COVID-19

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Bund und Länder streiten über Hilfspaket: Den Flughäfen geht allmählich die Kohle aus

Den deutschen Flughäfen geht derzeit das Geld aus. Seit Monaten warten sie auf versprochene Zuschüsse, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Doch bisher ist kein Cent geflossen. Der Bund sieht die Länder in der Pflicht, die Länder verweisen wiederum auf den Bund zurück. Rund zehn Millionen Euro gehen den deutschen Airports derzeit flöten – pro Tag! So vermeldete Anfang der Woche das größte Drehkreuz in Deutschland, der Flughafen Frankfurt, im Jahr 2020 gut drei Viertel weniger Passagiere registriert zu haben als noch 2019. Während der börsennotierte Betreiber Fraport jedoch diese Krise wohl glimpflich überstehen wird, sieht es bei den kleineren Regional-Flughäfen besonders düster aus. Wegen dieses Horrorszenarios kämpfen sie buchstäblich ums nackte Überleben und klammern sich nun an den letzten Strohhalm, den Staat. Doch bislang ohne Erfolg.  Denn zwischen dem Bund und den Ländern herrscht Uneinigkeit darüber, wer sich in welcher Höhe an dem Hilfspaket beteiligen muss. Beim Luftverkehrsgipfel Anfang November hatte der Bund die Länder verpflichtet, zu jedem Euro, den der Bund als Zuschuss gewährt, auch einen Euro dazuzugeben. Eine halbe Milliarde Euro hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Aussicht gestellt. Allerdings weigern sich die Strippenzieher in den Ländern, das Spiel des Bundes mitzuspielen. Die Akteure aus Berlin müssen ihrer Ansicht nach stärker mitwirken. Nun sollen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und seine Ministerkollegen aus den Ländern auf ihrer bevorstehenden Konferenz am kommenden Donnerstag mit einem Schlag alle Probleme aus der Welt schaffen. „Die Flughäfen richten in ihrer wirtschaftlichen Notlage hohe Erwartungen an die Finanzministerkonferenz, da sie mit voller Wucht die Folgen des zweiten Lockdown spüren“,

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AUA-Crew lässt Mindestabstand vermissen

Das Facebook-Posting einer AUA-Flugzeugbesatzung macht derzeit in den sozialen Netzwerken die Runde. Darin winken zwölf Menschen fröhlich in die Kamera – ohne auch nur einen Gedanken an den Mindestabstand zu verlieren. Ein kühler Cocktail an der Strandbar, Palmen und die untergehende Sonne bilden die Kulisse: In so ein Szenario wünschen sich derzeit viele Österreicher. Doch der harte Covid-19-Lockdown macht das unmöglich. Aber eben nicht für alle. Denn die Crews der Lufthansa-Tochter sind immer noch weltweit unterwegs – wenn auch nicht mehr so oft. Und da lassen sie es sich augenscheinlich gut gehen, wie ein Schnappschuss auf den Malediven deutlich macht. Das Foto sorgte in Luftfahrt-Kreisen für großen Unmut. Nicht nur, weil es vielleicht in Zeiten wie diesen moralisch nicht gerade vorbildlich ist, solche Inhalte zu teilen. Sondern auch, weil natürlich ein Risiko für die Fluggäste bestehen könnte. Auf KURIER-Anfrage sah man das Posting bei der AUA aber recht locker: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich im Ausland an die lokalen Vorschriften halten bzw. die Einreisevoraussetzungen erfüllen. Im Fall der Malediven ist das ein negativer PCR-Test, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden vorab negativ getestet“, sagt ein Sprecher der Airline. Auch auf den Malediven gilt übrigens eine Ein-Meter-Abstandspflicht. Laut der Airline wurde diese Maßnahme aber nicht umgangen, da es sich bei der Crew schließlich um eine geschlossene Gruppe handelt und die Regelung in diesem Fall nicht gilt.

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Etihad warnt vor weiteren Stellenkürzungen

Etihad Airways muss wohl wieder Nägel mit Köpfen machen. Bei dem Golf-Carrier könnte es in absehbarer Zeit wieder einmal zu Kündigungen kommen. Ein geleaktes Dokument deutet jedenfalls darauf hin. In diesem warnt der Arbeitgeber seine Belegschaft vor weiteren Arbeitsplatzverlusten. Etihad sehe derzeit keinen anderen Ausweg und müsse die Reißleine ziehen – und das so schnell wie möglich. Denn der Flugverkehr erhole sich einfach zu langsam. Wie viele Mitarbeiter letztendlich vor die Tür gesetzt werden, sei noch ungewiss, berichtet das Luftfahrtportal CH-Aviation. Schon im November des letzten Jahres griff die Fluggesellschaft zu ähnlichen Maßnahmen, um die Kostenstruktur zu senken. Damals traf es rund 20 Prozent der Kabinenbesatzungen. Angekündigt wurde der Jobabbau auf ähnliche Weise, eine interne Quelle hatte es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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74 Prozent weniger Dienstreisen im Corona-Jahr

Es war zu erwarten: Die Pandemie hat der Geschäftsreise-Branche massiv zugesetzt. Die Zahl der geschäftlich bedingten Flugreisen ist auf ein Viertel zusammengeschrumpft. Das gab der Geschäftsreiseverband Austrian Business Travel Association (abta) am Montag bekannt. „Der Einbruch des Geschäftsreisemarktes im Jahr 2020 ist beispiellos“, resümierte abta-Präsident Andreas Gruber angesichts der Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria und der führenden Travel Management Companies. Geschäftsreisen seien „praktisch von einer Woche auf die andere“ nur noch in Ausnahmefällen möglich geworden, so Gruber. Den betroffenen Unternehmen im Reisemarkt wie etwa Fluggesellschaften, auf Geschäftsreisen spezialisierten Reisebüros und Hotels sei die Geschäftsgrundlage entzogen worden. Besonders im vierten und letzten Quartal habe sich die Krise nochmals verschärft, berichtet der ORF. Ende 2020 brach die Zahl der ausgestellten Flugtickets gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr davor laut abta um 87,2 Prozent ein. Darüber hinaus hat sich auch bei den Ticketpreisen etwas getan. Denn diese seien im Durchschnitt um 12,1 Prozent gesunken. Die CoV-Krise treffe diese Reisebranche also doppelt – zu der deutlich niedrigeren Zahl verkaufter Tickets gesellten sich niedrigere Durchschnittspreise.

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BER: Betreiber erwartet Besserung ab 2025

Die Flughafengesellschaft FBB tagt wieder einmal im Krisenmodus. Mit einer Erholung des Flugverkehrs auf Vorkrisen-Niveau rechnet der Aufsichtsrat erst 2025. Die ursprünglich angesetzte zweitägige Strategiekonferenz wurde auf Grund der aktuellen Corona-Situation auf einen Tag verkürzt und fand als Videokonferenz statt. Unter anderem wurde über das Fluggastaufkommen gesprochen. Dieses verharre derzeit auf „niedrigstem Niveau“, heißt es in der Aussendung. Im Schnitt wurden am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt in den ersten Januarwochen täglich rund 7.500 Fluggäste abgefertigt und damit nur rund zehn Prozent des Vorjahresniveaus erreicht. Generell erwartet die Flughafengesellschaft ebenso wie alle anderen deutschen Flughäfen eine nur langsame Erholung des Flugverkehrs. Ihrer Einschätzung nach kann in diesem Jahr mit 10,7 Millionen Passagieren nur knapp ein Drittel des Aufkommens von 2019 erreicht werden. Viele Airlines haben ihre Flotten deutlich reduziert, Arbeitsplätze abgebaut und positionieren sich neu am Markt. Die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft stellte dem Aufsichtsrat deshalb drei mögliche Szenarien vor, wann das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 mit 35,6 Millionen wieder erreicht werden kann. Im besten Falle wäre das 2023 möglich, im schlechtesten Fall im Jahr 2027. Die Entwicklung hängt entscheidend davon ab, wann die Impfstoffe global und flächendeckend verfügbar sind, wann die Quarantänebestimmungen gelockert beziehungsweise. aufgehoben werden und wie schnell sich die Wirtschaft erholt. Wie die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat mitteilte, geht sie, als Grundlage für den Businessplan, von einem mittleren Szenario aus. Danach ist ein Erreichen des Vor-Corona-Niveaus im Jahr 2025 realistisch. „Erst wenn ein Impfstoff gegen das Corona-Virus global und flächendeckend zur Verfügung steht, werden Reisebeschränkungen gelockert oder aufgehoben. Die Flughafengesellschaft rechnet

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Airbus zieht neuen Kunden an Land

Airbus begrüßt einen neuen Kunden. Turkmenistan Airlines hat zwei umgebaute A330-200-Maschinen bestellt.  Die Auslieferung der beiden Jets sei für 2022 geplant, berichtet aero.de. Und sie geht in die Geschichtsbücher des Landes ein. Denn noch nie zuvor wurde ein Flugzeug des europäischen Herstellers nach Turkmenistan verkauft. Die A330-200P2F werden es der Airline ermöglichen, ihr internationales Frachtstreckennetz weiter auszubauen. Umgerüstete A330 sind seit Ende 2017 auf dem Markt. Wegen der Corona-Pandemie und der höheren Nachfrage nach Luftfracht sind die Maschinen so gefragt wie wohl noch nie zuvor. Auch die Austrian Airlines rüstete ihre Triple Seven vor nicht allzu langer Zeit auf einen „Behelfsfrachter“ um, um dem hohen Bedarf im Cargobereich gerecht zu werden – Aviation.Direct berichtete.

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Neues Tool zeigt nachfragestarke Strecken, die (noch) nicht bedient werden

Skyscanner verspricht Großes: Den Fluggesellschaften wird ein neues Tool präsentiert, mit dem die ungenutzte Nachfrage nach Direkt-Flügen ermittelt werden kann. Das neue Tool habe beispielsweise die Strecken Berlin-Brandenburg nach Cancún, Frankfurt am Main nach Phuket und Düsseldorf nach Bangkok als Routen ohne Anbindung aber mit Potenzial identifiziert. Im Gegensatz zu anderen Datenquellen würde die Lösung vom Techno-Unternehmen handfeste Prognosen erstellen, um neue Nonstop-Flugverbindungen mit bis zu zwölf Monaten Vorlauf aufzunehmen. Aufgrund der Corona-Krise seien die Daten des vergangenen Jahres praktisch irrelevant. „Angesichts der sich abzeichnenden Erholung im Reisemarkt stellen wir noch mehr von unseren konkurrenzlosen Nachfragedaten zur Verfügung, um Partnern in der gesamten Luftfahrtbranche zu helfen, die sich entwickelnde Strecken-Nachfrage der Reisenden zu verstehen. Unser neues Modul „Unserved Routes“ innerhalb von Travel Insight Vision wurde speziell für Fluggesellschaften und Flughäfen entwickelt und ermöglicht es ihnen, die tägliche Marktnachfrage zu prognostizieren und Business Cases für die Wiederaufnahme bestimmter Direktverbindungen oder sogar die Expansion auf neuen Strecken zu erstellen“, so Michael Docherty, Leiter Datenprodukte bei Skyscanner.

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Carsten Spohr droht EU mit umweltzerstörenden Leerflügen

Die EU-Kommission möchte die Slot-Regelungen ab Sommer wieder eingeschränkt einführen. Carsten Spohr lehnt dieses Vorgehen ab. Für den Lufthansa-Chef kommt die Einführung noch viel zu früh. Deswegen mischt er jetzt in der Debatte tatkräftig mit – und reagiert mit Drohungen auf die Vorschläge aus Brüssel. „Wir würden alles dafür tun, um unsere Slots zu halten. Das würde jedes verantwortungsvolle Management im Übrigen auch tun“, wird er auf airliners.de zitiert. Die EU liebäugelt damit, dass ab dem Sommerflugplan die Slots zu mindestens 40 Prozent genutzt werden müssen. Ansonsten lösen sich die Start- und Landerechte der Fluggesellschaften in Luft auf.  Angesichts der derzeit recht verhaltenen Erholung des Luftverkehrs rechnet Spohr nicht damit, diese Vorgaben einhalten zu können. Stattdessen sehe er sich zu umweltschädlichen Leerflügen gezwungen. Die EU wolle einerseits den CO2-Abdruck verringern, zwinge die Airlines aber gleichzeitig durch das Festhalten an der Regel zu Leerflügen, so der Vorstandsvorsitzende der Kranich-Fluglinie. Weltweit waren und sind die Slot-Regeln wegen der Corona-Krise ausgesetzt worden. In normalen Zeiten müssen Slots zu mindestens 80 Prozent genutzt werden, damit sie weiterhin zum Einsatz kommen können. Anderenfalls werden sie von den Aufsichtsbehörden neu vergeben.

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KLM muss noch mehr Mitarbeiter kündigen

Die Airline muss den Gürtel noch enger schnallen. Der letztjährige Personalabbau hätte sich als nicht ausreichend erwiesen. Damals wurden großzügig Kündigungen ausgeteilt – knapp 5.000 Mitarbeiter mussten ihre Koffer packen. Jetzt würde es weitere 800 bis 1.000 Stellen treffen, berichtet das Luftfahrtportal Aero. Die Corona-Krise würde das Unternehmen in die Knie zwingen. Vor allem durch Reisebeschränkungen und internationale Maßnahmen dauere die Erholung vor allem auf den Langstrecken länger als erwartet. „Diese Reduzierung ist noch unabhängig von den neuen Maßnahmen der Regierung der vergangenen 48 Stunden“, so KLM-Chef Pieter Elbers. Die Regierung hatte am Mittwoch drastischere Verschärfungen angekündigt. So wurde ein Verbot für Passagierflüge aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika verhängt. Ebenso müssen sich Einreisende aus Risikogebieten vor jedem Flug einem Schnelltest unterziehen. Und zwar zusätzlich zu einem vorher gemachten Corona-Test.

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American Airlines bekommt zusätzliche Staatshilfe

Das US-Finanzministerien nimmt weitere Milliarden in die Hand und greift American Airlines unter die Flügel.  Dem US-Carrier würden mindestens 3,09 Milliarden US-Dollar genehmigt werden, berichet CH-Aviation. Damit sollen wackelnde Arbeitsplätze doch noch erhalten werden. Die erste Teilzahlung sei bereits Mitte Jänner erfolgt. Die staatlichen Mittel wurden an die Fluggesellschaft und ihre Töchter Envoy Air, Piedmont Airlines und PSA Airlines verteilt. „Die zusätzlichen Finanzmittel befähigen uns dazu, beurlaubte Angestellte wieder einzustellen und nicht endgültig kündigen zu müssen. Außerdem können wir den Flugverkehr in Städten und Gemeinden wieder aufnehmen, die auf uns angewiesen sind“, so Doug Parker, Chief Executive Officer bei American Airlines.

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