Deutschland

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BDL-Präsident fordert Schnelltests bei der Einreise

Derzeit rollt eine neue Lockdown-Welle über Europa und mit Thessaloniki wurde auch bereits der erste Flughafen wieder behördlich geschlossen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft fordert nun nochmals die Einführung von Schnelltests bei der Einreise und kritisiert die Zwangsquarantäne, die ab 8. November 2020 gelten soll. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung weist Verbandspräsident Peter Gerber darauf hin, dass man bei fünf Tagen bis zu einem möglichen PCR-Test nicht weiß wer infiziert ist und wer nicht. Das wäre mit Schnelltestungen direkt nach der Einreise anders. Deutschland betrachtet mittlerweile fast ganz Europa als Risikogebiet und will ab 8. November 2020 sämtliche Personen, die aus solchen Zonen kommen, zehn Tage in Quarantäne stecken. Wer einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorweisen kann, wird nur fünf Tage isoliert. Diese Vorgehensweise wird seitens der Fluggesellschaften heftig kritisiert. Gerber zweifelt übrigens auch an, dass sich Personen ohne Symptome überhaupt an die Absonderung halten werden.

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Special: Berlin-Tempelhof im Schatten der BER-Eröffnung

Am 31. Oktober 2020 startete in Berlin mit der Eröffnung des BER eine neue Ära. Doch die Geschichte der deutschen Luftfahrt, aber auch jene der Lufthansa, kann ohne den ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof (THF) nicht erzählt werden. Die imposante Architektur des „Zentralflughafens“ ist das Produkt der Gigantomanie der Nationalsozialisten. Stellt man Tempelhof in den Fokus, so muss eingangs darauf hingewiesen werden, dass das Areal eine sehr dunkle Vergangenheit hat, denn es fand sich dort mit dem KZ Columbia nicht nur ein Konzentrationslager, in dem tausende Menschen gepeinigt wurden und unzählige ihr Leben verloren haben, sondern Zwangsarbeiter mussten unter unmenschlichen und unwürdigen Bedingungen für die nationalsozialistische Kriegswirtschaft arbeiten. Viele verloren ihr Leben, was jeder Besucher dieses Airports im Hinterkopf haben muss. Die Geschichte des Tempelhofer Flughafens in seiner heutigen Bausubstanz ist äußerst wechselhaft, hatte jedoch für die Bevölkerung auch positive Höhepunkte. Während der Zeit der Blockade Berlins durch die DDR und die Sowjetunion nutzten die Alliierten diesen Flughafen – nebst Tegel und Gatow – für die Luftbrücke, die auch als „Rosinenbomber“ in die Geschichte eingegangen ist. Wenn die westlichen Siegermächte dieses logistische Meisterwerk nicht in die Luft gebracht hätten, dann hätte die Geschichte West-Berlins mit hoher Wahrscheinlichkeit einen anderen Verlauf genommen. Insofern hat Tempelhof der Bevölkerung West-Berlins einen großen Dienst geleistet und diese vor dem Verhungern und Erfrieren bewahrt, denn die Alliierten flogen alles, das zum Leben benötigt wurde und im Westen der Stadt nicht produziert werden konnte, ein. Das unfassbare Leid, das auf dem Tempelhofer Flugfeld zur Zeit der NS-Diktatur geschehen

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Köln/Bonn trennt „Risiko-Passagiere“ baulich ab

Aufgrund der momentan schwachen Nachfrage, die sich wegen des „zweiten Lockdowns“, aber auch der ab 8. November 2020 bevorstehenden Zwangsquarantäne, nochmals verschärfen dürfte, schließt der Flughafen Köln/Bonn das Terminal 2. Alle Prozesse wie Check-In, Ankünfte und Boarding werden temporär ausschließlich im Terminal 1 vorgenommen. Durch diese Maßnahme grenzt man ankommende Reisende aus so genannten Risikogebieten baulich ab, denn so ganz in den Winterschlaf wird das T2 nicht treten: Hier werden künftig sämtliche Ankünfte aus vom RKI definierten Risikoregionen stattfinden.

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Emirates feiert Comeback in Hamburg und Düsseldorf

Nach einer durchaus langen Pause, die der Corona-Pandemie geschuldet war, ist Emirates wieder zurück an den deutschen Flughäfen Hamburg und Düsseldorf. Die beiden Airports werden seit Sonntag wieder ab Dubai angeflogen. Als Fluggerät kommen derzeit Boeing 777-300ER in einer Dreiklassenkonfiguration zum Einsatz. Derzeit werden zwei wöchentliche Umläufe angeboten, wobei Emirates angekündigt hat, dass ab 18. November 2020 nach Düsseldorf und Hamburg jeweils dreimal pro Woche geflogen werden soll. Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe: „Es ist eine große Freude, nach mehr als 200 Tagen Abwesenheit wieder in Düsseldorf und Hamburg zu sein und Reisenden aus Nordrhein-Westfalen bzw. Norddeutschland sichere internationale Verbindungen und den Emirates-Service mit einem bequemen Zwischenstopp an unserem Drehkreuz Dubai anbieten zu können. Zudem freuen wir uns bekanntzugeben, dass wir ab dem 18. November einen dritten wöchentlichen Flug auf beiden Strecken anbieten werden.“

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Neues österreichisches Luftfahrtforum ist online

Aviation Direct freut sich bekannt geben zu dürfen, dass ab sofort ein neues, umfangreiches österreichisches Luftfahrtforum in Betrieb geht. Erreichbar unter www.austrianaviation.at bildet es den kompletten Querschnitt der österreichischen und auch internationalen Luftfahrtszene als Plattform für sachlich-spannende Diskussionen über die zivile Verkehrsluftfahrt, General Aviation und neu auch für Militär, Weltraum sowie Privat- und Sportflug. Auch an Avgeeks & Planespotter wurde entsprechend gedacht und ein maßgeschneidertes Unterforum zum Austausch von Informationen über Flugzeuge, Flugshows, Flightradar, aber auch über Kameras, Bildbearbeitung oder Spotterpositionen eingerichtet. Schauen Sie rein und werden Sie bereichernder Teil des neuen österreichischen Luftfahrtforums von AviationDirect unter www.austrianaviation.at. Wir freuen uns auf Sie!

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Erster Wien-Flug ab dem BER durchgeführt

Unter der Flugnummer EJU 5849 landete am Sonntagabend der erste Wien-Flug, der am neuen Berlin-Brandenburg Airport gestartet ist. Durchgeführt wurde dieser von der österreichischen Easyjet Europe mit Airbus A320neo. Der Mitbewerber Austrian Airlines wird erst kommende Woche vom Flughafen Berlin-Tegel zum BER umziehen. Easyjet ist auch jene Airline, die den offiziellen Erstflug ab dem neuen Airport durchgeführt hat. Dieser hob um 6 Uhr 45 in Richtung London-Gatwick ab. Insgesamt wurden 23 Abflüge ab dem am Samstag eröffneten Terminal 1 durchgeführt. Allerdings gab es auch Streichungen: Beispielsweise das Startup “Green Airlines” – eine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), die Flugzeuge chartern will und die Tickets auf eigene Rechnung verkaufen möchte – sagte erst vor wenigen Tagen ihren Start ab. Daher sind die Charterflüge nach Karlsruhe/Baden-Baden als gestrichen auf der Anzeigetafel des BER zu finden. Qatar Airways und Turkish Airlines führten am 1. November 2020 ebenfalls ihre ersten Flüge ab dem BER durch. Insgesamt zählte der Airport  am ersten offiziellen Betriebstag etwa 3.000 Passagiere, so die FBB in einer Aussendung. Die erste Umzugswelle von Tegel zum BER ist damit abgeschlossen. In einer ausführlichen Fotoreportage zeigt Aviation Direct die Terminals des BER. Was Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup, Lufthansa-Generaldirektor Carsten Spohr und Easyjet-CEO Johan Lundgren zum BER und zur aktuellen Marktlage rund um Corona gesagt haben, ist unter diesem Link zu finden. „Nach der gelungenen gestrigen Inbetriebnahme mit den ersten Ankünften am neuen Terminal 1, haben wir heute Morgen die ersten abfliegenden Passagiere am BER abgefertigt. In wenigen Tagen wird der gesamte Flugverkehr in Berlin und Brandenburg

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Flixbus stellt den Fahrbetrieb ein

Der deutsche Fernbuslinienbetreiber Flixbus stellt im November 2020 den Linienbetrieb ein. Hintergrund ist der zweite Lockdown, den Deutschland ab 2. November 2020 vollziehen wird. Firmenchef André Schwämmlein hofft dennoch auf das Weihnachtsgeschäft, verzeichnete jedoch in den letzten Wochen eine sehr geringe Nachfrage. Flixbus geht davon aus, dass die Nachfrage im November 2020 aufgrund des Appells der deutschen Regierung besonders niedrig sein dürfte. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Fernbuslinienbetreiber den Fahrbetrieb komplett einstellen muss. Im Frühjahr setzte das Unternehmen ebenfalls das Angebot komplett aus. Auch die Flixtrain-Züge sind von der nunmehrigen Betriebspause betroffen bzw. wurden teilweise bis dato nicht reaktiviert.

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Sundair beantragt Schutzschirmverfahren – Flöther ist Sachwalter

Die deutsche Ferien- und Charterfluggesellschaft Sundair meldete beim Amtsgericht Stralsund ein so genanntes Schutzschirmverfahren an. Dabei handelt es sich um eine Sonderform eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, das zuletzt beispielsweise beim Mitbewerber Condor zur Anwendung gekommen ist. Der Carrier bestätigte, dass der Antrag bei Gericht eingebracht wurde, betont jedoch, dass die Löhne der Belegschaft über das Arbeitsamt gesichert sind. Mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens will man sich rasch neu aufstellen. Das schließt auch ein, dass Leasingverträge neu verhandelt werden sollen. Die Flugtickets sollen ihre Gültigkeit behalten. Firmenchef Marcos Rossello geht davon aus, dass Sundair auch nach der Corona-Pandemie ein starker Partner für Reiseveranstalter und Flughäfen sein wird. Man habe “vor Corona” bewiesen, dass Sundair ein tragfähiges Geschäftsmodell habe. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Stralsund eine in der Luftfahrt mittlerweile äußerst bekannte Person: Rechtsanwalt Lucas Flöther, der bereits bei Condor und Air Berlin diese Funktion zugeteilt bekommen hat, ist auch bei Sundair eingesetzt worden.

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Fotoreportage: Der BER ist eröffnet!

Alle Augen auf Berlin: Das neue Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) ist heute eröffnet. Planung und der BER, das ist so eine Sache. Denn während der Hauptstadtflughafen ganze neun Jahre zu spät eröffnet wurde, lief auch am Tag der Inbetriebnahme nicht alles nach Plan. Eigentlich sollte die Landung der beiden ersten Flugzeuge von Lufthansa und Easyjet parallel erfolgen. Auf der nördlichen Bahn ein Easyjet-Flieger mit der Sonderflugnummer EJU 3110, aus Berlin-Tegel kommen und damit nur einen Katzensprung entfernt. Und auf der Südbahn Lufthansa 2020 mit der Speziallackierung „Hauptstadtflieger“, von München aus gestartet. Doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung: Regnerisch, die Wolkenunterdecke liegt bei 1.000 Fuß – und damit unter den erforderlichen 3.000. So ging die Sicherheit vor. Zuerst wurde der Easyjet-Maschine die Landeerlaubnis erteilt, danach durfte die AUA-Mutter landen. Das BER-Terminal 1 in der Slideshow: Von fehlender Aufmerksamkeit kann hier nicht die Rede sein. Denn der BER, der sich nicht mit der allseits bekannten deutschen Pünktlichkeit rühmen kann, öffnet genau dann, wenn die Bundesrepublik schließt. Daher halten sich auch die Erwartungen der Airport-Verantwortlichen in Grenzen. Den Fokus setzt man auf die Zukunft: „Endlich bekommt die Hauptstadt einen modernen Flughafen, der die Reiselust der Menschen auch widerspiegelt“, so Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Nicht alle sind davon begeistert: Mehrere Klima-Aktivisten äußert lautstark ihren Unmut über die Eröffnung. Polizeibeamte mussten ausrücken und die Demonstranten mäßigen. Darüber hinaus streikten auch Berlins Taxi-Fahrer.  Die BER-Demo in der Slideshow: Nichtsdestotrotz war den Beteiligten große Erleichterung anzusehen, die (voraussichtlich) letzte größere Veranstaltung

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Carsten Spohr: „Berlin performt besser als jede andere Destination“

Am Samstagabend ist mit der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg ein Ereignis eingetreten, das viele für unmöglich gehalten haben. Mit langjähriger Verspätung, die von verschiedenen Skandalen geprägt war, ging das BER-Terminal 1 in Betrieb. Easyjet führte die Erstlandung durch, dicht gefolgt von Lufthansa. Der BER-Start erfolgt in der für die Luftfahrt denkbar ungünstigsten Zeit, denn Deutschland will ab Montag einen neuen Lockdown durchführen. Johann Lundgren, Geschäftsführer von Easyjet, ist aber der Ansicht, dass sich die Bevölkerung nicht vom Reisen abhalten lassen wird und dass wieder bessere Zeiten kommen werden. Mit dem neuen Flughafen wird seiner Meinung nach Berlin eine Poleposition einnehmen. Dennoch: Der Airlinechef räumte ein, dass der gesamten Branche äußerst schwere Wochen und Monate bevorstehen werden und die Erholung einige Jahre dauern wird.  Lufthansa-Chef Carsten Spohr verwies darauf, dass die von ihm geleitete Fluggesellschaft und der Mitbewerber Easyjet die jeweilige Erstlandung auf dem BER mit Airbus A320neo durchgeführt haben. In Richtung Airportchef Engelbert Lütke Daldrup sagte er: “Wenn ihr den neuen Flughafen pünktlich eröffnet hättet, wären wir mit Flugzeugen gelandet, die rund 25 Prozent mehr Treibstoff benötigen, lauter sind und mehr Schadstoffe ausstoßen. Im letzten Jahrzehnt hat sich so viel in diese Richtung getan und die Weiterentwicklung geht in die richtige Richtung.” Langstrecken will Spohr aber vorerst keine ab Berlin anbieten, denn unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie ist derzeit nicht absehbar wann und ob diese profitabel werden könnten. “In Berlin war das Problem der Flughafen Tegel. Dieser war nicht wirklich als Drehkreuz geeignet und konnte unserem Premium-Anspruch nicht gerecht werden.

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