Kabinenpersonal

Weitere Artikel aus der Rubrik

Kabinenpersonal

EU legt Pläne für 5G in Flugzeugen offen

Es ist das Ende für den “Flugzeugmodus”: Die EU will es Smartphone-Nutzern ermöglichen, 5G in Flugzeugen zu nutzen. Traditionell sollten Smartphones und andere Geräte, die Mobilfunk verwenden, während der Flugdauer im Flugmodus verharren. Argumentiert wurde das zunächst mit Sicherheitsbedenken in Hinblick auf eine potenzielle Störung der Flugsysteme. Dass diese technisch nicht wirklich nachvollziehbar sind, hat nichts daran geändert, dass diese Praxis bis heute aufrecht ist. Das könnte sich aber bald ändern. Wie die Europäische Kommission in einer Presseaussendung verkündet, soll es Fluglinien bald erlaubt sein, 5G-Technologie in ihren Flugzeugen einzusetzen. Flugzeuge könnten künftig mit entsprechenden Picozellen, also räumlich eng begrenzten Mobilfunksendern, ausgestattet sein, um die notwendige Netzabdeckung zu bieten. Die rechtliche Basis für all das hat die EU bereits im Jahr 2008 geschaffen, als bestimmte Frequenzbereiche für Mobilfunkkommunikation reserviert wurden. Mit der aktuellen Novelle kann dies aber nun auch wirklich genutzt werden. Große Euphorie kommt keine auf. Denn die aktuelle Ankündigung der EU ist allerdings zunächst einmal nur das: eine Ankündigung. Einen konkreten Zeitplan sowie nähere Details gibt es noch nicht. In den USA sind Pläne zur Installation von 5G-Equipment in Flugzeugen bislang nicht realisiert worden. Die Federal Communications Commission verwarf bereits vor 2 Jahren Pläne, Sprach- und Datendienste während des Fluges zuzulassen. Begründet wurde die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken, Widerstand kam aber auch von Piloten und Flugbegleitern. Insofern bleibt abzuwarten, ob aus der Theorie der EU-Kommission auch einmal eine Praxis wird.

weiterlesen »

Streikvorbereitungen: TAP streicht 360 Flüge

Die Fluggesellschaft TAP Air Portugal geht von einer hohen Beteiligung am für Anfang Dezember 2022 angekündigten Flugbegleiterstreik aus. Der Carrier hat bereits die Hälfte der für den 8. und 9. Dezember 2022 geplanten Flüge gestrichen. Zwischen den Gewerkschaften und dem Management konnte bislang keine Einigung erzielt werden. Nun geht die Fluggesellschaft davon aus, dass die zweitägige Arbeitskampfmaßnahme über die Bühne gehen wird. Aus diesem Grund ermöglicht man Passagieren kostenfreie Umbuchungen, die jedoch zeitlich beschränkt sind. Vorsorglich hat man in etwa die Hälfte des für den 8. und 9. Dezember 2022 geplanten Flugprogramms bereits jetzt gestrichen. Betroffen sind rund 360 Flüge. Im Rahmen einer Pressekonferenz kritisierte Firmenchefin Christine Ourmieres-Widener die Vorgehensweise der Arbeitnehmervertreter. Sie wirft den Gewerkschaften vor, dass der Streit auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werde. Von den Streichungen wären in etwa 50.000 Reisende betroffen. TAP Air Portugal würde ein finanzieller Schaden von zumindest 8,3 Millionen Euro entstehen. Seitens der Arbeitnehmervertreter werden höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Das jüngste Angebot des Managements hat man als unzureichend zurückgewiesen.

weiterlesen »

Australien: Qantas-Flugbegleiter stimmen für Streik

Auch in Downunder gibt es Unstimmigkeiten zwischen den Gewerkschaften und Fluggesellschaften, denn Qantas steht ein Flugbegleiterstreik bevor. Eine entsprechende Urabstimmung wurde bereits durchgeführt und ist klar und deutlich für Arbeitskampfmaßnahmen ausgefallen. Rein zufällig kommt der Zeitpunkt der Verlautbarung seitens der Arbeitnehmervertreter nicht, denn nur einen Tag zuvor hatte die Fluggesellschaft kommuniziert, dass man einen Halbjahresgewinn von bis zu 1,45 Milliarden Australischen Dollar geschrieben hat. Damit wird der Überschuss deutlich höher ausfallen als ursprünglich prognostiziert. Das veranlasste nun die Gewerkschaften die Forderung nach höheren Löhnen nicht nur zu erneuern, sondern auch mit einer Streikdrohung zu untermauern. Qantas war aufgrund der von der australischen Regierung ehemals praktizierten Null-Covid-Strategie besonders stark betroffen. Über einen sehr langen Zeitraum konnten keinerlei internationale Flüge durchgeführt werden. Auch trennte sich der Carrier von vielen Beschäftigten. In diesem Jahr ist die Nachfrage noch höher als vom Management in optimistischen Planungen gewartet. Allerdings laufen Sparpakete weiter und das zum Unmut der Kabinenmitarbeiter. Eine Abstimmung unter den für Qantas fliegenden Mitglieder der Attendants Association of Australia brachte das Ergebnis, dass 99 Prozent der Flugbegleiter für Streiks gestimmt haben. Noch setzt man auf den Verhandlungstisch und erklärt, dass man Beeinträchtigungen des Flugverkehrs zwischen Weihnachten und Neujahr vermeiden will, jedoch müsse die Geschäftsleitung zuvor ein deutlich nachgebessertes Angebot auf den Tisch legen.

weiterlesen »

Flugbegleiter-Streik: Tap ermöglicht Umbuchungen

Die Fluggesellschaft Tap Air Portugal ermöglicht Passagieren aufgrund von Streiks, die für den 8. und 9. Dezember 2022 angekündigt sind, kostenfreie Umbuchungen. Der Zeitraum ist zwischen 28. November und 19. Dezember 2022 eingeschränkt. „In Anbetracht des angekündigten Streiks des Kabinenpersonals am 8. und 9. Dezember teilt TAP mit, dass Kunden, die ihre Flüge in diesem Zeitraum ändern möchten, dies zwischen dem 28. November und dem 19. Dezember kostenlos tun können“, so die Fluggesellschaft, die gleichzeitig betont, dass man hofft, dass die Arbeitsniederlegungen in Verhandlungen abgewendet werden können.

weiterlesen »

Finnair-Flugbegleiter im Streik

Ein Flugbegleiter-Streik sorgt derzeit bei Finnair für den Ausfall zahlreicher Flüge von/nach Helsinki. Die Transportarbeitergewerkschaft AKT hat das Kabinenpersonal für den 20. und 21. November 2022 zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Hintergrund ist, dass das Finnair-Management prüft die Kosten durch den Einsatz von Subunternehmern in der Kabine zu reduzieren. Die Gewerkschaft ist strikt dagegen und fordert mehr Lohn für die Flugbegleiter. Aus geografischen Gründen leidet der finnische Carrier besonders stark darunter, dass der Luftraum der Russischen Föderation tabu ist. Der Streik betrifft weder Flüge, die von Norra durchgeführt werden, noch Flüge, deren Kabinenservice von Finnairs Partnern erbracht wird, wie Flüge nach Singapur und Indien, oder Flüge, die mit Flugzeugen und Personal anderer Fluggesellschaften durchgeführt werden, zum Beispiel nach Barcelona und Madrid.   „Wir bedauern die Sorgen und Unannehmlichkeiten, die dieser Streik für unsere Kunden mit sich bringt, und tun unser Bestes, um unsere Kunden so schnell wie möglich umzuleiten“, so Jaakko Schildt, Chief Operating Officer von Finnair. „Es ist traurig, dass die Gewerkschaft den Weg eines illegalen Streiks anstelle von Verhandlungen gewählt hat. Den ganzen Herbst über haben wir mit den Gewerkschaften über Einsparmöglichkeiten diskutiert, aber leider konnten wir mit dem Kabinenpersonal kein Ergebnis erzielen. Wir hoffen immer noch, dass wir gemeinsam Lösungen finden“. Finnair hat mit allen Arbeitnehmergruppen über Einsparungen verhandelt. Der Carrier verschuldete sich während der Corona-Pandemie enorm und kann sich aufgrund der Sperrung des russischen Luftraums nur schwer erholen. Während man sich mit einigen Gewerkschaften einigen konnte, steht eine solche beim Kabinenpersonal noch aus. Bislang wurden die Vorschläge von den

weiterlesen »

Weihnachtsferien: Gewerkschaften drohen Air France mit Streiks

Französische Gewerkschaften drohen dem Air-France-Management mit Flugbegleiterstreiks zwischen Weihnachten und Neujahr. Diese würden Carrier empfindlich treffen, da diese Zeitspanne traditionell aufkommensstark ist. Die Streikankündigung kam von den Gewerkschaften Union des Navigants de l’Aviation Civil (UNAC) und Syndicat des Navigants du groupe Air France (SNGAF), die darauf bestanden, dass Air France ihren Tarifvertrag während der Verhandlungen im Herbst nicht verlängert hat. Ohne den Tarifvertrag, der Ende Oktober auslief, gestalteten sich die Gespräche zwischen der Geschäftsführung der Fluggesellschaft und den Gewerkschaften schwieriger.

weiterlesen »

Sexuelle Belästigung: 66-Jähriger griff Jet2-Flugbegleiterin unter den Rock

Am Samstag, den 12. November 2022, wurde auf Jet2-Flug LS271 eine Flugbegleiterin von einem betrunkenen Passagier massiv sexuell belästigt. Der Kapitän entschied aufgrund des für die Dame erniedrigenden Vorfalls eine außerplanmäßige Landung im französischen Nantes einzulegen. Die Boeing 737-300 mit der Registrierung G-GDFG befand sich auf dem Weg von Leeds Bradford nach Alicante. Eigentlich ein Routineflug, wenn da nicht ein männlicher Passagier gewesen wäre, der im Suff eine Flugbegleiterin belästigt hat. Er soll der Kabinenmitarbeiterin unter den Rock gegriffen haben und sie gegen ihren Willen entsprechend berührt haben. Der Kapitän wurde verständigt und dieser entschied, dass der männliche Fluggast, der die Flugbegleiterin sexuell belästigt hatte, unverzüglich von Bord geschaffen wird. Daher wurde in Nantes eine Zwischenlandung eingelegt und die französische Polizei führte den betrunkenen Mann ab. Laut französischer Exekutive wurde festgestellt, dass der „unruly Pax“ einen Blutalkoholgehalt von 2,2 Gramm hatte. Ein Untersuchungsgericht hat entscheiden, dass er vorläufig auf freien Fuß kommt, jedoch am 13. Dezember 2022 eine Strafe wegen sexueller Nötigung anzutreten hat. Der 66-Jährige Brite soll sich umfassend geständig gezeigt haben.

weiterlesen »

Finnair will Subunternehmer in der Kabine einsetzen

Die Fluggesellschaft Finnair plant den Bordservice auf Langstreckenverbindungen in die USA und nach Thailand an einen Subunternehmer zu vergeben. Dadurch sollen nicht nur Kosten eingespart werden, sondern 450 Flugbegleiter-Stellen stehen auf der Kippe. Mit verschiedenen Beschäftigungsgruppen konnte sich das Oneworld-Mitglied auf Sparpakete einigen. Beim finnischen Kabinenpersonal ist dies derzeit nicht der Fall. Daher sucht der Carrier nach Alternativen. Diese sind man im Einsatz von Subunternehmern im Bereich der Kabine. Entsprechende Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern werden aufgenommen. Sollte der Plan zur Vergabe von Unteraufträgen umgesetzt werden, könnte dies zu einem Abbau von bis zu 450 Arbeitsplätzen in den Inflight-Diensten von Finnair führen. Finnair beschäftigt derzeit etwa 1750 Flugbegleiter in Finnland. Der Kabinenservice auf den Finnair-Strecken nach Singapur, Hongkong und Indien sowie auf den Doha-Strecken ab Stockholm und Kopenhagen wird bereits von Finnairs Partnern erbracht. „Unser Ziel ist es nach wie vor, gemeinsam mit unserem Kabinenpersonal eine Sparlösung zu finden. Wir brauchen jetzt den echten Willen der Verhandlungsführer, Lösungen zu finden, die es uns ermöglichen, den Bordservice mit unserem eigenen Personal fortzusetzen und Entlassungen zu vermeiden. Die Diskussion über alternative Lösungen ist ein äußerst wichtiger Teil des Verhandlungsprozesses“, so Topi Manner, CEO von Finnair.

weiterlesen »

TAP: Gewerkschaft ruft Flugbegleiter zum Streik auf

Der Fluggesellschaft TAP Air Portugal steht am 8. und 9. Dezember 2022 ein Streik des Kabinenpersonals bevor. Die Gewerkschaft SNPVAC ruft die Flugbegleiter an den beiden Tagen zur Arbeitsniederlegung auf. Sofern die Maßnahme nicht abgesagt werden sollte, ist mit erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen. Begründet wurde die Aufforderung mit den „systematischen Verstößen“ gegen die geltende Betriebsvereinbarung und die befristete Notstandsvereinbarung. Weiters erklären die Arbeitnehmervertreter, dass das Management eklatante Fehlentscheidungen getroffen habe und „mangelnden Respekt gegenüber den Besatzungsmitgliedern“ zeigen würde.

weiterlesen »

Vueling: Spanische Gewerkschaft ruft zum Dauerstreik auf

Die spanische Gewerkschaft Stavla ruft das Kabinenpersonal von Vueling zum Dauerstreik auf. Die Arbeitsniederlegungen sollen von 1. November 2022 bis 31. Jänner 2023 jeweils an den Wochenenden, an Feiertagen und rund um Weihnachten über die Bühne gehen. Die Forderung: 13,4 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitnehmervertreter werfen vor, dass die Geschäftsleitung die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die Flugbegleiter in die Länge ziehen wurden. Man hält den Streikaufruf daher für „unvermeidlich“. Vueling sieht dies gänzlich anders und fordert in einer Medienerklärung, dass man die Kräfte bündeln müsse, um die Zukunft des Carriers zu sicher. Weiters sollen die von der Gewerkschaft geforderten Lohnerhöhungen „wirtschaftlich nicht darstellbar“ sein. Man stellt auch eine mögliche Verkleinerung der Billigfluggesellschaft als Konsequenz in Aussicht. Weiters weist man seitens des Carriers darauf hin, dass man Gehaltserhöhungen von 6,5 Prozent ab 1. Jänner 2021 zugestimmt habe. Weitere Steigerungen wären derzeit nicht möglich. In den letzten beiden Jahren habe man Verluste in der Höhe von rund einer Milliarde Euro eingeflogen und den Schuldenstand um 260 Millionen Euro erhöht. Derzeit ist völlig unklar wie viele Flugbegleiter sich an den Streiks beteiligen werden. In Spanien ist die Teilnahme oftmals sehr unterschiedlich. Beispielsweise haben sich an Arbeitsniederlegungen bei der Ryanair Group, zu denen eine andere Gewerkschaft aufgerufen hatte, nur wenige Flugbegleiter beteiligt. Bei Iberia Express hingegen war die Teilnahme deutlich höher.

weiterlesen »