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Spanische Behörden sanktionieren eDreams wegen irreführender Praktiken

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat aktuelle Entscheidungen spanischer Verbraucherschutzbehörden gegen das Online-Reisebüro (OTA) eDreams begrüßt. Jüngst bestätigte die Verbraucherschutzbehörde von Kastilien und León Sanktionen gegen das Unternehmen aufgrund von Verstößen gegen das Verbraucherrecht. Dieser Schritt folgt auf ähnliche Maßnahmen in anderen spanischen Regionen, darunter Madrid. Dort wurde eDreams bereits für diverse Verstöße bestraft, die über die Jahre 2023, 2024 und 2025 hinweg auf der Webseite des Portals begangen wurden. Ryanair sieht darin eine Bestätigung ihrer langjährigen Kritik an den Geschäftspraktiken nicht autorisierter Reiseportale. Die rechtlichen Auseinandersetzungen weiten sich zudem auf europäischer Ebene aus. In Deutschland hat das Landgericht Hamburg wiederholt festgestellt, dass die Preisdarstellungen von eDreams irreführend sind. Besonders schwer wiegt zudem eine Entscheidung der italienischen Wettbewerbsbehörde (AGCM) vom 4. Februar. Diese verhängte ein Bußgeld in Höhe von neun Millionen Euro gegen eDreams wegen unlauterer Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit dem Abonnement-Dienst „Prime“. Die Behörde bezeichnete die Praktiken als täuschend und manipulativ, da Abonnenten in vielen Fällen sogar höhere Preise angezeigt bekamen als Nicht-Mitglieder. Interne Dokumente des Portals deuteten zudem auf den Einsatz psychologischer Tricks hin, um die Abo-Zahlen zu steigern. Ryanair-Marketingchef Dara Brady kritisierte in diesem Zusammenhang die Untätigkeit des spanischen Verbraucherschutzministers Pablo Bustinduy und forderte die europäischen Regierungen zu einem entschlosseneren Handeln auf. Ziel müsse eine vollständige Preistransparenz bei allen Online-Reisevermittlern sein, um die Verbraucher vor versteckten Gebühren und manipulativen Preisschildern zu schützen. Ryanair hat in der Vergangenheit bereits mehrere Vereinbarungen mit sogenannten „Approved OTAs“ geschlossen, die sich zu transparenten Preisen ohne Aufschläge verpflichtet haben, während das Verhältnis zu

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CDU fordert drastische Entlastungen und Stärkung regionaler Standorte

Der 38. Bundesparteitag der CDU in Stuttgart hat am 21. Februar 2026 ein wegweisendes Grundsatzprogramm für die Zukunft des deutschen Luftverkehrs verabschiedet. In einer Phase, in der Deutschland im europäischen Vergleich bei der Erholung der Passagierzahlen hinterherhinkt, setzt die Partei auf eine umfassende Deregulierung und finanzielle Entlastung der Branche. Kernstück des vom sächsischen Landesverband initiierten Antrags ist die schrittweise Senkung und perspektivische Komplettabschaffung der Luftverkehrsteuer, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Fluggesellschaften wiederherzustellen. Neben fiskalischen Maßnahmen adressiert der Beschluss auch die strukturelle Anbindung ländlicher Regionen: Die großen deutschen Airlines werden aufgefordert, ihr Liniennetz an kleineren Standorten nicht weiter auszudünnen. Diese Initiative unterstreicht den Anspruch der Partei, den Luftverkehr als unverzichtbaren Bestandteil der nationalen Infrastruktur und als Garant für wirtschaftliches Wachstum zu sichern, während gleichzeitig eine Angleichung der Kostenstrukturen an das europäische Ausland angestrebt wird. Fiskalische Entlastung als Motor für Wettbewerbsfähigkeit Die Kostenbelastung am Luftverkehrsstandort Deutschland hat nach Ansicht der CDU ein kritisches Niveau erreicht. In der Antragsbegründung wird auf eine dramatische Entwicklung verwiesen, wonach die staatlich induzierten Kosten seit dem Jahr 2019 um rund 100 Prozent gestiegen sind. Ein plastisches Beispiel verdeutlicht das aktuelle Ungleichgewicht: Während für die Landung einer Lufthansa-Maschine am Flughafen Prag Steuern und Gebühren in Höhe von etwa 500 Euro anfallen, werden am Flughafen Dresden für den identischen Vorgang 4.500 Euro fällig. Dieser Standortnachteil führt dazu, dass Deutschland das einzige Land in Europa ist, in dem der Luftverkehr noch nicht das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht hat. Um diesen Trend umzukehren, fordert der Parteitagsbeschluss die Bundesregierung auf, die

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Paderborn/Lippstadt präsentiert Flugplan für die Sommersaison 2026

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bereitet sich auf eine intensive Sommersaison vor und hat sein Programm für das Jahr 2026 konkretisiert. Das Angebot konzentriert sich auf acht klassische Urlaubsdestinationen, die primär im Mittelmeerraum und in Nordafrika liegen. Als aufkommensstärkste Verbindung hat sich erneut die Strecke ins türkische Antalya etabliert. Mit bis zu 25 wöchentlichen Rotationen wird dieses Ziel von einer Kombination aus Linien- und Ferienfluggesellschaften wie SunExpress, Pegasus Airlines und Freebird bedient. Diese hohe Frequenz unterstreicht die Bedeutung des türkischen Marktes für das Einzugsgebiet Ostwestfalen-Lippe und das angrenzende Sauerland. An zweiter Stelle der meistfrequentierten Routen steht die balearische Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Hier teilen sich der Marktführer Eurowings und der irische Billigflieger Ryanair das Angebot mit bis zu 17 wöchentlichen Flügen. Die Präsenz von Ryanair am Standort Paderborn hat sich in den letzten Jahren stabilisiert, nachdem die Airline ihr Engagement an Regionalflughäfen strategisch neu bewertet hatte. Neben diesen beiden Hauptzielen umfasst das Portfolio sechs weitere Destinationen: Heraklion, Kos und Rhodos in Griechenland sowie Alicante und Málaga auf dem spanischen Festland. Ergänzt wird das Spektrum durch die ägyptische Urlaubsregion Hurghada am Roten Meer, die zunehmend auch im Sommer stabil nachgefragt wird. Wirtschaftlich betrachtet setzt der Flughafen Paderborn/Lippstadt auf eine bewährte Mischung aus etablierten Charterpartnern und Low-Cost-Anbietern, um die Passagierzahlen nach der erfolgreichen Sanierung des Standorts weiter zu steigern. Die Geschäftsführung betont die Rolle des Airports als „Heimathafen“, der durch kurze Wege und eine effiziente Abfertigung besticht. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Konzentration auf nachfragestarke Warmwasserziele ein notwendiger Schritt ist, um die Betriebskosten

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Ryanair kündigt Rekord-Sommerflugplan für Kroatien an

Ryanair baut seine Präsenz auf dem kroatischen Markt im Sommer 2026 massiv aus und stellt den bisher umfangreichsten Flugplan für das Land vor. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Zagreb gab Jason McGuinness, Chief Commercial Officer der Fluggesellschaft, bekannt, dass das Sitzplatzkontingent um 3,8 Prozent auf insgesamt über 4,23 Millionen Plätze gesteigert wird. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 155.000 Sitzen im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtzahl der Flugbewegungen soll auf 22.662 steigen. Neue Direktverbindungen verknüpfen künftig Dubrovnik mit Budapest und Katowice. Gleichzeitig wurden Frequenzerhöhungen auf bestehenden Strecken ab der Basis in Zagreb angekündigt, um die touristische Erschließung der Region weiter voranzutreiben. Trotz des Gesamtwachstums kommt es zu Anpassungen im Streckennetz: Die saisonale Verbindung zwischen Zagreb und Sofia wird zum 30. Mai 2026 eingestellt, womit die einzige Nonstop-Verbindung zwischen Kroatien und Bulgarien entfällt. Zuvor hatte der Billigflieger bereits das Ende der Routen nach Frankfurt-Hahn, Pisa und Marseille bestätigt. McGuinness nutzte den Termin in Zagreb zudem für eine deutliche Forderung an die kroatische Regierung. Er plädierte für die Abschaffung der als veraltet bezeichneten Abgabe an die Zivilluftfahrtbehörde (CAA-Steuer). Die Airline argumentiert, dass diese Gebühr die Zugangskosten für Passagiere künstlich erhöhe und schlug vor, die Einsparungen durch eine Reduzierung von Subventionen für gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen (PSO) auf wenig frequentierten Strecken gegenzufinanzieren. Das Engagement von Ryanair wird durch strategische Marketingkooperationen des Kroatischen Tourismusverbandes unterstützt. Dieser gab jüngst die Freigabe von 3,3 Millionen Euro für Partnerschaften mit diversen Fluggesellschaften bekannt, darunter neben Ryanair auch Unternehmen wie die Lufthansa Group, United Airlines und easyJet. Das Budget für

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Österreichischer Luftverkehr erreicht 2025 historischen Passagierrekord

Die österreichische Luftfahrtbranche blickt auf ein Rekordjahr zurück. Nach aktuellen Erhebungen der Statistik Austria fertigten die sechs Verkehrsflughäfen des Landes – Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt – im Jahr 2025 insgesamt 36,5 Millionen Fluggäste ab. Dies entspricht einer Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den höchsten jemals gemessenen Wert in der Geschichte des österreichischen Flugwesens. Bemerkenswert ist dabei die vollständige Erholung von der globalen Krise der Vorjahre: Das bisherige Rekordniveau aus dem Jahr 2019 wurde um 0,8 Prozent übertroffen. Parallel dazu stieg die Anzahl der Flugbewegungen im Linien- und Gelegenheitsverkehr auf 279.677 Starts und Landungen an, was einem Zuwachs von 3 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Trotz des Passagierbooms zeigt die Bilanz in anderen Sektoren rückläufige Tendenzen. Die durchschnittliche Auslastung pro Flug sank geringfügig auf 131 Personen, was einem Minus von 0,3 Prozent entspricht. Deutlichere Einbußen verzeichnete der Logistikbereich: Das Frachtaufkommen sank um 3,7 Prozent auf 248.211 Tonnen, während die Luftpost sogar einen Rückgang von 4,5 Prozent auf 5.147 Tonnen verbuchte. Diese Entwicklung steht im Kontrast zum reinen Personenverkehr und verdeutlicht eine Verschiebung der wirtschaftlichen Schwerpunkte an den Standorten. Im internationalen Vergleich hinkt der Nachbar Deutschland noch hinterher: Zwar stiegen dort die Zahlen an den 22 Hauptverkehrsflughäfen um 3,9 Prozent auf 207,2 Millionen Passagiere, das Vorkrisenniveau von 2019 bleibt in Deutschland jedoch weiterhin unerreicht. Für den wichtigsten österreichischen Standort, den Flughafen Wien-Schwechat, trüben sich die Aussichten für das laufende Jahr 2026 hingegen ein. Nach dem Spitzenwert von 32,6 Millionen Fluggästen im Jahr 2025 rechnet

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Ryanair forciert Fertigstellung des Wartungshangars am BER

Die irische Fluggesellschaft Ryanair treibt ihre Investitionspläne am Flughafen Berlin-Brandenburg trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen im deutschen Luftverkehrsmarkt voran. Wie das Unternehmen kürzlich gegenüber Airliners.de bestätigte, steht die Eröffnung des neuen Wartungshangars unmittelbar bevor und ist für den Zeitraum Juni oder Juli 2026 terminiert. Mit diesem Projekt schafft die Fluggesellschaft eine signifikante Kapazitätserweiterung für ihre Instandhaltungssparte Ryanair Engineering Germany, die bereits seit 2018 vom Standort Schönefeld aus die technische Betreuung der gesamten in Deutschland stationierten Flotte koordiniert. Der neue Komplex ist darauf ausgelegt, drei Maschinen der gängigen Mittelstreckentypen gleichzeitig aufzunehmen, was die Effizienz der Wartungsabläufe am Boden erheblich steigern wird. Damit verbunden ist ein deutlicher Zuwachs an qualifizierten Fachkräften in der Region: Über 100 neue Arbeitsplätze im Bereich der Flugzeugtechnik und Logistik sollen entstehen. Die Rekrutierungsmaßnahmen für den Standort laufen bereits auf Hochtouren, um pünktlich zum Sommer den vollen Betrieb aufnehmen zu können. Strategische Bedeutung der neuen Wartungsbasis Die Errichtung eines eigenen Hangars am Berliner Flughafen markiert einen Wendepunkt in der operativen Aufstellung von Ryanair in Deutschland. Bisher stützte sich das Unternehmen am BER auf bestehende Infrastrukturen oder kleinere Kapazitäten, die dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre kaum noch gerecht wurden. Mit der neuen Einrichtung sichert sich der Billigflieger eine weitreichende Unabhängigkeit von externen Dienstleistern. Marcel Pouchain Meyer, der als Country Manager für die Region zuständig ist, unterstrich in einem Fachinterview die Relevanz dieses Schrittes. Er betonte, dass die physische Präsenz vor Ort entscheidend sei, um die hohen Sicherheitsstandards und die strikten Zeitpläne der Airline einzuhalten. Der Bauantrag für das

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Null-Toleranz-Politik in der Luft: Hohe Entschädigungssumme nach Randale auf Ryanair-Flug

In einem richtungsweisenden Urteil hat der Dublin Circuit Court am Dienstag, dem 17. Februar 2026, einem Mann aus Dublin die Zahlung von 15.000 Euro Schadenersatz an die Fluggesellschaft Ryanair auferlegt. Das Gericht reagierte damit auf einen schwerwiegenden Vorfall an Bord eines Fluges von Dublin nach Lanzarote, der aufgrund des aggressiven Verhaltens des Passagiers abgebrochen werden musste. Der Mann hatte sowohl Mitreisende als auch die sechsköpfige Besatzung tätlich angegriffen, woraufhin die Piloten aus Sicherheitsgründen eine unvorhergesehene Zwischenlandung im portugiesischen Porto einleiteten. Durch die Umleitung waren nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Reisepläne von über 160 Passagieren massiv beeinträchtigt worden. Das Urteil setzt ein deutliches Zeichen gegen Fehlverhalten im Luftverkehr und unterstreicht die finanziellen Risiken, denen sich sogenannte unruhig agierende Fluggäste heute ausgesetzt sehen. Hintergründe der Eskalation und operative Folgen Der Vorfall, der nun juristisch aufgearbeitet wurde, ereignete sich bereits am 9. April 2024 auf dem Ryanair-Flug FR7124. Was als gewöhnlicher Urlaubsflug zu den Kanarischen Inseln begann, entwickelte sich in Reiseflughöhe zu einer bedrohlichen Situation. Berichten zufolge verlor der Passagier vollständig die Beherrschung und griff Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung physisch an. Für das Bordpersonal stellt ein solches Szenario eine extreme Belastung dar, da in der Enge der Kabine nur begrenzte Möglichkeiten zur Deeskalation bestehen. In Übereinstimmung mit den internationalen Sicherheitsrichtlinien entschied der Flugkapitän, den Kurs zu ändern und Porto anzusteuern, um den Unruhestifter der örtlichen Polizei zu übergeben. Die Konsequenzen für die übrigen Fluggäste waren erheblich. Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten für die Flugzeugbesatzung konnte die Reise nach der Zwischenlandung

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Ryanair forciert Expansionskurs am Standort Malta für das Jahr 2026

Die irische Fluggesellschaft Ryanair verstärkt ihre Marktpräsenz auf der Mittelmeerinsel Malta signifikant. Für den kommenden Sommerflugplan 2026 hat das Unternehmen bestätigt, dass ein neuntes Flugzeug permanent am internationalen Flughafen Luqa stationiert bleibt. Mit dieser Kapazitätserweiterung reagiert der Marktführer im Low-Cost-Segment auf die steigende Nachfrage im südeuropäischen Raum. Durch die Stationierung einer weiteren Maschine werden nicht nur neue Flugziele erschlossen, sondern auch die operative Zuverlässigkeit und die Anzahl der frühen Abflugzeiten für Reisende ab Malta verbessert. Das Streckennetz wächst im Zuge dieser Maßnahmen auf insgesamt 70 Direktverbindungen an. Neu in das Portfolio aufgenommen werden die Destinationen Göteborg, Newcastle, Palma de Mallorca und Tirana. Besonders die Verbindung nach Albanien unterstreicht die Strategie der Airline, osteuropäische Märkte stärker mit den klassischen Urlaubsregionen im Mittelmeer zu vernetzen. Neben den neuen Routen plant Ryanair, die Frequenzen auf über 40 bestehenden Strecken deutlich zu erhöhen. Davon profitieren insbesondere wichtige europäische Metropolen wie Wien, Mailand, London, Madrid und Dublin, die künftig noch häufiger bedient werden sollen. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Fluggesellschaft ein massives Passagierwachstum von rund 20 Prozent am maltesischen Standort. Zielmarke ist das Erreichen von sechs Millionen Fluggästen pro Jahr. Branchenanalysten sehen in dieser Entwicklung eine Bestätigung für Maltas Rolle als zentrales Drehkreuz im zentralen Mittelmeerraum. Die Expansion geht einher mit Investitionen in die lokale Infrastruktur und der Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze in den Bereichen Bodenabfertigung, Kabinenpersonal und Wartung. Die verstärkte Anbindung an das britische Newcastle und das schwedische Göteborg zielt zudem darauf ab, Marktanteile in Nordeuropa weiter auszubauen. Trotz des Wettbewerbs durch nationale Fluggesellschaften

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Wirtschaftliche Erwägungen verhindern Starlink-Einzug bei Billigfluggesellschaften

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air hat Pläne zur Implementierung des satellitengestützten Internetdienstes Starlink vorerst eine Absage erteilt. Konzernchef Geir Karlsen begründete diese Entscheidung primär mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens, das auf kostenpflichtigen Zusatzleistungen basiert. Laut Karlsen lasse das aktuelle Konzept von Starlink, das vom Raumfahrtunternehmen SpaceX betrieben wird, keine Gebührenerhebung gegenüber den Fluggästen zu. Da Norwegian jedoch auf Einnahmen aus dem Verkauf von WLAN-Paketen angewiesen ist, um die niedrigen Basispreise der Flugtickets zu stützen, bleibt die Airline bei ihrem bisherigen Anbieter. Neben den finanziellen Aspekten verwies die Führungsebene von Norwegian auf technische Hürden. Bisher fehlt für die Boeing 737, die den Kern der Flotte bildet, die notwendige Zertifizierung für die Starlink-Hardware. Zwar wird eine entsprechende Zulassung für die Zukunft erwartet, doch zum jetzigen Zeitpunkt stellt dies ein zusätzliches Hindernis für die Kurz- und Mittelstreckenflotte dar. Damit unterscheidet sich die Strategie deutlich von Premium-Anbietern wie Qatar Airways oder der Lufthansa, die den Highspeed-Dienst bereits als Teil ihres Serviceversprechens nutzen oder die Einführung vorbereiten. Innerhalb der Branche der preisgünstigen Fluglinien herrscht derzeit eine kontroverse Debatte über die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Dienstes von Elon Musk. So bezifferte Ryanair-Chef Michael O’Leary die potenziellen Kosten für eine flächendeckende Ausrüstung seiner Flotte auf rund 250 Millionen Dollar jährlich und lieferte sich diesbezüglich einen öffentlichen Schlagabtausch mit den Verantwortlichen von SpaceX. Auch der Konkurrent Easyjet prüft zwar eine Kooperation, gab jedoch jüngst bekannt, dass die Rentabilität des Systems für das Segment der Billigflieger zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gegeben sei. Die Zurückhaltung der großen europäischen Günstig-Airlines zeigt

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Ryanair kritisiert deutsche Tourismusstrategie und fordert Senkung der Luftverkehrskosten

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat am 13. Februar 2026 deutliche Kritik an der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung geäußert. Nach Ansicht des Branchenführers ignoriere das aktuelle Strategiepapier die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Zugangskosten für den Luftverkehr am Standort Deutschland. Während andere europäische Märkte ihre Kapazitäten bereits wieder auf das Niveau von vor 2020 gesteigert haben, liegt das Passagieraufkommen in Deutschland laut Ryanair-Statistiken weiterhin bei lediglich 89 Prozent. Die Airline warnt davor, dass ohne eine drastische Reform der Abgabenlast eine vollständige Erholung des internationalen Tourismus ausbleiben werde. Der Kern der Kritik richtet sich gegen die Struktur der staatlich beeinflussten Kostenfaktoren, insbesondere die Luftverkehrsteuer, die Luftsicherheitsgebühren und die Flughafenentgelte. Ryanair bezeichnete die jüngste Senkung der Luftverkehrsteuer um 3 Euro als unzureichend und forderte eine vollständige Abschaffung der Abgabe. Das Unternehmen verwies auf Länder wie Schweden, Ungarn oder Albanien, die durch die Reduzierung von Steuern und Gebühren ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und zusätzliche Kapazitäten von Fluggesellschaften angezogen hätten. In Deutschland hingegen führe die aktuelle Kostenstruktur dazu, dass Airlines ihre Flugzeuge in Märkte mit niedrigeren operativen Ausgaben verlagern würden. Ryanair-CEO Eddie Wilson betonte, dass die Fluggesellschaft bereit stünde, das Verkehrsaufkommen in Deutschland auf bis zu 34 Millionen Passagiere zu verdoppeln und 30 zusätzliche Maschinen fest an deutschen Standorten zu stationieren. Voraussetzung hierfür sei jedoch eine grundlegende Kehrtwende in der deutschen Luftverkehrspolitik. Die für Juli 2026 geplante begrenzte Reduzierung der Steuerlast komme laut Wilson zu spät und greife zu kurz. Der Konzern, der derzeit eine Großbestellung von 300 Boeing 737 Max 10 Flugzeugen abwickelt, sieht vor

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