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Strategische Flottenbereinigung bei Swiss: Langfristige Zwangspause für die Airbus A220-100

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines leitet eine einschneidende Umstrukturierung ihrer Kurzstreckenflotte ein. In einer koordinierten Maßnahme wird die gesamte Teilflotte des Typs Airbus A220-100 bis mindestens zum Jahr 2027 vorübergehend stillgelegt. Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Kombination aus technischen Engpässen bei den Getriebefan-Triebwerken (GTF) des Herstellers Pratt & Whitney sowie wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Genf. Während die größeren Schwestermaschinen vom Typ A220-300 weiterhin das Rückgrat der Kontinentalflotte bilden, wurden bereits erste Einheiten der kleineren Variante an Lagerstandorten im Ausland geparkt. Diese strategische Entscheidung verdeutlicht den enormen Druck, unter dem europäische Fluggesellschaften derzeit aufgrund von Ersatzteilmangel und Triebwerksproblemen stehen. Swiss wählt hierbei den Weg der Konsolidierung, um die Einsatzbereitschaft der rentableren Teilflotte zu sichern, nimmt dafür jedoch eine signifikante Reduktion der eigenen Kapazitäten im Segment der 125-Sitzer in Kauf. Technische Engpässe und die Problematik der GTF-Triebwerke Der primäre Treiber für die Einmottung der A220-100 liegt in der komplexen Triebwerkssituation. Die gesamte A220-Familie wird exklusiv von Pratt & Whitney PurePower PW1500G Triebwerken angetrieben. Diese Getriebefan-Technologie (Geared Turbofan) gilt zwar als technologisch fortschrittlich, leidet jedoch seit Jahren unter erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen und verkürzten Wartungsintervallen. Da weltweit eine hohe Anzahl an Triebwerken zur Inspektion in die Werkstätten muss und gleichzeitig die Lieferketten für Ersatzteile stocken, fehlen vielen Airlines einsatzfähige Ersatztriebwerke. Swiss nutzt die temporäre Stilllegung der neun A220-100 nun dazu, die knappen Ressourcen effizienter zu bündeln. Die Triebwerke der geparkten Flugzeuge können als Spender für die größere A220-300 fungieren, von der Swiss 21 Exemplare betreibt. Da die A220-300 mit bis zu 145 Sitzplätzen

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Lufthansa Airbus A380 „Berlin“ wird als Sammleredition für Luftfahrtfans verwertet

Die deutsche Manufaktur Aviationtag hat eine neue, offiziell lizenzierte Sonderedition in Kooperation mit der Lufthansa vorgestellt. Im Zentrum dieser Veröffentlichung steht Material der ehemaligen Airbus A380-Maschine mit der Registrierung D-AIMI. Das Flugzeug, das den Taufnamen „Berlin“ trug, wurde aus der Flotte der nationalen Fluggesellschaft ausgegliedert und dient nun als Rohstoffquelle für hochwertige Sammlerstücke. Damit wird ein Kapitel der Lufthansa-Flottengeschichte abgeschlossen, das durch die Stilllegung zahlreicher Großraumflugzeuge während der globalen Luftfahrtkrise geprägt war. Die Geschichte der D-AIMI, die unter der Seriennummer MSN 72 geführt wurde, ist eng mit der deutschen Hauptstadt verknüpft. Am 22. Mai 2012 taufte der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit das Flugzeug am Flughafen Berlin-Tegel feierlich mit Spree-Wasser. Nach einer aktiven Dienstzeit von etwa acht Jahren wurde die Maschine im Oktober 2020 im Zuge der Pandemie-Maßnahmen außer Dienst gestellt. Ihr letzter Flug führte sie am 22. Februar 2021 auf den Flugzeugfriedhof Teruel in Spanien. Im Gegensatz zu einigen Schwestermaschinen, die von der Lufthansa reaktiviert wurden, verblieb die „Berlin“ in der Verwertung. Die nun erhältlichen Anhänger werden direkt aus der Original-Außenhaut des Airbus A380 geschnitten. Laut Aviationtag-Vorstand Tobias Richter steht bei dieser Edition der Erhalt eines emotionalen Symbols der Langstreckenfliegerei im Vordergrund. Durch die handwerkliche Aufbereitung bleibt die ursprüngliche Lackierung erhalten, was jedes Stück zu einem Unikat mit individuellen Gebrauchsspuren aus dem Flugbetrieb macht. Branchenexperten werten solche Upcycling-Projekte als festen Bestandteil des Luftfahrt-Merchandisings, da die Nachfrage nach authentischen Flugzeugteilen unter Enthusiasten weltweit stabil hoch bleibt. Der Airbus A380 galt lange Zeit als das Flaggschiff der Lufthansa, doch die hohen

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Ende des Pilotenstreiks bei der Lufthansa: Gewerkschaft zieht positive Bilanz

Nach dem Ende des jüngsten Arbeitskampfes bei der Deutschen Lufthansa am 12. Februar 2026 hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine erste Bilanz gezogen. Laut Angaben der Arbeitnehmervertretung verlief der Streik, der sich auf alle von deutschen Flughäfen startenden Verbindungen konzentrierte, äußerst wirkungsvoll. Schätzungen der Gewerkschaft zufolge blieben rund 93 Prozent der geplanten Flüge am Boden, was zu massiven Beeinträchtigungen im nationalen und internationalen Flugplan führte. VC-Präsident Andreas Pinheiro betonte die Geschlossenheit der Mitglieder und sah in der hohen Beteiligung ein deutliches Signal an den Vorstand des Luftfahrtkonzerns. Im Zentrum des Konflikts steht die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Die Gewerkschaft wies nach Streikende Vorwürfe der Unternehmensleitung zurück, wonach der Arbeitskampf politische Ziele verfolgt habe oder Forderungen jenseits der Altersvorsorge gestellt worden seien. Besonders scharf kritisierte die VC die vom Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann öffentlich genannten Zahlen zu den Ruhestandsbezügen. Während das Management von monatlichen Bezügen in Höhe von 8.400 Euro sprach, bezifferte die Gewerkschaft die Realität für die Mehrheit der Kapitäne und Ersten Offiziere auf Beträge zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Spitzenbeträge seien lediglich einer sehr kleinen Gruppe vorbehalten und für jüngere Jahrgänge aufgrund geänderter Tarifstrukturen faktisch unerreichbar. Die Verhandlungen zwischen den Tarifparteien gestalten sich bereits seit Monaten schwierig. Laut VC-Vorstand Frank Blanken blieben insgesamt sieben Verhandlungsrunden ohne nennenswertes Ergebnis, da die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe. Ein im Januar unterbreiteter Vorschlag der Tarifkommission für eine temporäre Lösung sei vom Management ignoriert worden. Zusätzliche Branchenquellen weisen darauf hin, dass der wirtschaftliche Schaden des Ausstands in die Millionen geht, da neben

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Air Baltic: Suche nach Investoren ersetzt vorerst die Börsenpläne

Die lettische Nationalfluggesellschaft Air Baltic befindet sich in einer entscheidenden Phase ihrer Unternehmensfinanzierung. Wie jüngst bekannt wurde, hat das Management den Auftrag erhalten, Berater für den Verkauf von Unternehmensanteilen an private Investoren zu suchen. Diese Entwicklung markiert eine signifikante Abkehr von der bisherigen Strategie eines zeitnahen Börsengangs (IPO), der bereits mehrfach verschoben wurde. Die Regierung in Riga reagiert damit auf den dringenden Kapitalbedarf der Airline, der laut Finanzminister Arvils Ašeradens spätestens in der ersten Jahreshälfte 2026 gedeckt sein muss. Während der lettische Staat derzeit mit über 88 Prozent die Mehrheit hält, rückt nun die Gewinnung privater Geldgeber in den Fokus, um die finanzielle Stabilität nach einem verlustreichen Geschäftsjahr 2024 wiederherzustellen. Dabei verfolgt die Regierung klare Bedingungen: Der Hauptsitz in Riga sowie die für die Region essenziellen Flugverbindungen müssen langfristig gesichert bleiben. Auch die Rolle der Lufthansa, die bereits mit zehn Prozent beteiligt ist, bleibt ein zentraler Faktor in dem komplexen Geflecht aus staatlichen Interessen und marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten. Druck auf die Liquidität und zeitlicher Rahmen der Kapitalsuche Die finanzielle Lage der Air-Baltic-Gruppe zeigt Licht und Schatten. Zwar konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ein Umsatz von rund 594 Millionen Euro und ein bescheidener Gewinn von 4,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden, doch lastet das schwere Vorjahr weiterhin auf der Bilanz. Im Gesamtjahr 2024 verbuchte das Unternehmen einen massiven Verlust von über 118 Millionen Euro, obwohl der Umsatz im Vergleich zu 2023 um fast 12 Prozent gestiegen war. Diese Volatilität in den Ergebnissen erschwert den Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt erheblich.

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Berlin: Verhandlungen über Emirates-Landerechte am Hauptstadtflughafen

Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine signifikante Kehrtwende in der deutschen Luftverkehrspolitik eingeleitet und zeigt sich offen für die Vergabe von Start- und Landerechten an die Fluggesellschaft Emirates für den Flughafen Berlin Brandenburg. Diese Entwicklung folgt auf einen Staatsbesuch des Kanzlers in der Golfregion, bei dem wirtschaftliche Kooperationen und die Erweiterung der Verkehrsbeziehungen im Zentrum der Gespräche standen. Bisher unterliegt die arabische Fluggesellschaft einem restriktiven Luftverkehrsabkommen, das die Bedienung von lediglich vier deutschen Standorten erlaubt. Eine Ausweitung dieser Rechte auf die Hauptstadtregion wurde über Jahre hinweg blockiert, vor allem zum Schutz der heimischen Lufthansa. Die nun signalisierte Gesprächsbereitschaft markiert einen Wendepunkt, der weitreichende Folgen für den Wettbewerb im Langstreckensegment, die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands und die strategische Bedeutung des Standorts Berlin haben könnte. Während die Flughafengesellschaft und die betroffenen Landesregierungen die Pläne als notwendigen Impuls für den Wirtschaftsstandort begrüßen, formiert sich aufseiten der etablierten europäischen Fluggesellschaften massiver Widerstand gegen eine weitere Marktöffnung. Diplomatie und Wirtschaftsinteressen in der Golfregion Der Anstoß für die neue Dynamik in der Debatte um die Landerechte kam unmittelbar aus der Regierungsspitze. Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte seine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate, um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen. Die emiratische Seite hat dabei unmissverständlich klargestellt, dass ein Ausbau der Flugverbindungen nach Deutschland eine Priorität darstellt. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass das Thema Landerechte neben anderen wirtschaftlichen Kooperationen explizit angesprochen wurde. Die Bundesregierung arbeite demnach nun intensiv daran, die rechtlichen und operativen Rahmenbedingungen zu prüfen, um die internationalen Flugverbindungen zu erweitern. Hinter dieser

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Massiver Doppelstreik von Cockpit und Kabine legt Lufthansa-Betrieb lahm

Der Flugbetrieb der Deutschen Lufthansa AG ist am heutigen Donnerstag, dem 12. Februar 2026, durch einen koordinierten Arbeitskampf der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der Kabinengewerkschaft Ufo nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. An den zentralen Drehkreuzen Frankfurt und München sowie an zahlreichen weiteren deutschen Standorten fallen hunderte Verbindungen aus, was zehntausende Passagiere vorhebliche logistische Probleme stellt. Während die Gewerkschaften von einer sehr hohen Beteiligung und einem erfolgreichen Auftakt des Arbeitskampfes sprechen, kritisiert der Konzernvorstand die Maßnahmen als unverhältnismäßig und wirtschaftlich riskant. Der zeitgleiche Streik der verschiedenen Berufsgruppen im Flugzeug verdeutlicht die zugespitzte Situation in den laufenden Tarifauseinandersetzungen, bei denen es neben finanziellen Forderungen zur Altersvorsorge auch um existenzielle Fragen der Arbeitsplatzsicherheit im Zuge einer groß angelegten Konzernumstrukturierung geht. Stille in den Terminals und lange Schlangen an den Service-Schaltern Das Bild an den deutschen Flughäfen ist heute zweigeteilt. Während in den Bereichen der Lufthansa, wie etwa dem Terminalabschnitt A in Frankfurt, eine ungewohnte Leere herrscht, stauen sich an den Umbuchungsschaltern die betroffenen Fluggäste. Der Flughafenverband ADV geht davon aus, dass deutschlandweit mehr als 460 Flüge gestrichen werden mussten. Davon sind schätzungsweise 69.000 Passagiere direkt betroffen. Allein in München entfallen laut aktuellen Daten mindestens 275 der geplanten 920 Flugbewegungen, in Frankfurt dürften es rund 400 Ausfälle sein. Trotz der umfangreichen Annullierungen blieb ein größeres Chaos in den Hallen zunächst aus, da die Lufthansa bereits im Vorfeld versucht hatte, Reisende über digitale Kanäle zu informieren und von einer Anreise zum Flughafen abzuraten. Viele Gäste nutzten die angebotenen elektronischen Umbuchungen auf Tochtergesellschaften des Konzerns, die

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Condor kooperiert mit German Airways für Zubringerflüge am Standort Frankfurt

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erweitert ihre operativen Kapazitäten und hat für den kommenden Sommerflugplan 2026 eine Zusammenarbeit mit dem Wet-Lease-Spezialisten German Airways vereinbart, berichtete zunächst das Handelsblatt. Im Rahmen dieser Kooperation wird German Airways zunächst zwei Regionalflugzeuge des Typs Embraer E190 bereitstellen, um das Zubringernetz zum Frankfurter Drehkreuz zu verstärken. Die Maschinen sollen sowohl innerdeutsche Verbindungen als auch Strecken aus dem benachbarten europäischen Ausland bedienen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Abhängigkeit von externen Partnern zu verringern und ein stabiles Angebot für Langstreckenpassagiere sicherzustellen. Hintergrund dieser Entscheidung ist das Ende der langjährigen engen Kooperation mit der Lufthansa, die das bisherige Abkommen zur Zubringerleistung gekündigt hatte. Zwar besteht weiterhin eine Interlining-Vereinbarung, diese erlaubt Condor jedoch keine feste Kontingentplanung mehr. Um die entstandene Lücke zu schließen, setzt das Management unter Flughafenchef Peter Gerber verstärkt auf ein eigenes Netzwerk, die sogenannten City-Verbindungen. Da die eigene Flotte der Condor vorrangig auf lukrativen Urlaubsstrecken benötigt wird, stellt die Anmietung von Kapazitäten bei German Airways eine strategische Lösung dar, um wertvolle Slots und Flugzeuge für touristische Fernziele freizuhalten. German Airways verfügt über langjährige Erfahrung im Auftrag namhafter europäischer Fluggesellschaften und betreibt unter anderem Flüge für die niederländische KLM. Um die neuen Aufgaben für Condor und bestehende Verpflichtungen parallel bewältigen zu können, plant die Airline eine Erweiterung ihrer Flotte um bis zu zwei zusätzliche Embraer-Maschinen. Die Geschäftsführung von German Airways verweist dabei auf die hohe betriebliche Zuverlässigkeit und eine eigene Wartungsabteilung als Qualitätsmerkmale. Ob die für Condor eingesetzten Flugzeuge die markante Streifen-Lackierung des Ferienfliegers erhalten werden, blieb

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Entwicklung und Ausblick der Flugverbindungen zur Ferienregion Usedom für das Jahr 2026

Der Flughafen Heringsdorf bereitet sich auf eine intensivierte Flugsaison vor, die offiziell am 2. Mai 2026 beginnt und das touristische Angebot der Insel Usedom maßgeblich prägen wird. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025, in dem die Passagierzahlen um knapp sieben Prozent auf insgesamt 23.156 Fluggäste gesteigert werden konnten, setzt die Flughafengesetzschaft auf Kontinuität und den Ausbau bewährter Verbindungen. Das Streckennetz für das kommende Jahr umfasst fünf strategisch bedeutsame Destinationen im In- und Ausland, wobei die Flugtage konsequent auf den Samstag konzentriert bleiben, um den Bettenwechsel in der regionalen Hotellerie optimal zu unterstützen. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 80 Prozent im Vorjahr hat sich der Regionalflughafen als stabiler Faktor in der Infrastruktur Mecklenburg-Vorpommerns erwiesen und verzeichnete insgesamt etwa 4500 Flugbewegungen, was die Relevanz des Standortes für den gehobenen Tourismus unterstreicht. Wirtschaftliche Bilanz und strategische Positionierung des Regionalflughafens Die positive Entwicklung der Passagierzahlen im vergangenen Jahr wird von der Flughafengeschäftsführung als Bestätigung des aktuellen Kurses gewertet. Dirk Zabel, Geschäftsführer des Flughafens Heringsdorf, betonte, dass die Zunahme von 21.689 auf über 23.000 Passagiere kein Zufall sei, sondern auf einer gezielten Auswahl attraktiver Quellmärkte basiere. Regionalflughäfen stehen oft vor der Herausforderung, Linienverbindungen in einem saisonal geprägten Umfeld wirtschaftlich zu betreiben. Heringsdorf gelingt dies durch eine enge Verzahnung mit Reiseveranstaltern und etablierten Fluggesellschaften. Besonders die internationale Anbindung an Luxemburg erwies sich im vergangenen Jahr mit einer Auslastung von 84 Prozent als Zugpferd des operativen Geschäfts. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Segment der Flugreisen zur Insel Usedom vor allem Gäste anspricht, die Wert auf eine schnelle

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Lufthansa: UFO und VC Flugbegleiter und Piloten zum Streik auf

Der Konflikt zwischen der Deutschen Lufthansa AG und ihren Beschäftigten erreicht eine neue Eskalationsstufe, die den Flugbetrieb in Deutschland nahezu vollständig zum Erliegen bringen wird. Für den 12. Februar 2026 haben gleich zwei einflussreiche Gewerkschaften zu massiven Arbeitskämpfen aufgerufen. Während die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) das Kabinenpersonal in Frankfurt und München zur Arbeitsniederlegung drängt, weitet die Vereinigung Cockpit (VC) den Streik auf das gesamte Cockpitpersonal der Kernmarke Lufthansa sowie der Frachttochter Lufthansa Cargo aus. Im Kern der Auseinandersetzungen stehen tiefgreifende Differenzen über die künftige Gestaltung der Arbeitsbedingungen sowie eine seit Jahren schwelende Debatte über die betriebliche Altersversorgung. Die zeitgleiche Mobilisierung von Piloten und Flugbegleitern markiert eine Zäsur in der Tarifgeschichte des Konzerns und stellt Passagiere sowie Logistikketten vor beispiellose Herausforderungen. Konzentrierter Arbeitskampf an den Drehkreuzen und darüber hinaus Der 12. Februar 2026 wird als Tag des Stillstands in die Annalen der deutschen Luftfahrt eingehen. Von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr Ortszeit wird der Flugbetrieb der Lufthansa weitgehend eingestellt. Die Gewerkschaft UFO konzentriert ihren Warnstreik auf alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den zentralen Drehkreuzen Frankfurt am Main und München. Fast zeitgleich ruft die Vereinigung Cockpit ihre Mitglieder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo an allen deutschen Standorten zum Streik auf. Dieser umfasst sämtliche Flugbewegungen, die innerhalb des genannten Zeitfensters von deutschen Flughäfen aus starten sollten. Die logistischen Folgen sind verheerend. Da Frankfurt und München als pulsierende Zentren des europäischen Luftverkehrs fungieren, bricht durch den Doppelstreik das gesamte Hub-and-Spoke-System des Konzerns zusammen. Nicht nur Direktverbindungen fallen aus, auch tausende Transitpassagiere werden

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Historische Neuausrichtung zum hundertsten Gründungsjubiläum der Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa AG vollzieht anlässlich des 100. Jahrestages ihrer ersten Firmengründung eine tiefgreifende Korrektur in der Darstellung der eigenen Unternehmenshistorie. Mit der Entscheidung von Konzernchef Carsten Spohr, das Jubiläum explizit auf die Gründung der ersten Deutschen Luft Hansa im Jahr 1926 zu beziehen, rückt die enge Verflechtung mit dem nationalsozialistischen Regime in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Über Jahrzehnte hinweg berief sich das Unternehmen auf eine strikte rechtliche Trennung zwischen der 1946 liquidierten Vorgängergesellschaft und der 1953 neu gegründeten Aktiengesellschaft. Diese Haltung wird nun zugunsten einer umfassenden Transparenz aufgegeben, die auch die systematische Ausbeutung von Zwangsarbeitern und die Rolle als staatstragendes Rüstungsunternehmen umfasst. Wandel in der Erinnerungskultur und personelle Konsequenzen In der Nachkriegszeit war die Strategie der Lufthansa von dem Bemühen geprägt, Reputationsschäden und potenzielle Haftungsansprüche durch die Betonung der Diskontinuität abzuwenden. Diese Phase der Verdrängung wird nun offiziell für beendet erklärt. Carsten Spohr betonte in einem aktuellen Pressegespräch, dass es unehrlich wäre, die dunklen Jahre auszublenden, während man gleichzeitig Stolz auf die heutigen Leistungen des Konzerns empfinde. Die neue Marschrichtung sieht vor, Verantwortung für alle Phasen der Unternehmensgeschichte zu übernehmen, unabhängig von den juristischen Strukturen der Gründungsjahre. Historiker wie Manfred Grieger von der Universität Göttingen weisen darauf hin, dass die frühere Selbstdarstellung als zwei historisch getrennte Entitäten der Faktenlage nicht gerecht wurde. Insbesondere die personelle Kontinuität in den Führungsetagen der Nachkriegs-Lufthansa belegt, dass die Verbindungen zur alten Luft Hansa weit über die bloße Namensgebung hinausgingen. Das Management räumt heute ein, dass der frühere Umgang mit kritischen Forschern wie

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