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Hahn: EuGH weist Lufthansa-Klage wegen Subventionen ab

Lufthansa erlitt vor dem Europäischen Gerichtshof in Sachen der Staatshilfen, die dem Flughafen Frankfurt-Hahn gewährt wurden, eine Niederlange. Die Richter wiesen eine Klage, die sich gegen Zuschüsse des Bundeslands Rheinland-Pfalz richtete, endgültig ab. Die Angelegenheit zieht sich schon seit einigen Jahren, denn es ging beispielsweise um eine Kreditlinie, die Rheinland-Pfalz dem Regionalflughafen gewährt hatte. Lufthansa sah darin eine Wettbewerbsverzerrung und zog vor Gericht. Bereits vor dem Gericht der Europäischen Union erlitt man eine Schlappe, machte jedoch vom Rechtsmittel der Berufung an den EuGH Gebrauch. Das Höchstgericht schloss sich der Entscheidung der Vorinstanz an und stellte fest, dass Lufthansa in dieser Angelegenheit kein Klagerecht hat, da man den Flughafen Hahn nie regelmäßig angeflogen hat. Der Rechtsstreit ist nun in letzter Instanz beendet und der Europäische Gerichtshof legte fest, dass der Kranichkonzern sowohl der EU-Kommission als auch dem Land Rheinland-Pfalz die Verfahrenskosten ersetzen muss. In der Vergangenheit ging Lufthansa wiederholt juristisch gegen Subventionen, die seitens der öffentlichen Hand an Regionalflughäfen gewährt wurden, vor. Man ist unter anderem der Ansicht, dass dadurch indirekt die Angebote des Mitbewerbers Ryanair subventioniert werden könnten. Der EuGH ging jedoch nicht tiefer auf diese Fragestellung ein, da man nach Ansicht des Gerichts nicht ausreichend belegt habe, dass es zu einer signifikanten Verringerung des Marktanteils gekommen ist und obendrein das Recht auf Klage in dieser Angelegenheit vom EuGH verneint wurde.

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Deutschland: Condor sucht 150 neue Flugbegleiter

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach rund 150 Flugbegleitern, die ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg und Leipzig fliegen sollen. Diese sollen auf den Mustern Boeing 757, B767, Airbus A320, A321 und ab Herbst 2022 auch auf dem A330neo eingesetzt werden. Condor wird das neue Kabinenpersonal, das in Vollzeit angestellt wird, zunächst mit befristeten Zweijahresverträgen beschäftigten. Teilzeit-Flugbegleiter sollen unbefristete Kontrakte bekommen. Condor stellt bereits seit November 180 neue Pilotinnen und Piloten ein und übernimmt außerdem die selbst ausgebildeten Condor-Piloten. Damit bereitet sich der Carrier auf das neue Langstreckenflugzeug, den Airbus A330neo, vor. Condor ist der deutsche Erstkunde für dieses Muster.

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Deutsche Bahn krempelt Rail & Fly um

Bei manchen Reiseveranstaltern ist es inklusive, bei anderen muss ein Aufpreis bezahlt werden, jedoch gibt es nun eine tiefgehende Änderung beim Rail & Fly-Angebot der Deutschen Bahn AG. Künftig gibt es in den Reiseunterlagen keinen Gutschein mehr, sondern stattdessen einen Code. Die DB hat mit der Umstellung bereits im November 2021 begonnen, jedoch wurde die Änderung in von Reisebüros genutzten GDS-Systemen erst vor wenigen Tagen schlagend. Bislang war es üblich, dass ein Gutschein auf Papier oder als PDF übergeben wurden. Neu ist, dass ein Code, mit dem die Fahrscheine über die DB-Homepage bezogen werden können, ausgegeben wird. Beispielsweise kann dieser auf der Buchungsbestätigung des Veranstalters aufgedruckt werden. Für Passagiere ergibt sich nun aber eine gravierende Änderung: Mit dem Gutschein konnte man einfach in einen Zug einsteigen und zeigte diesen bei einer Fahrscheinkontrolle vor. Der Zugbegleiter druckte dann ein Ticket aus. Neu ist, dass der Code nicht mehr zum Einsteigen in die Züge der DB berechtigt, sondern vorab ein Online-Ticket „gekauft“ werden muss. Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn ist es so, dass man nun den regulären Buchungsprozess eines normalen Fahrkartenkaufs durchlaufen muss und dann den vom Veranstalter, der Airline oder dem Reisebüro erhaltenen Code als Zahlungsmittel eingibt. Anschließend wird ein Online-Ticket ausgestellt. Die DB hebt hervor, dass nun auch der Fahrplan aufgedruckt ist, so dass sich die Reisenden nicht mehr selbst um ihren Reiseplan kümmern müssen. Allerdings hat die Änderung auch Nachteile. Wie bereits erwähnt: Man kann nicht mehr einfach in jeden beliebigen Zug einsteigen und erhält dann gegen Abgabe

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CO2-Zertifikate: Air-Berlin-Insolvenzverwalter verliert vor dem EuGH

Vor dem Europäischen Gerichtshof hat Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Schlappe in Sachen der Kohlenstoffdioxid-Emissionszertifikate erlitten. Für die Masse zog der Jurist vor Gericht, um die nach der Insolvenz eingestellte Zuteilung von Gratis-Zertifikaten einzuklagen. Der Fall wurde vom Verwaltungsgericht Berlin zur Vorab-Entscheidung dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Dieser lehnte das Ansinnen der Insolvenzmasse der ehemaligen Fluggesellschaft ab. Hintergrund der Klage ist, dass Air Berlin für den Zeitraum von 2012 bis 2020 kostenfreie Emissionszertifikate zugeteilt bekommen hatte. Diese sind handelbar und wurden teilweise auch verkauft. Die deutschen Behörden gaben an Air Berlin nach Insolvenz und Einstellung des Flugbetriebs aber keine Zertifikate mehr aus. Diese sind jedoch durchaus wertvoll und hätten zu Gunsten der Gläubiger verkauft werden können. Dazu kommt der Umstand, dass Air Berlin dies auch getan hat und zwar jene, die für 2018 zugesagt wurden, hatte man bereits vor August 2017 veräußert. Diese bekam man dann aber nicht. Daher zog Insolvenzverwalter Flöther zunächst vor das Verwaltungsgericht Berlin. Dieses legte den Fall dem Europäischen Gerichtshof zur Vorab-Entscheidung vor. Diese fiel zu Ungunsten von Air Berlin aus, so dass das deutsche Gericht das Urteil mit hoher Wahrscheinlichkeit übernehmen wird.

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Dortmund startet kostenpflichtige Siko-Fastlane

Der Flughafen Dortmund hat vor wenigen Tagen im Bereich der Sicherheitskontrolle eine neue Fast-Lane in Betrieb genommen. Die Nutzung ist kostenpflichtig und wird von ParkVia Ltd angeboten. Die Tickets für die Fast Lane sind nicht vor Ort, sondern ausschließlich online käuflich zu erwerben. Durch die Zusammenarbeit von ParkVia mit verschiedenen Fluggesellschaften wie Wizz Air kann der Zugang direkt bei der Flugbuchung mitgebucht werden. Alternativ kann das Ticket zur Umgehung von möglichen Warteschlangen auch einzeln erworben werden. Der direkte Weg zu Sicherheitskontrolle steht somit allen Passagieren, unabhängig der gewählten Airline, zur Verfügung. Abfliegende Passagiere finden den Fast Lane-Zugang im Terminal des Dortmund Airport an Kontrollstelle B. Die Nutzung des neuen Angebots bietet sich vor allem für Fluggäste mit eng getaktetem Zeitplan an. Dennoch sollten Passagiere ausreichend Zeit für Check-in und Kontrollen einplanen: Der Dortmund Airport empfiehlt seinen Fluggästen grundsätzlich, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

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Regiojet plant neue Nachtzüge für Deutschland und Österreich

Die private Eisenbahngesellschaft Regiojet will verstärkt im Bereich von Nachtzügen expandieren. Dabei spielen auch Deutschland und Österreich eine tragende Rolle. Beispielsweise will man im Dezember 2022 eine Verbindung von Berlin über Prag, Wien und Graz nach Zagreb und Ljubljana starten. Unternehmensangaben nach hat man die notwendigen Trassen bereits bei den nationalen Regulierungsbehörden beantragt. Angestrebt wird, dass die Verbindung mit Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aufgenommen werden soll. Der Nachtzug soll die deutsche Bundeshauptstadt gegen 18 Uhr 43 verlassen und dann über Dresden, Prag, Wien, Maribor nach Ljubljana fahren. Es ist vorgesehen, dass es zu einer Teilung des Zuges kommt. Die eine Hälfte wird die slowenische Hauptstadt anfahren und die andere fährt nach Zagreb. Bereits im Sommer 2022 soll in Zusammenarbeit mit dem Startup European Sleeper eine Nachtzugverbindung von Prag über Dresden und Berlin nach Amsterdam und Brüssel an den Start gehen. Das Wagenmaterial stammt von Regiojet, jedoch wollen sich European Sleeper und die tschechische Eisenbahngesellschaft gemeinsam um die Vermarktung kümmern. Auf dieser Route sind drei Kurse pro Woche und Richtung geplant. Innerhalb Tschechiens bietet Regiojet bereits heute Nachtzüge an. Eine weitere Nachtverbindung planen Regiojet und European Sleeper als Verlängerung einer bestehenden Route. Künftig soll man mit diesen Zügen auch nach Warschau gelangen. Dazu wird eine derzeit nur innertschechisch verkehrende Garnitur künftig weiter über Berlin in die polnische Hauptstadt fahren. Der Start wird für den Fahrplanwechsel im Dezember 2022 angestrebt.

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German Airways vor Fracht-Comeback mit ATR72-600F

Die deutsche Fluggesellschaft German Airways steigt wieder ins Frachtgeschäft ein und setzt diesmal auf das Turbopropmuster ATR72-600F. Der Carrier hat laut CH-Aviation.com insgesamt fünf Maschinen dieses Typs beim Hersteller ATR bestellt. Die Frachtflugzeuge sollen nach Auslieferung auf den Flughäfen Köln/Bonn und Rostock-Laage stationiert werden. Den zuletzt genannten Airport hat Konzernmutter Zeitfracht erst kürzlich übernommen und will diesen zu einem Cargodrehkreuz weiterentwickeln. Auch die Verwaltung von German Airways wird auf den konzerneigenen Flughafen umziehen. Gegenüber CH-Aviation.com wollte sich Zeitfracht-Geschäftsführer Wolfram Simon-Schröter nicht näher zur ATR72-600F-Bestellung äußern. Die offizielle Stellungnahme der Firmengruppe lautet „kein Kommentar“. Auch Hersteller ATR wollte keine Erklärung abgeben. Unter dem vormaligen Firmennamen WDL war German Airways in der Vergangenheit im Frachtgeschäft tätig. Man zog sich aus diesem Segment wieder zurück und konzentrierte sich auf die Erbringung von ACMI- und Charterdiensleistungen im Passagierbereich. Nach der Übernahme durch Zeitfracht kam es zu einem kurzzeitigen Comeback mit BAe 146-Frachtern. Diese haben die Flotte jedoch rasch wieder verlassen. Man machte jedoch nie einen Hehl draus, dass man sich mit Frachtflügen ein weiteres Standbein aufbauen will. Es ist keine Frage des „ob“, sondern des „wann“.

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Nur noch 60 Staaten ohne deutsche Reisewarnung

Deutschland hat mittlerweile wieder große Teile des Globus mit Reisewarnungen belegt. Eigentlich wollte man sich von der Praxis der pauschalen Warnungen verabschieden, jedoch sind derzeit nur noch 60 Staaten ohne diesen von der Bundesrepublik aufgestempelten Makel. Vor der Corona-Pandemie bedeuteten Reisewarnungen im Regelfall, dass eine ernsthafte Gefahr in Sachen Sicherheit oder gar für Leib und Leben bestehen kann. Zu Beginn der Krise sprach die Bundesrepublik eine pauschale Reisewarnung für den gesamten Globus aus. Fälschlicherweise haben einige Massenmedien berichtet, dass Auslandsreisen nicht erlaubt wären. Das war zu keinem Zeitpunkt der Fall, jedoch waren viele Einreise- und Quarantänebestimmungen so streng, dass Nicht-Staatsbürgern das Betreten des Ziellands fast unmöglich war. Obendrein waren vielerorts Beherbergungsbetriebe behördlich geschlossen. Im Oktober 2020 verabschiedete sich Deutschland von der pauschalen Reisewarnung. Im weiteren Verlauf schaffte man dann die Kategorien „Risikogebiet“ und „Hochinzidenzgebiet“ ab und führt nur noch „Hochrisikogebiete“ und „Virusvariantengebiete“. Allerdings sind die beiden „neuen“ Einstufungen stets mit einer Reisewarnung verbunden. Offiziell heißt es, dass die Sieben-Tages-Inzidenz keine Rolle mehr spielt, jedoch ist in jüngerer Vergangenheit zu beobachten, dass diese offenbar weiterhin das Hauptkriterium ist. Beispielsweise sind in Österreich die Belagszahlen in den Krankenhäusern äußerst gering, jedoch ist die Sieben-Tages-Inzidenz, die keinen Rückschluss auf den tatsächlichen Gesundheitszustand zulässt, hoch. Unabhängig davon landete Österreich wieder auf der Liste der „Hochrisikogebiete“ und die damit verbundene Reisewarnung wurde ausgesprochen. Mittlerweile hat die Bundesrepublik dermaßen viele Staaten auf ihre „rote Liste“ gesetzt, dass schon fast wieder von einer pauschalen Reisewarnung die Rede sein kann. Weltweit stuft Deutschland nur noch 60 Länder nicht

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Ryanair fordert Staatshilfen für deutsche Flughäfen

Bereits lange vor der Corona-Pandemie hat die Europäische Union einen langfristigen Fahrplan, der staatliche Zuschüsse für Flughäfen auf Null zurückfahren soll. Ausnahmen sind vorgesehen und betreffen in erster Linie abgelegene Regionen und Inseln. Ryanair fordert nun aber staatliche Subventionen für Airports. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Andreas Gruber, Geschäftsführer der ehemaligen Fluggesellschaft Laudamotion und nunmehriger Sprecher für Deutschland, Österreich und die Schweiz, dass staatliche Zuschüsse an Flughäfen wichtig wären, um die Branche wieder in Schwung zu bringen. „Das beste Instrument dafür ist eine Unterstützung der Flughäfen durch die Regierung“, so der Manager. Laudamotion wurde ab dem Jahr 2018 in mehreren Schritten von Ryanair übernommen. Der Flugbetrieb wurde im Herbst 2020 eingestellt und anschließend worden AOC und Betriebsgenehmigung an die österreichischen Behörden zurückgegeben. Als Nachfolger gründete die Ryanair Holdings plc das auf Malta ansässige Luftfahrtunternehmen Lauda Europe Ltd. Der zuletzt genannte Carrier wird von David O’Brien, der auch als CEO von Malta Air Ltd fungiert, geleitet. Die österreichische Laudamotion GmbH ist nicht mehr als Fluggesellschaft aktiv, jedoch als konzerninterner Dienstleister innerhalb der Ryanair Group. Geschäftsführer der in Schwechat ansässigen Firma ist weiterhin Andreas Gruber. Im Streckennetz der Fluggesellschaften Ryanair und Wizz Air befindet sich der eine oder andere Airport, der die beiden Billigflieger – oder einen der beiden Anbieter – als einzige Kunden hat. Gelegentlich handelt es sich um Airports, die mit Hilfe öffentlicher Subventionen am Laufen gehalten werden, da diese defizitär sind. In Deutschland werden derartige Flughäfen umgangssprachlich auch „Landratspisten“ genannt. Allerdings ist das im vorherigen Absatz aufgezeigte Bild seit

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Condor: Mehr Eriwan-Flüge im Sommer 2022

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird die Nonstop-Verbindung zwischen Frankfurt am Main und der armenischen Hauptstadt Eriwan im Mai 2022 aufstocken. Der Carrier wird künftig dreimal pro Woche zwischen den beiden Destinationen pendeln. Derzeit fliegt Condor auf dieser Route überhaupt nicht, denn diese soll erst am 2. April 2022 reaktiviert werden. Derzeit ist geplant, dass Eriwan ab Frankfurt am Main an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag mit Airbus A320 bedient werden soll. Mit Wirksamkeit zum 26. Mai 2022 kommt ein weiterer Umlauf hinzu. Dieser soll jeweils an Donnerstagen durchgeführt werden. Für den Winterflugplan 2022/23 plant Condor momentan eine wöchentliche Rotation und zwar an Samstagen.

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