Lauda Europe

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Vida: „Ryanair zahlt in Wien teilweise Monatsgehälter unter 500 Euro aus“

Die österreichische Verkehrsgewerkschaft Vida hält die von der Ryanair-Tochter Buzz in Wien praktizierte „Selbstständigkeit“ für nicht legal. Die Arbeitnehmervertreter reagierten auf einen Bericht von Aviation Direct, in dem aufgedeckt wurde, dass die polnische Fluggesellschaft in Wien Personal mit slowakischem Gewerbeschein als „Selbstständige“ einsetzt. Daniel Liebhart, Vida-Fachgruppenchef, dazu: „Dazu muss man wissen, dass die Ryanair-Basis am Flughafen Wien an die polnische Buzz übergeben wurde. Das heißt, selbstständige Piloten könnten demnächst auch vom Flughafen Wien aus starten und landen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist es aber ein sehr schmaler Grat, einen Piloten in Österreich bei einer Airline selbstständig tätig sein zu lassen. Bei einer Linien-Airline sehen wir es als nahezu ausgeschlossen an, dass dies rechtlich korrekt durchgeführt werden kann. Man müsste den Piloten eine große Autonomie zukommen lassen, die eigentlich aufgrund der strikten Safety Procedures in einer Airline im Linienverkehr nicht gegeben sein kann“. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass es „selbst nach der Auslegung der WKÖ in der Praxis kaum möglich ist selbständige Piloten bei einer Airline im Linienverkehr einzusetzen“. Daher fordert Liebhart nun abermals das Einschreiten der heimischen Behörden: „Einmal mehr sind die zuständigen Behörden gefordert, die dubiosen Vorgänge bei Buzz, ein Unternehmen des Ryanair-Konzerns, zu überprüfen. Im konkreten Fall muss geprüft werden, ob eine Sozialversicherungspflicht vorliegt und ob die Beiträge korrekt abgeführt wurden“. Seit 1. Jänner 2020 obliegt diese Pflicht dem Finanzministerium. Vida: „Lohnzettel der Ryanair Basis Wien deuten auf Lohn- und Sozialdumping hin“ „Wir haben derzeit vermehrt Anfragen von besorgten bei Ryanair beschäftigten Vida-Mitgliedern, wie es mit ihren Arbeitsplätzen

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Gewerkschaft: Buzz setzt slowakische „Selbstständige“ ab Wien ein

Slowakische und spanische Gewerkschaften erheben schwere Vorwürfe gegen die neuerdings ab Wien tätige Ryanair-Tochter Buzz. Kamen anfangs noch aus Kattowitz eingeflogene Flugbegleiter und Piloten zum Einsatz, soll man laut den Arbeitnehmervertretern auf Slowaken umgestellt haben. Pikant ist aber ein kleines Detail: Laut Gewerkschaften sollen diese als Selbstständige tätig sein. Die spanischen Arbeitnehmervertreter sehen das nicht ohne Grund mit großer Sorge, denn Ryanair praktiziert dieses Modell in vielen Ländern und verbrannte sich wiederholt wegen gerichtlich festgestellter Scheinselbstständigkeit die Finger. Indes klagt die spanische USO gegen Laudamotion und Lauda Europe auf Feststellung eines Betriebsübergangs. Aus internen Buzz-Unterlagen, die der slowakischen Gewerkschaft zugespielt wurden und von Aviation Direct gesichtet wurden, geht hervor, dass in den ab Wien betriebenen Buzz-Flugzeugen sowohl Piloten als auch Flugbegleiter zum Einsatz kommen, die in der Slowakei einen entsprechenden Gewerbeschein lösen sollten und formell als Selbstständige für die polnische Buzz-Tochter fliegen. Wenig überraschend ist, dass die Konzernmutter in Dublin als auch die Tochter in Polen, deren Zentrale sich in der Nähe des Flughafens Chopin befindet, für eine Stellungnahme nicht erreichbar waren und auf E-Mails nicht geantwortet haben. Leiharbeit ist bei Buzz keine Neuigkeit, denn nahezu das gesamte fliegende Personal wird über eine konzerninterne „Agentur“ namens Warsaw Aviation beschäftigt. Der nunmehrige Einsatz von „Selbstständigen“ mit slowakischem Gewerbeschein zeigt, dass die Ryanair Group wieder in alte Muster zurückfällt. Der Konzern verbrannte sich in Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und in anderen EU-Staaten aufgrund dieser Praxis enorm die Finger, musste heftige, gerichtlich festgestellte Strafen und Nachzahlungen an die Steuer- und Sozialversicherungsbehörden bezahlen. Da

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Lauda Europe: Klagen auf Feststellung eines Betriebsübergangs anhängig

In Österreich wird sich ein Gericht damit befassen müssen, ob der Wechsel der Laudamotion-Mitarbeiter zum Nachfolger Lauda Europe Ltd einen Betriebsübergang darstellt oder nicht. Mit Unterstützung der Arbeiterkammer wurde eine entsprechende Klage eingebracht. Auch in Deutschland ist mittlerweile ein vergleichbares Verfahren anhängig. In Düsseldorf ist die Situation sogar noch kurioser, denn erst wurde den Beschäftigten mitgeteilt, dass ihre Basis offenbleiben wird. Aufgrund der bereits beschlossenen Schließung der Laudamotion GmbH wurde bereits mit der Umstellung auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe Ltd. begonnen. Das beinhaltete nicht nur Schulungen auf Grundlage der neuen Manuals, sondern auch der Arbeitgeber wurde bereits gewechselt. Das bedeutet, dass viele Düsseldorfer Lauda-Mitarbeiter formell bereits bei Lauda Europe angestellt werden. Später hagelte es Kündigungen, die jedoch von der Laudamotion GmbH verschickt wurden. Dieser Umstand fliegt dem Unternehmen nun in zahlreichen Arbeitsgerichtsprozessen um die Ohren, so dass Lauda-Europe-Chef David O’Brien seit vergangener Woche auch Kündigungen seitens des Nachfolgeunternehmens verschicken lässt. Sowohl in Stuttgart als auch in Düsseldorf sind derzeit vor den Arbeitsgerichten enorm viele Kündigungsschutzklagen anhängig. Gütetermine, die allesamt keine Lösung brachten, finden derzeit am laufenden Band statt. Bei einigen Ex-Mitarbeitern wurden bereits so genannte Kammertermine anberaumt. Auch gibt es Klagen auf Feststellung eines Betriebsübergangs von der Laudamotion GmbH auf die Lauda Europe Ltd. In Österreich hat die Frage, ob ein Betriebsübergang vorliegt oder nicht, auch noch eine zwei ganz andere zentrale Aspekte: Sollte dieser rechtskräftig festgestellt werden, so wirkt der Kollektivvertrag der Laudamotion GmbH. Die Lauda Europe Ltd. hat keinen KV, allerdings erpresste die Laudamotion GmbH mittels einer

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Ryanair stellt Laudamotion-Homepage ab

Die Ryanair Group hat weitere Fakten zur Abschaffung des Lauda-Markenauftritts geschaffen. Die Homepage der österreichischen Tochter Laudamotion GmbH wurde nun abgestellt. Das SSL-Zertifikat hat man schon einige Zeit nicht mehr erneuert, so dass Besucher eine Warnmeldung angezeigt bekommen. Die Lauda-Homepage war unter der Eigentümerschaft von Ryanair nie eine echte eigene Seite, sondern lediglich eine umgefärbte Version der Website der Konzernschwester Ryanair DAC. Genau genommen war es nur eine Spracheinstellung, die dazu führte, dass die Internetseite des irischen Lowcosters mit Lauda-Logo und in roter statt blauer Farbe erschien. Damit ist jetzt Schluss. Wer laudamotion.com besucht, landet nun auf der „echten“ Ryanair-Page. Die Spracheinstellung „Lauda“ existiert nicht mehr. Im Zuge der Ummeldung der A320-Flotte von der österreichischen Laudamotion auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe wurde der sich unter dem Lauda-Schriftzug befindliche Hinweis auf die Internetseite ersatzlos entfernt. Ob das Unternehmen mit Sitz in Schwechat zwischenzeitlich AOC und Betriebsbewilligung zurückgegeben hat oder nicht, ist unklar: Es ist weiterhin auf der Homepage des Klimaschutzministeriums gelistet, jedoch beantwortete dieses eine entsprechende Rückfrage nicht. Wie fast alle Ryanair-Töchter verfügt auch Lauda Europe über eine eigene Internet-URL. Diese lautet laudaeur.com, allerdings gibt es im Gegensatz zur polnischen Konzernschwester Buzz keinen eigenen Internetauftritt. Derzeit wird die Domain ausschließlich für E-Mail-Adressen verwendet.

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Lauda: Flugbegleiter dürfen keine Erste Hilfe leisten

Flugbegleiter der Ryanair-Tochter Lauda Europe dürfen nun an Bord keine Erste-Hilfe-Maßnahmen mehr durchführen. In den jährlichen Fortbildungskursen spielt dieses ansonsten äußerst wichtige Thema nach Angaben von Kabinencrews keine sonderlich große Rolle mehr. Bislang und zuvor bei Niki legte man äußerst viel Wert auf Erste Hilfe und widmete einen großen Teil der Kurse der Aus- und Fortbildung in Sachen Ersthelfer. Mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs – im Juli 2020 – sind die so genannten „Doctors Kits“ aus den damals noch von Laudamotion betriebenen Airbus A320 verschwunden. Warum diese entfernt wurden, hat man dem fliegenden Personal nie erklärt. Vorhanden sind nur mehr das so genannte „White Kit“ und das „Green Kit“. Lauda-Europe-Flugbegleiter kritisieren dies gegenüber Aviation Direct heftig: „Der Inhalt ist unzureichend. In jedem Auto-Verbandskasten, den es regelmäßig in Discountern im Angebot gibt, ist mehr drin. Mit dieser Ausstattung kann man im Ernstfall so gut wie nichts machen. Die Firma untersagt nun, dass wir Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen.“ Mit gutem Recht machen sich einige Kabinenmitarbeiter der Lauda Europe Sorgen, denn die Firmenanordnung widerspricht geltendem Recht. In Österreich – und übrigens auch in Malta – ist jeder Bürger verpflichtet einem anderen Menschen, der verletzt ist oder aus anderen Gründen ein akutes medizinisches Problem hat, zu helfen. Unterlässt man dies, macht man sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. § 95 des österreichischen Strafgesetzbuchs schreibt vor: „(1) Wer es bei einem Unglücksfall oder einer Gemeingefahr (§ 176) unterläßt, die zur Rettung eines Menschen aus der Gefahr des Todes oder einer beträchtlichen Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung offensichtlich erforderliche Hilfe zu

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EASA-Chef Ky: B737-Max-Wiedereinsatz „ab Jänner 2021“

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA äußerte sich nun konkret zu einem „Fahrplan“ für den Wiedereinsatz der Boeing 737-Max in der Europäischen Union. In Kürze soll eine Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben werden. In dieser werden die Bestimmungen für die Wiederzulassung des Musters festgehalten. Nach zwei verheerenden Abstürzen wurde der Boeing 737-Max nach und nach weltweites Flugverbot erteilt. Die U.S.-amerikanische FAA gab am 18. November 2020 wieder grünes Licht, kündigte jedoch an, dass man den „Lagerbestand“ des Herstellers penibel genau prüfen wird. Bis zum tatsächlichen Wiedereinsatz wird es daher auch in den Vereinigten Staaten noch einige Wochen oder gar Monate dauern. EASA-Chef Patrick Ky sagte nun in Paris, dass die Freigabe für kommerzielle Flüge im Jänner 2021 erfolgen könnte. Einen exakten Tag nannte er nicht, sondern verwies auf eine Einspruchsfrist, die sich aufgrund der Lufttüchtigkeitsanweisung ergeben wird. Anschließend müssen sowohl der Hersteller als auch der Operator sämtliche Auflegen erfüllen ehe der tatsächliche Wiedereinsatz erfolgen darf. Ryanair will die Strafzölle nicht bezahlen Einer der größten europäischen Kunden ist die Ryanair Group. Eddie Wilson, Vorstandsvorsitzender der operativen Fluggesellschaft Ryanair DAC, sagte im Rahmen der CAPA-Konferenz, dass der von ihm geleitete Carrier nicht für die Strafzölle aufkommen wird. Bedingt durch den Dauerstreit zwischen Airbus und Boeing bezüglich Subventionen, erhebt die Europäische Union einen Aufschlag von 15 Prozent. Selbstredend: Der irische Billigflieger will die Strafzölle nicht bezahlen und verhandelt mit dem U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer über eine Kostenübernahme bzw. weitere Preisnachlässe. Ryanair erwartet die Auslieferung von insgesamt 135 Boeing 737 Max 200. Dabei handelt es sich um eine spezielle Billigfliegerausführung der

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O’Leary: „Hauptsache billig, nur so geht’s aus der Krise aus“

Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary machte auf dem ACI Europe Meeting unmissverständlich klar, dass er davon überzeugt ist, dass über billige Preise die Nachfrage sehr rasch wieder anziehen würde. Auch Hotels wären dazu gezwungen ihre Zimmer billiger zu verkaufen, um Gäste anzulocken. Dem hielt der Flughafen Dublin allerdings entgegen, dass man hinsichtlich der Gebühren ohnehin schon der „Lidl unter den internationalen Flughäfen“ ist. O’Leary ist fest davon überzeugt, dass es nicht bis 2025 dauern wird bis die Passagierzahlen des Vorjahres wieder erreicht werden. Er räumte allerdings ein, dass die Preise „vermutlich“ noch zehn Jahre lang gedämpft sein werden. Der Ryanair-Boss machte in seiner üblichen Art klar, dass wenn es spottbillig ist, dass viele Passagiere kommen werden. Allerdings könnte es durchaus sein, dass sich Michael O’Leary diesmal gehörig verzockt. Die von ihm geleitete Airline und Wizzair schaffen es derzeit ab Wien trotz teilweise einstelliger Ticketpreise nicht, dass sie ihre Flugzeuge füllen können. Die Nachfrage und in weiterer Folge auch die Auslastung sind so schwach, dass die beiden Streckennetze extrem stark verkleinert wurden. Der Markt zeigt damit deutlich, dass der Preis alleine keine Anregung für Flugreisen ist. Michael O’Leary sieht das ein wenig anders. Mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen und zusätzlich besonders billigen Preisen werde man im Sommer 2022 wieder die Zahlen des Rekordjahres 2019 erreichen. Hinsichtlich der Kosten schwärmte er sogar davon, dass viele Airports um Ryanair, aber auch den Konkurrenten Wizzair buhlen. In diesem Zusammenhang gab es die Andeutung, dass die maltesische Tochter Lauda Europe ab Italien zum Einsatz kommen könnte. Fix

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Laudamotion ist bald Geschichte

Noch vor wenigen Wochen beteuerte Lauda-Chef David O’Brien, dass das Lauda-Brand erhalten bleibt. Man fliege zwar unter Ryanair-Flugnummern, jedoch bleiben Lackierung, Uniformen und sonstiges Branding wie gehabt. Damit ist bald Schluss, denn die Marke wird komplett vom Markt verschwinden. Auf Umlackierungen wird man aus Kostengründen jedoch verzichten. Dass die österreichische Laudamotion ein Ablaufdatum hatte, war spätestens seit der offiziellen Bestätigung, dass mit Lauda Europe ein Nachfolger mit maltesischer Lizenz aufgezogen wird, klar. Der letzte Flug wurde am 19. Oktober 2020 durchgeführt. Untypisch für das bisherige Verhalten des Unternehmens: Still und leise wurde der Flugbetrieb eingestellt und zwar ohne Pressemitteilung, Medienevent oder sogar Anschuldigungen gegenüber Mitbewerbern verkniff man sich. Geschäftsführer Andreas Gruber erklärte gegenüber Aviation Week die weitere Zukunft der österreichischen Laudamotion GmbH: „Jetzt schließen wir das Unternehmen und dann wird dieses Unternehmen bald Geschichte sein“. Die einst aus 30 Airbus A320 bestehende Flotte wurde bereits vom österreichischen ins maltesische Register umgemeldet. Daher tragen die Lauda-Airbusse nun statt dem österreichischen das maltesische Hoheitszeichen auf dem Rumpf. Die Registrierungen beginnen nicht mehr mit OE, sondern mit 9H. Kurz gesagt: Lauda Europe Ltd. ist eine österreichische, sondern eine maltesische Fluggesellschaft. Die Marke Lauda wurde von Ryanair mit großem Finanzaufwand gepusht. Im Gegensatz zu den Konzernschwestern Malta Air und Buzz gab es einen eigenen Markenauftritt und es wurde nicht der FR-Code, sondern OE (Laudamotion) genutzt. Anfangs gab es tatsächlich Produktunterschiede, jedoch wurden diese nach und nach abgeschafft. Während der coronabedingten „Flugpause“ entschied Ryanair Holdings plc, dass die Marke Lauda vom Markt genommen wird und

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Ryanair macht Lauda zum Boeing-Operator, außer Airbus lässt beim Preis die Hosen runter

Bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe bahnt sich eine Umflottung auf Boeing 737 an, denn Konzernchef Michael O’Leary und der europäische Flugzeugbauer Airbus scheinen sich nicht über den Kaufpreis für eine A320neo-Order einig zu werden. Klar ist: Ryanair will für die Maschinen einen billigeren Preis als für die Boeing 737 Max bekommen und Airbus scheint nicht gewillt zu sein zum Dumpingpreis zu liefern. Die Flottenpolitik, die Ryanair bei Laudamotion – nun Lauda Europe – bislang an den Tag legte, entbehrt jeglicher Logik und ist eigentlich nur als „Zick-Zack-Kurs“ zu beschreiben. Niki Lauda sicherte sich einige Maschinen, die vormals für Niki flogen, jedoch von Lufthansa aufgekauft wurden. Warum sich der Kranich die zum Teil bereits betagten Airbus A320 und A321 überhaupt ans Bein gebunden hat, fragen sich die Verantwortlichen in Köln und Frankfurt wohl heute noch. Man verfolgte wohl die Strategie, dass wenn der Kranich „den Niki“ nicht verspeisen kann, dann soll die einstige Air-Berlin-Tochter eben niemand haben. So ganz ging die Strategie schon von Anfang an nicht auf, denn nicht alle Leasinggeber verkauften an den Kranich. So kam es dazu, dass einige Maschinen mit Level Europe (damals Anisec) einen neuen Leasingnehmer fanden. Die überwiegende Mehrheit der Niki-Flotte konnte jedoch Lufthansa käuflich erwerben. Das Landesgericht Korneuburg legte dann fest, dass der Käufer der „Verlassenschaft“ der Air-Berlin-Tochter die Maschinen zu „marktüblichen Konditionen“ mieten kann. Niki Lauda hätte sich bei Leasinggesellschaften durchaus auch andere Flugzeuge organisieren können, doch er wollte unbedingt jene A320 und A321, die in der Eigentümerschaft des Kranichs waren. Die Möglichkeiten

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Wien entwickelt sich wieder zum Flugzeug-Parkplatz

Aufgrund der geringen Nachfrage verwandelt sich das Vorfeld des Flughafens Wien-Schwechat nach und nach wieder in einen großen Parkplatz für Verkehrsflugzeuge. Wizzair und Austrian Airlines haben derzeit insgesamt 40 Flugzeuge im so genannten Long Time Storage auf diesem Airport abgestellt. Während der ersten Lockdown-Phase hätte man fast glauben können, dass mehr Maschinen auf dem Vorfeld abgestellt waren als Autos auf den Parkflächen für Passagiere. Nebst Level Europe, Wizzair, Lauda und Austrian Airlines nutzen auch weitere Carrier diesen Airport für das Parken ihrer Flugzeuge. Soweit das Auge reichte: Überall Jets und Turbopropflugzeuge, die nicht wussten wann sie wieder abheben werden. Da die Angebote aufgrund der Pandemie und der in vielen Ländern neuerlich verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie “zweiter Lockdowns” sukzessive zurückgefahren wurden und werden, erhöht sich nun wieder die Anzahl der Verkehrsflugzeuge im Storage. Mit Stand Donnerstag waren in Wien 31 Maschinen der Austrian Airlines und neun der Wizzair eingemottet abgestellt. Teilweise sind wichtige Teile der Maschinen in Folien eingepackt oder gar die Triebwerke demontiert. Je nach Flugzeug wird nach den Empfehlungen der Hersteller vorgegangen und zusätzlich nach dem aktuellen Bedarf des jeweiligen Betreibers. Seitens Ryanair sind in Wien derzeit drei Boeing 737-800 im Short-Time-Storage abgestellt. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern hat man sich noch nicht dazu entschlossen diese auf eine längere Parkdauer vorzubereiten. Die von der Tochtergesellschaft Lauda Europe betrieben A320 hingegen sind nicht abgestellt, sondern derzeit noch im Einsatz. Einzelne Maschinen stehen jedoch in Luqa und Stansted herum und warten dort auf bessere Zeiten. Aufgrund des Umstands, dass die

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