
Kommentar: Abschied vom Billigflieger-Märchen: Das Scheitern der Flugticket-Mindestpreise
Es war einmal im Jahre 2020, da schwebte eine Ankündigung durch die heimischen Lüfte, so kühn und doch so unerreichbar wie ein fliegender Teppich, der nie abhebt. Leonore Gewessler, zu jener Zeit als „Klimaschutzministerin“ betitelt, verkündete vollmundig die Einführung von Mindestpreisen für Flugtickets von und nach Österreich. Ein Paukenschlag, der die Gemüter erhitzte und die Fantasie beflügelte. Man stellte sich vor, wie die Zeiten der „1-Euro-Flüge“ für immer der Vergangenheit angehören würden, wie eine Ära der wundersamen Wertschätzung für das Fliegen anbrechen sollte. Doch wie so oft im Land der guten Absichten und bürokratischen Fallstricke, entpuppte sich die Vision als ein Luftschloss, dessen Fundament nie gegossen wurde. Vier Jahre später blicken wir auf eine Ankündigung zurück, die sich als eine Farce erwiesen hat, ein Trauerspiel in mehreren Akten, dessen Pointe das laute Schweigen ist. Die glorreiche Ankündigung: Ein Schelm, wer Böses dabei dachte Erinnern wir uns an die aufregenden Tage, als die Botschaft von den Mindestpreisen die Runde machte. Die damalige Ministerin, stets bemüht um prägnante Überschriften, präsentierte die Idee als einen Geniestreich. Man wollte den „Preiskampf“ im Luftverkehr eindämmen, den „Ausverkauf“ der heimischen Flughäfen beenden und dem Flugtourismus eine neue, erhabene Würde verleihen. Die Reaktionen waren vielfältig: Von Applaus in den einen Ecken bis hin zu Kopfschütteln und hämischem Grinsen in den anderen. Die Fluglinien, ohnehin schon gebeutelt von den Wirren der damaligen Zeit, sahen sich mit einer weiteren administrativen Hürde konfrontiert, die so mancher als unüberwindbar empfand. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und so mancher Passagier, der








