
Kommentar: Mücksteins Traum vom nächsten Lockdown
Der noch vor wenigen Wochen von der Politik gefeierte „Grüne Pass“ entwickelt sich mehr und mehr zum Rohrkrepier. Versprochen wurde, dass Genesene, Geimpfte und Getestete damit frei reisen können, doch der Fleckenteppich an unterschiedlichen Einreise- und Quarantänebestimmungen wurde nicht beseitigt. Wie wertlos dann der „Grüne Pass“ sein kann, zeigt das jüngste Beispiel Malta. In Österreich träumen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Werner Mückstein (Grüne) schon von den nächsten Lockdowns, doch die Glaubwürdigkeit der Politiker ist mittlerweile auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Für das Steigen der Infektionszahlen hat man aber schon zwei Sündenböcke ausgemacht: Die Nachtgastronomie und – wenig überraschend – Touristen. Sofern die Behauptungen, dass rund ein Viertel der Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen ist, muss sich die Regierung die Frage gefallen lassen warum Flugreisende fast lückenlos kontrolliert werden, während auf dem Landweg nur halbherzig durchgewunken wird und teilweise keinerlei Kontrollen der Einreiseunterlagen stattfinden. Es ist problemlos möglich – beispielsweise – von Deutschland oder Italien aus nach Österreich zu kommen. Ganz ohne Test, Impfung oder Genesung, denn es bekommt ohnehin keiner mit. Genau dieser Umstand eröffnet fragwürdigen „Experten“ wieder Raum zur Panik- und Angstmache, die mit haltlosen und wissenschaftlich unbegründeten Behauptungen wieder mal Flugreisende an den Pranger stellen. Tatsache ist, dass beim Großteil der Bevölkerung schon länger der Punkt des „Mitmachens“ überschritten wurde und für „Coronamaßnahmen“ kaum mehr Verständnis bzw. Bereitschaft herrscht. Wo ist der normale Sommer des Sebastian Kurz? Da war doch das Versprechen des Sebastian Kurz, dass es heuer einen normalen Sommer geben wird. Corona gibt es ja







