon seit längerer Zeit angedachte Nachbestellung von Langstreckenflugzeugen zunächst auf die lange Bank geschoben. Dem Vernehmen nach soll die Nachfrage im Inselstaat enorm stark angezogen haben. Nun hält man scheinbar den Zeitpunkt für richtig, um Nachfolgemaschinen für die in die Jahre gekommen Boeing 767 zu bestellen. Offenbar ist lediglich fix, dass einige weitere Dreamliner geordert werden sollen, jedoch sollen auch andere Muster, so auch vom Hersteller Airbus, ergänzend in Frage kommen. Diesbezüglich hat man sich bei Japan Airlines noch nicht final entschieden oder aber will dies noch nicht mit der Öffentlichkeit teilen. Erst im Vorjahr hat Japan Airlines insgesamt 21 Boeing 737-Max-8, mit denen die Kurz- und Mittelstreckenflotte erneuert und ausgebaut werden soll, bestellt. Damals hieß es, dass man innerhalb der nächsten sechs bis 12 Monate auch für die anstehenden Orders für die Langstrecke entscheiden wird. Daher ist

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Easyjet hat neue Basis in Birmingham eröffnet

Die Billigfluggesellschaft Easyjet hat nach über zehn Jahren wieder eine neue Basis im Vereinigten Königreich eröffnet. Es handelt sich um die neunte Base, die der britische Lowcoster im Heimatland unterhält. Ab Birmingham wird Easyjet im Sommerflugplan 2024 schrittweise 16 zusätzliche Routen aufnehmen. Diese werden überwiegend mit vor Ort stationiertem Fluggerät betrieben. Eigenen Angaben nach sollen an der neuen Basis 140 eigene Mitarbeiter beschäftigt werden. Auf bestehenden Routen will man die Frequenzen zum Teil deutlich erhöhen. Easyjet begründet die Basis-Eröffnung auch damit, dass etwa 83 Prozent der Einwohner von Wales und England diesen Flughafen innerhalb von zwei Fahrtstunden mit dem Auto erreichen können. Weiters würde es sich um ein bedeutendes Wirtschaftsgebiet des Vereinigten Königreichs handeln. Allein in dieser Region wäre die Wirtschaft größer und stärker als jene des gesamten ungarischen Staats, der als massiv strukturschwach gilt. „Mit dem heutigen Tag erreicht unsere wachsende Partnerschaft mit EasyJet einen neuen Höhepunkt, da die Fluggesellschaft drei Flugzeuge hier am Flughafen Birmingham stationiert. Die Kunden können nun die Vorteile der 16 neuen Routen der Fluggesellschaft nutzen und haben die Flexibilität, nur einen Flug oder eine komplette Pauschalreise zu buchen. EasyJet ist seit 17 Jahren Partnerfluggesellschaft.  Ihre Expansion hier am Flughafen Birmingham ist ein Beweis für den Service, die Qualität, den Preis, die Zuverlässigkeit und die Auswahl an Reisezielen, die die Kunden von EasyJet erwarten“, erklärt Birmingham-Geschäftsführer Nick Barton. Den Flughafen Birmingham hatte Easyjet bereits im Streckennetz, jedoch waren bislang keine Flugzeuge vor Ort stationiert. Zur Entscheidung für die Basis-Eröffnung habe auch beigetragen, dass man großes

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Deutsche Bahn AG will keine Klassenfahrten mehr

Die Deutsche Bahn AG wird bis Ende des Jahres 2024 die seit einem halben Jahrhundert bestehende Sparte „Klassenfahrten und Gruppenreisen“ einstellen. Diese wurde noch zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn aufgebaut und wurde über die Jahrzehnte hinweg von vielen Schulen und deren Schülern genutzt. Es handelt sich um eine Art Spezialreiseveranstalter, bei dem auf die Bedürfnisse von Schulen zugeschnittene Schülerreisen aus einer Hand gebucht werden können. Die meisten Angebote sind innerdeutsch und beinhalten die Anreise mit dem Zug, eine Unterkunft und gegebenenfalls Transfers und Ausflüge. Mit den Klassenfahrten haben die Deutsche Bahn AG und ihr Rechtsvorgänger Deutsche Bundesbahn über Jahrzehnte hinweg bestes Geld verdient. Künftig will man diesem Kundensegment lediglich Fahrkarten anbieten, jedoch keine Reisen mehr aus einer Hand. Der Fokus soll künftig auf Gruppenreisen außerhalb von Schulen liegen. Offenbar hat der staatliche DB-Konzern kein Interesse mehr an den klassischen Klassenfahrten. Jedenfalls will man Schulen künftig keine Pauschalpakete mehr anbieten und verweist in einer Erklärung darauf, dass es auf dem Markt ausreichend alternative Reiseveranstalter und Reisebüros geben würde. Speziell angesprochen auf Klassenfahrten hieß es, dass man sich künftig nur noch für Fahrkarten an die Bahn wenden kann. Wer Pakete mit Übernachtung und gegebenenfalls Transfers haben möchte, soll sich dann an Kooperationspartner wenden. Daraus ist auch abzuleiten, dass es zwangsweise teurer werden könnte, denn die „Partner“ wollen ebenfalls Geld verdienen und müssen Leistungen der Deutschen Bahn zukaufen. Es ist davon auszugehen, dass ein Aufschlag einkalkuliert wird, da sich andernfalls das Geschäft für die nicht näher bezeichneten „Kooperationspartner“ nicht rechnen würde. Es ist

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Pannenserie: United-Chef Kirby geht in die Offensive

In den letzten Wochen ist die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines mit besonders vielen Pannen und Vorfällen in die Schlagzeilen geraten. Zum Beispiel hat man kürzlich kurz nach dem Start einer Boeing 777 in San Francisco ein Rad verloren. Nun geht Firmenchef Scott Kirby in die Offensive. In der Luftfahrt gibt es manchmal das absurde Phänomen, dass über einen längeren Zeitraum hinweg überhaupt keine aufsehenerregenden Vorfälle passieren und dann passiert binnen weniger Tage oder Wochen so einiges. Ungefähr so könnte man die Pannen-Serie, die United Airlines in den letzten paar Wochen hatte, beschrieben. Zum Glück haben Passagiere und Besatzungsmitglieder keinen Schaden genommen, aber für die Reputation ist es nicht gerade von Vorteil, wenn man mitunter mehrmals wöchentlich wegen neuerlicher technischer Vorfälle in die Schlagzeilen gerät. In den USA gab es – auch in Sozialen Medien und im Fernsehen – mittlerweile Diskussionen, ob die Flugsicherheit bei United Airlines überhaupt noch sichergestellt ist. Auch wurde mitunter darüber diskutiert, ob es eventuell im Bereich der Wartung zu Schlamperei gekommen sein könnte. Diese – mitunter oftmals nicht gerade sachlich geführten – Erörterungen haben nun Generaldirektor Scott Kirby aus der Reserve gelockt. Nun geht es wirklich um die Reputation der Fluggesellschaft, denn solche „Gerüchte“ könnten andernfalls in den Köpfen der Bevölkerung hängen bleiben und sich gerade auf dem wettbewerbsintensiven Markt der Vereinigten Staaten von Amerika äußerst nachteilig auf die Buchungszahlen und damit die Jahresbilanz auswirken. Kirby betonte – wenig überraschend – dass für United Airlines die Flugsicherheit immer oberste Priorität habe. Die einzelnen Vorfälle würden untereinander

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Air Asia Cambodia hebt am 2. Mai 2024 ab

In Kambodscha geht am 2. Mai 2024 der jüngste Ableger von Air Asia an den Start. Zunächst soll Air Asia Cambodia Inlandsflüge anbieten. Zu einem späteren Zeitraum will man auch internationale Routen anbieten. Die ersten beiden Maschinen des Typs Airbus A320 werden auf dem Flughafen Phnom Penh stationiert. Von dort aus geht es ab 2. Mai 2024 nach Siem Reap und Sihanoukville. Um die Marke Air Asia bekannter zu machen, bietet man zunächst 6.000 kostenfreie Tickets an. Darunter versteht der Anbieter, dass lediglich die Steuern und Gebühren bezahlt werden müssen. Der reguläre „ab Preis“ soll bei 49 U.S.-Dollar oneway liegen. Air Asia hat vor einiger Zeit beschlossen, dass in Kooperation mit einem Partner einen lokalen Ableger in Kambodscha an den Start bringen wird. Aus rechtlichen Gründen befindet sich die Mehrheit formell in den Händen des lokalen Partners. Andernfalls hätte man keine Zertifikate bekommen. Zunächst sollen innerhalb des Landes Lowcost-Flüge angeboten werden. Zu einem späteren Zeitpunkt will man auch internationale Routen von/nach Kambodscha mit dem jüngsten Ableger bedienen. Eigenen Angaben nach will Air Asia für niedrigere Flugpreise im Kambodscha sorgen. Man behauptet, dass es mangels scharfem Wettbewerb bislang zu hohen Ticketpreisen gekommen sein soll. Das Produkt, das man anbietet, ist mit jenem der Konzernschwester weitgehend deckungsgleich. Lediglich im Bereich des kostenpflichtigen Caterings soll es eine etwas andere Auswahl, die auf den lokalen Markt ausgerichtet ist, geben. Einst hatte Air Asia auch in Japan und Indien entsprechende Ableger. Jener im Inselstaat ist im Zuge der Corona-Pandemie untergegangen und musste Insolvenz anmelden. Das

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Air France feiert 50 Jahre Flughafen Paris-CDG

Vor knapp über 50 Jahren, am 13. März 1974, wurde der damals neue Flughafen Paris-Charles de Gaulle eröffnet. Dieser bildet seither das internationale Drehkreuz von Air France. Die Inlandsflüge, damals unter anderem von Air Inter bedient, wurden vorerst weiterhin überwiegend ab Orly angeboten. 1996 richtete Air France ihr globales Drehkreuz in dieser Stadt ein, in der sich täglich Reisende aus aller Welt kreuzen. Heute ist die Fluggesellschaft für mehr als die Hälfte des Flughafenverkehrs verantwortlich und verbindet Paris mit über 200 Zielen in fast 100 Ländern weltweit. Bereits in den 1950er Jahren wurde die Notwendigkeit eines dritten Pariser Flughafens deutlich, als der Verkehr auf den historischen Flughäfen der Hauptstadt, Paris-Le Bourget und Paris-Orly, zunahm.  Dieses erste vom jungen Architekten Paul Andreu entworfene Terminal zeichnete sich durch ein innovatives Design aus: ein zentrales kreisförmiges Gebäude, das mit sieben Satelliten verbunden ist. Dieses einzigartige Bauwerk, das die Verteilung der Passagierströme erleichtern sollte, brachte dem Terminal seinen noch heute verwendeten Spitznamen „Camembert“ ein.  Der erste Air-France-Flug von Paris-Charles de Gaulle startete am 30. April 1974. Die Caravelle F-BHRA, das erste an Air France ausgelieferte Flugzeug dieser Art, startete mit einer vom Flugkapitän angeführten Besatzung nach Belgrad und Sofia Henri Cibert. Die Flüge des Unternehmens wurden nach und nach nach Paris-Charles de Gaulle verlagert und bedienten zunächst inländische (Bordeaux, Nizza, Toulouse) und europäische Ziele (London, Genf, Frankfurt, Turin und Lissabon).  Der Großteil seiner Aktivitäten wurde im November 1974 verlagert, wobei zwei Drittel der Flüge der nationalen Fluggesellschaft und ein Teil ihrer Wartungsbetriebe nach Paris-Charles

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Osterferien 2024: München erwartet zwei Millionen Passagiere

In wenigen Tagen beginnen in Deutschland die Osterferien des Jahres 2024. Der Flughafen München geht davon aus, dass es während dieser zu etwa 14.000 Starts und Landungen kommen wird. Für das erste Wochenende erwartet man etwa 300.000 Fluggäste. Die am zweitgrößten Airport Deutschlands tätigen Airlines hätten diesem bereits die Rückmeldung gegeben, dass man besonders gute Buchungszahlen habe. Angemeldet sind 14.100 kommerzielle Flugbewegungen zu 184 Destinationen. Dies betrifft den Zeitraum von 22. März bis inklusive 7. April 2024. Allein am ersten Ferienwochenende von Freitag bis Sonntag starten und landen knapp 2.400 Maschinen am Münchner Airport und es werden über 300.000 Passagiere erwartet. Insgesamt rechnet die Flughafen München GmbH während der Osterferien mit einem Aufkommen von fast zwei Millionen Passagieren. Vom Münchner Flughafen aus werden zahlreiche Ziele in aller Welt angeflogen. Fast 1.800 Mal starten in den Osterferien Flugzeuge zu insgesamt 42 Destinationen in Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Warme Temperaturen versprechen auch die Mittelmeeranrainerstaaten Ägypten, Griechenland und die Türkei. Insgesamt rund 540 Maschinen steuern diese Länder von München aus an. Die am häufigsten angeflogenen europäischen Hauptstädte sind London, Amsterdam und Paris, die in den Osterferien insgesamt über 580 Mal bedient werden. Im Ferienverkehr zeigt sich die große Nachfrage in Richtung Nordamerika und Asien: Insgesamt 340 Maschinen heben während der Osterferien zu 15 Zielen in den USA und in Kanada ab. Rund 230 Mal geht es in Richtung China, Indien, Japan, Singapur, Südkorea, Taiwan und Thailand. Über 120 Starts führen zu Zielen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, im Oman und

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Embraer oder Airbus: Lot will Regio-Flotte modernisieren

Polens Staatscarrier Lot beabsichtigt ihre Regionalflotte zu erneuern. Momentan besteht diese überwiegend aus Maschinen des Herstellers Embraer. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist nicht in trockenen Tüchern, denn man verhandelt auch mit dem Airbus-Konzern. Beide Flugzeugbauer buhlen um eine Order, die aus voraussichtlich 84 Exemplaren bestehen sollen. Im Rennen sind die E2-Reihe von Embraer sowie die A220-Familie von Airbus Canada. Regierungsangaben nach sollen in Kürze die beiden Hersteller zur Abgabe von Angeboten eingeladen werden. Derzeit ist es noch völlig offen welcher der beiden Anbieter die besseren Karten hat. Für Embraer spricht, dass Lot bereits 43 Einheiten dieses Herstellers betreibt. Es handelt sich um die E1-Serie, denn den Nachfolger E2 hat man noch nicht in der Flotte. Für Airbus wäre es aber auch aus einem anderen Grund durchaus von Prestige die Order zu gewinnen, denn Lot gilt als treuer Boeing-Kunde. Mit dem A220 hat man ein Modell, das man für passender hält als die Flugzeuge der brasilianischen Konkurrenz. Bei Lot dürfte es aber nicht nur um solche Dinge gehen, sondern auch darum wer schneller liefern kann. Immerhin will das Unternehmen bis zum Jahr 2030 stark wachsen und sowohl bei Airbus als auch bei Embraer sind bestimmte Lieferslots nur schwer verfügbar, weil von anderen Kunden bereits ausgebucht. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass sich Lot bei Leasinggeber bedienen könnte. Es ist branchenbekannt, dass Lessoren gerne „auf Vorrat“ bestellen, um genau dann, wenn die Nachfrage hoch ist, kurzfristig an Kunden liefern zu können. Das hat aber seinen Preis, denn solche Verträge

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Play-Großaktionär übernimmt die Geschäftsführung selbst

Bei der isländischen Billigfluggesellschaft Play ist es zu einem überraschenden Führungswechsel gekommen, denn der bisherige Firmenchef Birgir Jónsson hat das Unternehmen verlassen. Laut Mitteilung habe er am 17. März 2024 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Die Führung des Billigfliegers liegt nun in den Händen von Einar Örn Ólafsson, der gleichzeitig auch der größte Einzelaktionär des Luftfahrtunternehmens ist. Bislang gehörte er dem Verwaltungsrat an, jedoch zog er seine Kandidatur für die Wiederwahl zurück, um den Posten als CEO von Play Airlines zu übernehmen. Dazu Örn Ólafsson: „Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Nach einer großartigen Aufbauphase in den letzten Jahren unter Birgirs starker Führung befindet sich das Unternehmen nun an einem Wendepunkt. Als größter Anteilseigner des Unternehmens möchte ich meine Investition zu Ende führen. Ich bin mit dem Betrieb und den Mitarbeitern von Play sehr gut vertraut und sehe für die Zukunft zahlreiche Möglichkeiten und spannende Projekte. Ich bin dem Play-Verwaltungsrat für sein Vertrauen in mich dankbar und möchte die Gelegenheit nutzen, Birgir für seinen Beitrag zu Play und für unsere angenehme und produktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu danken“. Sein Vorgänger Jónsson sagte anlässlich seines Abtritts: „Eine wettbewerbsfähige Landschaft in der Luftfahrtindustrie wird zu niedrigeren Flugpreisen, einer vielfältigen Auswahl an Zielen und wertvollen ausländischen Touristen führen, was für eine Insel wie uns besonders wichtig ist. Dieser Wettbewerb ist im Interesse aller Isländer. Deshalb verlasse ich mein Amt mit großem Stolz. Play hat nun seine Kinderstube verlassen und ist zu einer reifen Fluggesellschaft herangewachsen. Ich hatte eine gute und enge

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