Notfallübung am Flughafen Klagenfurt: Kooperation auf höchstem Niveau

Notfallübung in Klagenfurt (Foto: Klagenfurt Airport).
Notfallübung in Klagenfurt (Foto: Klagenfurt Airport).

Notfallübung am Flughafen Klagenfurt: Kooperation auf höchstem Niveau

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Eine großangelegte Notfallübung, an der über 100 Personen beteiligt waren, wurde heute vom Österreichischen Bundesheer und dem Flughafen Klagenfurt erfolgreich durchgeführt. Dieses realitätsnahe Szenario bot den Teilnehmern eine wichtige Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und das Zusammenspiel verschiedener Einsatzorganisationen zu testen.

Das Übungsszenario war sorgfältig geplant: Ein Flugzeug, die Pilatus PC6, mit radioaktiver Ladung an Bord, drang vom Süden kommend in den österreichischen Luftraum ein. Zwei Eurofighter des Österreichischen Bundesheeres interceptierten das Flugzeug und zwangen es zur Landung am Flughafen Klagenfurt. Auf dem Vorfeld kam es zu einer Kollision der PC6 mit einer Linienflugmaschine des Typs Embraer E195, die daraufhin Feuer fing.

Sofort wurden sämtliche Notfallmaßnahmen eingeleitet. Die ABC-Abwehr des Bundesheeres sicherte die Pilatus PC6, während die Flugverkehrsdienststelle Klagenfurt Alarm auslöste. Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei wurden sofort mobilisiert. Die Flughafenfeuerwehr führte, unterstützt von anderen Feuerwehren, einen Löschangriff auf den simulierten Flugzeugbrand durch. Das Rote Kreuz versorgte die Verletzten und transportierte sie nach der Erstversorgung ab. Die Polizei sperrte das Gelände großräumig ab und begann mit den Ermittlungen. Offizielle Beobachter von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde und dem Bundesministerium für Inneres überwachten den Ablauf der Übung.

Nach etwa zwei Stunden war die Übung beendet und lieferte wertvolle Erkenntnisse über den Ablauf und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte. Maximilian Wildt, Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt, hob die Bedeutung solcher Übungen hervor: „Wir haben heute wieder deutlich gesehen, wie unerlässlich das Zusammenspiel aller Einsatzorganisationen ist. Der Flughafen Klagenfurt nimmt eine zentrale Rolle als wichtige Verkehrseinrichtung des Landes ein – umso wichtiger ist es für uns, für den Ernstfall gerüstet zu sein. Wir danken allen Einsatzorganisationen wie dem Roten Kreuz, den Feuerwehren, der Polizei sowie dem Österreichischen Bundesheer und natürlich unserem eigenen Team und den Partnern am Standort für den professionellen Einsatz.“

Schutzschild 24: Größte Übung des Bundesheeres seit einem Jahrzehnt

Diese Notfallübung ist Teil der „Schutzschild 24“, der größten Übung des Österreichischen Bundesheeres seit 10 Jahren, die vom 10. bis 21. Juni 2024 stattfindet. In Kärnten trainieren in diesem Zeitraum 1.500 Soldaten den Schutz kritischer Infrastruktur, unterstützt von rund 200 Fahrzeugen. Diese großangelegte Übung unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Einsatzkräften zur Sicherstellung der nationalen Sicherheit und zum Schutz der Bevölkerung.

Die Notfallübung am Flughafen Klagenfurt war ein erfolgreicher Test der Notfallpläne und der Kooperationsfähigkeit der beteiligten Organisationen. Solche Übungen sind unerlässlich, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können. Sie zeigen auch die wichtige Rolle des Flughafens Klagenfurt als zentrale Verkehrseinrichtung und die Notwendigkeit einer ständigen Bereitschaft und Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte.

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