Ryanair

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Lauda-CEO David O’Brien wird zusätzlich auch Malta-Air-Chef

Bei der größten Ryanair-Tochter, Malta Air, kommt es mit 1. Jänner 2021 zu einem Führungswechsel: Lauda-Europe-Chef David O’Brien wird auch die Leitung der Konzernschwester übernehmen. Er folgt auf Diarmuid O’Conghaile, der an die Spitze der irischen Zivilluftfahrtbehörde IAA rücken wird. David O’Brien wird laut einem vorliegenden Mitarbeiterrundschreiben, das von Group-CEO Michael O’Leary unterschrieben ist, sowohl bei Malta Air als auch bei Lauda Europe als Firmenchef fungieren. Dies begründet der Gerneraldirektor damit, dass beide Carrier ihre Verwaltung und ihre Managementteams in Birkirkara (Malta) unterhalten. Um genau zu sein: Die beiden Carrier teilen sich sogar die gleichen Räumlichkeiten. Hinsichtlich des erweiterten Führungsteams sowie des „mittleren Management“ gibt es Unterschiede zwischen Lauda Europe und Malta Air. Die Manager beider Firmen werden laut Michael O’Leary künftig an David O’Brien berichten.

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November: Ryanair hatte nur noch zwei Millionen Passagiere

Die Ryanair Group erlitt im November 2020 einen starken Passagierrückgang. Im direkten Vergleich mit Oktober 2020 halbierte sich die Anzahl der beförderten Passagiere. Gruppenweit wurden zwei Millionen Reisende gezählt. Betrachtet man die Fluggastzahlen der Ryanair Group, so ist seit der Ausweitung des Flugbetriebs im Juli 2020 zu erkennen, dass es bis inklusive August 2020 einen Aufwärtstrend gab. Man zählte im genannten Einzelmonat sieben Millionen Passagiere. Dies dürfte primär damit zusammenhängen, dass Juli und August traditionelle Urlaubsmonate sind, aber auch mit dem simplen Umstand, dass im Sommer die Einreise- und Quarantänebestimmungen verschiedenster Staaten eher locker waren. Der erste „Knick“ ist bei Ryanair unmittelbar nach der Verschärfung der Anti-Reise-Regelungen diverser Länder zu sehen. Im September 2020 hatte man nur noch 5,1 Millionen Passagiere an Bord. Dieser Abwärtstrend setzte sich im Oktober 2020 (4,1 Millionen Fluggäste) fort und fand im November 2020 mit zwei Millionen Reisenden den vorläufigen neuen Tiefpunkt. Ein spannender Umstand am Rande ist, dass Ryanair seit November 2020 die Auslastung nicht mehr kommuniziert. Das ist keine Neuigkeit, denn bereits während dem ersten Lockdown sowie im Mai und Juni 2020 wurde diese Zahl verschwiegen. Der Konzern führte jedoch während der gesamten „Flugpause“ ein Minimalprogramm, das seinen Schwerpunkt im Verkehr zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich hatte, durch. In den genannten Fluggastzahlen ist die Beförderungsleistung der Töchter der Ryanair Holdings plc zusammengerechnet. Diese sind: Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz, Malta Air und Lauda Europe. Die österreichische Laudamotion stellte Mitte Oktober 2020 den Flugbetrieb ein und soll gänzlich geschlossen werden. Als Nachfolger wurde

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Ryanair brachte Klage gegen AUA-Staatshilfe ein

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair brachte eigenen Angaben nach einige Klagen gegen Staatshilfen, die verschiedene Mitbewerber erhalten haben, ein. Das Rechtsmittel richtet sich jedoch gar nicht gegen die Subvention, sondern die Entscheidung der EU-Kommission. Laut Wirtschaftswoche hat Konzernchef Michael O’Leary dabei Lufthansa und ihre Partner sowie die Ferienfluggesellschaft Condor besonders stark im Visier. Gegen die Genehmigung der Staatshilfe, die der einstigen Thomas-Cook-Tochter gewährt wurde, brachte Ryanair im November ein Rechtsmittel beim EuGH ein. Auch gegen die im Juli ausbezahlte staatliche Unterstützung für Austrian Airlines ist laut O’Leary bereits ein entsprechender Schriftsatz eingebracht werden. In Vorbereitung befindet sich eine Klage, die sich gegen die Genehmigung der Beihilfe für Lufthansa richten soll. Gegen die staatlich besicherten Kredite und/oder Unterstützungen für SAS, TAP, Finnair und Air-France-KLM geht Ryanair ebenfalls vor. In allen Fällen klagt der irische Lowcoster gegen die Genehmigung der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof.

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„Neuer“ Laudamotion-KV wurde nie abgeschlossen – Lauda Europe könnte „alter“ KV gerichtlich aufgezwungen werden

Im Frühjahr 2020 sorgten die Laudamotion-Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber in Sachen des gewünschten neuen Kollektivvertrags für ordentlich Wirbel, doch unmittelbar nach er Einigung der Sozialpartner verloren die beiden Ryanair-Manager plötzlich das Interesse. Der unter großem Wirbel regelrecht erpresste „neue Kollektivvertrag“ wurde niemals abgeschlossen, bestätigen Gewerkschaft und Wirtschaftskammer übereinstimmend. Rückblick: Zunächst vollführte die österreichische Ryanair-Tochter Laudamotion eine regelrechte Seifenoper rund um die Kurzarbeit und verschickte diverse, in englischer Sprache abgefasste Briefe an Regierungsmitglieder. Unter anderem forderte man, dass die Gewerkschaft Vida zur Unterzeichnung der Sozialpartnervereinbarung „angewiesen“ werden solle und drohte mit dem Gang vor den Europäischen Gerichtshof, weil man sich gegenüber Austrian Airlines diskriminiert fühlte. Die ÖGB-Teilgewerkschaft Vida wurde als Austrian-Airlines-Betriebsgewerkschaft diskreditiert. Das vorläufige Ende der Seifenoper war, dass die Vida die Vereinbarung unterzeichnete und somit Laudamotion in den Genuss der Kurzarbeit kam. Kurzarbeit wurde einfach so beendet – Mitarbeiter gingen gar gegen die Gewerkschaft auf die Straße Doch das Wort „kurz“ nahmen David O’Brien und Andreas Gruber wohl wörtlich, denn es dauerte nicht lange, da wurde ein neuer Kollektivvertrag gefordert. Ein Vordruck wurde an die Sozialpartner geschickt und falls dieser nicht unterschrieben wird, mache man Wien dicht und setzt das Personal auf die Straße. Es folgte die nächste Seifenoper, die sogar zwei Demonstrationen des Lauda-Personals gegen die eigene Gewerkschaft zur Folge hatte. Letztlich einigen sich die Sozialpartner auf einen Kompromiss. Zwischenzeitlich wurden einfach die Kurzarbeit beendet und die Flugzeuge demonstrativ ausgeflogen. Unmittelbar nach der Einigung wurde nochmals mit „Brieferln“ gefordert, dass bis 17 Uhr 00 ein Vordruck unterschrieben

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Ryanair bestellt 75 weitere Boeing 737-Max-200

Die Ryanair Group tätigte wenig überraschend eine weitere Großbestellung bei Boeing. Die bestehende 737-Max-200 Order wurde um 75 Exemplare auf 210 Flugzeuge aufgestockt. Anzunehmen ist, dass Konzernchef Michael O’Leary dem U.S.-amerikanischen Hersteller beachtliche Rabatte abverhandeln konnte. „Wir freuen uns und sind stolz darauf, diesen erweiterten Auftrag an Boeing zu erteilen, die die Wiederinbetriebnahme des Boeing MAX-Flugzeugs erfolgreich abgeschlossen hat. Die Boeing MAX ist ein fabelhaftes Flugzeug mit mehr Sitzen, mehr Beinfreiheit, niedrigeren Tarifen, geringerem Kraftstoffverbrauch und unglaublichen Umweltstandards, darunter 40% weniger Lärm und weniger CO2-Emissionen. Wir hoffen, bis 2021 mindestens 50 dieser Flugzeuge ausliefern zu können, sofern Boeing seine Produktionsleistung zurückerhält, um sie auszuliefern. Solange die Covid-19-Pandemie den Flugverkehr beeinträchtigt, werden wir diese neuen Flugzeuge einsetzen, um einen Teil unserer älteren Boeing NG-Flotte zu ersetzen, die bis zur Rückkehr der Nachfrage vor Covid auf dem Boden bleiben wird. Sobald das Covid-19-Virus jedoch zurückgeht – und dies wird 2021 mit der Einführung mehrerer wirksamer Impfstoffe geschehen -, werden Ryanair und unsere Partnerflughäfen in ganz Europa mit diesen umweltfreundlichen Flugzeugen Flüge und Flugpläne schnell wiederherstellen, verlorenen Verkehr wiederherstellen und helfen Die Nationen Europas erholen sich von ihrer Tourismusbranche und bringen junge Menschen dazu, in den Städten, Stränden und Skigebieten der EU wieder zu arbeiten“, so Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary. Der Lowcoster erklärt, dass die erste Boeing 737-Max-200, die man selbst neuerdings als 737-Max-8200 bezeichnet, gegen Jahresanfang 2021 ausgeliefert wird. Die restlichen Maschinen sollen bis Ende 2024 übergeben werden. Die Mittelstreckenjets werden auf die Konzernairlines Lauda Europe, Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz und Malta

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Vida: „Ryanair zahlt in Wien teilweise Monatsgehälter unter 500 Euro aus“

Die österreichische Verkehrsgewerkschaft Vida hält die von der Ryanair-Tochter Buzz in Wien praktizierte „Selbstständigkeit“ für nicht legal. Die Arbeitnehmervertreter reagierten auf einen Bericht von Aviation Direct, in dem aufgedeckt wurde, dass die polnische Fluggesellschaft in Wien Personal mit slowakischem Gewerbeschein als „Selbstständige“ einsetzt. Daniel Liebhart, Vida-Fachgruppenchef, dazu: „Dazu muss man wissen, dass die Ryanair-Basis am Flughafen Wien an die polnische Buzz übergeben wurde. Das heißt, selbstständige Piloten könnten demnächst auch vom Flughafen Wien aus starten und landen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist es aber ein sehr schmaler Grat, einen Piloten in Österreich bei einer Airline selbstständig tätig sein zu lassen. Bei einer Linien-Airline sehen wir es als nahezu ausgeschlossen an, dass dies rechtlich korrekt durchgeführt werden kann. Man müsste den Piloten eine große Autonomie zukommen lassen, die eigentlich aufgrund der strikten Safety Procedures in einer Airline im Linienverkehr nicht gegeben sein kann“. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass es „selbst nach der Auslegung der WKÖ in der Praxis kaum möglich ist selbständige Piloten bei einer Airline im Linienverkehr einzusetzen“. Daher fordert Liebhart nun abermals das Einschreiten der heimischen Behörden: „Einmal mehr sind die zuständigen Behörden gefordert, die dubiosen Vorgänge bei Buzz, ein Unternehmen des Ryanair-Konzerns, zu überprüfen. Im konkreten Fall muss geprüft werden, ob eine Sozialversicherungspflicht vorliegt und ob die Beiträge korrekt abgeführt wurden“. Seit 1. Jänner 2020 obliegt diese Pflicht dem Finanzministerium. Vida: „Lohnzettel der Ryanair Basis Wien deuten auf Lohn- und Sozialdumping hin“ „Wir haben derzeit vermehrt Anfragen von besorgten bei Ryanair beschäftigten Vida-Mitgliedern, wie es mit ihren Arbeitsplätzen

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Ryanair macht Basis Wien mit Jahresende dicht

Die Bediensteten der Ryanair-Basis Wien erreichte am Mittwoch eine Hiobsbotschaft. Der irische Carrier schließt die aus drei Boeing 737-800 bestehende Base mit Jahresende. Für das Personal hat das fatale Konsequenzen, denn entweder sie ziehen nach Dublin, Athen oder Thessaloniki um oder sie sind ihre Jobs und damit ihr Einkommen los. Bereits vor einigen Wochen drängte Ryanair ihre eigenen Mitarbeiter in unbezahlte Urlaube und das mit knallharten Methoden, denn wer das nicht wollte, riskierte die Kündigung. Die Wiener Basis wurde nur eröffnet, um die damalige Tochtergesellschaft Laudamotion und natürlich auch deren Personal massiv unter Druck setzen zu können. Da man den Lauda-Mitarbeitern die Löhne deutlich senken konnte, kann nun Lauda Europe billiger produzieren als Ryanair selbst. Doch der Ersatz für die Kapazität der Ryanair-Basis Wien, ist bereits Ende Oktober eingerichtet wurden. Die polnische Konzernschwester Buzz eröffnete eine Basis und führt statt der Ryanair DAC zahlreiche Flüge durch. Waren es anfangs noch polnische Mitarbeiter, die aus Kattowitz eingeflogen sind, bedient man sich nun Personen mit slowakischem Gewerbeschein, die formell als Selbstständige tätig sind, berichtet Aviation Direct. Wie viel Ryanair-Mitarbeiter in Wien von der Schließung der Ryanair-DAC-Basis betroffen sind, ist unklar. Stationiert waren drei Boeing 737-800, jedoch gibt es keinerlei Angaben darüber wie viele Personen bereits vor der Hiobsbotschaft gekündigt wurden. Aviation Direct liegt das interne Schreiben, in dem das Wiener Ryanair-Personal über die Schließung der Basis sowie der Wahlmöglichkeit Kündigung oder nach Irland bzw. Griechenland gehen, mitgeteilt wird vor. Mit 1. Jänner 2021 werden daher in Wien die Ryanair-Töchter Lauda Europe und

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Gewerkschaft: Buzz setzt slowakische „Selbstständige“ ab Wien ein

Slowakische und spanische Gewerkschaften erheben schwere Vorwürfe gegen die neuerdings ab Wien tätige Ryanair-Tochter Buzz. Kamen anfangs noch aus Kattowitz eingeflogene Flugbegleiter und Piloten zum Einsatz, soll man laut den Arbeitnehmervertretern auf Slowaken umgestellt haben. Pikant ist aber ein kleines Detail: Laut Gewerkschaften sollen diese als Selbstständige tätig sein. Die spanischen Arbeitnehmervertreter sehen das nicht ohne Grund mit großer Sorge, denn Ryanair praktiziert dieses Modell in vielen Ländern und verbrannte sich wiederholt wegen gerichtlich festgestellter Scheinselbstständigkeit die Finger. Indes klagt die spanische USO gegen Laudamotion und Lauda Europe auf Feststellung eines Betriebsübergangs. Aus internen Buzz-Unterlagen, die der slowakischen Gewerkschaft zugespielt wurden und von Aviation Direct gesichtet wurden, geht hervor, dass in den ab Wien betriebenen Buzz-Flugzeugen sowohl Piloten als auch Flugbegleiter zum Einsatz kommen, die in der Slowakei einen entsprechenden Gewerbeschein lösen sollten und formell als Selbstständige für die polnische Buzz-Tochter fliegen. Wenig überraschend ist, dass die Konzernmutter in Dublin als auch die Tochter in Polen, deren Zentrale sich in der Nähe des Flughafens Chopin befindet, für eine Stellungnahme nicht erreichbar waren und auf E-Mails nicht geantwortet haben. Leiharbeit ist bei Buzz keine Neuigkeit, denn nahezu das gesamte fliegende Personal wird über eine konzerninterne „Agentur“ namens Warsaw Aviation beschäftigt. Der nunmehrige Einsatz von „Selbstständigen“ mit slowakischem Gewerbeschein zeigt, dass die Ryanair Group wieder in alte Muster zurückfällt. Der Konzern verbrannte sich in Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und in anderen EU-Staaten aufgrund dieser Praxis enorm die Finger, musste heftige, gerichtlich festgestellte Strafen und Nachzahlungen an die Steuer- und Sozialversicherungsbehörden bezahlen. Da

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Flugstreichungen: Ryanair wird noch kundenunfreundlicher

Die Ryanair Group verschärft die kundenunfreundlichen Maßnahmen, wenn das Unternehmen selbst Flugverbindungen streicht. Nun bucht das Unternehmen eigenmächtig auf andere Reisetermine um und lässt die Kunden nicht mehr streckennetzweit eigenständig umbuchen. Gestrichene Buchungen konnten betroffene Passagiere ursprünglich bis zu drei Monate nach hinten verschieben und konnten diese auf jede beliebige Strecke, die von der Ryanair Group bedient wird, ändern. Vor einigen Wochen wurde der mögliche Umbuchungszeitraum auf 14 Tage geändert. Nun verschärft Ryanair das kundenfeindliche Verhalten abermals: Der Carrier schreibt nun neue Reisetermine vor. Ist man damit nicht einverstanden führt nun kein Weg mehr am Kundenservice vorbei, denn die Buttons für Erstattung und eigenständige Umbuchungen durch den Kunden wurden deaktiviert. Das Servicecenter ist nur über einen Web-Chat und eine kostenpflichtige Hotline erreichbar. Letzteres ist eigentlich unzulässig, da eine EU-Verordnung vorschreibt, dass solche Telefonate nicht mehr kosten dürfen als ein reguläres Festnetztelefonat. Ryanair ist hier kein Einzelfall, denn eine Vielzahl von Fluggesellschaften pfeift auf die Vorschrift und setzt der Kundschaft kostenpflichtige Hotlines vor die Nase. Beim „Ryanair Service“ erleben von Streichungen betroffene Passagiere nun „Frühlingserwachen“, denn Umbuchungen auf andere Strecken oder deutlich spätere Termine sind nur gegen eine horrende Zusatzgebühr und die Aufzahlung der Tarifdifferenz möglich. Die einzige Alternative wäre die Erstattung des Flugpreises. Genau das konnte jedoch bis vor wenigen Tagen noch eigenständig online eingeleitet werden, doch nun ist eine Kontaktaufnahme mit dem schwer erreichbaren Kundenservice, der eher als Abwimmelungsanstalt fungiert, nötig. Von Streichungen betroffene Passagiere, die wirklich reisen wollen oder müssen, sollten sich vom „Kundenservice“ des Billigfliegers nicht abwimmeln

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Liebhart: „Andreas Gruber und Michael O’Leary sind die Köpfe hinter den dubiosen Machenschaften bei Lauda“

Bereits im Vorjahr berichteten diverse Medien von hinterfragenswerten Bargeldtransporten der Fluggesellschaft Laudamotion. Doch erst durch die Berichterstattung von Profil, ORF, Welt und SWR kam das Thema in die breite Öffentlichkeit. Konkret werfen ehemalige Lauda-Mitarbeiter vor, dass größere Mengen Bargeld in roten Taschen kreuz und quer durch Europa geflogen werden. Es handelt sich dabei um Einnahmen aus dem Bordverkauf, die in die Konzernzentrale nach Dublin gebracht wurden. Allerdings nicht auf dem direkten Weg, sondern mit verschiedenen Zwischenstationen, beispielsweise in Palma de Mallorca oder London-Stansted. Die Gewerkschaft Vida fordert nun eine lückenlose Aufklärung. „Bereits Ende Sommer 2019 haben sich verunsicherte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns gemeldet, die über dubiose Geldtransporte auf Laudamotion-Flügen aufgrund möglicher Illegalität und Haftungsfragen besorgt waren“, so Vida-Fachbereichsleiter Daniel Liebhart. „Das Unternehmen setzt scheinbar auf die hausinterne Einschüchterungstaktik. Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust und anderen Konsequenzen wurden die Beschäftigten mundtot gemacht. Dementsprechend viele Rechtsverletzungen kommen aufgrund dessen erst sehr spät zu Tage oder werden an uns mit dem Vorbehalt herangetragen, dass wir die Einzelperson nicht exponieren dürfen. Mit diesen Dienstanweisungen hat der Ryanair-Konzern hohe Bargeldbeträge außer Land geschafft. Als Gewerkschaft vida stellen wir uns die Frage, wie sicher und seriös eine Airline sein kann, die unzählige Rechtsbrüche begeht. Bei Laudamotion kommen nun, nach erst-gerichtlich festgestellten Arbeitsrechtsverletzungen, dubiose Geldtransporte ans Tageslicht, die umgehend auf Steuerhinterziehung untersucht werden müssen“. Liebhart: „Andreas Gruber und Michael O’Leary sind die Köpfe hinter den dubiosen Machenschaften“ Die Gewerkschaft Vida fordert, dass die nationalen und europäischen Behörden sämtlichen Airlines, die gezielte Rechtsbrüche begehen „den Stecker ziehen sollen“

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