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Ex-Germania-Chef Balke klagt Insolvenzverwalter

Vor rund drei Jahren ging die traditionsreiche Fluggesellschaft Germania pleite. Nun liefern sich zwei Rechtsanwälte, namentlich Ex-Germania-Chef Karsten Balke und Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg, einen Rechtsstreit. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung wird am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin in Sachen einer von Balke eingebrachten Klage verhandelt. Dieser hat eine Einstweilige Verfügung beantragt, die nachträgliche Korrekturen der Germania-Bücher verhindern soll. Dem Medienbericht nach sollen auch zwei weitere ehemalige Germania-Geschäftsführer einen Eilantrag bei Gericht gestellt haben. Die FAZ zitiert Balke dahingehend, dass seiner Ansicht nach der Insolvenzverwalter die Finanzen vor der Insolvenzanmeldung dramatischer verändern will als es wirklich war. Auch kritisiert er, dass er weiterhin als Geschäftsführer eingetragen ist, jedoch ihm die Einsicht verweigert. Der Masseverwalter weist die Vorwürfe zurück.

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CO2-Zertifikate: Air-Berlin-Insolvenzverwalter verliert vor dem EuGH

Vor dem Europäischen Gerichtshof hat Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Schlappe in Sachen der Kohlenstoffdioxid-Emissionszertifikate erlitten. Für die Masse zog der Jurist vor Gericht, um die nach der Insolvenz eingestellte Zuteilung von Gratis-Zertifikaten einzuklagen. Der Fall wurde vom Verwaltungsgericht Berlin zur Vorab-Entscheidung dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Dieser lehnte das Ansinnen der Insolvenzmasse der ehemaligen Fluggesellschaft ab. Hintergrund der Klage ist, dass Air Berlin für den Zeitraum von 2012 bis 2020 kostenfreie Emissionszertifikate zugeteilt bekommen hatte. Diese sind handelbar und wurden teilweise auch verkauft. Die deutschen Behörden gaben an Air Berlin nach Insolvenz und Einstellung des Flugbetriebs aber keine Zertifikate mehr aus. Diese sind jedoch durchaus wertvoll und hätten zu Gunsten der Gläubiger verkauft werden können. Dazu kommt der Umstand, dass Air Berlin dies auch getan hat und zwar jene, die für 2018 zugesagt wurden, hatte man bereits vor August 2017 veräußert. Diese bekam man dann aber nicht. Daher zog Insolvenzverwalter Flöther zunächst vor das Verwaltungsgericht Berlin. Dieses legte den Fall dem Europäischen Gerichtshof zur Vorab-Entscheidung vor. Diese fiel zu Ungunsten von Air Berlin aus, so dass das deutsche Gericht das Urteil mit hoher Wahrscheinlichkeit übernehmen wird.

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Regiojet plant neue Nachtzüge für Deutschland und Österreich

Die private Eisenbahngesellschaft Regiojet will verstärkt im Bereich von Nachtzügen expandieren. Dabei spielen auch Deutschland und Österreich eine tragende Rolle. Beispielsweise will man im Dezember 2022 eine Verbindung von Berlin über Prag, Wien und Graz nach Zagreb und Ljubljana starten. Unternehmensangaben nach hat man die notwendigen Trassen bereits bei den nationalen Regulierungsbehörden beantragt. Angestrebt wird, dass die Verbindung mit Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aufgenommen werden soll. Der Nachtzug soll die deutsche Bundeshauptstadt gegen 18 Uhr 43 verlassen und dann über Dresden, Prag, Wien, Maribor nach Ljubljana fahren. Es ist vorgesehen, dass es zu einer Teilung des Zuges kommt. Die eine Hälfte wird die slowenische Hauptstadt anfahren und die andere fährt nach Zagreb. Bereits im Sommer 2022 soll in Zusammenarbeit mit dem Startup European Sleeper eine Nachtzugverbindung von Prag über Dresden und Berlin nach Amsterdam und Brüssel an den Start gehen. Das Wagenmaterial stammt von Regiojet, jedoch wollen sich European Sleeper und die tschechische Eisenbahngesellschaft gemeinsam um die Vermarktung kümmern. Auf dieser Route sind drei Kurse pro Woche und Richtung geplant. Innerhalb Tschechiens bietet Regiojet bereits heute Nachtzüge an. Eine weitere Nachtverbindung planen Regiojet und European Sleeper als Verlängerung einer bestehenden Route. Künftig soll man mit diesen Zügen auch nach Warschau gelangen. Dazu wird eine derzeit nur innertschechisch verkehrende Garnitur künftig weiter über Berlin in die polnische Hauptstadt fahren. Der Start wird für den Fahrplanwechsel im Dezember 2022 angestrebt.

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Deutsche Luftfahrt erholt sich nur sehr langsam

Die deutsche Verkehrsluftfahrt kann sich nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholten. Aus den aktuellen Zahlen der Deutschen Flugsicherung geht hervor, dass im Jahr 2021 rund 1,67 Millionen Flüge nach Instrumentenregeln durchgeführt wurden. Im direkten Vergleich mit der Leistung des ersten Coronajahres (2020) zwar eine Steigerung um rund 14 Prozent, jedoch lag man noch immer um etwa die Hälfte unter dem Aufkommen von 2019. Die DFS erklärte dazu, dass es ein so geringes Aufkommen zuletzt Anfang der 1990er-Jahre gegeben habe. Betrachtet man den Verlauf des Jahres 2021, so sieht man rasch die Auswirkungen von Reisebeschränkungen sowie Lockdowns. Die deutsche Luftfahrt startete im Vorjahr äußerst schwach und nahm erst ab der Jahresmitte an Fahrt auf. Die stärksten Ergebnisse wurden zwischen Juli und Oktober 2021 verzeichnet. Laut DFS gab es im zuletzt genannten Kalendermonat rund 208.000 Flugbewegungen. Mehr gab es in keinem anderen Einzelmonat. Ab November 2021 machte sich der typische Winterrückgang bemerkbar, jedoch ging die Leistung im Vorjahr auf „nur“ 175.000 Flüge zurück. Im Vergleich mit der Vorkrisenzeit ist die Nachfrage zunächst langsamer zurückgegangen. Im Dezember 2021 lag Deutschland um rund 25 Prozent unter dem Aufkommen von 2019. Gezählt wurden rund 174.700 Bewegungen. Frankfurt am Main war mit 260.000 Starts und Landungen der am häufigsten genutzte Airport. Allerdings ist der erste Stockerlplatz nur ein schwaches Trostpflaster, denn im direkten Vergleich mit der Vorkrisenperiode büßte man in etwa die Hälfte aller Movements ein. München verzeichnete ein Minus von 64 Prozent auf 150.000 Starts und Landungen und Berlin lag mit einem Rückgang

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Im vergangenen Jahr starteten und landeten 9,95 Millionen Passagiere am BER 

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 9,95 Millionen Passagiere am BER gestartet oder gelandet. Das waren fast 900.000 Fluggäste mehr als im Jahr davor und weniger als ein Drittel im Vergleich zum Rekordjahr 2019 mit 35,65 Millionen Passagieren. Die vierte Welle der Corona-Pandemie hat die Reiselust in der Weihnachtszeit nur wenig beeinflusst. Insgesamt starteten und landeten im vergangenen Dezember 1,06 Millionen Fluggäste am Flughafen Berlin Brandenburg – und damit nur 160.000 Menschen weniger als im Vormonat November 2021. Allein in den Ferien während der letzten beiden Dezemberwochen wurden 640.000 Passagiere abgefertigt. Im Dezember 2019 nutzten noch 2,6 Millionen Menschen die damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das erste Halbjahr 2021 hatte mit 1,59 Passagieren in der Zeit von Januar bis Juni noch verhalten begonnen. Mit dem Start der Sommerferien in Berlin und Brandenburg nahm die Reiselust deutlich zu. Im zweiten Halbjahr reisten insgesamt 8,36 Millionen Menschen über den BER.  Der reisestärkste Monat war der Oktober 2021 mit 1,7 Millionen Fluggästen. Bei der Luftfracht wurden im vergangenen Monat 3.100 Tonnen Güter umgeschlagen. Dabei wurde das Niveau aus dem Vorkrisenmonat Dezember 2019 noch um 300 Tonnen überstiegen. Insgesamt betrug das Cargo-Aufkommen im vergangenen Jahr rund 27.500 Tonnen Fracht. Das waren 7.500 Tonnen weniger als im Jahr 2019. „Seit Juli 2021 haben jeden Monat mehr als eine Million Menschen den Flughafen BER genutzt. Gegenüber dem ersten Halbjahr hat sich die Passagierzahl mehr als verfünffacht. Die Auslastung des BER war in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten seit Juli immer wieder nahe an einem coronafreien Normalbetrieb“, so Aletta von Massenbach,

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Berlin: Finanzminister Lindner fordert Verzicht auf Regierungsterminal

Um das Regierungsterminal auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg wird schon länger gestritten. Der neue Finanzminister Christian Lindner (FDP) hält den bestehenden temporären Bau für völlig ausreichend und spricht sich gegen die Errichtung eines “repräsentativen Regierungsterminals” aus. Bislang vertrat das deutsche Außenministerium stets die Linie, dass man für das Reisen von Regierungsmitgliedern sowie für den Empfang von Staatsgästen ein repräsentatives Gebäude braucht. Kritiker bezeichneten in der Vergangenheit die Baupläne als “Protzbau”. Finanzminister Lindner appelliert nun in Richtung Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), dass diese von diesem BER-Projekt Abstand nehmen solle. Der FDP-Politiker hält das aktuelle Interimsterminal, das die Flugbereitschaft nutzt und in dem auch Staatsgäste empfangen werden, für zweckmäßig und ausreichend. Weiters hält Lindner den Verzicht auf den Neubau für ein wichtiges Signal in Richtung Steuerzahler, da man dann den sorgsamen Umgang mit Finanzmitteln zeigen würde. Bislang spielte am Flughafen BER Geld noch nie eine sonderlich wichtige Rolle, denn im Zuge der Errichtung des Terminals 1 sind über Jahre hinweg die Kosten aus dem Ruder gelaufen.

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Skyup will nach München statt Memmingen

Die ukrainische Billigfluggesellschaft Skyup plant ab 28. April 2022 zwischen Kiew-Borispil und München zu fliegen. Heuer hatte man eine Verbindung zum nahegelegenen Flughafen Memmingen angekündigt, die letztlich nicht aufgenommen wurde. Nun hat man sich für den Airport der bayerischen Landeshauptstadt entschieden. Skyup plant derzeit im Mai 2022 an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag zu fliegen. Ab 31. Mai 2022 soll eine zusätzliche Rotation an Dienstagen aufgenommen werden. Vorläufig ist diese Strecke bis zum Ende der Sommerflugplanperiode 2022 geplant. Schon länger bekannt ist, dass Skyup ab Borispil die deutsche Bundeshauptstadt Berlin ansteuern möchte. Diese Route soll dem aktuellen Planungsstand nach am 4. März 2022 aufgenommen werden. Zunächst soll an den Verkehrstagen Dienstag und Freitag geflogen werden. Ab 28. April 2022 sind zusätzliche Umläufe jeweils mittwochs geplant. Auch diese Route ist vorläufig bis zum Ende der Sommerperiode 2022 buchbar.

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Weihnachtsferien: BER erwartet mehr als 600.000 Passagiere

Weihnachtszeit ist für viele Menschen auch Reisezeit: Die Flughafengesellschaft rechnet in den bevorstehenden Ferien in Berlin und Brandenburg mit leicht steigenden Passagierzahlen gegenüber den Vorwochen. Insgesamt werden in der Zeit vom 17.12.2021 bis zum 02.01.2022 rund 640.000 Gäste am BER erwartet. Das entspricht etwa der Hälfte der Passagiere in den zweiwöchigen Weihnachtsferien 2019 vor der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 war der Flugverkehr dagegen in den Weihnachtsferien aufgrund des Lockdowns stark eingebrochen und lag nur bei rund 150.000 Passagieren. Dabei werden in den Ferien vom neuen Hauptstadt-Flughafen aus 118 Ziele in 46 Ländern angeflogen. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz seien besonders Ziele in Spanien, Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei gefragt, so der Flughafen. Die verkehrsreichsten Tage werden voraussichtlich der Freitag, 17.12.2021, an dem die Schulferien in Brandenburg starten, sowie der letzte Ferientag in Berlin und Brandenburg am 2.1.2022 mit jeweils rund 45.000 Passagieren sein. Während der Herbstferien im vergangenen Oktober waren es an den Spitzentagen mehr als 60.000 Fluggäste.

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Frankreich will Nachtzüge zwischen Paris und Berlin reaktivieren

Früher waren Nachtzüge eine durchaus luxuriöse Möglichkeit, um in Europa reisen zu können. Vom einstigen Glanz ist nicht viel geblieben, denn über die Jahre hinweg hatte dieses Verkehrsmittel eher das Image „Gammelzug“. Die deutsche Bahn pfiff sogar gänzlich darauf und die Österreichischen Bundesbahnen übernahmen viele innerdeutsche Nachtstrecken. Im Zuge der Klimadiskussion kommt es nach und nach zu einer Renaissance der Schlafwagen-Verbindungen. Die Österreichischen Bundesbahnen wollen in ihren Nightjets, besonders mit den neubestellten Wagen, die noch gar nicht auf der Schiene sind, stark mit Komfort punkten. Je nach Geldbeutel gibt es Sitzplätze in der Zweiten Klasse bis hin zu Einzel-Schlafabteilen, die zumindest ein bisschen an die längst vergangene Luxus-Ära der Eisenbahn angelehnt sind. In Deutschland hielt man Nachtzüge für nicht mehr zeitgemäß, so dass sich die Deutsche Bahn, deren Nachtzüge den Ruf „Gammelzug“ hatten, einstellte. Einige Routen wurden erfolgreich von den Österreichischen Bundesbahnen übernommen und die Aufwertung der Garnituren brachten auch mehr Fahrgäste. Für die ÖBB ein voller Erfolg, für die Deutsche Bahn eine Blamage der Extraklasse, denn die Österreicher fahren nachts sprichwörtlich um die Ohren. Nicht zuletzt aufgrund der Propaganda, die aus dem Lager von Greta Thunberg gemacht wird, sind immer mehr europäische Regierungen der Ansicht, dass die Zukunft des Verkehrs innerhalb Europas auf der Schiene liegt. Allerdings: In vielen EU-Staaten wurde dieser Verkehrsträger nicht nur kaputtgespart, sondern die Fahrkartenpreise sind im direkten Vergleich mit den Kosten für Fernbusse, Flüge oder gar das eigene Auto, schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Dann haftet in manchen Staaten – teilweise zurecht, teilweise absolut zu Unrecht

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BER: Thomas Hoff Andersson wird neuer COO

FBB-Geschäftsführung komplett: Der Aufsichtsrat hat heute den Skandinavier Thomas Hoff Andersson als Geschäftsführer für den operativen Flughafenbetrieb („Chief Operating Officer“, COO) benannt. Andersson besitzt sowohl die dänische als auch die schwedische Staatsbürgerschaft, hat Betriebswirtschaft im schwedischen Lund studiert und arbeitet seit 1996 in der Branche. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren Führungspositionen an den Flughäfen in Kopenhagen, Dänemark und Bangalore, Indien. Er tritt sein Amt am BER am 1. Mai 2022 an. „Es ist gut, dass das Geschäftsführungskollegium mit Thomas Hoff Andersson wieder komplett ist. Thomas Hoff Andersson bringt viel internationale Erfahrung mit. Besonders wertvoll wird es sein, dass er unsere Prozesse auch aus den unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Deshalb freue ich mich auf die Zusammenarbeit“, so Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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