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Grüne wollen Flughafen Bremen vom Netz nehmen

Die in Bremen an der Landesregierung beteiligten Grünen stellen die defacto-Schließung des örtlichen Flughafens in dem Raum. Geht es nach den Plänen dieser Partei, so könnte der Verkehrsflughafen schon bald in eine Art Airbus-Werksflughafen mit General Aviation degradiert werden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Bremer Flughafen seit vielen Jahren defizitär ist und in starker Konkurrenz mit dem größeren Hamburg steht. Den Grünen ist der Umstand, dass es ab Bremen fast ausschließlich Flüge innerhalb Deutschlands und auf der Kurzstrecke gibt, ein Dorn im Auge. Diese könne man, so die Partei, auch auf die Schiene verlagern oder von anderen Flughäfen aus bedienen. In Bremen werde zu viel Steuergeld „verschwendet“. Aus dem Entwurf des Wahlprogramms für die Landtagswahl, die im Mai 2023 stattfinden wird, geht hervor, dass man den Airport in einen Werksflughafen für Airbus und andere vor Ort tätige Firmen umwandeln will. Die General Aviation soll erhalten bleiben, jedoch will man künftig keine Linien- und Charterflüge mehr haben. Dadurch sollen die Kosten für den Steuerzahler drastisch gesenkt werden und gleichzeitig argumentiert man mit dem Thema Klimaschutz. Man führt an, dass die meisten Flugverbindungen nach Frankfurt, Stuttgart, München und Amsterdam führen würden. Diese könne man auf die Schiene verlegen oder aber ab Hamburg antreten. Der lokale Grünen-Chef Florian Pfeffer stellt die Frage in den Raum, ob die Steuerzahler in Bremen und Bremerhaven das jährliche Defizit des Airports noch weiter tragen wollen. Allerdings fand das Vorhaben beim Parteitag, der am Wochenende abgehalten wurde, keine Mehrheit. Der entsprechende Passus wird daher nicht ins

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Treibstoff: Shell zieht sich vom Flughafen Klagenfurt zurück

Nach über 30 Jahren zieht sich der Mineralölkonzern Shell vom Flughafen Klagenfurt zurück. Das Unternehmen stellt mit 31. Dezember 2022 die Lieferung von Treibstoffen für Flugzeuge und Helikopter am Kärntner Flughafen ein. Zu den Gründen der Beendigung der Tätigkeit auf dem österreichischen Airport machte Shell keine Angaben. Es ist aber anzunehmen, dass der Absatz für den Mineralölkonzern nicht lukrativ genug ist. Man ist seit etwa 30 Jahren am Klagenfurter Flughafen tätig. Dieser muss nun einen neuen Anbieter finden oder aber den Verkauf von Treibstoffen in Eigenregie auf die Beine stellen. Derzeit ist noch nicht bekannt wer ab 1. Jänner 2023 Flugbenzin und Kerosin am Kärntner Airport verkaufen wird. Lilihill will im Dezember 2022 eine Neuregelung, die nahtlos erfolgen soll, vorstellen.

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British Airways verdoppelt Gatwick-Flotte

Das IAG-Konzernmitglied British Airways will die auf dem Flughafen London-Gatwick stationierte Flotte auf bis zu 28 Maschinen verdoppeln. Hintergrund ist, dass man aufgrund einer weiteren Gebührenerhöhung an der Homebase Heathrow so die Kosten reduzieren will. Derzeit setzt British Airways ab dem zweitgrößten Airport der britischen Hauptstadt 14 Maschinen ein. Diese werden von BA Euroflyer, die während der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde, betrieben. Weiters ist das eine oder andere Wetlease-Flugzeug im Einsatz. Laut einem Bericht der „Sunday Times“ will der Carrier die Präsenz in Gatwick insbesondere wegen einer bevorstehenden Gebührenerhöhung in Heathrow ausbauen. Derzeit ist vorgesehen, dass 24 bis 28 Verkehrsflugzeuge künftig in Gatwick stationiert sein sollen. Auch sollen die anhaltenden Probleme wie die Passagierobergrenze diese Entscheidung beeinflusst haben.

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Skyexpress deutlich aktiver als vor der Corona-Pandemie

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress konnte im direkten Vergleich mit dem Jahr 2019 besonders stark wachsen. Laut von Eurocontrol veröffentlichter Zahlen steigerte sich das Verkehrsaufkommen um 162 Prozent. Damit nimmt man Platz 38 unter den verkehrsreichsten Carriern ein. Im Jahr 2020 überraschte Skyexpress, die zuvor ein reiner Turboprop-Operator war, mit der Bestellung von Airbus A320neo. Viele Fluggesellschaften standen damals unter dem Schock der Corona-Pandemie und die Flugbetriebe waren stark reduziert. Das griechische Luftfahrtunternehmen stockte die Mittelstreckenflotte seither sukzessive auf. Momentan führt man im Durchschnitt 119 Flüge pro Tag durch. Damit ist man wesentlich mehr in der Luft als im Vorkrisenjahr 2019. Der Carrier behauptet, dass man im Sommer 2022 keinen einzigen Flug stornieren musste. In Zukunft will man den Flugverkehr von/nach Griechenland weiter ausbauen und sieht sich das Wachstumsmotor für den Tourismus.

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Vom Sitz bis zum Trolley: Sundair startet neuen Webshop

Die Ferienfluggesellschaft Sundair startet in Zusammenarbeit mit Blackforest Aviation einen neuen Webshop. In diesem kann man unter anderem Catering-Equipment, Modellflugzeuge und vieles, das an Bord des Carriers im Einsatz war, kaufen. Besonders für Sammler dürfte das Angebot durchaus spannend sein. Für Airlines wird der Bereich Ancillary Business immer wichtiger, denn allein der Verkauf von Tickets wirft besonders bei Billigfliegern nicht genug ab. So bietet man zusätzliche Optionen an, vermittelt Transfers und Hotelzimmer bzw. unterhält an Bord durchaus umfangreiche Shops. Sundair wird nun in Kooperation mit Blackforest Aviation einen umfangreichen Onlineshop anbieten. Selbstverständlich hat man auch die bei Luftfahrtliebhabern beliebten Trolleys im Programm. Nebst Produkten, die vormals bei Sundair im Einsatz waren, kann man auch andere Produkte aus dem Sortiment von Blackforest bestellen. „Mit Backforest Aviation, welches schon seit Jahren in diesem Bereich tätig ist, haben wir den idealen Partner gefunden, um den Shop für die Sundair aufzubauen und die zukunftsweisende strategische Planung fortzuführen“, sagt Robert Stahn, Manager Business Development der Sundair, „wir freuen uns auf die erfolgreiche Zusammenarbeit und unseren Gästen sowie Fans auch nach der Flugreise ein Stück Sundair für zu Hause anbieten zu können.“ „Der neu geschaffene Retail-Bereich soll die Markenidentität der Sundair stärken und somit eine bessere Relevanz, sowie auch eine größere Catchment Area erzeugen. Speziell in den Bereichen Content Management und Social Media werden wir unsere Tools einsetzen, um ein bestmögliches Ergebnis liefern zu können“, so Frank Benz, Geschäftsführer von Blackforest Aviation GmbH.

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Westbahn fordert Abspaltung der ÖBB-Infrastruktur

Die private Eisenbahngesellschaft Westbahn kritisiert, dass in Österreich die Bahn-Infrastruktur bei den ÖBB angesiedelt ist und somit auch Unternehmen, deren Mitarbeiter sich nicht an Streiks beteiligen wollen, betroffen sind. Man fordert die Überführung der Infrastruktur in eine staatliche Behörde und verweist auf das Vorbild Schweden. Die österreichische Eisenbahn-Infrastruktur befindet sich – abgesehen von einzelnen Ausnahmen – im Eigentum bzw. in der Betriebsführung der ÖBB Infrastruktur AG. Das schließt auch die Fahrdienstleister, Stellwerke und sonstige für den Eisenbahnverkehr zwingend notwendige Tätigkeiten ein. Einige wenige Nebenstrecken befinden sich im Eigentum bzw. in der Betriebsführung anderer Anbieter. Die Westbahn kritisiert, dass man aufgrund des Vida-Eisenbahnerstreiks nicht fahren kann und das obwohl offenbar viele Mitarbeiter am Arbeitskampf nicht teilnehmen wollen. Da die ÖBB Infrastruktur bestreikt wird, können die Bundesbahnen auch privaten Anbietern zwingend notwendige Dienstleistungen nicht zur Verfügung stellen. Die Westbahn fordert in einer Aussendung, dass die Bahn-Infrastruktur aus dem ÖBB-Konzern herausgelöst werden soll. Eine staatliche Behörde soll künftig für Planung, Ausbau und Wartung sowie die Verkehrsleitung des Eisenbahnbetriebes verantwortlich sein. Als Muster-Beispiel verweist man auf Schweden, wo dies bereits im Jahr 2010 umgesetzt wurde. Die Europäische Union schreibt seit vielen Jahren vor, dass Infrastruktur und operativer Fahrbetrieb der Staatsbahnen getrennt sein müssen. Das soll privaten Anbietern den Zugang erleichtern. Allerdings hat sich in den meisten EU-Ländern lediglich geändert, dass es sich um zwei unterschiedliche Rechtsträger handelt, die jedoch weiterhin der Staatsbahn angehören. Lediglich Schweden hat eine klare Trennung vollzogen. Die Westbahn hält in einer Aussendung nichts davon die Infrastruktur zu privatisieren. So erklärt

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Brede Huser übernimmt Flyr-Geschäftsführung

Die finanziell angeschlagene Billigfluggesellschaft Flyr hat mit Brede Huser einen neuen Geschäftsführer bekommen. Wikstrøm Frislid, der das Unternehmen von der Gründung an geleitet hat, ist zurückgetreten und verlässt den Carrier. Huser war zuvor als Chief Financial Officer von Flyr tätig. „Tonje hat eine beeindruckende Arbeit geleistet, indem er eine Kultur aufgebaut hat, in der Kunden und Mitarbeiter an erster Stelle stehen, und eine beliebte und bekannte Marke geschaffen hat. Ich möchte Tonje für ihren unschätzbaren Beitrag zu Flyr danken und wünsche ihr viel Glück bei ihren zukünftigen Unternehmungen“, sagte Erik G. Braathen, Chairman von Flyr. Der Billigflieger befinde sich nun in einer neuen Phase, so dass es an der Zeit wäre, dass Verantwortung weitergegeben wird, so Tonje Wikstrøm Frislid in einer Medienerklärung. Auch zeigt sich der scheidende Airline-Chef davon überzeugt, dass für das Geschäftsmodell von Flyr erheblicher Marktbedarf vorhanden ist. „Es war inspirierend und lohnend, mit Tonje zu arbeiten, und wir werden auch in Zukunft unsere gute Kultur und unseren freundlichen Service beibehalten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem übrigen Managementteam und allen anderen Kollegen bei Flyr, um die Fluggesellschaft der Zukunft aufzubauen“, sagte CEO Brede Huser der beim norwegischen Billigflieger sowohl als CEO als auch als CFO fungieren wird. In der Vergangenheit war er unter anderem bei Norwegian Air Shuttle und Ernst & Young tätig.

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Eisenbahner-Streik in Österreich: Fast alle Räder stehen still

In Österreich stehen die Räder auf fast allen Eisenbahnstrecken still, denn zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida konnte am Wochenende keine Einigung erzielt werden. Die Arbeitnehmervertreter werfen vor, dass der Eisenbahner-Streik „Teil des Vida-Drehbuchs“ sein soll. Zu einer signifikanten Annäherung ist es im Verhandlungsmarathon nicht gekommen. Dieser endete gar damit, dass das jüngste von Arbeitgeberseite vorgebrachte Angebot zurückgezogen wurde. Seitens der Gewerkschaft Vida heißt es, dass es gegenüber dem Vorherigen Vorschlag um lediglich acht Euro erhöht wurde. Die Arbeitnehmervertreter pochen darauf, dass die Löhne und Gehälter so angehoben werden sollen, dass die Beschäftigten pro Monat mindestens 400 Euro mehr bekommen. Von den Arbeitgebern wurden zuletzt 208 Euro angeboten. Die Gewerkschaft Vida argumentiert damit, dass die Löhne und Gehälter auf einem Niveau sein müssen, dass auch im Hinblick auf die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten keine Armutsgefährdung stattfindet. Als Beispiel für besonders niedrige Bezahlung führt man die Bezahlung der Eisenbahner, die in den staatlich subventionierten Nachtzügen arbeiten, an. Das Einstiegsgehalt soll bei 1.356 Euro liegen. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt inflationsbereinigt bei 1.500 Euro pro Monat. Von Arbeitgeberseite wird dagegenhalten, dass die Anhebung der Löhne und Gehälter um 400 Euro pro Monat für die Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht darstellbar wäre. Man behauptet gar, dass die Gewerkschaft Vida versucht alle Forderungen mittels Streiks durchzusetzen. „Es gibt immer einen Tag nach dem Streik und an diesem beginnen wir wieder von vorne, das muss der den Arbeitnehmer-Vertretung klar sein. Es waren zu keinem Zeitpunkt faire Verhandlungen auf Augenhöhe mit konstruktivem Austausch von Argumenten, sondern ein Diktat der Gewerkschaft. Wir müssen zur

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Russland: Azimuth bekommt neuen SSJ-100 mit Second-Hand-Triebwerken

In der Russischen Föderation sind Triebwerke für den Sukhoi Superjet SSJ-100 mittlerweile Mangelware geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass aufgrund der Sanktionen der Zugang zu westlichen Teilen massiv erschwert wird. Nun wird ein werksneuer Superjet mit gebrauchten Triebwerken ausgeliefert. Das PowerJet SaM146 besteht überwiegend aus westlichen Komponenten. Am Joint-Venture ist unter anderem das französische Unternehmen Safran Aircraft Engines beteiligt. Dieses musste sich aufgrund der westlichen Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, zurückziehen und die Unterstützung einstellen. Die Folge daraus: Es wird langsam knapp mit Triebwerken für den SSJ-100. Zunächst sah man darin in Russland kein großartiges Problem, denn man war davon überzeugt, dass man die benötigten Antriebe dann eben in Eigenregie ohne Unterstützung des westlichen Partners herstellen kann. Noch ist NPO Saturn aber nicht soweit, dass man die für den SSJ-100 benötigten Triebwerke komplett russisch ohne jegliche Komponenten aus dem Ausland herstellen kann. Mittlerweile sind die Antriebe eben Mangelware und das führt zum absurden Umstand, dass Azimuth Airlines lange auf die Auslieferung ihres SSJ-100 Nummer 17 warten muss. Eigentlich sollte man dieses Flugzeug schon im Frühjahr 2022 bekommen, jedoch fehlten einige Teile und somit verzögerte sich die Endmontage. Nun kann die United Aircraft Corporation keine werksneuen Triebwerke auftreiben und montiert stattdessen gebrauchte. Somit wird Azimuth Airlines in den nächsten Wochen einen nagelneuen SSJ-100 bekommen, der ab Werk mit Second-Hand-Triebwerken ausgerüstet ist. Die betroffene Fluggesellschaft wollte dies nicht kommentieren, aber es ist davon auszugehen, dass man damit nicht sonderlich zufrieden ist. Wer sich ein neues Auto kauft will auch keines

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Klimakleber am BER: Diese Rechte haben Passagiere

Der BER musste am Donnerstag den Flugbetrieb aufgrund einer Klimaprotestaktion einstellen. Mehrere Aktivisten hielten sich im nicht öffentlich zugänglichen Bereich des Flughafens auf, sodass Flugpisten gesperrt werden mussten. Bei Verspätungen muss die Airline für Ersatzleistungen wie Alternativtransport, Verpflegung oder Unterkunft sorgen. Zahlreiche Flugverspätungen und Ausfälle beschäftigen Reisende seit dem Sommer. Streiks und Personalmangel sorgten für viele Probleme an Flughäfen in Deutschland und Europa. Nun sorgen auch Protestaktionen von Klimaschutzbewegungen für weitere Probleme. Doch Flugreisende sind weder Aktivistinnen und Aktivisten noch Airlines schutzlos ausgeliefert, wie Fluggastrechteexperte Julián Navas von AirHelp erklärt: „Passagiere haben ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf eine Alternativbeförderung. Die Umbuchung auf einen anderen Flug muss von der ausführenden Airline selbst umgesetzt werden. Wird die Fluggesellschaft von sich aus nicht tätig, sollten betroffene Passagiere eine Frist auf drei Stunden nach der geplanten Abflugzeit setzen. Wird die Aufforderung dennoch nicht erfüllt, können Reisende eigene Alternativen suchen und die Kosten der Airline in Rechnung stellen. Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden oder einer Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt ist die Airline zudem dazu verpflichtet, den vollen Ticketpreis zu erstatten. Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer Flugstrecke von mehr als 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen. Zudem müssen zwei Telefonate oder die Versendung von zwei E-Mails ermöglicht werden. Bei Bedarf müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen.“ Diese Rechte haben Passagiere laut der EG 261 Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe

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