COVID-19

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Nach Rekordminus: Flughafen Wien geht optimistisch ins neue Jahr

„2020 ist das schwerste und wohl auch bizarrste Jahr in der Flughafen-Geschichte“, mit diesen Worten begann die heutige Online-PK der Flughafen Wien AG. Und damit hat Vorstand Julian Jäger nicht ganz unrecht. Denn das abgelaufene Jahr warf den Standort um Jahrzehnte zurück – letztendlich nutzen nur 7,8 Millionen Fluggäste den Airport. Dennoch soll es spätestens in der zweiten Jahreshälfte besser werden. Damit verzeichnet das börsennotierte Unternehmen ein Minus von 75,3 Prozent (2019: 31,66 Millionen). Das entspricht etwa dem Passagieraufkommen des Jahres 1994. Gesunken sind sowohl das Aufkommen im Transferverkehr (-79,2 Prozent) als auch die Anzahl der Lokalpassagiere (-74,1 Prozent). Die Anzahl der Starts und Landungen ging um 64,1 Prozent zurück. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jahr 2020 ein Minus von 23,2 Prozent. Wie verhängnisvoll diese Krise für VIE ist, lässt sich besonders gut an einem Wert herauslesen: Am passagierschwächsten Tag sind gerade einmal 154 Reisende geflogen. Im Vergleichsjahr betrug diese Kennzahl hingegen 41.343 – von solchen Zahlen träumt der Airport aktuell. Da sieht es nämlich noch düster aus. Denn erstmals in der Geschichte schreibt der Hauptstadt-Flughafen rote Zahlen. Das soll sich rasch ändern, im neuen Geschäftsjahr möchte der Vorstand wieder Gewinne einfahren. Aus heutiger Sicht werde heuer ein Umsatz von rund 430 Millionen Euro, ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 150 Millionen und ein Nettogewinn von vier Millionen erwartet. Mit derzeit rund 5.000 Besuchern täglich bleiben auch die ersten Monate im neuen Jahr herausfordernd. Doch der Aufschwung ist in Sichtweite. Diesen erwarte der Airport aus heutiger Sicht vor allem ab dem zweiten Halbjahr.

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Luxair fliegt drei neue Strecken

Luxair trotzt der Corona-Krise und baut sein Streckennetz um drei neue Destinationen aus. So wird ab dem 3. Mai dienorwegische Hauptstadt Oslo zweimal wöchentlich angeflogen, ab Juni gibt es sogar drei Flüge – montags, mittwochs und freitags – in Richtung Skandinavien. Ab dem 19. Juni fliegt Luxair einmal pro Woche – samstags – nach Rostock an der norddeutschen Ostsee. Sowie ab dem 3. Juni in die serbische Hauptstadt. Belgrad werde zweimal in der Woche angeflogen – donnerstags und sonntags. Während der Fastnachtsferien werden zudem einmalige Flüge nach Dubai und Ras Al Khaimah (15. – 19.  Februar) sowie nach Sälen in Schweden (ebenfalls 15. – 19. Februar) angeboten, berichtet wort.lu.

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Hotelplan beendet „schlimmstes Jahr“ seiner Geschichte

Wie für viele auch lief das vergangene Jahr für Hoteplan nicht sonderlich rund.  Das Schweizer Reiseunternehmen erlebte das schlimmste Jahr seiner fast 86-jährigen Geschichte. In Zahlen ausgedrückt: Die Reisetochter der Migros erzielte einen Nettoumsatz von 732 Millionen Schweizer Franken (minus 38,4 Prozent). Damit nicht genug hat das Unternehmen auch angekündigt, bis Ende Februar 75 der 86 Filialen in der Schweiz dicht zu machen. Das berichtet die Blick. Grund für die Schliessungen sei die Homeoffice-Pflicht. Und der Umstand, dass in der Reisebranche einfach wenig los sei. Aber: Bei den Konkurrenten Tui und Kuoni bleiben die Filialen bis auf Weiteres geöffnet. Um weiterhin mit Kunden in Kontakt in persönlichen Kontakt zu bleiben, hat der Reiseveranstalter elf sogenannte Hub-Filialen eingereicht. Diese sind: Genève Balexert, Bulle, Lugano, Thun Oberland, Schönbühl, Buchs AG, Steinhausen, Glattzentrum in Wallisellen ZH, Abtwil sowie Tourisme Pour Tous Sion und Signature Voyages Lausanne.

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LOT startet mit den Kündigungen

Die polnische Fluggesellschaft LOT kann aufatmen: Nachdem die EU grünes Licht gegeben hat, fließen die ersten Staatshilfen an die in Bedrängnis geratene Airline. Doch den Preis dafür muss die Belegschaft zahlen. Denn zu den Bedingungen für staatliche Unterstützungen gehören Kostensenkungen. Ansonsten fließt kein Cent von den insgesamt 650 Millionen Euro, die zu Jahresende von der EU-Kommission durchgewunken wurden. Das bekommen jetzt bis zu 300 Angestellte zu spüren. So viele Stellen muss LOT nach eigenen Angaben streichen. Dies sei nötig, um sich an die neue Realität in der Corona-Pandemie anzupassen, berichtet das Luftfahrtmagazin Airliners. Auch die Arbeitnehmervertretungen hätten bereits zugestimmt. In den ersten sechs Monaten des Jahres würden 150 Mitarbeiter dran glauben müssen, weitere 150 ältere Arbeiter sollen im Verlauf der kommenden zwei Jahre ausscheiden. Ähnlich wie andere Fluglinien wurde auch die LOT von der Corona-Pandemie stark getroffen. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, es erwarte für das laufende Jahr zwei Millionen Passagiere. 2019 hatte man noch mehr als 10 Millionen Fluggäste befördert.

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Iran Air: 2.000 Mitarbeiter müssen gehen

Bei Iran Air scheint die Lage ernst zu sein. Beim Carrier müssen in den nächsten vier Monaten rund 2.000 ihrer 11.000 Mitarbeiter die Koffer packen. Geldsorgen sind bei der Fluggesellschaft nichts Neues. Schon vor der gegenwärtigen Krise habe die Airline einen großen Schuldenberg angehäuft. Zu den Gläubigern würden vornehmlich Bankinstitute zählen, berichtet das Luftfahrtportal CH-Aviation. Das zwinge das Management dazu, die Reißleine zu ziehen. Und diese Kündigungswelle loszutreten. Nur so könne eine Insolvenz verhindert werden. Darüber hinaus habe das Unternehmen auch damit begonnen, Beschäftigte nicht wie sonst üblich für fünf Jahre, sondern lediglich ein Jahr an sich zu binden. Mit dieser Maßnahme soll allem Anschein nach die Kostenstruktur des Beförderers jedes Jahr aufs Neue auf den Prüfstand gestellt werden. Iran Air fliegt zurzeit nur mit 18 von 46 Flugzeugen durch die Welt.

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Smartwings: Rückgang bei Fluggästen liegt bei 81,5 Prozent

Die in Prag ansässige Fluglinie-Gesellschaft Smartwings Group, der auch Czech Airlines (CSA) angehört, hat 2020 nur 1,8 Millionen Fluggäste befördert – das waren um 81,5 Prozent weniger als noch das Jahr zuvor.  Die Erlöse seien um 90 Prozent gesunken, berichtet der Kurier. Der Grund liegt auf der Hand. Die Corona-Krise färbt nahezu alle Zahlen des letzten Jahres dunkelrot. Infolgedessen musste das Unternehmen auch bei der Belegschaft Abstriche machen. Rund 600 Angestellte – ein Viertel aller Mitarbeiter – mussten ihren Arbeitsplatz räumen. Zur Smartwings Gruppe gehören insgesamt fünf Fluglinien: Smartwings, Czech Airlines, Smartwings Slovakia, Smartwings Poland und Smartwings Hungary. Die meisten Passagiere – mehr als 1,3 Millionen – wurden 2020 unter den Marken Smartwings und Czech Airlines befördert.

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Easyjet feiert Comeback in Dortmund

Nachdem die britische Airline aufgrund der Corona-Pandemie alle Flüge ab dem Dortmund Airport gestrichen hatte, nimmt sie die Verbindung nach London-Luton zum Sommerflugplan 2021 wieder auf. Fluggäste können die Verbindung im April und Mai immer freitags und sonntags nutzen. Ab Juni ist ein dritter Umlauf geplant. Die Flüge sind bereits jetzt buchbar. „Die Rückkehr der Easyjet ist ein sehr gutes Signal für den Dortmund Airport und alle Passagiere, die die Verbindung jahrelang genutzt haben. Es zeigt, dass die Airline – trotz der schwierigen Situation – Vertrauen in den Standort hat und bald an alte Erfolge in Dortmund anknüpfen will“, so Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing.

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IAG zahlt für Air Europa nur die Hälfte

Das Management der International Airlines Group reibt sich die Hände. Denn sie bekommt Air Europa zum Schleuderpreis. Statt wie ursprünglich vereinbart zahlt sie für die spanische Airline nicht eine Milliarde Euro, sondern nur die Hälfte. Und zwar in Raten, verteilt über sechs Jahre. Keiner konnte ahnen, dass die Welt in solch eine Krise stürzt. Auch nicht die Air Europa-Manager, als sie 2019 selbstbewusst am Verhandlungstisch saßen und über den Verkauf der Fluggesellschaft sprachen. Damals betrug der Kaufpreis eine Milliarde Euro – eine Stange Geld. Doch heute ist die Situation eine völlig andere. Da der Flugverkehr über Monate hinweg zum Erliegen kam und nur schleppend wieder hochfährt, haben die Verkäufer praktisch keine Argumente mehr, die sie vorbringen könnten. Ganz im Gegenteil. Sie scheinen froh, dass die Holdinggesellschaft immer noch daran interessiert ist, den Carrier zu übernehmen. So soll das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, berichtet die Aero. Die Zustimmung aus Brüssel steht noch aus.

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Brussels mit neuem Bodenabfertiger einig

Brussels Airlines begrüßt einen neuen Partner: Alyzia übernimmt die Bodenabfertigung am Flughafen Brüssel. Seit Juni letzten Jahres ist die AUA-Schwestergesellschaft auf der Suche nach einem neuen Bodenabfertiger. Der damalige Partner, Swisssport Belgium, konnte dem finanziellen Druck nicht standhalten und musste Insolvenz anmelden. Daraufhin startete das Ausschreibungsverfahren, welches schlussendlich das französische Unternehmen für sich entschied. „Wir haben uns mehrere Monate Zeit gelassen, um den besten Bodenabfertiger für uns zu finden. Alyzia bedient über 80 Fluggesellschaften auf acht französischen Flughäfen und hat all unseren Anforderungen entsprochen“, heißt es in der Aussendung. Der Vertrag sieht eine Laufzeit bis zum 31. März 2024 vor. Beginnen soll diese zum 1. April – bis dahin erledigt Aviapartner die Bodenabfertigung.

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Verschiebung der Semesterferien: AK rät zu Vorsicht

Die gestern verkündete Vorverlegung der Semesterferien in Oberösterreich war für viele berufstätige Eltern ein Schlag ins Gesicht. Wer nämlich mit seinem Arbeitgeber bereits einen Urlaub vereinbart hatte, kann diesen nicht einfach um eine Woche vorverlegen. Die AK plädiert für familienfreundliche Lösungen. Grundsätzlich ist eine Urlaubsvereinbarung für beide Seiten bindend – ein einseitiger Rücktritt ist nur ausnahmsweise rechtlich zulässig. Die gesetzliche Verlegung der Semesterferien wird nach Ansicht der AK-Experten grundsätzlich keinen Grund für einen Rücktritt von einem vereinbarten Semesterferienurlaub darstellen. Nur wenn der Zweck in einem Familienurlaub mit den Kindern lag, kann im Einzelfall ein Rücktritt gerechtfertigt sein. Da die Kinder durch die Verschiebung nun im Home-Schooling sind, kann mit der Vereitelung des Erholungszwecks des Urlaubs argumentiert werden. „Auf gar keinen Fall dürfen Beschäftigte ohne Vereinbarung ihren Urlaub in den neuen Semesterferien einseitig antreten. Das wäre ein glasklarer Entlassungsgrund“, sagt AK-Präsident Kalliauer und empfiehlt den betroffenen Eltern: „Suchen Sie gleich das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und holen Sie sich seine Zustimmung zur Verschiebung des Urlaubs. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.“ Denn die Beschäftigten haben keinen Anspruch, dass ihre Arbeitgeber die Urlaubsanträge zum vorverlegten Ferientermin genehmigen. Es bedarf einer neuen Urlaubsvereinbarung. „Im Sinne eines gesamtgesellschaftlichen solidarischen Umgangs mit der aktuellen Krise sollen möglichst einvernehmliche und familienfreundliche Lösungen angestrebt werden. Ich appelliere daher an die Arbeitgeber, den berufstätigen Eltern hier einen Schritt entgegenzukommen und ihnen die Stornierung des ursprünglichen Urlaubs oder die Vorverlegung zu ermöglichen“, so der AK-Präsident weiter. Damit können innerbetriebliche Konflikte und wohl auch zahlreiche Arbeitsgerichtsverfahren vermieden werden.

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