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ITA Airways: Volle Integration in das Transatlantik-Geschäft als nächster Schritt

Der deutsche Luftfahrtkonzern Lufthansa bereitet die nächste Phase der Übernahme der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways vor. Im Sommer 2026 öffnet sich das vertraglich festgelegte Zeitfenster für Lufthansa, um die derzeit auf 41 Prozent begrenzte Beteiligung auf 90 Prozent aufzustocken. Dieser Schritt gilt als zentrale Säule der Expansionsstrategie des Konzerns und soll die volle Integration der italienischen Airline in das globale Netzwerk von Lufthansa gewährleisten. Konzernchef Carsten Spohr hat in Rom jüngst Gespräche mit dem italienischen Wirtschafts- und Finanzminister Giancarlo Giorgetti geführt, um das weitere Vorgehen abzustimmen und die vollständige Übernahme von ITA Airways zu bekräftigen. Die Absicht der Lufthansa, 100 Prozent der Anteile an ITA Airways zu erwerben, war von Anfang an klar kommuniziert worden. Der nächste strategische Meilenstein ist die Einbindung der italienischen Airline in das hochkarätige Transatlantik-Joint-Venture A++, das Lufthansa mit den nordamerikanischen Partnern United Airlines und Air Canada unterhält. Dies ist ein entscheidender Schritt, um ITA Airways unmittelbar im lukrativen und strategisch wichtigen US-Verkehr zu positionieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit signifikant zu steigern. Die gesamte Übernahme, einschließlich der restlichen zehn Prozent, soll spätestens bis zum Jahr 2033 abgeschlossen sein. Der Fahrplan zur 90-Prozent-Beteiligung Die derzeitige Eigentümerstruktur sieht vor, dass Lufthansa 41 Prozent der Anteile an ITA Airways hält, während die übrigen Anteile weiterhin beim italienischen Staat, vertreten durch das Wirtschaftsministerium, verbleiben. Die vertraglichen Vereinbarungen, die mit der italienischen Regierung getroffen wurden, sehen vor, dass Lufthansa im Sommer 2026 die Option ziehen kann, die Beteiligung auf 90 Prozent aufzustocken. Die finanzielle Dimension dieses zweiten Übernahmeschritts ist erheblich. Für den

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Boeing stabilisiert Flugzeugauslieferungen und übertrifft Vorjahresleistung

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat im Oktober 2025 insgesamt 53 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Diese Zahl liegt leicht unter den 55 Auslieferungen im Vormonat September, signalisiert jedoch eine deutliche Erholung der Produktionskapazitäten im Jahresvergleich. Im Gegensatz dazu meldete der europäische Hauptkonkurrent Airbus im selben Monat 78 Auslieferungen und festigte damit seine Führungsposition im monatlichen Lieferwettbewerb. Die Zahlen für Oktober zeigen, dass Boeing seine Produktion nach turbulenten Jahren, die von einem Streik, einer umfassenden Sicherheitskrise und globalen Lieferkettenproblemen geprägt waren, stabilisieren konnte. Die Mehrheit der ausgelieferten Flugzeuge im Oktober entfiel auf die Schlüsselbaureihe 737 Max, deren Produktion kürzlich durch die Aufhebung einer behördlichen Obergrenze gesteigert werden durfte. Trotz der geringeren monatlichen Auslieferungszahlen im Vergleich zu Airbus führt Boeing das Jahresrennen um die Nettoaufträge. Aufschwung nach dem Streik und Produktionsfokus Die 53 ausgelieferten Flugzeuge im Oktober 2025 stellen eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat dar. Im Oktober 2024 hatte Boeing lediglich 14 Flugzeuge ausliefern können. Dieser drastische Rückgang war hauptsächlich auf einen siebenwöchigen Streik der Fabrikarbeiter an der US-Westküste zurückzuführen, der die Montagebänder stark beeinträchtigte. Bis zum Ende des Oktobers 2025 konnte Boeing in diesem Jahr bereits 493 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden übergeben. Damit hat der Hersteller die Gesamtzahl der Auslieferungen des gesamten Jahres 2024 (348 Flugzeuge) bereits deutlich übertroffen, was auf eine starke Erholung der Produktionslinien und die Bewältigung früherer logistischer Engpässe hindeutet. Die Auslieferungen im Oktober waren in erster Linie vom Kurz- und Mittelstreckenflugzeug 737 Max dominiert, von dem 39 Exemplare an Kunden gingen. Das Portfolio umfasste ferner drei 787-10 und vier

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Boeing 777X erzielt Fortschritt im Zulassungsverfahren, kämpft aber gegen massive Verzögerungen und Milliardenkosten

Das ambitionierte Langstreckenprojekt Boeing 777-9, der größte zweistrahlige Passagierjet der Welt, hat im komplexen Zulassungsverfahren der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) einen wichtigen formalen Meilenstein erreicht. Nach Berichten von Fachmedien hat die FAA dem Programm grünes Licht für den Übergang in die dritte von insgesamt fünf Hauptphasen der Flugerprobung, die sogenannte Type Inspection Authorization (TIA) Phase 3, erteilt. Dieser Fortschritt signalisiert eine Verschiebung des Fokus hin zu intensiveren behördlichen Testflügen. Trotz dieses formalen Erfolges sehen sich Boeing und seine Kunden mit einem erneut verschobenen Zeitplan konfrontiert. Das Unternehmen rechnet nun nicht vor dem Jahr 2027 mit der Auslieferung der ersten Maschinen. Die fortlaufenden Verzögerungen schlagen sich massiv in der Bilanz des Flugzeugherstellers nieder und führen zu einer weiteren Kostenexplosion, die das Programm mit zusätzlichen Belastungen in Milliardenhöhe belegt. Ein wichtiger Schritt im bürokratischen Prozess Die Genehmigung der TIA Phase 3 ist ein entscheidendes Etappenziel. In dieser Phase können FAA-Inspektoren und Testpiloten verstärkt an den Flugerprobungen teilnehmen und die gesammelten Daten direkt für die endgültige Musterzulassung (Type Certification) verwenden. Die gesamte TIA-Phase besteht aus der Durchführung von Flugversuchen, die darauf abzielen, die Einhaltung aller Sicherheitsanforderungen zu demonstrieren. Die Freigabe für Phase 3 bedeutet, dass die grundlegenden Flugkontrollen und Systeme der 777-9 nun als ausreichend stabil und reif für die intensivste Prüfungsrunde der Behörde angesehen werden. Das Zertifizierungsverfahren für die 777-9, die eine grundlegende Überarbeitung des Langstrecken-Bestsellers 777 darstellt, ist seit den Zwischenfällen mit der 737 Max und einer allgemein verschärften Aufsicht der FAA deutlich komplexer und zeitaufwendiger geworden. Nach den jüngsten

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Lufthansa, Ryanair und 19 weitere Airlines stoppen irreführende Klima-Aussagen

Lufthansa, Eurowings, Ryanair und insgesamt 21 europäische Fluggesellschaften haben sich verpflichtet, ihre Werbung und Kommunikation zu ändern, nachdem die EU-Kommission und die nationalen Verbraucherschutzbehörden (CPC-Netzwerk) irreführende Praktiken moniert hatten. Die Airlines verzichten künftig darauf, gegenüber Verbrauchern den Eindruck zu erwecken, dass die CO2-Emissionen eines Fluges durch finanzielle Beiträge zu Klimaschutzprojekten oder durch die Verwendung alternativer Kraftstoffe vollständig neutralisiert, ausgeglichen oder direkt reduziert werden könnten. Die Einigung, die das Ergebnis eines Dialogs mit der EU-Kommission ist, betrifft eine breite Palette von Werbeaussagen, die von Kritikern oft als „Ablasshandel“ oder Greenwashing bezeichnet wurden. Die Fluggesellschaften stellten in der Vergangenheit die Möglichkeit einer Kompensation in den Vordergrund, die durch finanzielle Unterstützung von Projekten wie Aufforstung den Eindruck eines „klimaneutralen Fluges“ erweckte. Tatsächlich aber wird dabei nicht der spezifische CO2-Ausstoß des einzelnen Fluges direkt ausgeglichen. Neben dem Verzicht auf Aussagen zur Neutralisierung von Emissionen haben sich die Airlines auch dazu verpflichtet, die Bezeichnung „nachhaltiger Flugkraftstoff“ (SAF) nur noch mit angemessener Klarstellung zu verwenden und auf vage, allgemein „grüne Sprache“ zu verzichten. Die EU-Kommission hatte die Fluggesellschaften bereits im April 2024 aufgefordert, potenziell irreführende Praktiken einzustellen. Der europäische Verbraucherschutzdachverband BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) begrüßte die Verpflichtung der Airlines ausdrücklich. Generaldirektor Agustín Reyna betonte, es sei höchste Zeit gewesen, dass die Fluggesellschaften aufhören, das Fliegen als eine nachhaltige Option darzustellen. Er stellte klar, dass das Bezahlen von „grünen Tarifen“ zur Finanzierung von Baumpflanzungen keine Garantie dafür biete, dass Flugzeugemissionen tatsächlich aus der Luft entfernt werden. Die betroffenen Airlines, zu denen neben den genannten

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Flugchaos durch Haushaltsstreit: FAA begrenzt Flugverkehr an 40 US-Flughäfen

Der anhaltende Haushaltsstreit im US-Kongress hat direkte und tiefgreifende Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr der Vereinigten Staaten. Aufgrund massiver Personalengpässe in der Flugsicherung hat die US-Luftfahrtaufsicht (FAA) am Donnerstag eine kurzfristig anberaumte Begrenzung des Flugverkehrs angekündigt, die ab Freitag in Kraft tritt. An 40 der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes müssen Fluggesellschaften ihre Flugkapazitäten zunächst um vier Prozent reduzieren. Ab dem 14. November 2025 soll die Entlastung des Flugsicherungssystems sogar auf zehn Prozent steigen. Die drastischen Maßnahmen sind eine direkte Konsequenz des sogenannten „Government Shutdowns“, der seit nunmehr 38 Tagen anhält und dazu führt, dass Bundesbedienstete, einschließlich der Fluglotsen, kein Gehalt mehr erhalten. Die FAA reagiert damit auf eine alarmierende Situation in einigen Flugsicherungszentren entlang der US-Ostküste, wo Krankenstände von bis zu 80 Prozent gemeldet werden. Während internationale Flüge und der Interkontverkehr vorerst von den Kürzungen ausgenommen sind, müssen sich Millionen von Passagieren im Inland auf erhebliche Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Der Shutdown als Ursache des Flugchaos Die Wurzel des aktuellen Chaos im US-Luftverkehr liegt in der politischen Blockade im US-Kongress. Da sich Republikaner und Demokraten nicht auf einen Bundeshaushalt einigen konnten, trat am 1. Oktober 2025 ein „Government Shutdown“ in Kraft – der längste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Dies bedeutet, dass zahlreiche Bundesbehörden ihre nicht essenziellen Tätigkeiten einstellen müssen und Hunderttausende von Bundesbediensteten, darunter die Fluglotsen der FAA und die Sicherheitsmitarbeiter der Transport Security Administration (TSA), in den Zwangsurlaub geschickt werden oder ohne Bezahlung arbeiten müssen. Obwohl Fluglotsen als unverzichtbare Arbeitskräfte gelten und zur Arbeit verpflichtet sind, erhalten

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Airbus korrigiert A220-Produktionsziele nach unten

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat seine ambitionierten Hochlaufpläne für die Produktion des Schmalrumpfflugzeugs Airbus A220 revidiert. Anstatt wie ursprünglich angestrebt, die monatliche Produktionsrate für das Einstiegsmodell bis 2026 auf 14 Einheiten zu steigern, wird diese Zielrate nun auf lediglich zwölf Flugzeuge pro Monat korrigiert. Airbus-Chef Guillaume Faury begründete die Anpassung nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen und ließ offen, wann das höhere Produktionsniveau von 14 Einheiten erreicht werden soll. Diese Änderung im Produktionsplan fällt mitten in das Lieferfenster für den Lufthansa Konzern, der 40 Exemplare des Typs A220-300 für seine neue regionale Plattform City Airlines erwartet, mit geplanter Erstauslieferung Ende 2026. Lufthansa-Chef Carsten Spohr äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass die Anpassung bei Airbus nicht zu Verzögerungen für die City Airlines führen werde. Die Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen in der globalen Lieferkette der Luftfahrtindustrie und die Abhängigkeit der Fluggesellschaften von den Produktionskapazitäten der großen Hersteller. Der strategische Hintergrund des A220-Rückzugs Die Entscheidung von Airbus, die Produktionsziele für den A220 anzupassen, ist ein Spiegelbild der anhaltenden Schwierigkeiten in der globalen Lieferkette, die die gesamte Luftfahrtindustrie seit Jahren plagen. Engpässe bei Triebwerksherstellern, insbesondere bei Pratt & Whitney, dem alleinigen Lieferanten der PW1500G-Triebwerke für den A220, sowie bei anderen Zulieferern für Rumpfsektionen, Komponenten und Avionik, zwingen die Flugzeughersteller zu realistischeren Produktionsplänen. Die A220-Familie, ehemals als Bombardier CSeries entwickelt und 2018 von Airbus übernommen, gilt als technisch hochentwickelt und wird für ihre Betriebswirtschaftlichkeit geschätzt. Die Flugzeugfamilie ist ein wichtiges Element in der Wachstumsstrategie von Airbus und soll langfristig die gesamte Sparte der

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Lufthansa kooperiert mit Sixt für First Class Limousinen-Service

Die Lufthansa und der Mobilitätsanbieter Sixt haben eine Kooperation für den exklusiven First Class Limousinen-Service der Airline an den Drehkreuzen Frankfurt und München geschlossen. Der Service, der seit 20 Jahren First Class Gästen und HON Circle Members eine nahtlose Beförderung direkt zwischen Terminal und Flugzeug ermöglicht, wird ab sofort mit einer erweiterten Fahrzeugflotte von Sixt durchgeführt. Insgesamt stehen an den Flughäfen Frankfurt und München nun 40 Fahrzeuge unterschiedlicher Modelle von Sixt für den Premium-Service zur Verfügung. Die Limousinen sind mit den jeweiligen Markenlogos von Lufthansa und Sixt sowie dem Schriftzug „Lufthansa Shuttle Service“ gekennzeichnet. Heiko Reitz, Mitglied des Bereichsvorstands von Lufthansa Airlines und Hub Manager München, hob die Bedeutung des neuen Partners hervor: Die Kooperation mit Sixt ermögliche eine größere Auswahl an Premium-Fahrzeugen und damit eine bessere Reaktion auf die wachsenden Bedürfnisse der Gäste nach Flexibilität und individuelleren Lösungen im Rahmen des Bodenangebots. Die Zusammenarbeit zwischen Sixt und Lufthansa basiert auf einer langjährigen Partnerschaft in verschiedenen Bereichen und einem gemeinsamen Anspruch an Qualität und Service. Vinzenz Pflanz, Vorstandsmitglied und Chief Business Officer der Sixt SE, betonte, dass die Kooperation für den Limousinen-Service ein weiterer Beleg für dieses Vertrauen sei und dem Ziel diene, den Kunden maximalen Komfort und ein nahtloses Reiseerlebnis zu bietenDer Limousinen-Service ist in der Regel für Passagiere der First Class sowie für die treuesten Vielflieger, die HON Circle Member, kostenlos.

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Cockpitscheibe gerissen: Lufthansa-Flug nach Riad muss umkehren

Ein Riss in einer Cockpitscheibe hat am 30. Oktober 2025 zur Umkehr eines Langstreckenfluges der Lufthansa geführt. Der Airbus A350-900 mit der Flugnummer LH640 war auf dem Weg von München nach Riad, musste jedoch seinen Flug über europäischem Luftraum abbrechen und nach München zurückkehren. Der Vorfall führte zu einer unfreiwilligen Verzögerung der Reisepläne für die Passagiere an Bord. Nach Angaben von Flugverfolgungsdiensten wie Flightradar24 verließ der Airbus A350-900 mit der Kennung D-AIXO seine vorgesehene Flugroute, als er sich über dem Gebiet von Montenegro befand. Die Piloten entschieden, das Flugzeug zunächst in Richtung Belgrad zu steuern. Nach einer Warte- und Manöverschleife trafen sie jedoch die Entscheidung, den Flug ganz abzubrechen und nach München (MUC) zurückzukehren, dem Startflughafen, den die Maschine rund drei Stunden zuvor verlassen hatte. Die Ursache für diesen Abbruch war ein festgestellter Riss in einer der Cockpitscheiben. Risse in Cockpitscheiben können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Materialermüdung, Spannungen aufgrund extremer Temperaturunterschiede zwischen der Kabine und der Umgebung in großer Höhe, oder externe Einwirkungen wie Vogelschlag oder Hagel. Die Cockpitscheiben moderner Flugzeuge, wie des A350, sind aus mehreren Schichten gefertigt, um bei einem Riss die strukturelle Integrität zu gewährleisten und die Sicherheit der Besatzung nicht zu gefährden. Das Verfahren sieht in solchen Fällen in der Regel die schnellstmögliche Landung auf einem geeigneten Flughafen vor, um die Scheibe zu wechseln. Die Crew handelte gemäß den etablierten Sicherheitsprotokollen der Lufthansa und des Flugzeugherstellers Airbus. Die schnelle Behebung des Schadens durch das technische Personal der Lufthansa ist bemerkenswert. Bereits am Folgetag, dem

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Konflikt bei der Lufthansa: Pilotengewerkschaft VC kritisiert Spohrs Äußerungen scharf

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sich in einer aktuellen Stellungnahme überrascht und kritisch über die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-Chef Carsten Spohr geäußert. Spohr hatte die Sorgen der Piloten vorrangig auf Zukunfts- und Wachstumsperspektiven reduziert und die Sorge um Betriebsrenten heruntergespielt. Die VC kontert diese Darstellung entschieden und wirft dem Management Versäumnisse vor. VC-Präsident Andreas Pinheiro wies Spohrs Aussage, die Piloten machten sich „wenig Sorge über die Betriebsrenten“, als realitätsfern zurück. Pinheiro merkte an, Spohr wisse erstaunlich gut Bescheid, obwohl er sich in den letzten Jahren kaum die Mühe gemacht habe, mit der Gewerkschaft zu sprechen. Die Mitglieder der VC seien nicht nur besorgt über ihre betriebliche Altersversorgung (bAV) und Zukunftsperspektiven, sondern blickten auch mit „ebenso großer Sorge“ auf Managementfehler der vergangenen Jahre. Die Gewerkschaft betont, dass die Piloten keine „Nebelkerzen“, sondern belastbare Angebote in den offenen Tarifkonflikten erwarten. Die VC fordert die Arbeitgeberseite auf, konkrete Vorschläge für mehrere schwelende Tarifkonflikte vorzulegen. Dies betrifft insbesondere eine verbesserte betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo, den Vergütungstarifvertrag (VTV) bei Lufthansa CityLine sowie die Tarifierung der neuen Lufthansa City Airlines. Trotz sieben Verhandlungsrunden zur bAV habe die Lufthansa bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Pinheiro stellte klar, dass man sich auf die Tarifthemen konzentriere und die Konzernführung die Unternehmensentscheidungen – auch schlechte – allein treffe, jedoch den bestehenden Konzerntarifvertrag (KTV) zu beachten habe, der unter anderem die Bereederung der Fluggeräte durch Lufthansa-Piloten festlegt. Angesichts der festgefahrenen Situation hat die VC dennoch einen Schritt zur Deeskalation unternommen: Um dem Management ausreichend Zeit für die

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70 Jahre Lufthansa am Flughafen Stuttgart: Ein Jubiläum der Beständigkeit

Die Lufthansa feiert ein bedeutendes Jubiläum am Flughafen Stuttgart (STR): Seit nunmehr 70 Jahren, seit Oktober 1955, verbindet die deutsche Fluggesellschaft die baden-württembergische Landeshauptstadt mit Deutschland, Europa und der Welt. Dieses lange Engagement markiert eine Ära der Stabilität und ist ein wesentlicher Pfeiler der internationalen Erreichbarkeit der Region. Die Aufnahme des Flugbetriebs durch die Lufthansa am STR erfolgte kurz nachdem die Bundesrepublik Deutschland im Mai 1955 die volle Lufthoheit zurückerhalten hatte. Seitdem hat die Airline den Flughafen Stuttgart zu einem wichtigen Standort entwickelt. Über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München bindet die Lufthansa-Gruppe Stuttgart an ihr umfangreiches globales Streckennetz an. Ulrich Heppe, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), hob die Bedeutung der Airline hervor: Die Lufthansa-Gruppe sei der größte Kunde des Flughafens und habe durch ihr Engagement maßgeblich zur Attraktivität und zum Wachstum des Standorts beigetragen. Als Zeichen der langjährigen Partnerschaft soll im kommenden Winter auch die Lufthansa-Lounge am STR für Reisende wieder zugänglich gemacht werden. Im Laufe der Jahrzehnte war die Präsenz der Lufthansa in Stuttgart auch von historischen Momenten geprägt. Die Airline brachte einige der ikonischsten Flugzeugtypen der Luftfahrtgeschichte nach Stuttgart. Unvergessen ist die Landung der ersten Boeing 747, des sogenannten Jumbo-Jets, im Jahr 1970. Auch die legendäre Junkers Ju 52 mit dem Spitznamen „Tante Ju“ erfreute sich großer Beliebtheit und war mit ihren jährlichen Rundflügen ab Stuttgart stets ausgebucht. Diese Ereignisse zeugen von der tiefen Verankerung der Lufthansa in der regionalen Luftfahrttradition und ihrer Rolle als Motor für die Verkehrsanbindung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region

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