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Belgien: Wilder Siko-Streik führte zu Chaos in Charleroi

Am Sonntagnachmittag ist auf dem Flughafen Charleroi ein so genannter „wilder Streik“ über die Bühne gegangen. Dieser führte dazu, dass zahlreiche Passagiere ihre Flüge nicht erreichen konnten und einige Maschinen komplett ohne Fluggäste abheben mussten. Die Arbeitsniederlegungen waren nicht gewerkschaftlich organisiert bzw. im Vorfeld offiziell angekündigt worden. Ab etwa 14 Uhr 30 haben zahlreiche Beschäftigte jener Sicherheitsfirma, die für die Durchführung der Sicherheitskontrollen zuständig ist, die Arbeit für rund eine Woche niedergelegt. Dies hatte zur Folge, dass der Übergang vom öffentlichen Bereich in den Sicherheitsbereich für Fluggäste defacto unmöglich war. Das Terminal des Airports Charleroi soll laut Augenzeugen hoffnungslos überfüllt gewesen sein. Laut einem Flughafensprecher hat der „wilde Streik“ zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Der Umstand, dass einige Maschinen den Airport leer, also ohne Fluggäste an Bord, verlassen haben, wollte man aber nicht kommentieren.

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Nach nur wenigen Wochen: Norse stellt Berlin-Los Angeles ein

Erst Mitte August hat die Fluggesellschaft Norse Atlantic Airways eine Nonstop-Verbindung zwischen Berlin-Brandenburg und Los Angeles aufgenommen. Am 16. Oktober 2022 ist schon wieder Schluss, denn der Carrier wird diese Strecke auf unbestimmte Zeit einstellen. Wie gewonnen, so zerronnen für den Flughafen Berlin-Brandenburg, denn die Auslastung auf dieser USA-Strecke ist eigentlich vielversprechend. Die Probleme liegen aber in der schwachen Performance der Verbindung Oslo-Los Angeles. Diese wirft für den norwegischen Billigflieger nicht genug ab, weshalb man vorläufig einstellt. Weder in der Westküstenstadt noch in Berlin hat Norse Atlantic Airways Fluggerät stationiert. Die deutsche Bundeshauptstadt wird im so genannten W-Pattern bedient. Die Einstellung der Flüge zwischen Oslo und Los Angeles führt daher dazu, dass das benötigte Fluggerät des Typs Boeing 787 für die Berlin-Flüge nicht zur Verfügung steht. Daher setzt man auch Berlin-Los Angeles auf unbestimmte Zeit aus. Von einer endgültigen Einstellung will man seitens des Carriers noch nicht sprechen, wobei es keinen fixen Termin für eine mögliche Wiederaufnahme gibt. Die beiden anderen USA-Strecken ab der deutschen Bundeshauptstadt sind dem aktuellen Informationsstand nach nicht betroffen. New York-JFK will man dreimal wöchentlich bedienen und ab 7. Dezember 2022 sollen pro Woche drei Fort-Lauderdale-Umläufe durchgeführt werden.

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Westjet bestellt 42 Boeing 737-Max-10

Die kanadische Fluggesellschaft Westjet hat 42 Boeing 737-Max-10 bestellt. Weiters sicherte sich das Unternehmen Optionen für 22 weitere Exemplare. Mit den zusätzlichen Flugzeugen will der Carrier die Expansion vorantreiben. „Die 737-10 wird mit einem der niedrigsten Kosten pro Sitzplatz unter den Mittelstreckenflugzeugen eine entscheidende Rolle spielen. Dies wird unsere Low-Cost-Positionierung und die Erschwinglichkeit für Kanadier fördern“, sagte Alexis von Hoensbroech, Chief Executive Officer der WestJet Group. „Darüber hinaus wird die 737-10 mit ihrem geringeren Treibstoffverbrauch und den reduzierten Emissionen die Umweltbilanz unserer Flotte weiter verbessern“. Seit dem Start des Unternehmens mit drei 737 im Jahr 1996 hat WestJet seine Boeing-Flotte auf mehr als 100 Flugzeuge, darunter die 737-8 und die 787 Dreamliner, erweitert. Einschließlich der 737-10 hat die in Calgary ansässige Fluggesellschaft mehr als 60 Festbestellungen für die 737 MAX-Familie. „Die 737-10 wird WestJet zusätzliche Kapazitäten und eine unübertroffene Effizienz bieten, während die Fluggesellschaft ihr Streckennetz in Kanada und der ganzen Welt ausbaut“, sagte Stan Deal, Präsident und CEO von Boeing Commercial Airplanes. „Wir sind stolz darauf, dass WestJet den Wert der 737 MAX-Familie erkannt hat und die 737-10 als Ergänzung zur 737-8 einsetzt, um herausragende Fähigkeiten, Flexibilität und verbesserte Nachhaltigkeit zu erreichen“.

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NASA und DLR haben Boeing 747SP „SOFIA“ in Pension geschickt

Am 29. September 2022 endete die Ära einer ganz besonderen Boeing 747SP, denn die NASA und das DLR haben ihr Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie in den Ruhestand geschickt. Der letzte Flug wurde durchgeführt und die weitere Zukunft der Maschine ist unklar. Möglicherweise droht der N747NA die Verschrottung. „Von der Vertiefung unseres Verständnisses von Wasser auf dem Mond bis hin zur Aufdeckung der unsichtbaren Kräfte kosmischer Magnetfelder – nichts davon wäre ohne die Hunderte von Menschen möglich gewesen, die ihr Fachwissen in die SOFIA-Mission eingebracht haben“, sagte Naseem Rangwala, Projektwissenschaftler der Mission im Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley. Von Beginn seiner Entwicklung im Jahr 1996 an erforderte SOFIA technischen Einfallsreichtum. Ein Boeing 747SP-Jetliner musste modifiziert werden, um das 38.000 Pfund schwere und 2,5 Meter lange 100-Zoll-Teleskop zu transportieren, das vom NASA-Partner bei der SOFIA-Mission, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), bereitgestellt wurde. Ingenieure entwickelten einen garagentorähnlichen Mechanismus, der sich aufrollen ließ, damit das Teleskop den Himmel beobachten konnte. In dieser Konfiguration war es „eines der größten offenen Ports, die je in einem Flugzeug geflogen wurden“, so Paul Fusco, ein inzwischen pensionierter NASA-Ingenieur, der an der Entwicklung des Türsystems beteiligt war, „und das größte, das für den Flug in allen Höhen und mit allen Geschwindigkeiten bei geöffneter Tür zugelassen war. Das war eine wirklich aufregende Innovation in der Luftfahrt“. Nun wird das Observatorium in den Ruhestand versetzt. Die wissenschaftlichen Flüge sind beendet, und das Team sucht nach einem geeigneten dauerhaften Zuhause für dieses besondere Flugzeug. Die Daten

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Rumänien: Blue Air verschiebt Comeback auf unbestimmte Zeit

Der rumänische Billigflieger Blue Air hat das auf den 10. Oktober 2022 verschobene Comeback vorläufig abgesagt. Einen neuen Termin für die mögliche Wiederaufnahme der Linienflüge nennt man diesmal nicht mehr. Aus finanziellen Gründen musste der Lowcoster, der sich in einem Insolvenzverfahren nach rumänischem Recht befindet, vor einigen Wochen den Flugbetrieb einstellen. Zunächst behauptete man, dass man in wenigen Tagen wieder abheben wird, ehe mal dann kurzfristig auf den 10. Oktober 2022 verschoben hat. Auch dieser Betrieb hält nicht. Blue Air teilte dazu unter anderem mit: „Die vielen schwerwiegenden finanziellen und betrieblichen Härten, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, haben alle Fluggesellschaften zu spüren bekommen, aber noch stärker die privaten regionalen Fluggesellschaften, die ums Überleben kämpfen. Ungeachtet dieser und anderer widriger Umstände tut Blue Air, ein stolzes rumänisches Privatunternehmen, sein Bestes, um den Flugbetrieb wieder aufzunehmen.Zu diesem Zweck führt Blue Air derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren, Kreditgebern und der rumänischen Regierung, um ihr Kapitalprofil so umzustrukturieren, dass sie den Flugbetrieb wieder aufnehmen kann.Aufgrund der Komplexität dieses Prozesses ist Blue Air derzeit leider noch nicht in der Lage, den Flugbetrieb am 10. Oktober 2022 wieder aufzunehmen. Blue Air wird nach Abschluss der laufenden Gespräche zeitnah bekannt geben, wann sie mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs ihrer Flotte rechnet“. Zwischenzeitlich versucht der Billigflieger mit den wenigen verbliebenen Flugzeugen, die noch nicht zurückgegeben oder von Leasinggebern einzogen wurden, als ACMI-Provider Geld zu verdienen. Beispielsweise war man am Wochenende mit der YR-AMA im Auftrag von Aeroitalia in der Luft.

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Russland: Kaliningrad führt Open-Skies-Programm ein

Der russische Flughafen Kaliningrad hat am 1. Oktober 2022 mit Genehmigung der Zivilluftfahrtbehörde der Russischen Föderation ein Open-Skies-Programm eingeführt. Dieses soll es ausländischen Fluggesellschaften unter bestimmten Bedingungen ermöglichen ihre Dienstleistungen anzubieten. Der Airport erklärte dazu unter anderem: „Ab dem 1. Oktober 2022 wird auf dem Kaliningrader Flughafen das „Open-Skies“-Regime eingeführt. Dieses Regime erlaubt es ausländischen Fluggesellschaften, Flüge von/nach Kaliningrad unter Verwendung der dritten, vierten, fünften und siebten Luftraumfreiheit durchzuführen“. Aufgrund von Luftraumsperren müssen Inlandsflüge von/nach Kaliningrad momentan lange Umwege fliegen. Die wenigen internationalen Verbindungen, die es in der Vergangenheit gab, wurden seit Feber 2022 weitgehend eingestellt. Derzeit gibt es nur wenige Flugverbindungen ab der russischen Exklave. Rein theoretisch wäre mit dem Openskies-Programm die Zustimmung gegeben, dass beispielsweise türkische Carrier zwischen dem ehemaligen Königsberg und der EU fliegen könnten. Allerdings nur in der Theorie, denn hierfür wäre auch die Genehmigung des jeweiligen Zielstaats notwendig. Aufgrund der Luftraumsperren für russische Carrier sowie umgekehrt für EU-Fluggesellschaften, ist es unwahrscheinlich, dass die bereits lange vor dem Ukraine-Krieg geplante Lockerung am Flughafen Kaliningrad dazu führ, dass mehr Carrier diesen Airport ins Streckennetz aufnehmen werden.

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Ägypten: Neuer Charteranbieter Red Sea Airlines ist in der Luft

Die neugegründete Fluggesellschaft Red Sea Airlines hat von den ägyptischen Behörden ihr AOC und ihre Betriebsgenehmigung erhalten. Der Carrier hat bereits den ersten Charterflug durchgeführt. Dieser wurde im Auftrag eines Teilhabers innerhalb von Ägypten geflogen. Die junge Fluggesellschaft ist mit einem lokalen Tour Operator verflochten und geht explizit als Charteranbieter an den Start. Zumindest vorläufig will man keine Linienflüge auf eigene Rechnung anbieten, sondern die Kapazität primär an Tour Operator verkaufen. Mit Hilfe des Gesellschafters Selfie Travel will man hauptsächlich Touristen nach Ägypten befördern. Das erste Flugzeug von Red Sea Airlines ist die Boeing 737-800 mit der Registrierung SU-RSB. Diese trägt die Seriennummer 29369 und war ursprünglich bei Air Transat im Einsatz. Das Unternehmen rechnet damit, dass man voraussichtlich im April 2023 eine baugliche Maschine übernehmen kann. Derzeit ist geplant, dass man im Sommerflugplan 2023 mit zwei Flugzeugen fliegen wird, jedoch kann man sich vorstellen bei entsprechender Auftragslage weitere Boeing 737-800 einzuflotten.

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Russland verliert Sitz in der ICAO-Führung

Die Russische Föderation hat am Samstag ihren Sitz im Verwaltungsrat der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO verloren. Es gelang nicht mindestens 86 Stimmen zu bekommen. Im Nachgang der Abstimmung beantragte Russland eine verfahrenstechnische Überprüfung, da das Ansinnen auf Wiederholung abgelehnt wurde. Noch bis zum 7. Oktober 2022 findet die Generalversammlung der IACO in Montreal hab. Dieser Organisation gehören insgesamt 193 Nationen an. Das Leitungsgremium besteht aus Vertretern von 36 Staaten. Bislang gehörte auch Russland dem Verwaltungsrat an. Der Umstand, dass der Vertreter der Russischen Föderation die Wiederholung der Abstimmung gefordert hatte, löste bei vielen Mitgliedsstaaten Unverständnis aus. Beispielsweise sagte ein französischer Teilnehmer: „Wenn wir in unseren Ländern Abstimmungen haben und uns das Ergebnis nicht gefällt, bitten wir nicht um eine weitere Abstimmung“. „Wir möchten unser Bedauern über das Ergebnis der Wahl zum Ausdruck bringen“, sagte der russische Vertreter. „Wir betrachten dies als einen rein politischen Schritt, der nichts mit der Position Russlands im Bereich der Zivilluftfahrt zu tun hat.“ Bislang wurde Russland als wichtige Luftfahrtnation betrachtet und hatte daher mehr oder weniger fix einen Sitz im Leitungsgremium. Formell musste man sich in periodischen Abständen der Wiederwahl stellen. Diesmal konnte man die notwendige Mehrheit nicht bekommen. Hinter der Abwahl steckt nicht nur der kriegerische Einmarsch in die Ukraine, sondern auch der Umstand, dass hunderte Flugzeuge nicht an die Leasinggeber zurückgegeben wurden. Dies wird seitens der Mehrheit der ICOA-Mitglieder als illegal betrachtet. Moskau dementiert, dass man die Maschinen „beschlagnahmt“ habe.  Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die betroffenen Flugzeuge ohne Zustimmung der rechtmäßigen Eigentümer ins

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9H-EUL: Eurowings Europe Ltd. wird erstes Flugzeug in Salzburg stationieren

Voraussichtlich Mitte Oktober 2022 wird die neue Fluggesellschaft Eurowings Europe Ltd. ihr AOC und ihre Betriebsgenehmigung erhalten. Davon geht man seitens des Carriers aus, erklärte ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct. Die erste Maschine wird die Registrierung 9H-EUL tragen und in Salzburg stationiert werden. Im Gegensatz zum Mitbewerber Wizz Air Malta, der Anfang dieser Woche den Erstflug durchgeführt hat, wird hat man auf Malta sowohl AOC als auch OL beantragt. Der Konkurrent fliegt unter EASA-AOC und maltesischer Betriebsgenehmigung. Eurowings Europe Ltd. wird beide Dokumente von der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde erhalten. Das erste Flugzeug, das der neue Eurowings-Ableger betreiben wird, ist der Airbus A320 mit der momentanen Registrierung D-ABDP (MSN: 3093). Dieser wird in das Luftfahrtregister von Malta als 9H-EUL eingetragen werden und im österreichischen Salzburg stationiert werden, so ein Eurowings-Sprecher gegenüber Aviation.Direct. Die Frage wie viele Flugzeuge Eurowings Europe Ltd. im Sommerflugplan 2023 betreiben wird, beantwortete der Medienreferent wie folgt: „Wir gehen von 20+ Flugzeugen aus“. Zum Vergleich: Die österreichische Eurowings Europe GmbH, die nach dem Winterflugplan 2022/23 ihren Flugbetrieb einstellen wird, hat derzeit sechs Airbus A319 und 13 Airbus A320, also insgesamt 19 Flugzeuge.

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Weihnachtszeit: Austrian Airlines stockt Cancun und Male auf

Im Winterflugplan 2022/23 wird Austrian Airlines temporär die Destinationen Cancun und Male häufiger anfliegen. Während der traditionell stark nachgefragten Weihnachts- und Neujahreszeit legt der Carrier auf den beiden Strecken Zusatzflüge auf. Cancun wird zwischen 22. Dezember 2022 und 12. Jänner 2023 an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag mit Boeing 777-200 angesteuert. Nach Male wird es mit identem Maschinentyp täglich, außer an Samstagen gehen. Die temporäre Aufstockung ist für den Zeitraum zwischen 21. Dezember 2022 und 11. Jänner 2023 befristet. Eine Firmensprecherin der Austrian Airlines bestätigte gegenüber Aviation.Direct, dass die AUA im genannten Zeitraum zusätzliche Flüge nach Cancun und Male anbieten wird. Die Langstreckenverbindungen werden von der Homebase Wien aus angeflogen.

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