
Finanzielle Einigung in der Kanalinsel-Luftfahrt: Guernsey Ports schließt Schuldenstreit mit Flugzeugeigentümern ab
Die Insolvenz der Regionalfluggesellschaft Blue Islands hat die Luftverkehrsinfrastruktur der Kanalinseln vor erhebliche logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen konnte der staatliche Betreiber Guernsey Ports nun eine Einigung mit den Eigentümern zweier festgesetzter Flugzeuge des Typs ATR 72 erzielen. Durch diesen Vergleich wird ein Großteil der ausstehenden Gebühren beglichen, was die Freigabe der Maschinen ermöglicht. Der Zusammenbruch von Blue Islands am 14. November 2025 hatte nicht nur den lokalen Flugverkehr zwischen Guernsey und Jersey zum Erliegen gebracht, sondern auch weitreichende Folgen für den britischen Regionalverkehr und die Anbindung an den Flughafen London Gatwick. Während die juristischen Auseinandersetzungen um die Altschulden beigelegt werden, ordnet die Regierung von Guernsey den Markt neu: Die Flugverbindung nach Jersey wurde als essenziell eingestuft, und die staatseigene Fluggesellschaft Aurigny Air Services erhielt bereits die erste entsprechende Lizenz für den Linienbetrieb ab Januar 2026. Juristische Komplexität und finanzielle Sicherung Der Fall Blue Islands verdeutlicht die Komplexität internationaler Leasingstrukturen im Luftverkehr. Nachdem die Fluggesellschaft ihren Betrieb abrupt einstellen musste, blieben zwei Turboprop-Maschinen auf dem Rollfeld von Guernsey zurück. Es handelt sich dabei um eine ATR 72-500, die sich im Besitz von Abelo Capital Aviation befindet, und eine modernere ATR 72-600, die Jetstream Aviation Capital gehört. Guernsey Ports hatte von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Maschinen als Pfand für unbezahlte Lande- und Abfertigungsgebühren zurückzuhalten. Mark Helyar, Präsident des Trading Supervisory Board und zuständig für die Überwachung des Flughafens, bezeichnete die nun getroffene Vereinbarung als sehr positiv für die Insel. Obwohl die genaue Höhe der ausstehenden Summen unter








