Für 4,4 Milliarden Euro: Orban-Regierung will Flughafen Budapest zurückkaufen

Flughafen Budapest (Foto: BUD Airport).
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Für 4,4 Milliarden Euro: Orban-Regierung will Flughafen Budapest zurückkaufen

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Die Regierung von Viktor Orban will den Flughafen Budapest wieder in ungarische Hände bringen. Offen ist noch, ob der Staat direkt oder über den Erdölkonzern MOL oder aber eine dem Premierminister nahestehende Immobiliengruppe erwerben soll. Geboten werden nun 4,44 Milliarden Euro.

Derzeit ist der größte Airport Ungarns in den Händen von AviAlliance, Malton Investment und Caisse de dépôt et placement du Québec. Die Regierung bot im Vorjahr rund drei Milliarden Euro für den Rückkauf, jedoch war dies den Eigentümern offenbar zu wenig. Welch hohe Priorität Viktor Orban dem Projekt einräumt, zeigt das nun auf 4,4 Milliarden Euro nachgebesserte Angebot.

Laut lokalen Medienberichten könnte Ungarn somit eine Jahresrate an EU-Förderungen für den Rückkauf des Budapester Flughafens in die Hand nehmen. Fix ist aber nur, dass der Staat künftig „mindestens 51 Prozent“ halten will. Am liebsten wäre aber das vollständige Eigentum, doch könnte man dieses auch über MOL oder die Orban nahestehende Indotek-Gruppe realisieren.

Seitens der ungarischen Regierung wird argumentiert, dass man in den Airport investieren will und diesen mit neuen Terminals, Abstellflächen für Autos, Hotel sowie Frachteinrichtungen ausrüsten will. Auch soll das seit einigen Jahren stillgelegte Terminal 1 in moderner Form wieder ans Netz gehen. Ob es renoviert wird, abgerissen wird oder aber ein Neubau daneben entsteht, wurde nicht kommuniziert. Generell ist man sehr zurückhaltend was Details zu den Zukunftsplänen anbelangt.

Der Flughafen Budapest wurde im Jahr 2005 privatisiert. Seither wechselte die Betreibergesellschaft wiederholt die Besitzer. Derzeit halten AviAlliance 53,44 Prozent, Malton 23,33 Prozent und Caisse de depot et placement du Quebec 21,23 Prozent. Die Konzession wurde ursprünglich auf 75 Jahre erteilt. Somit hat die Regierung ein großes Interesse daran nicht nur die Liegenschaften zurückzukaufen, sondern auch die Betreibergesellschaft, denn an dieser haftet die Konzession.

Die Orban-Regierung erwartet, dass der Flugverkehr ab etwa 2023 stark wachsen will und man will nicht nur etwas vom Kuchen haben, sondern Einfluss auf den Flugverkehr von/nach Ungarn gewinnen. Welche Maßnahmen ergriffen werden, wenn sich die momentanen Eigentümer gegen den Verkauf an den Staat entscheiden, ist völlig unklar.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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