Flugzeugwartung

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Latam rüstet Boeing-Flotte vollständig mit Haifischhaut-Technologie aus

Die südamerikanische Latam Airlines Group weitet den Einsatz der Aeroshark-Technologie massiv aus und wird bis zum Jahr 2027 ihre gesamte Boeing 777-300ER-Teilflotte mit dem innovativen Oberflächenfilm ausstatten. Ein kürzlich unterzeichneter Vertrag mit dem Wartungsspezialisten Lufthansa Technik umfasst die Lieferung von fünf weiteren Nachrüstsätzen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der modifizierten Maschinen des Typs Boeing 777 bei Latam auf zehn Flugzeuge. Die Fluggesellschaft gehört damit weltweit zu den Vorreitern bei der großflächigen Anwendung dieser Riblet-Filme, die den Luftwiderstand während des Fluges signifikant reduzieren. Die gemeinsam von Lufthansa Technik und BASF Coatings entwickelte Technologie imitiert die mikrostrukturelle Beschaffenheit von Haifischhaut. Die aufgebrachten Filme verfügen über winzige Rippen, sogenannte Riblets, mit einer Höhe von etwa 50 Mikrometern. Diese sind präzise am Luftstrom ausgerichtet und bedecken bei einer Boeing 777-300ER eine Fläche von rund 950 Quadratmetern, was nahezu den gesamten Rumpf sowie die Triebwerksgondeln einschließt. Umfangreiche Testreihen im täglichen Flugbetrieb bestätigten eine Treibstoffeinsparung von rund einem Prozent. Branchenberichten zufolge amortisieren sich die Investitionskosten für die Umrüstung durch die verringerten Betriebskosten bereits nach kurzer Zeit. Zusätzliche Quellen belegen, dass Lufthansa Technik das Portfolio der Aeroshark-Zulassungen kontinuierlich erweitert. Während die Technologie zunächst primär für Boeing-Modelle wie die 777F und die 747-400 zertifiziert wurde, steht für das Jahr 2026 die erste Modifikation eines Airbus-Musters, der A330ceo, bevor. Latam hatte die Technologie bereits seit Ende 2023 unter realen Bedingungen getestet, bevor die Entscheidung zur vollständigen Flottenumrüstung fiel. Die technische Umsetzung erfolgt schrittweise im Rahmen der regulären Wartungsintervalle (Maintenance, Repair and Overhaul), um die Verfügbarkeit der Flugzeuge im Liniennetz

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Lufthansa Technik sichert Qualitätskontrolle für Flottenausbau von Flyadeal

Lufthansa Technik und die saudi-arabische Billigfluggesellschaft Flyadeal haben auf der Branchenmesse MRO Middle East in Dubai ihre strategische Partnerschaft langfristig gefestigt. Ein neu unterzeichneter Exklusivvertrag über fünf Jahre sieht vor, dass der deutsche Instandhaltungsspezialist die Produktion und Auslieferung von insgesamt 61 neuen Flugzeugen überwacht. Die Vereinbarung umfasst 51 Maschinen des Typs Airbus A320 sowie zehn Großraumjets vom Typ A330neo, wobei für Letztere eine Option auf zehn weitere Flugzeuge besteht. Die Auslieferungen sollen im Jahr 2027 beginnen und markieren einen bedeutenden Schritt in der Expansionsstrategie der in Dschidda ansässigen Airline. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht das sogenannte Aircraft Production Inspection Program (APIP). Hierbei übernehmen Expertenteams von Lufthansa Technik die lückenlose Überwachung des gesamten Fertigungsprozesses direkt an den Airbus-Produktionsstandorten in Hamburg und Toulouse. Das modulare Überwachungssystem begleitet die Flugzeuge von der ersten Baugruppenprüfung über die Endmontage bis hin zur finalen Abnahme. Durch diese Vor-Ort-Präsenz stellt Lufthansa Technik sicher, dass die hohen technischen Standards und Spezifikationen des Kunden bereits während der Entstehung der Flotte eingehalten werden. Die Partnerschaft im Bereich der Produktionsinspektion besteht bereits seit 2021 und wird durch das neue Abkommen erheblich ausgeweitet. Die Kooperation zwischen beiden Unternehmen reicht bis zur Gründung von Flyadeal im Jahr 2017 zurück. Als Tochtergesellschaft der Saudia Group hat sich Flyadeal innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Low-Cost-Carrier im Nahen Osten entwickelt. Lufthansa Technik unterstützt die Airline seither nicht nur bei der Indienststellung neuer Flugzeuge, sondern erbringt auch umfassende Engineering-Leistungen sowie Basiswartungen (Base Maintenance) für die bestehende A320-Flotte. Zudem nutzt die Fluggesellschaft verschiedene digitale Lösungen aus

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Rolls-Royce setzt auf technologische Erneuerung im 787-Programm

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce leitet mit der Einführung des neuen Serienstandards Trent 1000 XE eine entscheidende Phase für die Boeing 787 Dreamliner-Flotte ein. Ziel dieser technologischen Weiterentwicklung ist es, die massiven Haltbarkeitsprobleme der Vergangenheit zu überwinden und die Marktposition gegenüber dem US-amerikanischen Konkurrenten General Electric zurückzugewinnen. Durch eine grundlegende Überarbeitung der Hochdruck-Turbinenschaufeln und eine optimierte Kühlung verspricht das Unternehmen eine Verdreifachung der effektiven Einsatzzeit der Triebwerke. Die Neuerung betrifft dabei nicht nur künftige Auslieferungen ab dem Jahr 2026, sondern soll im Rahmen eines umfangreichen Retrofit-Programms auch Einzug in die bestehende Weltflotte halten. Herausforderungen für Fluggesellschaften und Betriebsausfälle Die Notwendigkeit für diesen technologischen Sprung resultiert aus einer jahrelangen Serie von technischen Mängeln, die zahlreiche Fluggesellschaften weltweit vor immense logistische Probleme stellte. Ein prominentes Beispiel ist Air New Zealand. Die Fluggesellschaft sah sich im Jahr 2024 gezwungen, eine wichtige Verbindung zwischen Auckland und Chicago vorübergehend aus dem Flugplan zu streichen, da ein signifikanter Teil ihrer Dreamliner-Flotte aufgrund von Triebwerksproblemen am Boden bleiben musste. Nach Angaben der Airline mussten die Trent 1000-Triebwerke bereits nach einer Spanne von 750 bis 850 Flugzyklen zur Revision. In der Luftfahrtbranche ist dies ein ungewöhnlich kurzes Intervall, das die Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebs massiv beeinträchtigt. Solche ungeplanten Wartungsereignisse führen nicht nur zu hohen Kosten für Ersatzteile und Technikerstunden, sondern stören das gesamte Netzwerk einer Fluggesellschaft durch Flugausfälle und notwendige Umbuchungen. Technische Optimierungen durch den Standard XE Kernstück der neuen Triebwerksgeneration Trent 1000 XE ist das sogenannte Durability Enhancement Package. Die Ingenieure von Rolls-Royce haben hierfür auf Erfahrungen aus anderen

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Aegean-Tochter Olympic Air investiert in griechischen Wartungsspezialisten Apella

Die griechische Fluggesellschaft Olympic Air, eine Tochtergesellschaft der Aegean Airlines S.A., hat eine Minderheitsbeteiligung von 45 Prozent an dem Luftfahrttechnik-Unternehmen Apella S.A. erworben. Die Transaktion umfasst sowohl den Kauf bestehender Anteile als auch eine Kapitalerhöhung zur Stärkung der Unternehmensbasis. Dr. Nikos Kontogiannis behält mit 55 Prozent die Mehrheit der Anteile und wird das Unternehmen weiterhin als Geschäftsführer leiten. Apella ist als zertifizierter EASA-Part-145-Betrieb auf die Instandhaltung von Flugzeugkomponenten spezialisiert und gilt in Griechenland als Marktführer bei der Reparatur von Rädern und Bremsen. Neben der zivilen Luftfahrt ist das Unternehmen ein wichtiger Partner im Verteidigungssektor und unterstützt unter anderem das F-16-Viper-Modernisierungsprogramm der griechischen Streitkräfte. Durch den Einstieg der Aegean-Gruppe soll die Entwicklung eines neuen Wartungszentrums in Almyros, Zentralgriechenland, forciert werden. Auf einem rund 100.000 Quadratmeter großen Areal nahe dem Flughafen Nea Anchialos ist der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Luftfahrzeugen geplant. In der ersten Ausbaustufe stehen Flugzeugabstellflächen und Demontagekapazitäten im Fokus, während in späteren Phasen Lackierhallen und Einrichtungen für schwere Wartungsereignisse, sogenannte Heavy Maintenance Checks, hinzukommen sollen. Apella erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 15 Millionen Euro bei einem Nettogewinn von 1,3 Millionen Euro und beschäftigt aktuell 151 Fachkräfte. Die Investition ist Teil einer übergeordneten Strategie der Aegean-Gruppe, Griechenland als regionales Kompetenzzentrum für technische Luftfahrtdienstleistungen zu etablieren. Erst Anfang 2024 eröffnete der Konzern ein neues Wartungs- und Trainingszentrum am Flughafen Athen. Dimitris Gerogiannis, CEO von Aegean, betont, dass die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie Apella den Aufbau eines weitreichenden Ökosystems aus technischer Expertise

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Lufthansa Technik Shenzhen sichert Langzeitwartung für Air-Premia-Flotte

Die südkoreanische Fluggesellschaft Air Premia und Lufthansa Technik Shenzhen haben eine umfassende Vereinbarung über die technische Betreuung von Flugzeugstrukturkomponenten unterzeichnet. Der Zehnjahresvertrag, der offiziell am 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, umfasst die Wartung, Reparatur und Überholung für die gesamte Boeing-787-9-Flotte des Unternehmens. Aktuell betreibt der Hybrid-Carrier neun Maschinen dieses Typs, die mit Trent-1000-Triebwerken ausgestattet sind. Die Kooperation deckt ein breites Spektrum ab, das von Triebwerksverkleidungen und Schubumkehrern bis hin zu Radomen und Flugsteuerungselementen reicht. Durch den Zugriff auf das globale Netzwerk der Lufthansa Technik werden zudem Leasing- und Austauschlösungen für Ersatzteile bereitgestellt, um die operative Verfügbarkeit der Flugzeuge zu maximieren. Zusätzliche Branchenanalysen unterstreichen die strategische Bedeutung dieses Geschäftsabschlusses für den asiatisch-pazifischen Markt. Air Premia festigt damit ihre Position als Langstreckenspezialist, indem sie die technische Zuverlässigkeit an einen der weltweit führenden MRO-Dienstleister (Maintenance, Repair and Overhaul) auslagert. Für Lufthansa Technik Shenzhen stellt der Auftrag eine signifikante Erweiterung der bestehenden Geschäftsbeziehung dar, die bereits seit August 2024 durch eine Vereinbarung zur Komponentenversorgung besteht. Der neue Kontrakt vertieft die Zusammenarbeit auf eine Ebene, die auch Modifikationen und Vor-Ort-Notfalldienste einschließt, was besonders bei der komplexen Verbundwerkstoffstruktur der Boeing 787 von technischer Relevanz ist. Die technische Umsetzung der Dienstleistungen erfolgt primär am Standort in Shenzhen, einem Joint Venture zwischen der Lufthansa Technik AG und der Beijing Kailan Aviation Technology. Der Standort fungiert als regionales Kompetenzzentrum und bündelt spezialisiertes Know-how in den Bereichen Airframe Related Components und Mobile Engine Services. Paul Kim, Vice President Einkauf bei Air Premia, betonte im Rahmen der Vertragsunterzeichnung, dass

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Emirates startet Rekrutierungsoffensive für Ingenieure in Deutschland

Die Fluggesellschaft Emirates verstärkt ihre Bemühungen um hochqualifiziertes technisches Fachpersonal und veranstaltet Mitte Februar 2026 gezielte Informationsveranstaltungen in Hamburg und Frankfurt. Hintergrund ist eine weltweite Rekrutierungskampagne der Emirates Group, die darauf abzielt, im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 17.300 neue Mitarbeiter für rund 350 verschiedene Positionen einzustellen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf lizenzierten Flugzeugingenieuren, die am zentralen Drehkreuz in Dubai die Wartung der weltweit größten Flotte von Großraumflugzeugen sicherstellen sollen. Deutschland gilt aufgrund seiner starken Luftfahrttradition und Standorte wie dem Airbus-Werk in Hamburg als einer der wichtigsten Talentpools für die technischen Anforderungen der Airline. Die personelle Expansion steht in direktem Zusammenhang mit massiven Investitionen in die Infrastruktur. Emirates hat rund 950 Millionen US-Dollar für den Bau einer neuen, über eine Million Quadratmeter großen Technikbasis am Flughafen Dubai World Central (DWC) bereitgestellt. Die erste Phase dieses Projekts soll bis 2027 abgeschlossen sein und Kapazitäten für die Wartungsanforderungen bis in die 2040er Jahre bieten. Das neue Zentrum wird für das gesamte Spektrum technischer Dienstleistungen ausgerüstet – von routinemäßigen Kontrollen über Triebwerksreparaturen bis hin zu komplexen Kabinenumbauten. Neben der eigenen Flotte, die künftig auch vermehrt den Airbus A350 umfassen wird, übernimmt Emirates Engineering bereits heute Wartungsaufträge für über 30 andere Fluggesellschaften. Um Fachkräfte für den Umzug in die Vereinigten Arabischen Emirate zu gewinnen, wirbt das Unternehmen mit einem umfangreichen Leistungspaket. Dieses umfasst ein steuerfreies Gehalt, Beteiligungen am Unternehmenserfolg sowie Zulagen für Bildung und Krankenversicherung. Zusätzlich bietet die Fluggesellschaft logistische Unterstützung beim Wohnortwechsel nach Dubai an. Branchenexperten sehen in dieser Offensive eine Reaktion auf den

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eroflot Group meldet Erfolg bei Triebwerkswartung und plant Expansionsschritte

Die russische Luftfahrtindustrie unternimmt signifikante Schritte zur technologischen Unabhängigkeit von westlichen Wartungsdienstleistern. Die Aeroflot-Gruppe gab bekannt, dass sie die erste eigenständige Überholung von drei Triebwerken des Typs CFM International CFM56-5B erfolgreich abgeschlossen hat. Diese Triebwerke sind das Herzstück der Airbus A320-200-Flotte des nationalen Flagcarriers. Die Durchführung der komplexen Instandsetzungsarbeiten erfolgte durch AeroTrustTechnics, eine spezialisierte Tochtergesellschaft des Konzerns, die sich auf die Triebwerkswartung konzentriert. Parallel zu diesen technischen Fortschritten kündigte Konzernchef Sergei Aleksandrovsky weitreichende Infrastrukturprojekte an, darunter die Eröffnung eines eigenen, großangelegten Werks zur Triebwerksinstandsetzung bis Ende 2027. Flankiert werden diese Maßnahmen durch Pläne zur Kapazitätserweiterung mittels Wet-Lease-Abkommen im kommenden Jahr, um der stabilen Inlandsnachfrage gerecht zu werden. Technologische Herausforderungen und operative Lösungen Der Abschluss der Überholungen an den CFM56-5B-Triebwerken markiert einen Wendepunkt für die operative Kontinuität der russischen Zivilluftfahrt. Seit dem Jahr 2022 ist der Zugang zu den globalen Wartungszentren der Originalhersteller sowie der Bezug von zertifizierten Ersatzteilen für Triebwerke von CFM International und Pratt & Whitney aufgrund internationaler Handelsbeschränkungen unterbunden. Dies zwang russische Fluggesellschaften dazu, interne Kompetenzen im Bereich des High-Tech-Engineerings massiv auszubauen. Die CFM56-Serie gilt weltweit als eines der meistgenutzten Triebwerke in der Kurz- und Mittelstreckenluftfahrt, weshalb die Fähigkeit zur eigenständigen Generalüberholung essentiell für den Erhalt der Flugfähigkeit der verbliebenen westlichen Bestandsflotte ist. Die Arbeiten bei AeroTrustTechnics umfassten nach Brancheninformationen nicht nur die reguläre Wartung, sondern auch komplexe Reparaturen an Heißteilen der Triebwerke sowie die Überholung der Niederdruckturbinen. Um die strengen Sicherheitsstandards zu erfüllen, mussten spezielle Prüfstände und Werkzeuge teilweise im Inland entwickelt oder über alternative Bezugswege beschafft

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Bombardier CRJ-700 (Foto: ERIC SALARD).

Sicherheitszwischenfall am Flughafen Charlottesville: United Express Maschine nach Bodenkontakt beschädigt

Ein Landeanflug auf den Flughafen Charlottesville-Albemarle im Bundesstaat Virginia endete am 29. Dezember 2025 mit einem besorgniserregenden Zwischenfall, der nun die Aufmerksamkeit von Luftfahrtexperten und Sicherheitsbehörden auf sich zieht. Eine von SkyWest Airlines im Auftrag von United Express betriebene Bombardier CRJ-700 geriet während des Versuchs aufzusetzen in eine instabile Lage, die zu einem direkten Bodenkontakt der rechten Tragflächenspitze mit der Landebahn führte. Trotz der Kollision gelang es der Besatzung, das Flugzeug wieder in die Luft zu bringen, ein Durchstartmanöver einzuleiten und die Maschine rund 15 Minuten später sicher zu landen. Während Personen nicht zu Schaden kamen, wirft der Vorfall Fragen zur strukturellen Integrität des Regionaljets und zur Entscheidungsgewalt in kritischen Landephasen auf. Der Flug UA 5532 war am Morgen in Chicago O’Hare mit einer Verspätung von über 90 Minuten gestartet. Als das Flugzeug, eine 16 Jahre alte Maschine mit dem Kennzeichen N779SK, Charlottesville erreichte, herrschten laut offiziellen Stellungnahmen der Fluggesellschaft schwierige Wetterbedingungen. Starke Windböen sollen dazu beigetragen haben, dass die rechte Tragfläche während des Ausschwebens so weit absank, dass sie den Asphalt der Runway berührte. Die Entscheidung der Piloten, in diesem Moment die Landung abzubrechen und ein Durchstartmanöver (Go-Around) durchzuführen, gilt in Fachkreisen als hochgradig anspruchsvoll, da das Flugzeug bereits direkten Kontakt mit dem Boden hatte. Analyse des Flugverlaufs und technischer Hintergrund Daten von Flugverfolgungsdiensten dokumentieren den dramatischen Verlauf des ersten Landeversuchs. Nach dem Bodenkontakt stieg die Maschine wieder auf eine sichere Höhe, um die Flugfähigkeit zu überprüfen und sich für einen zweiten Anlauf zu positionieren. Dass keine Verletzungen unter

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Krise bei Pratt & Whitney-Triebwerken verschärft sich zum Jahresbeginn 2026

Die weitreichende Rückrufaktion für die „Geared Turbofan“-Triebwerke (GTF) des US-Herstellers Pratt & Whitney belastet die internationale Luftfahrtbranche auch im neuen Jahr massiv. Aktuelle Daten des Branchendienstes Cirium belegen, dass die Zahl der am Boden verbleibenden Flugzeuge zuletzt wieder angestiegen ist. Ende Oktober 2025 waren weltweit 835 Maschinen mit GTF-Antrieb stillgelegt, was einem Zuwachs von rund 90 Flugzeugen gegenüber den Sommermonaten entspricht. Besonders kritisch stellt sich die Situation beim Airbus A320neo dar: Hier fielen zuletzt 720 von insgesamt 1.912 Maschinen aus – eine Quote von rund 38 Prozent der globalen Flotte. Ursache für den acht Milliarden US-Dollar teuren Rückruf ist verunreinigtes Metallpulver in zentralen Bauteilen wie Hochdruckturbinenscheiben, was zu gefährlichen Rissen führen kann. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Schwere der Krise für europäische Fluggesellschaften. Die Lufthansa-Beteiligung ITA Airways plant, Pratt & Whitney mit rund 150 Millionen Euro in Regress zu nehmen, da mehrere ihrer Airbus-Maschinen aufgrund fehlender Ersatzteile seit über einem Jahr ungenutzt in Neapel stehen. Auch die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss reagiert drastisch und legt 2026 ihre gesamte Teilflotte von neun Airbus A220-100 vorübergehend still, um die knappen Triebwerksressourcen für die größere A220-300-Flotte zu bündeln. Während die Günstigairline Wizz Air sogar bis Ende 2027 mit operativen Einschränkungen rechnet, zeigt sich beim Konkurrenzprodukt CFM LEAP eine deutlich höhere Zuverlässigkeit mit einer Ausfallquote von lediglich 3,5 Prozent. Erschwert wird die Lage durch neue technische Restriktionen, die Airbus im November an die Betreiber kommunizieren musste. Bei extremen Wetterlagen, insbesondere bei gefrierendem Nebel und Sichtweiten unter 150 Metern, gelten ab sofort neue Startbeschränkungen für GTF-betriebene

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Ausbau der Wartungskapazitäten: Ethiopian Airlines schließt A350-Lackierprogramm ab

Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat den erfolgreichen Abschluss ihres ersten vollständigen „Strip-and-Paint“-Programms für den Airbus A350-900 auf dem afrikanischen Kontinent bekannt gegeben. Im Rahmen dieses technischen Großprojekts wurden zwei Maschinen dieses Typs in den eigenen Wartungshangars in Addis Abeba komplett entlackt und mit einer neuen Oberflächenbeschichtung versehen. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Erweiterung des Portfolios der Wartungssparte Ethiopian MRO (Maintenance, Repair and Overhaul), die zuvor bereits ähnliche Kapazitäten für das Konkurrenzmodell Boeing 787 „Dreamliner“ etabliert hatte. Die technische Durchführung umfasst die chemische Entfernung alter Lackschichten sowie die präzise Applikation spezialisierter Luftfahrtlacke unter strengen industriellen Qualitätsvorgaben. Konzernchef Mesfin Tasew betonte die strategische Relevanz dieses Meilensteins für die technologische Eigenständigkeit der Fluggesellschaft. Durch die Inhouse-Abwicklung solch komplexer Instandhaltungsarbeiten reduziert Ethiopian Airlines die Abhängigkeit von externen Dienstleistern in Europa oder Asien massiv. Dies führt nicht nur zu einer Reduktion der operativen Kosten, sondern verkürzt auch die Standzeiten der Flugzeuge am Boden. Die Investitionen in die Wartungsinfrastruktur am Drehkreuz Addis Abeba sind Teil eines langfristigen Plans, Äthiopien als führendes technisches Zentrum für die afrikanische Luftfahrtindustrie zu positionieren und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Akteuren zu steigern. Über die reine Eigenversorgung hinaus zielt die Airline darauf ab, die neu gewonnenen Kapazitäten als Dienstleistung für Drittkunden anzubieten. Der globale Markt für Flugzeugwartung wächst stetig, und spezialisierte Lackierbetriebe sind weltweit stark ausgelastet. Ethiopian MRO plant, durch attraktive Preisgestaltungen und zertifizierte Technikstandards Aufträge von anderen Fluggesellschaften aus der Region und darüber hinaus zu gewinnen. Dies soll zusätzliche Deviseneinnahmen generieren und die Rentabilität des gesamten Konzerns weiter absichern. Die

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